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Risiken einer Eizellenspende

  • Sagitan
  • 16. März 2019 um 22:16
  • Sagitan
    Eizelle
    Beiträge
    1
    • 16. März 2019 um 22:16
    • #1

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin ganz ganz neu hier im Forum und habe direkt eine Frage an die, die schon Erfahrungen mit der daraus resultierenden Schwangerschaft haben.

    Kurz zu mir:
    Ich werde in vier Wochen 27, hatte bereits 6 frühe Abgänge. Nach etlichen Utersuchungen endlich die Diagnose: balancierte reziproke translokation
    Bei meinem Mann alles in Ordnung.

    Wir waren letzte Woche zum Erstgespräch bei Dr.Kult. Es war total toll und er hat sich sehr viel Zeit für uns genommen. Die Behandlung ist bereits geplant und der Transfer findet vorraussichtlich Anfang Mai statt.
    Ich bin eigentlich total positiv gestimmt, kann aber meine Gedanken an die Risiken leider nicht abstellen.
    Im Internet liest man viel zu erhöhten Risiken bei einer EZS. Habt ihr schon Erfahrungen und könnt mich ein wenig beruhigen?

    Vielen Dank und liebe Grüße

  • Barcelona_IVF
    Reproduktionsmediziner
    Reaktionen
    3
    Beiträge
    62
    • 21. März 2019 um 11:11
    • #2

    Hallo Liebe Sagitan,

    Bei der Studie der wiederholten Fehlgeburten wurde festgestellt, dass die Ursache dafür die balancierte reziproke Translokation war, von der Sie Träger sind. In diesen Fällen ist es ratsam, eine In-Vitro-Fertilisation mit genetischer Analyse der erhaltenen Embryonen durchzuführen, so dass nur die von der Translokation freien Embryonen transferiert werden.

    Im Prinzip wäre dies die Behandlung, die durchgeführt werden müsste. Im Fall, dass keine ¨normalen¨ Embryonen vorhanden wären, könnten Sie immer zur Eizellenspende- Behandlung zurückgreifen.

    Wenn Sie Fragen oder Zweifel haben, stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung und Sie können sich jederzeit an uns wenden.

    Vielen Dank und Liebe Grüsse zurück

  • Arlett
    Eizelle
    Beiträge
    19
    • 31. März 2019 um 14:45
    • #3

    Jede Art der künstlichen Befruchtung birgt Risiken. Ich habe den Artikel aus Studie der skandinavischen Forscher gelesen. Was sie sagen. Ein Embryo ist stets ein Fremdkörper, er enthält zur Hälfte das Erbgut des Vaters. In einem fein austarierten System zur gezielten Unterdrückung der Immunantwort gelingt es dem weiblichen Organismus zwar, diesen halb fremden Organismus über neun Monate hinweg zu akzeptieren, sonst würde jedes Ungeborene gnadenlos abgestoßen wie ein Organtransplantat.
    Ist die embryonale DNA fast völlig fremd, ist diese Duldung offenbar häufig überfordert. Sie wird nicht zuletzt über Mediatoren direkt in der Plazenta, dem Mutterkuchen, getriggert. So erklärt man sich, dass die Präeklampsie, die inzwischen als ein Problem der aus dem Ruder gelaufenen Immuntoleranz gedeutet wird, in diesen Schwangerschaften deutlich überrepräsentiert ist.
    Es gibt außerdem Gefahren für Mutter und Ungeborenes. Es handelt sich um eine chronische Blutdruckerhöhung bei der Schwangeren, die in lebensbedrohliche epileptische Krampfanfälle münden kann. Es kann sich außerdem ein „HELLP“-Syndrom entwickeln, bei dem sich die roten Blutkörperchen auflösen, die Leber in Mitleidenschaft gezogen wird und die Blutplättchen, die Thrombozyten, abnehmen.
    Weiss nicht ob das alles richtig ist. Ich habe selbst Erfahrung mit EZS, ausserdem habe ich in meiner behandelnden Klinik viele Frauen kennengelernt, die das auch machen oder schon gemacht haben und nix Ähnliches gehört…

  • Barcelona_IVF
    Reproduktionsmediziner
    Reaktionen
    3
    Beiträge
    62
    • 2. April 2019 um 15:32
    • #4

    Hallo Liebe Arlett,

    Es ist richtig, dass die Schwangerschaft für Frauen einen anderen Immunitätszustand aussetzen, da der Embryo ein Fremdkörper ist, den der Organismus akzeptieren muss, um die Schwangerschaft bis zur Geburt tragen zu können.
    Es stimmt, dass einige Behandlungen ein höheres Risiko für Präeklampsie haben können, dies kann jedoch auch bei einer erstmalig schwangeren Frau von ihrem Partner auftreten.
    Etwas mehr Risiko bedeutet nicht, dass es auftritt und es gibt viele anderer Faktoren, die diese Fälle beeinflussen, da diese Pathologien auch bei spontanen Schwangerschaften ohne Behandlung und ohne Spender auftreten.

    Liebe Grüsse,

    Dr. Lin

  • wendolene
    Eizelle
    Beiträge
    2
    • 5. April 2019 um 11:02
    • #5

    Sehr geehrte Frau Dr. Lin,
    Ich bin eine der Frauen bei der Präeclampsie in einer Spontanschwangerschaft aufgetreten ist. Allerdings hatten wir unmittelbar vor der Schwangerschaft einen Versuch mit EZS, der negativ verlief. In der Wartezeit auf den nächsten Versuch wurde ich dann schwanger. Unser Kind musste in 31+1 per Notkaiserschnitt auf die Welt geholt werden. Glücklicherweise geht es ihm sehr gut. Eine weitere Schwangerschaft endete in einer FG. Trotz der ungünstigsten Vorgeschichte haben wir immer noch den Wunsch nach einem weiteren Kind. Unser Arzt rief und davon ab, jedoch nicht aus medizinischen sondern aus psychologischen Gründen (da wir ja ein gänzlich leibliches Kind haben) Ich würde gerne ihre Meinung hören, da das Thema hier ja schon aufgekommen ist. Wie noch ist das Risiko einer weiteren Präeclampsie bei einer EZS mit dem gleichen Partner? Wie früh sind Komp!ikationen vorhersehbar? Gibt es medizinische Möglichkeiten das Risiko zu verringern? Wir wären außerordentlich dankbar für Informationen.
    Viele Grüße
    wendolene

  • Barcelona_IVF
    Reproduktionsmediziner
    Reaktionen
    3
    Beiträge
    62
    • 7. Mai 2019 um 16:58
    • #6

    Sehr geehrte Frau Wendolene,

    Die Präeklampsie kann leider nicht zu 100% vermieden werden. Dennoch gibt es derzeit frühe Marker, damit die
    Patienten mit höheren Risiko spezifische Folgemassnahmen unterstehen und sie daraufhin gezielter untersucht werden.
    In Ihrem Fall wird Ihnen wahrscheinlich Aspirin ab dem Moment der Suche nach einer Schwangerschaft mit Eizellenspende verschrieben
    und während der Schwangerschaft sollten Sie Uterusarterienkontrollen durchführen um das Risiko zu erkennen, ob es während der Schwangerschaft entwickelt werden kann oder nicht.
    Was die Wahrscheinlich angeht es zu entwickeln kann ich Ihnen keine genaue Zahl nennen, aber Sie sollten als Risikopatient
    geführt werden.
    Was die Möglichkeit anbelangt, ein Kind durch eine Eizellenspende zu bekommen, nachdem Sie zuvor ein leibliches Kind
    bekommen haben, gibt es kein Problem, und tatsächlich gibt es in Spanien (Land, in dem die Spende legal
    ist) viele Paare in dieser Situation und sehr oft hängt es mit dem Alter der Frau zusammen, wo es unmöglich ist ein zweites Kind mit eigenene Eizellen zu erzielen.
    Aus psychologischer Sicht würde ich empfehlen, einen Spezialisten auf diesem Gebiet aufzusuchen.

    Wenn Sie es wünschen bei Barcelona IVF, haben wir einen Fachpsychologen, der Sie per Skype oder auch gerne
    persönlich beraten könnte.


    Viele liebe Grüße,


    Dr. Lin

  • wendolene
    Eizelle
    Beiträge
    2
    • 22. Mai 2019 um 20:25
    • #7

    Sehr geehrte Frau Dr. Lin,

    herzlichen Dank für ihre Antwort, die ich erst verspätet gesehen habe. Ich werde einen Termin mit ihrer Klinik ausmachen.

    Viele Grüße, wendolene

  • 8maria
    Eizelle
    Beiträge
    2
    • 31. Mai 2019 um 16:27
    • #8

    Wie oft kommt es vor, dass eine Mutter und ein Kind einen chronischen Bluthochdruck haben? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit?

  • Barcelona_IVF
    Reproduktionsmediziner
    Reaktionen
    3
    Beiträge
    62
    • 6. Juni 2019 um 16:34
    • #9

    Während der Schwangerschaft gibt es mehrere hypertensive Zustände, die eine Schwangerschaft erschweren können. Einerseits sind Frauen bereits hypertensiv, und andererseits kann es zu Präeklampsie kommen, was die Zunahme des Blutdrucks während der Schwangerschaft bedeutet. Diese Komplikation tritt zwischen 2% und 14% der Schwangerschaften auf. In allen Fällen muss die Schwangerschaft streng überwacht werden, um schwerwiegende Schwangerschaftskomplikationen wie ein verzögertes Wachstum des Kindes zu vermeiden.

    Dr. Lin

    Einmal editiert, zuletzt von Barcelona_IVF (6. Juni 2019 um 20:07)

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