Hallo Ihr Lieben,
ich bin vorhin auf diese Seite gestoßen.
Nun, meine Geschichte ist auch ziemlich traurig. Sicherlich habe ich noch lange nicht so viel durchgemacht wie viele von Euch mit teilweise bis zu 8 Versuchen (Ines + Chris). Das ist ja der Wahnsinn. Hat es dann eigentlich noch geklappt bei Euch, Ines und Chris?
Naja, nun vielleicht mal zu mir:
Als ich 20 war, hat es angefangen. Ich habe damals die Pille abgesetzt, weil ich sie einfach nicht mehr nehmen wollte, nicht um unbedingt schwanger zu werden. Habe trotzdem verhütet mit meinem Freund. 2-3 Monate später habe ich ziemlich starke Schmerzen bekommen und es wurde gesagt, ich hätte eine Eierstockentzündung. Im Krankenhaus nach einer Bauchspiegelung war dann doch Endometriose im schlimmen Stadion. Nun, gut, mit 20 denkt man da noch nicht so arg drüber nach. Schließlich ist man noch jung. Letztes Jahr und nach 4 weiteren Bauchspiegelungen mit Entfernung der ausgetretenen Gebärmutterschleimhaut und Narben habe ich keine Blutungen mehr bekommen für ca. 9 Monate. Da wurde ich skeptisch. Bezüglich des Kinderwunsches war ich es schon ein wenig, da ich schließlich 4 Jahre lang mit meinem Freund geschlafen habe ohne dann zu verhüten.
Naja, im Jahre 2005 - also letztes Jahr dann wurde bei meiner "neuen" Gynäkologin Hormontests gemacht. Schock, sie sagte, ich hätte ein Hormonbild von einer 50-jährigen Frau die mitten in der Menopause wäre. Es folgten 2 weitere komplette Tests, die das gleiche Bild zeigten (zu hoher FH und FSH-Spiegel). Ich wurde überwiesen in die Endokrinolige nach Erlangen. Dort wurden weitere Tests gemacht, bis schließlich der Arzt meinte, er will eine Biopsie machen von meinen Eierstöcken. Gut, ich habe es machen lassen. Während all den Untersuchungen hatte ich zwar Angst, aber der größte Schock war dann, als alle Ergebnisse da waren.
Der Arzt meinte, Sie können nie Kinder bekommen. Sie sind im "Klimakterium präcox". Sie haben keine Eizellen mehr in beiden Eierstöcken und das Blutbild bestätigt dies auch noch. Ich könnte nochmal in einem Jahr einen Test machen lassen, aber wird mir keine Hoffnung machen. Das einzige was mir bleiben wird, später, sagt er, ist eine Eizellspende oder eine Adoption.
Jetzt nach einem Jahr, ich bin durch alle möglichen Gefühlslagen und Depressionen durchgegangen. Mein Ex-Freund hat sich auch noch von mir getrennt (und hat jetzt nebenbei bemerkt mit einer anderen Frau ein Kind) geht es mir einigermaßen wieder besser.
Ich habe mich in den letzten Monaten gefragt, was der Sinn in meinem Leben sein soll ohne eine Familie, ohne eigene Kinder. Was ???? Mein jetziger Freund gibt mir wieder Hoffnung, denn die Liebe kann auch sehr stark sein und ja, man kann auch Kinder adoptieren. Dazu kommt noch, dass ich wirklich erst 25 bin !!!!!
Ich habe mich entschieden, die nächsten Jahre in dem Glauben zu verbringen "Das es doch noch funktioniert", irgendwann normal vielleicht. Es bringt mich um, mich damit abfinden zu müssen, es macht mich kapputt zu akzeptieren, niemals eigene Kinder bekommen zu können. Deshalb hoffe ich jetzt mal weiter, das lässt mich zufriedener leben als es zu akzeptieren.
Zudem möchte ich nochmal in eine Spezialklinik für vorzeitige Wechseljahre oder eben Spezialisten evtl. für junge Frauen oder ähnliches - hier in Deutschland.
Könnt Ihr mir da vielleicht ein paar Kliniken empfehlen?
Und gibt es irgendwo Gruppen von Frauen, die das gleiche Problem haben? Ich würde mich auch gerne mal mit anderen darüber unterhalten, mich versteht hier nicht wirklich jemand, denn entweder haben die Kinder oder denken ach die ist noch so jung und nehmen das nicht so ernst....
Ich würde mich über eine Resonanz über meinen Artikel freuen und hoffe so nun den Start in eine hoffnungsvolleren Zukunft zu machen.
Danke.
Natascha :blume: