Hallo,
ich lese öfters hier im Forum von Frauen, die Schwanger wurden und bei denen während der Schwangerschaft Trisomie festgestellt wurde.
Wie verhält es sich bei einer Eizellenspende. Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit?
Hallo,
ich lese öfters hier im Forum von Frauen, die Schwanger wurden und bei denen während der Schwangerschaft Trisomie festgestellt wurde.
Wie verhält es sich bei einer Eizellenspende. Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit?
Liebe Emmanuelle,
Eizellspenderinnen sind junge gesunde Frauen und in der Regel maximal 30, höchstens Anfang 30 Jahre alt. In diesem Alter liegt das Risiko für eine Trisomie 21 unter 0,5%, bei Frauen Anfang 20 deutlich darunter. Das Risiko steigt mit dem Alter der Frau und liegt zum Beispiel bei einer 40-jährigen um die 1-2%.
Bei einer Frau, die eine Eizellpende erhält, hängt das Risiko also vom Alter der Spenderin ab und da die Spenderin jung ist, ist auch das Risiko entsprechend gering.
Ich hoffe ich konnte Ihre Frage beantworten.
Herzliche Grüße aus Clínica Tambre in Madrid
Hallo,
ich lese öfters hier im Forum von Frauen, die Schwanger wurden und bei denen während der Schwangerschaft Trisomie festgestellt wurde.
Wie verhält es sich bei einer Eizellenspende. Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit?
Es ist wahrscheinlich, aber eben genau so wie bei einer normal zustande gekommenen Schwangerschaft. Ich war davon betroffen. Meine Spenderin war 33. Daher haben wir für den nächsten Versuch eine jüngere Spenderin gewünscht.
Bei den meisten Kliniken werden Spenderinnen bis 35 angegeben. Und man kann nicht unbedingt selbst wählen. Und freie Trisomie ist Zufall und kann vorher bei einer genetischen Untersuchung der Spenderin nicht festgestellt werden. Also immer nach dem Alter der Spenderin vorher fragen. Ich wusste es erst nach dem Transfer.
Mir kommt es eben so vor, dass beim Lesen verschiedener Behandlungsgeschichten hier im Forum, dass bei einigen Frauen die eine kyrokonservierte Behandlung hatten, Trisomie vermehrt auftritt. Könnte da ein Zusammenhang bestehen? Kann es sein, dass bei z. B. eingefrorenen Embryonen ein erhöhtes Risiko besteht?
Liebe Emmanuelle,
in Studien hat sich da kein Zusammenhang gezeigt. Es gibt keine Hinweise darauf, dass ein höheres Risiko für eine Trisomie durch Kryokonservierung besteht. Hauptrisikofaktor ist das Alter der Frau.
Dass es mehr Berichte im Forum über Trisomien bei Kryokonservierung gibt, ist jedenfalls nicht durch das Einfrieren zu erklären.
Herzliche Grüße
Ok, wenn der Hauptrisikofaktor das Alter der Frau ist wie sie schreiben - also in diesem Fall die Spenderin - dann widerspricht sich doch dann etwas. Die Kliniken werben doch alle mit Eizellen oder Embryonen von jungen und gesunden Frauen. Also könnte man eigentlich ein vernachlässigbares Risiko für Trisomie in kauf nehmen, da sie ja alle jung und gesund sind.
Dann wiederum heißt das doch im Umkehrschluss, dass entweder die Spenderinnen doch nicht so jung sind wie behauptet oder es wurde medizinisch etwas falsch gemacht, da vielleicht - ich bin ja keine Ärztin aber ich könnte es mir vorstellen - die Zellstruktur z. B. beschädigt wurde oder bei der Zusammenfügung von Spermium und Eizelle oder der "Reifeprozess" innerhalb der 5 Tage zur Blastozyste.
Bei mir war es ein Frischtransfer, bei der Trisomie auftrat. Ich denke daher es lag wirklich am Alter der Spenderin. Und man weiß ja nie wie gesund diese vorher gelebt haben und was für ihre Eizellen getan haben. Wohl eher nicht wenn sie sie spenden. Das Ergebnis interessiert sie vermutlich nicht. Sie spenden nicht unbedingt aus Altruismus....
Und bis jetzt habe ich immer gelesen dass Spenderinnen bis 35 sind. Um das Risiko zu verringern kann man nur versuchen eine junge Spenderin zu bekommen. Das ist schon im Erstgespräch zu klären
Aber dann liegt es wie Emmanuelle geschrieben hat, doch an der Klinik, da diese doch die Spenderinnen untersuchen und wenn eine z. B. im extremen Falle Drogen nimmt oder Alkoholikerin ist, muss doch die Klinik dass bei der Untersuchung feststellen!
Und wenn es eben am Alter lag, darf die Klinik eben nur eine Spenderin nehmen die um die 20 oder 25 ist.
Die Spenderinnen sind in den meisten Ländern anonym, da hat man doch gar keinen Einfluss normalerweise doch darauf was für eine Spenderin genommen wird - und genau dass, ist das Problem, da man nie weiß, was man überhaupt bekommt!
Da gebe ich dir recht. Beim ersten Versuch waren wir zu naiv, unaufgeklärt und haben vertraut. Jetzt waren wir mutiger und haben nach einer jüngeren gefordert. Das geht. Man muss nur seine Wünsche genau definieren. Untersucht werden sie alle. Ich gehe auch davon aus, dass man Alkoholiker und Drogensüchtige aussortiert.
Ich habe hier sehr viel interessantes gelesen:
Also ich hatte damals in Tschechien auch das Problem mit - ich weiß jetzt nicht genau ob es letztendlich Trisomie oder etwas Anderes war. Mir wurden zwei Blastos eingesetzt, einer hatte sich eingenistet und in der 8. SSW abort.
Mir war das damals schon etwas komisch, als die Ärztin sagte, die Blastozysten hätten über 200 Zellen, das wäre das höchste Entwicklungsstadium was noch risikofrei bei einem Transfer machbar wäre.
Ob das Richtig war was die damals getan haben, kann ich nicht beurteilen, aber ich denke mal eher nein und das war für mich auch der Grund für den Abort!
Ich kann mich noch gut daran erinnern als mein Frauenarzt die ersten Ultraschallbilder sah und sagte, ich soll mich noch nicht so früh freuen und als mein Frauenarzt die OP durchgeführt hat und mir dann später gesagt hatte, dass der Embryo ganz entstellt ausgesehen habe.
Oh je. Das klingt auch nicht schön ? das tut mir leid. Aber es gibt genug Beispiele aus Tschechien wo es funktioniert hat. Ich würde dafür das Land jetzt nicht verurteilen. Aber es gibt da sehr viele Kliniken. Ob es dafür auch ausreichend Spenderinnen gibt ?
In Tschechien hast du ja - so war's bei mir zumindest - überhaupt keinen Einfluss auf die Spenderin, was allerdings schon 7 Jahre her ist. Da wurde nur gesagt, wir suchen ihnen die passende Spenderin heraus, lassen Sie sich überraschen![]()
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Ja gut, eine Überraschung wurde es dann ja auch - allerdings eine Negative!
Das scheint sich dann inzwischen in Tschechien geändert zu haben. Wir waren 2018 und 2019 in einer Klinik, in jeder bekamen wir eine Spenderin vorgeschlagen (genannt wurde uns Größe, Gewicht, Haarfarbe, Augenfarbe, Blutgruppe, manchmal noch Schulbildung und ob schon gespendet oder eigenes Kind), dieser Spenderin konnten wir dann zustimmen oder sie ablehnen. In der 1. Klinik haben wir z.B. den ersten Spenderin Vorschlag abgelehnt weil die Blutgruppe nicht mit meiner übereinstimmte, was wir gerne wollten. Bei der 2. Klinik paßte die Spenderin in allen Merkmalen und wir stimmten sofort zu.
Dann hat es sich scheinbar geändert, aber liegt vielleicht auch an der Klinik, da es in Tschechien ja einige Kliniken gibt!
Wir waren in Europe IVF und im Prague Fertility Center
Eben, wir in Pronatal Karlsbad
Bei ehemals gest IVF in Prag konnte ich mir auch keine Spenderin aussuchen, nur Vorgaben machen, was ich mir wünsche. Aber eine große Datenbank mit vielen Spenderinnen wäre für mich auch nicht gut gewesen. Bei langen Speisekarten kann ich mich auch nie entscheiden ??
Ok, in der Gastronomie zeugt eine lange Speisekarte oftmals von einer nicht so hochwertigen Küche ![]()
Ich konnte das Alter der Spenderin auch vorher nicht erfahren. Ich weiß es jetzt noch nicht, aber werde natürlich fragen, wenn die M.A. vorbei ist. Erbeten hatte ich mir eine Studentin, also eine junge Frau also. Ob es so gelaufen ist, lag nicht in meiner Macht. Ich weiß, dass in Spanien der Phänotyp vorgeht. Ich kann nur hoffen, aber nicht wissen, ob man eine ähnlicher aussehenden Älteren eine etwas weniger ähnlich aussehende Jüngere bevorzugt hätte. Bei einer Patientin meines Alters hielte ich das allerdings für angemessen, es ist 1 Min. vor 12 Uhr, da sollte man die Risiken so weit wie mögich runterfahren.
inzwischen habe ich gelesen, dass ein Dottersack in der 7 SSW nur 3 mm hat und danach erst weiter wächst auf 4,5-5 mm. Dass also 6 mm Ende der 7 SSW vor allem bei einem 3mm Embryo mit größter Wahrscheinlichkeit eine genetische, am ehesten Trisomie-Ursache hat. Wird mit Trisomie 21 in Verbindung gebracht.
Was aber dagegen spricht? Vielleicht, dass es der erste Versuch ist, also dann ja die beste Blasto ausgewählt wurde. Und überhaupt ist das Blasto-Stadium ja auch besser. Die Blasto sah im Video auch extrem gut aus und wurde von der Ärztin auch als "amazing" bezeichnet. Das Ganze mit Embryoscope, also gut beobachteter Teilung. Und ich muss sagen, der Qualitätsruf meiner Klinik ist gut, und meine zwei Entscheidungskriterien waren ein Online-Vortrag des med. Leiters sowie mein Eindruck des Labs. Und diese Eindrücke sind auch so gut geblieben. Ich kann der Klinik natürlich keine "Schuld" geben, das ist ja klar. Dennoch ist es wichtig zu wissen, was passiert ist - auch, um die eigenen Verursachungsfaktoren zu minimieren, ich prüfe in jede Richtung. Habe gestern um neuen TSH-Wert gebeten und erkundige mich dzt. über Gerinnung. Trotzdem: dieser große Dottersack bei Miniembryo - total größenverkehrt, dass er ein klarer Hinweis ist, kann man nicht wegdiskutieren.
Was ich als spanische Klinik offen gesagt nicht machen würde - auch wenn wohl alle es machen: das gesetzlich erlaubte Alter bis 35 überhaupt ausreizen. Auch nicht bei jüngeren Patientinnen. Ich finde das wirklich zu alt, gemessen an den Kosten für die Patientinnen. Für mich bedeutet diese Investition bei Baby-take-Home, dass ich es woanders abspare (Urlaub, und ich habe mein Hobby aufgegeben bzw. die Trainingsstunden).
Ist es bei guter Blasto nicht unwahrscheinlich, dass eine Trisomie dahinter steckt? MIr ist klar, dass auch die schönste Blasto krank sein kann. Aber die Wahrscheinlichkeit ist doch mit Embryoscope minimiert? Ich weiß: Zufall, Pech .... Aber es geht hier um die Minimierungschancen. Natürich werde ich wahnsinnig enttäuscht sein, wenn ich erfahre, dass man mir als einer Frau, die dieses Jahr noch 49 wird, die EZ einer Frau gegeben hat, die zwischen 32,5 und 35,99 ist. Denn richtig vorstellen kann es mir nicht: jeder Verlustzyklus minimiert für die Klinik auch die Möglichkeit, dass sich noch eine Spenderunde (von der ich gar nicht weiß, ob ich sie finanziell tragen wollen würde) nach 4 misslungenen Versuchen ausgeht.
Und Martina, wenn wir aus diesem Grunde, der Gefahr des genetischen Defekts, von 2 Blastos ausgehen, dann bin ich bei dir. Im übrigen zwickt es dzt. richtig im Unterbauch. Ich hoffe immer noch - auch wenn ich das hier schreibe - auf einen Unterweltzwerg, der sich nur versteckt hat, eine große Fruchthöhle (ich finde sie groß, die Ärztin hat genickt, als ich das sagte) hat vielleicht einen großen Dottersack? Weil vielleicht das Kind ein großes wird, so angelegt ist? Ein großer Junge vielleicht?
Und auch wichtig wäre zu wissen: Wenn bei einer Frau, egal welchen Alters, sagen wir 25 Jahre, einmal eine Trisomie-Blasto gefunden wurde, trägt sie in sich dann das Riskio für ihr Durchschnittsalter überdurchschnittlich öfter eine Trisomie-EZ zu haben? Es war meine erster TF, ich habe noch 3 Blastozysten dieser Spenderin auf Eis.
Endi und Martina, wenn ihre berichten möchtet, wie es bei euch gelaufen ist, wäre das schön. Hattet ihr von der Spenderin noch Embryonen auf Eis?
Aber was ist mit dem Rest der Blastozysten einer Spenderin!? Verstehe ich richtig? Dann bleiben Unmengen von Blastozysten übrig? Noch mehr, als schon bei uns? Das wäre ja ethisch noch viel unsensibler als es bei uns schon ist, mit übrig bleibenden Blastos. Oder habe ich etwas falsch verstanden?
Ich vertrete nicht die Meinung meines Heimatlandes Deutschland, die ja offenbar keine Blastozysten erlauben. Aber eine Embryonenverschwendung klingt zwar effektiv, aber da ist jede Ethik über Bord geworfen. Was passiert mit diesen kleinen Lebewesen?
Welche Klinik ist die richtige? Was, wenn es unterschiedliche ärztliche Meinungen gibt?
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