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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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  3. Allgemeine Fragen

Wie lange Stillen

  • Ivy
  • 10. Juni 2006 um 18:05
  • Ivy
    8-Zeller
    Beiträge
    145
    • 10. Juni 2006 um 18:05
    • #1

    Hallo ihr Mitstreiter,

    unsere Tochter ist mitlerweile 14 Monate und will immer noch ihre Brust, d. h. wir koennen abends immer noch nicht aus gehen, denn
    wenn Sie wach wird und die Milchquelle nicht da ist-großes Geschrei.

    Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben.

    Gruß Ivyr

  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 10. Juni 2006 um 20:14
    • #2

    Re: Wie lange Stillen

    Wir stillen auch noch fleißig und haben nicht vor dass so schnell zu ändern.

    Abends ausgehen fehlt uns derzeit noch überhaupt nicht und auch tagsüber weiß ich dass ich maximal 3 Stunden weg kann aber das ist für mich völlig o.k.

    Ich finde dass Stillen so was wunderbares ist und möchte es meinen Kindern so lange wie möglich gönnen.

    lg
    sasuna (die jetzt wohl keine Hilfe war)

  • Tapabo06
    8-Zeller
    Beiträge
    121
    • 10. Juni 2006 um 23:36
    • #3

    Re: Wie lange Stillen

    Liebe Ivy,

    ich habe 11 Monate gestillt, die letzte Brustmahlzeit war morgens. Die vorletzte Brustmahlzeit abends vor dem Zubettgehen habe ich mit 10 Monaten umgestellt, damals aß sie nachmittags (4. Tagesmahlzeit) einen Riesenteller Haferbrei mit Banane und Obstgläschen und hatte abends verständlicherweise nicht mehr so großen Appetit - 1 Obstgläschen, bisschen Brot, einen Happen dies und jenes. Unmittelbar vor dem Schlafengehen habe ich ihr dann einen Kräutertee angeboten und den trinkt sie bis heute (17. Mon.) gern.
    Mittlerweile isst sie abends am meisten - gern kohlehydratreiche Dinge wie Risotto, Nudeln (Berge!), Pell- oder Salzkartoffeln und hinterher noch ein bisschen Obstgläschen. Mittags koche ich auch, aber da isst sie i.d.R. weniger (und auch eher Gemüse und Fleisch) und nachmittags trinkt sie einen Kakao (klar, mit ganz wenig Pulver) oder einen Malzkaffee (mit heißem Wasser aufgegossen und mit kalter Milch auf Trinktemperatur gebracht) und isst eine Reiswaffel.

    Übrigens hatte unsere Tochter sich während der Stillzeit strikt geweigert, irgendwelche Ersatzmilch zu trinken (Pulver oder Kuhmilch), hat nach dem Abstillen aber Folgemilch 2 akzeptiert. Kuhmilch trinkt sie nur kalt, warm findet sie sie gräßlich. Abgepumpte Milch hat sie übrigens auch nicht getrunken.

    Welche Mahlzeiten nimmt deine Tochter denn sonst so zu sich und wie ist ihr Schlafverhalten? Es ist schwierig, einen Tip zu geben, wenn man nur die eine Stillmahlzeit isoliert betrachtet.

    Übrigens haben wir es auch noch nicht wieder geschafft, beide um 20:00 Uhr irgendwo zu sein. Gemeinsamer Konzertbesuch ist das übernächste Ziel, Parties gehen aber schon wieder seit sie durchschläft.

    Liebe Grüße,
    Tapabo

    ------------------------------------------------------------
    2 Kinder durch EZS - Tochter 01/05, Sohn 05/07

  • IVF-Baby
    Eizelle
    Beiträge
    4
    • 12. Juni 2006 um 12:37
    • #4

    Re: Wie lange Stillen

    Hallo.
    Wir sind am abstillen. Ich habe 5,5M voll gestillt. Mit der Beikosteinführung hatte ich immer danach noch gestillt. Irgendwann reichte die Menge Beikost so aus,dass wir nach und nach eine Stillmahlzeit weglassen. Seit einigen Tagen stille ich nur noch 1x in der Nacht.
    Wir geben nun Abends und morgens 2-er Milch. Damit schläft unser kleiner viel besser. Bis vor gut 6Wo waren unsere Nächte eine Katastrophe. 4x mußte ich stillen. Ich habe gerne gestillt,aber nun geht es zu Ende. Er(7,5M) mag auch nicht mehr so gern an die Brust.
    So fällt es uns nun auch nicht so schwer abzustillen. Es hat aber auch einige Zeit gedauert,die Flasche zu akzeptieren.
    Bei mir im Babyschwimmkurs ist eine Mama die hat echt Probleme ihr Kind(11M)an Beikost zu gewöhnen,es will nur an die Brust.
    Ich hoffe nun dass ich ohne Abstilltabletten und Milchstau auskomme.
    Ich denke auch meine Milch reicht nicht mehr,denn wenn er gestillt wird trinkt er danach auch noch knapp 200ml Folgemilch aus der Flasche. Also kann ich nicht mehr so viel haben.
    Eine Milchpumpe habe ich nicht,hatte sie noch nie gebraucht.
    L.G.IVF-Baby

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 12. Juni 2006 um 14:19
    • #5

    Re: Wie lange Stillen

    Liebe Ivy,

    erst mal ganz herzlichen Glückwunsch zu deiner bisherigen Stilldauer.

    Die Vorteile und der Schutz, dem du deinen Kind grade durch das Stillen bis ins zweite Lebensjahr hinein dadurch bietest, sind nicht mit Gold aufzuwiegen. Allein der Anteil an Immunglobulinen erreicht nach dem 12. Monat einen Spiegel wie ihn sonst nur das Kolostrum bieten kann, also grade wenn das Kind mobil wird = erhöhter Schutz vor Infektionen.

    Ich selber bin grade dabei das Stillen etwas zu reduzieren und auf das abendliche Einschlafstillen und Aufwachstillen zu beschränken. Meine Maus ist aber jetzt auch schon 20 Monate alt und kommt nicht mehr so oft wie früher zu ihrer "mimi" gelaufen ;)

    Daran wäre aber bei uns mit 14 Monaten noch gar nicht zu denken gewesen.

    Deine Kleine braucht wahrscheinlich deine Nähe und Geborgenheit noch so sehr, daß sie die Brust noch nicht loslassen will, ich denke, man sollte überwiegend dem Kind den Abstillzeitpunkt überlassen. Solange sie die Brust noch brauchen, weichen sie sonst nur auf andere Ersatzbefriedigungen aus, wenn ihnen diese plötzlich entzogen wird.

    Nur gestillte Bedürfnisse werden später keine anderen Fixierungen auslösen.

    [quote author=IVF-Baby link=topic=2990.msg21305#msg21305 date=1150108667]

    Wir geben nun Abends und morgens 2-er Milch. Damit schläft unser kleiner viel besser. Bis vor gut 6Wo waren unsere Nächte eine Katastrophe. 4x mußte ich stillen. Ich habe gerne gestillt,aber nun geht es zu Ende. Er(7,5M) mag auch nicht mehr so gern an die Brust.
    So fällt es uns nun auch nicht so schwer abzustillen. Es hat aber auch einige Zeit gedauert,die Flasche zu akzeptieren.
    Bei mir im Babyschwimmkurs ist eine Mama die hat echt Probleme ihr Kind(11M)an Beikost zu gewöhnen,es will nur an die Brust.

    Ich denke auch meine Milch reicht nicht mehr,denn wenn er gestillt wird trinkt er danach auch noch knapp 200ml Folgemilch aus der Flasche. Also kann ich nicht mehr so viel haben.
    [/quote]


    Durchschlafen hat mE auch gar nichts mit der Verabreichung von bestimmter Industrienahrung zu tun. Es sind Phasen, in denen die Kleinen mal besser, mal schlechter schlafen, wie so viele im ersten Lebensjahr. Ein Baby das die Flasche nicht akzeptieren will - ( welches Stillkind will das schon ? ) ist eben noch nicht soweit sich von der Brust zu lösen. Allerdings spüren viele mit ihren feinen Babyantennen die Unlust und Gereiztheit der Mütter und ziehen sich von selber ein Stück zurück. Das ist aber für mich kein erstrebenswerter Weg, die Stillbeziehung zu lösen.

    Man hat immer genug Milch für die Bedürfnisse des Babys. Wenn man natürlich nur noch alle 4-6 Stunden anlegt, darf man sich nicht wundern, wenn der Milchfluß weniger wird. Ließe man das Baby aber wieder zur Ankurbelung oft an die Brust, ist im Handumdrehen wieder genug Milch da.

    Es gibt viele Kinder, die am liebsten bis zum 1. Lebensjahr vollgestillt werden möchten, das ist auch ganz in Ordnung so.


    Hier ist noch ein sehr schöner Text von der Homepage :


    http://www.uebersstillen.org/dettwd.htm

    Von Katherine Dettwyler PhD
    Sektion Anthropologie der A und M Universität, Texas, USA

    Originaltitel des Textes: "A Time to Wean"


    Ich begann meine Forschungsarbeit mit den tierischen Primaten. Sie sind unsere engsten Verwandten im Tierreich, was insbesondere auf Schimpansen und Gorillas zutrifft, die 98% ihrer Gene mit dem Menschen teilen. Ich betrachtete zunächst die verschiedenen Variablen der "Lebens-Geschichte" (wie z.B. Tragzeit, Geburtsgewicht, Wachstumsrate, Alter für die Geschlechtsreife, Alter beim Zahnen und Lebenserwartung) und untersuchte dann, wie sich das Verhältnis dieser Variablen zum Alter des Abstillens bei diesen Tieren darstellt.

    So gelangte ich zu Vermutungen, bei welchem Alter Menschen "natürlicherweise" abstillen würden, wenn es keine kulturbedingten Regelungen dafür gäbe. Mein Interesse an dieser Frage wurde geweckt, als ich zum Thema des Abstillens Beiträge aus verschiedenen Kulturkreisen las.

    Die Beiträge zeigten, daß es in den verschiedenen Kulturen ganz unterschiedliche Ansichten darüber gibt, bei welchem Alter mit dem Abstillen begonnen werden sollte. Sie reichen von einem sehr frühen Zeitpunkt in den USA bis zu einem sehr späten Zeitpunkt in anderen Gegenden.
    Oft ist zu hören, daß das Durchschnittsalter zum Abstillen weltweit bei 4,2 Jahren liegt, aber diese Zahl ist weder genau noch aussagekräftig. Eine Untersuchung von 64 "traditionellen" Studien, die vor 1940 durchgeführt wurden, ergab eine durchschnittliche Stilldauer von 2,8 Jahren, wobei in einigen Kulturkreisen deutlich kürzer, in anderen deutlich länger gestillt wurde.

    Statistisch gesehen läßt sich aus einem weltweiten Durchschnitt für das Alter des Abstillens überhaupt keine Aussage ableiten, da sehr viele Kinder überhaupt nicht gestillt werden bzw. weil die Mütter bereits nach wenigen Tagen oder nach 6 Wochen, wenn sie wieder in ihren Beruf zurückkehren, das Stillen aufgeben. In vielen Ländern der Welt werden Kinder noch heute regelmäßig bis zum Alter von vier oder fünf Jahren oder länger gestillt. Selbst in den USA werden manche Kinder derart lange oder sogar noch länger gestillt. In Kulturkreisen, in denen Kinder solange gestillt werden, "wie sie es selbst wünschen", setzt das Abstillen in der Regel im Alter von 3 bis 4 Jahren von allein ein - ohne Anzeichen von Unzufriedenheit und ohne emotionale Traumata. Mein Interesse an diesen Untersuchungen resultiert auch aus der Feststellung, daß andere Tiere ebenfalls ein "natürliches" Alter zum Abstillen haben, bei Hunden etwa nach 8 Wochen, bei Pferden nach 8 bis 12 Monaten usw. Diese Tiere haben vermutlich keine kulturbedingten Ansichten darüber, zu welchem Zeitpunkt das Abstillen angemessen ist.

    U.a. fand ich Folgendes heraus:

    Bei der von Holly Smith durchgeführten Untersuchung von 21 Arten tierischer Primaten (Affen und Halbaffen) wurde festgestellt, daß die Nachkommen zur der Zeit abgestillt wurden, als sie die ersten bleibenden Backenzähne bekamen. Dies entspräche beim Menschen einem Alter von 5,5 bis 6,0 Jahren.

    Kinderärzte verweisen häufig darauf, daß bei vielen Tierarten die Stilldauer in etwa der Tragzeit entspricht und leiten daraus für den Menschen die Empfehlung ab, daß Mütter nach 9 Monaten abstillen sollten. Es zeigt sich aber, daß dieser Zusammenhang von der Größe der erwachsenen Tiere beeinflußt wird - je größer die erwachsenen Tiere sind, desto länger ist die Stilldauer im Verhältnis zur Tragzeit.
    Für Schimpansen und Gorillas, also diejenigen Primaten, die der Größe des Menschen am nächsten kommen und ihm auch genetisch am engsten verwandt sind, beträgt das Verhältnis 6:1. Diese Verhältniszahl bedeutet, daß die Nachkommen über eine Dauer gestillt werden, die dem SECHSfachen der Tragzeit entspricht (genauer gesagt, beträgt das Verhältnis für Schimpansen 6,1 und für Gorillas 6,4; der Mensch ordnet sich größenmäßig genau in der Mitte zwischen beiden ein). Für den Menschen würde dies eine Stillzeit von 4,5 Jahren bedeuten (9 Monate Schwangerschaft x 6).

    Viele Kinderärzte verweisen darauf, daß die meisten Säugetieren das Stillen einstellen, wenn die Nachkommen ihr Geburtsgewicht verdreifacht haben und leiten daraus für den Menschen die Empfehlung ab, daß Mütter nach 1 Jahr abstillen sollten. Aber auch hier zeigt es sich, daß dieser Zusammenhang vom Körpergewicht abhängig ist; große Tiere stillen solange, bis ihre Jungen das Geburtsgewicht vervierfacht haben. Beim Menschen wird das Vierfache des Geburtsgewichts üblicherweise im Alter zwischen 2,5 und 3,5 Jahren erreicht.

    Bei einer der Studien zu Primaten war es so, daß die Jungen entwöhnt wurden, als sie 1/3 des Gewichts der Eltern erreicht hatten. Dies ist beim Menschen im Alter von etwa 5-7 Jahren der Fall.
    Ein Vergleich von Entwöhnung und Geschlechtsreife legt für den Menschen nahe, daß die Stillperiode im Alter von 6-7 Jahren endet (etwa die Hälfte der Zeit bis zur vollen Geschlechtsreife).
    Untersuchungen haben gezeigt, daß das Immunsystem eines Kindes erst im Alter von etwa 6 Jahren voll ausgereift ist. Es ist allgemein bekannt, daß Muttermilch die Entwicklung des Immunsystems fördert und das Kind, solange die Muttermilch produziert wird, Antikörper der Mutter erhält (bis zu zwei Jahren nach der Geburt; über die Zusammensetzung der Muttermilch zu einem darüber hinausgehenden Zeitpunkt gibt es bisher noch keine Untersuchungen).

    Das natürliche Alter zum Abstillen scheint bei einem Mindestalter von 2,5 Jahren und bei einem Höchstalter von 7,0 Jahren zu liegen.


    Was die Vorteile einer möglichst langen Stilldauer betrifft, so gibt es vielfältige Untersuchungen, bei denen gestillte Babies mit solchen verglichen werden, die mit der Flasche gefüttert wurden. Dabei untersuchte man die Häufigkeit des Auftretens bestimmter Krankheiten und den erreichten IQ. In jeder der Untersuchungen war bei gestillten Babies das Krankheitsrisiko geringer und der IQ höher als bei Babies, die mit der Flasche ernährt wurden.

    Bei Untersuchungen, in denen man die gestillten Babies noch danach unterteilte, wie lange sie gestillt wurden, ergaben sich für länger gestillte Babies sowohl in Bezug auf ein niedriges Krankheitsrisiko als auch den IQ bessere Werte als für kürzer gestillte Babies. Mit anderen Worten: Wurden die gestillten Babies entsprechend der Stilldauer in die Kategorien 0-6 Monate, 6-12 Monate, 12-18 Monate und 18-24 Monate und länger aufgeteilt, waren die Ergebnisse der Kategorie 18-24 Monate und länger am besten, gefolgt von den Werten für die Kategorie 12-18 Monate, wiederum gefolgt von der Kategorie 6-12 Monate.

    Die Kategorie 0-6 Monate schnitt unter den gestillten Babies am schlechtesten ab, erreichte aber immer noch wesentlich bessere Ergebnisse als die Gruppe der mit der Flasche gefütterten Babies. Diese Untersuchungsergebnisse ergaben sich u.a. in Bezug auf Erkrankungen der Verdauungswege und der oberen Luftwege, Multiple Sklerose, Diabetes, und Herzerkrankungen. Ebenso erreichten die am längsten gestillten Babies in IQ-Tests die höchsten Werte.

    Bemerkenswert ist, daß bei keiner der Untersuchungen Babies betrachtet wurden, die länger als 2 Jahre gestillt worden sind. Diejenigen, die 18-24 Monate und länger gestillt worden waren, bildeten eine große gemeinsame Kategorie. Man kann deshalb nur vermuten, daß die positiven Auswirkungen des Stillens weiter anhalten, denn Ihr Körper "weiß" schließlich nicht, daß Ihr Baby Geburtstag hatte und wird deshalb nicht plötzlich beginnen, nährstofflose und immunologisch wertlose Milch zu produzieren.

    Beweise für oder gegen das Fortbestehen der positiven Auswirkungen des Stillens nach dem zweiten Lebensjahr gibt es allerdings nicht, da bisher keine entsprechenden Untersuchungen durchgeführt wurden. Der Entwicklungstrend der ersten 2 Jahre legt aber nahe, daß die Auswirkungen um so positiver ausfallen, je länger man stillt. Natürlich sind die Auswirkungen weniger drastisch - für die Ernährung und die immunologische Entwicklung eines Babies ist das Stillen in den ersten sechs Monaten weitaus wichtiger als im Alter von 3,5 bis 4,0 Jahren. Das heißt aber nicht, daß Sie Ihrem Kind, obwohl es mag und es Sie nicht stört, die Milch nun verweigern sollten. Das wäre, als würde man sagen: "Nun, Mabel, diese Ölquelle wirft nicht mehr viel ab. Früher haben wir 56 Dollar im Monat bekommen, jetzt können wir uns schon glücklich schätzen, wenn wir 25 Dollar im Jahr erhalten. Wir sollten der Ölgesellschaft sagen, sie soll das bißchen Geld auch noch behalten." Mabel würde darauf antworten: "Sei doch nicht albern, Clyde. Mit diesem Scheck können wir immerhin noch für 25 Dollar Lebensmittel kaufen. Wo hast du nur deinen Verstand gelassen?"

    Natürlich sind die Babies in den USA nicht den vielen Krankheiten, Parasiten und Wasserverunreinigungen ausgesetzt, wie die Babies der Dritten Welt. Wir haben eine größere Auswahl an Ergänzungsnahrung und können im Allgemeinen auch darauf vertrauen, daß sie unbedenklich ist. Wir können unsere Kinder immunisieren lassen und ihnen wenn nötig bei Infektionen Antibiotika holen.
    Die Tatsache, daß wir dies alles "können" bedeutet aber nicht, daß das Stillen nicht mehr wichtig wäre. Gestillte Babies sind mit der Flasche gefütterten Babies immer "einen Tick" voraus, auch in einer blitzblank sauberen Umgebung mit einer wundervollen medizinischen Betreuung. Sie erkranken weniger häufig, sind intelligenter und glücklicher.

    Ein anderer wichtiger Aspekt für das Kleinkind besteht darin, daß es auf diese Art seinen emotionalen Bezug zu einer Person erhalten kann und nicht gezwungen ist, sich einem leblosen Objekt wie etwa einem Teddybären oder einer Decke zuzuwenden. Ich glaube, daß hier die Grundlagen dafür gelegt werden, daß im späteren Leben der Bezug zu einem Menschen wichtiger ist als materielle Dinge. Und das halte ich für eine gute Sache. Auch kann ich es mir gar nicht vorstellen, die Babyjahre zu erleben, ohne diese enge liebevolle Bindung zu dem Kind zu haben, das enorme Veränderungen durchmacht, von denen einige für das Kind sehr frustrierend sind.


    Ende des Textes.


    Mein Fazit: die Kinder werden so schnell groß. Die ersten Jahre sind so entscheidend, so wichtig, für das spätere Familienleben und die Entwicklung. Kleine Kinder und Babys schlafen nun mal nicht durch, das ist ganz normal und keine Katastrophe. Nächtliches Stillen ist ganz normal. Damit das nicht anstrengend wird, gibt es das Familienbett - seit den Anfängen der Menschheit vor 2 Mio. Jahren haben Babys nachts immer dicht bei ihren Eltern geschlafen. Kinderzimmer in der heutigen Form gibt es seit knapp hundert Jahren und auch nur in westlich industrialisierten Gesellschaften. Kultur kann sich verändern und die Gesellschaft mag weitergekommen sein, aber die Biologie wird mit einer viel langsameren Geschwindigkeit geändert. Babys sind mit ihrer Biologie trotz unseres modernen Zeitalters in einem viel, viel früheren Zeitalter, dem Pleistozän verhaftet, und keine technologische Vorrichtung und kein Einschlafritual ändert etwas daran.


    Wenn du aber erst einmal das nächtliche Wiedereinschlafstillen ein wenig reduzieren möchtest, gibt es da eine sehr sanfte Methode für Kinder über einem Jahr vom Kinderarzt Gordon, hier wäre der Link dazu:


    http://www.rabeneltern.org/schlafen/wisse…pp-gordon.shtml


    Herzliche Grüße

    von Josi mit Stillkind

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    und Familienbettschläferchen


    [Blockierte Grafik: http://forum.rabeneltern.org/images/smiles/familybed1.gif]

  • IVF-Baby
    Eizelle
    Beiträge
    4
    • 12. Juni 2006 um 23:59
    • #6

    Re: Wie lange Stillen

    Josi.
    Hallo.
    Hmm,gegen Euch bin ich ja nur eine Kurzzeitstillerin.
    Ich habe Deinen Beitrag gelesen. Und ich lese nur Vorteile für das Kind. In den Entwicklungsländern werden überwiegend die Kinder eben sehr lange gestillt(mehrere Jahre),da wird das auch als natürliches Verhütungsmittel genutzt(was aber nicht immer klappt). Und da es dort nicht viel zu essen gibt haben die kinder so eine gute-Überlebens-Chance auch gegen Krankheiten einigermaßen geschützt zu sein)
    Ich kenne keinen der sein Kind bis es in die Schule kam stillt. Ich denke das hat sicher in unserer Gesellschaft neg.Folgen.

    Nun zu meiner Stillbeziehung:
    Mein Kleiner wurde 40h nach Blasensprung inkl.Einleitung per KS geholt.
    Ich machte sofort Rooming in und wollte auch stillen. Der Milcheinschuß kam verspätet aber heftig.
    Alle haben mich unterstützt. Aber so hat es dann gut geklappt.
    Ich hatte meinen Sohn von Anfang an in unserem Bett. Ich stillte immer nach(seinem) Bedarf. Es waren immer 6-12 mal am Tag. Sicher gibt es bei vielen kindern schlechte Schlafphasen. Aber wir hatten nur anstrengende Nächte. Der dauerhafte Schlafentzug,das Dauernuckeln an der Brust haben sehr an mir/uns(mein Mann)gezehrt. Seit der Entbindung hatte ich nun die 4.Erkältung(Dauer 4Wo)
    Diese mußte antibiotisch behandelt werden. Viele rieten mir zum Abstillen. Ich nahm ein für die Stillzeit geeignetes Antibiotika,und stillte direkt vor der Einnahme. Vor der Geburt war ich fast nie erkältet gewesen.
    Vor 6 Wo kam unser Kleiner in sein eigenes Bett(aber noch in unserem Schlafzimmer). Ich hatte in den Nächten davor 9x gezählt,davon 4-5xgestillt. Ich hatte 1 Wo Schlafprotokoll geführt und deshalb sind wir zu diesem Entschlúß gekommen. Mir war es schwer gefallen,aber es war die bessere Lösung. Immerhin waren es fast 6M Elternbett. Aber er schlief direkt besser,wir hatten ihn die ganze Zeit in seiner Nachtruhe gestört,und es nicht geahnt. Er kam dann nur noch 3-4 Mal nachts.
    Unsere Stillbeziehung wurde am Ende sehr anstrengend,ich stillte alle2-3h. Da wir dann Beikost einführten reduzierten sich die Mengen und es konnten Stillmahlzeiten ersetzt werden.
    Ich wollte abends,nachts und morgens stillen aber da reicht nun die Milch nicht mehr. Mit der Kunstmilch probierten wir Pre,1er und sind nun bei der 2er Nahrung angelangt. Ich weiß,keine Kunstmilch kann Muttermilch ersetzen. Als er vor 3 Wo krank wurde mit Mittelohrentzündung und Bronchitis,hatte er wieder mehr gestillt(Brei und flasche kaum genommen). Das ging noch mal ein paar Tage gut und reichte auch. Aber seit ein paar Tagen merke ich keinen Milchspendereflex mehr.
    Ich wollte gerne ein halbes Jahr voll gestillt haben,was ja auch fast klappte. Ich genoss auch die intensive Mutter-Kind-Beziehung durch das Stillen. Es machte mir nichts aus auf viele Dinge zu verzichten(Ernährung). Ich fand es toll mich nicht um Flaschen usw.kümmern zu müssen.
    Mein Kleiner war erst 1x seit der Geburt krank,er hatte sich durch mich angesteckt.
    Mir fällt es auch nicht so leicht abzustillen aber nun ist bei uns ein geregelteres Leben,ein Rhythmus da.
    Ich bin auch froh darüber dass ich so lange stillen konnte. Viele wundern sich das ich es überhaupt noch mache.
    Mir war besonders aufgefallen das im PEKIP,Baby-schwimmen und Rückbildungskurs die Mütter die ihre Kinder mit Flaschennahrung füttern,ein geregelteres Leben haben und deutlich ruhigere Nächte.
    Sicher kamen da Zweifel in mir hoch,ob meine Entscheidung zum Stillen so richtig war(besonders wenn ich müde war).
    Aber ich würde mich immer wieder dafür entscheiden.
    Vieleicht klappt es ja noch ein paar Wochen. Ich lege ihn jede Nacht zu mir ins Bett,wenn er sich meldet.
    Er bekommt dann beide Seiten und schläft dann für 2-3h weiter.
    Aber so lange wie Ihr werde ich nicht stillen. Wir wollen dieses Jahr ein Geschwisterchen planen. 2-3Monate sollte man abgestillt haben,damit dann auch hormonell alles wieder im Lot ist und der Körper für eine SS bereit ist.
    Wenn es noch mal bei uns klappen sollte werde ich wieder stillen wollen.

    L.G.IVF-Baby

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