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stillt ihr ?

  • sasuna
  • 21. März 2006 um 20:33
  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 21. März 2006 um 20:33
    • #1

    neugierig bin......

    Darf ich fragen wer stillt oder gestillt hat und wenn ja wie lange?

    Ich habe meine 2 bis zum vollendeten 6. Monat voll gestillt seither gibts zu Mittag eine Gemüsefleischmahlzeit (erst 1 lebensmittel dann alle 5 tage gesteigert jetzt 1 gemüsesorte, kartoffel, rindfleich und öl) und sie essen gemeinsam ca. 1 Glas (die letzen Tage wieder weniger) und danach 3 mal raten.......Brusti trinken eh klar. (wir kommen so auf 6-9 mal stillen pro Tag pro Kind)

    Mittlerweile gibts in der Verwandschaft schon recht komische Bemerkungen na hoffentlich kriegens bald was "Anständiges" :motz: frechheit es klar der schwiegertiger. Und die dämliche Schwägerin :abgelehnt: die immer alles besser weiß. Als ich sagte ich wolle mind. bis zum 1. geburtstag stillen mgl. sogar länger :time: sagte man mir glatt ich solle los lassen.

    Klar solange ich stille kein neuer Versuch aber ein Geschwisterchen will ich doch erst wenn die beiden laufen können und zwar recht selbstständig.

    Eure
    Sasuna

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 22. März 2006 um 10:01
    • #2

    Re: stillt ihr ?

    Liebe sasuna,

    laß dich bloß nicht verunsichern.

    Die durchschnittliche "westliche" Stilldauer liegt weit unter dem Durchschnitt dessen, was für das Kind wünschenswert wäre.

    Die WHO, das wohl höchste Gremium betreffs Gesundheitsfragen ( Valerie, nicht daß du denkst , schon wieder ;) )

    legt den Müttern dringend vollstillen bis zum 6. Monat und Beistillen bis zum vollendeten 2. Lebensjahr ans Herz, wen Mutter und Kind dies wollen, noch länger.


    UND das ist ganz n o r m a l , das natürlichste auf der Welt.

    Man muß ja diese Riesenindustrie bedenken, die dahintersteht, die möglichst früh möglichst viel von ihren Flaschen und Gläschen verkaufen will und für die jede stillende Mutter ein Einnahmeverlust ist, und zwar nicht wenig.

    Warum schreiben die wohl ab 4. Monat auf alle ihre Gläschen?
    Weil in einem Abkommen zwischen den Stillverbänden und der Industrie mit Mühe und Not die ersten drei Monate als schützender Raum vereinbart wurden. Früher wurde viel mehr und viel aggressivere Werbung gemacht, heute geschieht das meist durch die Hintertür, in Form von Gratisproben und Geschenkpäckchen, damit ja früh genug der potentielle Kunde, sprich das Baby, an die Marke gebunden wird. Und je weniger gestillt wird, umso mehr wird verdient, so einfach ist das. Leider. Womit wir wieder bei der Profitgier wären, die die tatsächlichen Bedürfnisse eines Babys nicht berücksichtigen will.

    wen es näher interessiert http://www.ibfan.org/german/gategerman.html


    Zieht man den Vergleich mit der übrigen "Säugtierwelt" , mußte ein Menschenjunges knapp 3 Jahre (zu)gestillt werden.


    Ganz viel Interessante Literatut dazu findest du hier :

    http://www.rabeneltern.org/home.shtml


    z. b.
    l
    Anthropologischer Blick auf die Stilldauer von Kleinkindern

    Bibel 3 Jahre
    Koran 2 Jahre
    Mesopotamien 2 – 3 Jahre
    Ägypten 3 Jahre
    Australische Aborigines 2 – 3 Jahre
    Grönländer 3 – 4 Jahre
    Siniono (Bolivien) 3 – 5 Jahre
    Hawaiianer 5 Jahre
    Inuit 7 Jahre
       
    Delphine 2 Jahre


    Was - Du stillst noch?“ Stillen des „älteren“ Säuglings

    Elizabeth Hormann, IBCLC

    Vortrag, gehalten am Berlin-Brandenburgischen Stillseminar, Berlin, 25. Oktober 1997


    Wenn wir die Abstillkurven von 64 Gesellschaften (nicht USA und Europa) vergleichen, zu einer Zeit, als wenig kommerzielle und westliche Einflüsse das traditionelle Ernährungsmuster störten, so machen wir interessante Feststellungen: So gut wie keine dieser Gesellschaften hat ihre Kinder vor einem Jahr abgestillt. Bis 2 Jahre war es ein relativ kleiner Prozentsatz der Kinder, der keine Muttermilch mehr bekam. Dies stieg im nächsten halben Jahr rapid an. Bis zum dritten Geburtstag wurden immer noch über ein Viertel der Kleinkinder gestillt; die Restlichen stillten sich zum größten Teil im nächsten Jahr ab; einige wenige haben erst im fünften Lebensjahr die Stillbeziehung ganz beendet.

    Auch in den USA gab es immer Langzeit gestillte Kinder, aber die Proportionen sind ganz anders. Die überwiegende Mehrheit ist in den frühen Lebensmonaten ganz abgestillt worden; bis zum ersten Geburtstag gingen 90% nicht mehr an die Mutterbrust.

    Die Beantwortung der Frage, wie es dazu gekommen ist, dass Kinder in Industrieländern im Vergleich zu denen in anderen Länder auf der Welt und im Vergleich zu den meisten Kindern im Laufe der Geschichte der Menschheit so früh abgestillt werden, würde den Rahmen dieses Referats sprengen. Sie besteht aus einer Kombination von geschichtlichen, kulturellen und kommerziellen Faktoren.

    Was ich hier darlegen möchte, sind die wissenschaftlichen Begründungen für die Fortsetzung des Stillens nach den ersten Lebensmonaten, in denen die Vorteile des Stillens mehr oder weniger unbestritten sind.


    Die ersten 6 Monate

    Muttermilch hat alles, was ein Baby braucht, um sich optimal körperlich und geistig zu entwickeln. Es geht vor allem um die Entwicklung des Gehirns und nicht darum, das möglichst größte Baby in kürzester Zeit zu produzieren.

    Der niedrige Eiweißgehalt der Muttermilch ist unter anderem dafür ein Vorteil. Aus der Erfahrung mit künstlicher Babynahrung mit hohem Eiweißgehalt wurde festgestellt, dass solche Nahrung nicht nur zum schnellen Körperwachstum - das erstrebte Ziel - führte, sondern auch zu hohen Aminosäurewerten im Blut, die eine permanent negative Auswirkung auf das Zentralnervensystem haben könnten (Cunningham 253).

    DHA (Docosa Hexanoic Acid), eine langkettige Aminosäure, einzigartig in der Muttermilch, sammelt sich im Gehirn (und in der Retina) und ist für deren strukturelle Entwicklung wichtig (Cunningham 254).

    Diese und sämtliche anderen wissenschaftlichen Entdeckungen sind die Theorie, aber wie sieht es in der Praxis aus?

    Stillende Mütter haben immer geglaubt, dass ihre Kinder deswegen klüger seien als die Nachbarskinder, die künstliche Babynahrung bekamen. Jetzt gibt es Forschungen, die diese Behauptung zu bestätigen scheinen. Frühgeborene, die in den ersten Lebenswochen die Milch der eigenen Mutter durch Sonde bekommen hatten, hatten nach 8 Jahren durchschnittlich 10 Punkte mehr auf der 10 Skala als die Kinder die künstlich ernährt worden waren (Cunningham 254). Weil diese Studie nur die Muttermilchernährung ohne das Stillen an der Brust erfasst hat, hat sie effektiv die Interaktionen zwischen Mutter und Kind als Faktor in der intellektuellen Entwicklung ausgeklammert und dabei die Vermutung bestätigt, dass Muttermilch per se das Wachstum des Gehirns und Zentralnervensystems positiv beeinflusst.

    Das gestillte Kind hat nicht nur ein ganz anderes Gehirn- und Zentralnervensystem; auch seine Körperentwicklung verläuft anders. Gestillte Kinder haben eine Tendenz, etwas weniger zu wiegen als künstlich ernährte Kinder. Das Fettpolster ist anders aufgebaut und durch den natürlichen Sättigungsmechanismus lernen sie, ihren Appetit zu steuern.

    Haut und Muskulatur fühlen sich bei Stillkindern anders an (Stuart-Macadam 20). Unterschiede im Blutbild und in der Darmflora sind messbar.

    Nicht nur dank den nutritiven Komponenten, sondern auch wegen der bioaktiven Zusammensetzung - Immunfaktoren, Enzyme, Wachstumsfaktoren und Hormonen, die in der Muttermilch einzigartig sind - hat das Stillkind lebenslänglich einen anderen Körper als seine nicht-gestillte Kohorte, also flaschenernährte Kinder.

    Um nur einen Faktor unter die Lupe zu nehmen: Die Rolle der Immunfaktoren ist auch in Industrieländern nicht unerheblich. Kurzfristig und langfristig stimuliert das Stillen den Aufbau und die Steuerung des Immunsystems des Kindes und bietet Schutz gegen die Entwicklung sowohl von Autoimmun- und Herzkranzarterienkrankheiten als auch vor Allergien.

    All dies sind mehr als genug Gründe, ein Kind 6 Monate voll zu stillen. Aber welche Vorteile hat es, das Stillen danach fortzusetzen?


    Stillen bis ca. ein Jahr

    Ab Mitte des ersten Lebensjahrs zeigt das Kind großes Interesse an dem, was seine Mitmenschen essen. Wird es ihm nicht angeboten, drückt es sein Missfallen ganz deutlich aus - ein intellektueller Sprung, aber auch eine Reaktion auf Körpersignale, dass die Zeit gekommen ist, seinen gastronomischen Horizont etwas zu erweitern. Das heißt aber nicht, dass Muttermilch plötzlich nicht mehr wertvoll ist. Sie bleibt während dem ersten Lebensjahr - und oft darüber hinaus - das wichtigste Nahrungsmittel, nach wie vor eine Quelle von hochwertigen Kalorien, Eiweiß, Vitaminen und Mineralien. Die nächsten sechs Monate - oder länger - sind eine Kennenlernzeit, in der feste Nahrung Muttermilch ergänzt, aber nicht ersetzt.

    Auch der Immunschutz und die Entwicklung des Zentralnervensystems wird im zweiten Halbjahr fortgesetzt. Hier gilt das Prinzip von dosisbezogener Auswirkung. Bei der o.g. Studie mit Frühgeborenen war ein Verhältnis ganz eindeutig. Je mehr Muttermilch, desto höher der IQ-Wert (Stuart-Macadam 18).

    Die Verbindung zwischen Muttermilchdosis und der Wahrscheinlichkeit der Entwicklung bestimmter Krankheitsbilder ist noch klarer.

    Allergien - Kinder, die 6 Monate oder länger gestillt wurden, haben weniger Allergien (5%) als die, die weniger als 6 Monate gestillt wurden (36%) (Strimas JH, Chi OS, 1988).
    Haemophilus Influenza Typ B - Stillen länger als sechs Monate schützt gegen diese Krankheit (Takala, AK et al 1989).
    Otitis media - Stillen länger als sechs Monate reduziert Otitis media drei- bis fünffach bis zum Alter von 27 Monaten (Teei, DW, Klein, JO, Rosner, B, 1980).
    Malocclusion - Als die Stilldauer von 12 auf 3 Monate reduziert wurde, stieg die Prävalenz von Malocclusion von 3% auf 16% (Labbok, MH und Hendershot, GE, 1987).
    Lymphoma in der Kindheit - Für Kinder unter 15 Jahren ist das Risiko fünf- bis achtfach höher, wenn sie weniger als ­ 6 Monate (oder gar nicht) gestillt wurden (Davis MK, Savitz, DA und Graubord, BI, 1988).
    Diabetes - Wenn Kinder 12 Monate oder länger gestillt wurden, ist die odds ratio für die Entwicklung dieser Krankheit 0.54 im Vergleich zu nicht-gestillten Kindern.
    Multiple Sklerose - Ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko für Multiple Sklerose entsteht, wenn ein Kind weniger als 7 Monate oder gar nicht gestillt wurde.

    Stillen im zweiten Lebensjahr und danach

    Was spricht für das weitere Stillen nach dem ersten Geburtstag? Überraschend viel: Ernährung, z. B.:

    Zwischen dem 6. und 24. Lebensmonat beträgt die Muttermilchmenge rund 500 ml täglich. Sie kann also einen großen Teil der Kalorien, die ein Kind in diesem Alter braucht, liefern. Im Notfall kann die Milchmenge gesteigert werden und auch ein Kind, das normalerweise Beikost isst, kann wieder ausschließlich mit Muttermilch ernährt werden.

    Muttermilch liefert 70 Kilokalorien pro 100 ml - zweimal die Energiedichte eines Abstillbreis. Kinder im zweiten Lebensjahr können ihren Energiebedarf zu 31% durch Muttermilch decken. Stillkinder im Alter von 13-18 Monaten erhalten bei gleicher Nahrungsmenge 25% mehr Energie als nicht-gestillte; ältere Kinder erhalten 17% mehr. Je nach Studie gibt es auch Hinweise darauf, dass Muttermilch noch mehr Energie im zweiten Lebensjahr liefern könnte. Eine Studie aus Uganda machte deutlich, dass dort die Energiebedürfnisse in dieser Lebensphase durch Muttermilch zu 53% gedeckt wurden. Wenn man daran denkt, wie wenig viele Kinder im zweiten Lebensjahr essen - sie haben einfach keine Zeit; die Welt ist dafür viel zu interessant - sind diese Ergebnisse nur logisch. Wenn ein Kind vor dem zweiten Geburtstag abgestillt wird, braucht es selbstverständlich viel mehr feste Nahrung als vorher - laut einer Studie wurden die anderen Nahrungsmittel um 60% erhöht ­und auch das reicht nicht immer aus. Unter Umständen kann ein abgestilltes Kind unter einem Energiedefizit leiden - einem 28%igen Defizit laut einer Studie von 1982.

    Eine andere Studie zeigte, dass nicht-gestillte Kinder nur 84% der vorgeschlagenen Kalorieneinnahme hatten, während noch gestillte Kinder 108% der optimalen täglichen Kalorien zu sich nahmen.


    Bioverfügbarkeit, Vitamine und Mineralien

    Die Kalorien der Muttermilch sind keine leeren Kalorien. „Muttermilch bleibt auch die wichtigste Quelle an hochqualitativem Eiweiss, Vitaminen und anderen Nährstoffen" (Helsing und King, 1982). Hochqualitativ und gut bioverfügbar. Wie viel eines Nährstoffes in der Milch ist, ist nicht die interessante Frage. Wir müssen danach fragen, wie bioverfügbar er ist. Es nutzt also nichts, wenn der Nährstoff nur da ist und das Kind nicht darüber verfügen kann.

    Eiweiss wird in der Muttermilch besonders gut absorbiert. Im zweiten Lebensjahr deckt Muttermilch die Eiweissbedürfnisse zu 38%.

    Und die Ergebnisse bei den Vitaminen und Mineralien sind noch eindrücklicher:

    Vitamin A wird im zweiten Lebensjahr 100%ig durch Muttermilch gedeckt. In Entwicklungsländern kann dies besonders wichtig sein. Es wurde da festgestellt, dass nicht-gestillte Kinder einem sechs- bis achtfach höheren Risiko an Xerophthalmie (einer Vitamin A-Mangel­Erkrankung des Auges) zu erkranken ausgesetzt sind als gestillte Kinder. Der Schutz bleibt auch nach dem Abstillen erhalten.

    Eine tägliche Einnahme von 500 ml Muttermilch liefert 19 mg Vitamin C, 95% der Menge, die Kinder im zweiten Lebensjahr brauchen (Armstrong, 1987). Gegen Ende des ersten Lebensjahres ist die Vitamin C­Konzentration der Muttermilch 3,3 mal höher als im Blutplasma der Mutter. Selbst wenn die Mutter erniedrigte Vitamin C-Werte hat, wird es in der Milch bis zu 6-­12fach angereichert. Stillkinder erhalten so höhere Konzentrationen an Vitamin C als Kinder, die mit Vitamin C angereicherter künstlicher Babynahrung, Gemüse und Früchten ernährt werden.

    Eisen ist zu 50% in der Muttermilch im zweiten Lebensjahr erhalten, Kalzium zu 44%, Niacin zu 41 %, Folsäurezu 26% und Riboflavin zu 21%.

    Eisen ist eines der wichtigen Beispiele der Bioverfügbarkeit. Es ist zwar niedriger in der Muttermilch als in der Kuhmilch, nur wird es aus der Muttermilch zu rund 70% absorbiert (vgl. 10% in Kuhmilch), so dass ein Stillkind besser mit Eisen versorgt ist als ein nicht­gestilltes Kind.


    Immunfaktoren

    Immunfaktoren sind auch noch wichtig. Früher wurde angenommen, dass nur im Kolostrum sehr hohe Anteile bereitstünden, die sich im Verlauf der Laktation zurückbildeten und nach sechs Monaten nur noch von geringer Bedeutung seien. Heute ist bekannt, dass die Immunglobulinmengen nach dem sechsten Monat steigen, offensichtlich als Reaktion auf die absinkende Milchmenge. Mit 20 Monaten entspricht der Spiegel von IgA und IgG der Höhe, die nach einer Laktationsdauer von zwei Wochen gemessen wurde. Wenn wir darüber nachdenken, ist es auch ganz logisch, dass einige Schutzfaktoren in dieser Zeit steigen, weil Kinder ab sechs Monaten sehr mobil werden; sie kommen überall hin und stecken die unmöglichsten Dinge in den Mund. Sie brauchen viel Schutz. Dieser Schutz erfolgt durch verschiedene Immunfaktoren in der Muttermilch, darunter: Lysozym, ein unspezifischer antimikrobieller Faktor wird in Muttermilch angereichert und erreicht in einigen Fällen nach 12 Monaten die gleiche Menge wie im Kolostrum. Nach neueren Untersuchungen weiss man, dass es bis zum 25. Lebensmonat des Kindes ansteigt und erst dann abfällt. 1 ml Muttermilch enthält rund 4000 lebende Zellen (überwiegend Lymphozyten und Makrophagen) , die das Wachstum von Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten hemmen.

    Der Bifidusfaktor in der Muttermilch fördert nach wie vor das Wachstum des Lactobazillus bifidus im kindlichen Darm, so dass sich Staphylokokken gar nicht erst ausbreiten können. Interferon, ein antiviraler Faktor, und Laktoferrin, das durch seine Eisenbindung ein Wachstum von E. coli, Staphylokokkus aureus und einigen Candidapilzen verhindert, sind ebenfalls in der Muttermilch enthalten. Laktoferrin zeigt kontinuierlich ansteigende Werte.

    Wie wichtig ist dieser immunologische Aspekt für das ältere Stillkind? Diesbezüglich ist die Studie von Chandra aus Kanada sehr interessant, weil seine Studienobjekte gesunde Kinder der Mittelklasse in einem gut entwickelten Industrieland waren. 60 Kinder wurden über einen Zeitraum von 24 Monaten untersucht. Im Hinblick auf drei übliche Erkrankungen fand er erhebliche Unterschiede bei deren Auftreten bei gestillten und künstlich ernährten Kindern:

    Atemwegserkrankungen auf 10 gestillte Kinder kommen 23 Flaschenkinder
    Durchfall auf 10 gestillte Kinder kommen 35 Flaschenkinder
    Mittelohrentzündungen auf 10 gestillte Kinder kommen 95 Flaschenkinder
    Nach der Einführung fester Nahrung, sind Stillkinder besonders in Entwicklungsländern für Durchfall anfällig. In Bangladesch wurden noch-gestillte Kinder und nicht­gestillte Kinder zwischen 6 und 35 Monaten bezüglich Durchfallerkrankung verglichen. Die Energieaufnahme bei nicht-gestillten Kindern fiel um 40%; bei gestillten Kindern blieb sie fast unverändert. Die Stillkinder bekamen auch 2,5 mal soviel Eiweiß wie die nicht-gestillten. Bei Durchfall ist ein Appetitverlust häufig - auch in Industrieländern. Doch viele Stillkinder trinken sehr gerne, auch wenn sie sonst keinen Appetit haben. Es wird vermutet, dass das hochqualitative Eiweiß in der Muttermilch dazu führt, dass ein krankes Kind wieder Appetit auf Kohlenhydrate hat, die für die Gewichtszunahme so wichtig sind (Armstrong, 1987) - und dies ist bei unseren Kindern auch nicht unwichtig.


    Das „natürliche" Abstillalter

    Aus dem bisher Gesagten ist klar geworden, dass Muttermilch ihre Nahrungs- und immunologischen Werte behält, so lange sie produziert wird. Trotzdem muss die Stillbeziehung irgendwann zur Ende kommen - aber wann?

    Die Anthropologin Katherina Dettwyler hat versucht, durch kulturvergleichende Studien und durch Vergleiche der Säugetiere untereinander diese Frage in etwa zu beantworten. Ich werde hier auf die Vergleiche der Säugetiere verzichten - obwohl sie hoch interessant und überzeugend sind, und nur kulturenvergleichende Studien berücksichtigen. Auf ihrer Suche nach einem „hominiden Entwurf" (hominide blueprint) für das „natürliche" Abstillalter hat sie verschiedene Kriterien angeschaut:

    Alter, in dem das Kind das Geburtsgewicht vervierfacht hat
    Alter, in dem das Kind ein Drittel des durchschnittlichen Erwachsenengewichts erreicht hat
    Bezug auf das Gewicht einer erwachsenen Frau (Abstillalter in Tagen = 2,71 mal das Gewicht einer erwachsenen Frau in Gramm)
    Vergleich zu Schwangerschaftswochen (6 x Schwangerschaftswochen - auf vergleichenden Primatendaten basiert.
    Alter beim Durchbrechen der ersten Backenzähne.
    Nach keinem der Kriterien würde ein Kind unter 2,3 Jahren abgestillt und die Grenzen reichen bis 6 Jahre für Mädchen und 7 Jahre für Jungen. Sechs Jahre übrigens ist der Zeitpunkt, wann das eigene Immunsystem des Kindes reif und eigenständig wird. Bis zu diesem Punkt, schreibt Dr. Dettwyler, können die Lymphokine in der Muttermilch die aktive Immunantwort - sowohl im Serum als auch sekretorisch - steigern (Dettwyler, 56).

    Ist die Idee, dass Muttermilch eine positive Auswirkung auf das Immunsystem des Kindes bis zu 6 Jahren haben könnte, so weit hergeholt? Ganz und gar nicht. Gespendete Muttermilch als Behandlung für verschiedene Krankheitsbilder ist mittlerweile weit verbreitet:

    Marinkovich (1988) behandelt IgA-lnsuffizienz mit 100ml frischer Frauenmilch täglich
    Asquith berichtet über den Einsatz von Frauenmilch bei der Therapie für Leukämie oder Knochenmarktransplantation
    Erichson (1990) berichtet, dass verbrannte Kinder Frauenmilch besser vertragen als die übliche hypermolekulare Nahrung und
    Wright benutzt - mit Erfolg - frische Frauenmilch für Erwachsene in den ersten Tagen nach Lebertransplantation (Springer, persönliche Kommunikation, 1996).
    Ist es so schwierig zu glauben, dass die Milch der eigenen Mutter lange Zeit - bis ins Schulkindalter - als effektiver Stimulus für das kindeseigene Immunsystem dienen kann?

    Sollten wir unsere Abstillvorschläge so hoch setzen? Nicht unbedingt. Die Vorschläge bleiben nach wie vor die Gleichen: „Im Idealfall wird die Stillbeziehung fortgesetzt, bis das Kind ihr entwachsen ist" (Grundsatz 6, La Leche Liga).

    Das eine Kind wächst aus seinem Stillbedürfnis früher, das andere später hinaus. Weil das Stillen eine Partnerschaft ist, spielen auch die Bedürfnisse der Mutter eine Rolle. Wir möchten hier keine neue Vorschriften erstellen, sondern durch das Anschauen der wissenschaftlichen und anthropologischen Daten einen erweiterten Blick für das „normale" Abstillalter - und eine größere Toleranz für die Mütter, deren Stillpraktiken von der kulturellen Norm abweichen - schaffen.

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 22. März 2006 um 10:12
    • #3

    Re: stillt ihr ?

    ..........................................................


    abgesehen von den vielen unschätzbar wichtigen gesundheitlichen Faktoren fürs Kind, grade im 2. Lebensjahr, da der Gehalt an Abwehrstoffen und Immunglobulinen und Laktoferrin ( ein Stoff, der n u r in der Muttermilch existiert und der von den Industrienahrungsherstellern bisher vergeblich nachzuahmen versucht wurde ) nochmal stark ansteigt.


    siehe auch hier:

    http://www.rabeneltern.org/stillen/wissen…/bergmann.shtml

  • maddi
    8-Zeller
    Beiträge
    73
    • 22. März 2006 um 10:59
    • #4

    Re: stillt ihr ?

    Ich hab da mal eine Frage zum Thema Stillen:

    Wie ist das bei der Eizellspende (oder auch allgemein) - woher kommen die Hormone die die Muttermilch 'machen'? Kommt das von der Plazenta oder den Eierstoecken oder der Hirnanhangsdruese? Und wie ist das wenn meine Eierstoecke eben nicht funktionieren (deswegen ja die Eizellspende): Kann ich da auch stillen? Oder muss ich da irgendwelche Hormone in Tablettenformat einnehmen?
    Und noch was- wenn ich nach der Geburt stille: Wie lange dauert das bis die normale Periode wieder kommt? Hat das mit dem Stillen zu tun?

    Bin ganz gespannt auf eure Antworten!

    Liebe Gruesse,
    Maddi

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 22. März 2006 um 11:53
    • #5

    Re: stillt ihr ?

    Hallo maddi,

    wenn du ein Kind geboren hast, kannst du auch stillen. Schon während der SS bereitet sich der Körper darauf vor:

    Wie funktioniert das Stillen?

    Zwei Hormone sind für die Milchproduktion verantwortlich
    Die Hormone, die hauptsächlich für das Stillen verantwortlich sind, heißen Prolaktin und Oxytocin. Prolaktin sorgt für die Milchbildung. Es wird bereits in der 8. Schwangerschaftswoche vermehrt gebildet und die Produktion steigt stetig bis zur Geburt an. Die Schwangerschaftshormone Östrogen und Progesteron hemmen während der Schwangerschaft seine Wirkung. Sobald das Baby da ist und die Produktion dieser beiden Hormone im Körper abnimmt, setzt die Milchbildung verstärkt ein. Der Saugreiz des Babies an der Brust verstärkt die Milchproduktion, als Reaktion auf das Saugen wird in der Hirnanhangdrüse das Hormon Oyxytocin gebildet, das die weitere Freisetzung und Produktion der Milch beeinflusst.


    Die Milchbildung, die Fähigkeit zum Stillen ist das Resultat eines feinen Zusammenspiels von Hormonen, Impulsen und Psyche.

    Die Größe der Brust ist abhängig von der unterschiedlichen Menge an Fettgewebe. Sie hat keinen Einfluß auf die Fähigkeit zum Stillen. Für das Stillen ist allein das in jeder Brust gleichermaßen vorhandene Drüsengewebe von Bedeutung.

    Während der Schwangerschaft reift dieses Drüsengewebe, Milchbläschen und Milchgänge wachsen. Das Drüsengewebe kann man sich wie einen Busch mit 15 - 20 Ästen vorstellen, wobei die Wurzel die Brustwarze ist. An den Ästen (Milchgängen) sitzen Zweige (Lappen) mit Stielen (Läppchen) und Früchten (Milchbläschen). Kurz vor der Brustwarze verbreitern sich die Milchgänge außerdem zu Vorratsreservoirs (Milchseen).

    Saugt das Baby an der Brust, dann wird über die Nervenbahnen ein Impuls an das Gehirn geleitet, welcher die Bildung von Prolaktin (einem Hormon) bewirkt. Dieses Prolaktin gelangt auf dem Blutweg zu den Milchbläschen und regt dort die Milchbildung an. Gleichzeitig wird während des Saugvorgangs im Körper das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, welches das Zusammenziehen der Muskeln um die Ausführungsgänge bewirkt, wodurch die Milch fließen kann. Dieser Vorgang wird als "Milchspendereflex" bezeichnet. Manche Mütter spüren das Einsetzen des Milchspendereflexes als Prickeln oder Ziehen, verbunden mit einem zunehmenden Spannungsgefühl in der Brust. Der Reflex kann so stark sein, dass die Milch geradezu herausspritzt. Doch er kann auch, ohne dass die Mutter es spürt, vorhanden sein.

    Solange du voll stillst, bekomst du normalerweise keine Periode. Werden die Stillabstände größer und betragen deutlich mehr als 4 Stunden, setzt spätestens ein normaler Menstruationszyklus wieder ein. Es gibt natürlich in beide Richtungen Ausnahmen, bei manchen Frauen setzt trotz Stillens schon bald wieder ein Eisprung ein, das sind also nur Richtwerte.


    Auch für die GM ist Stillen das Beste, es fördert die Rückbildung.


    Muttermilch ist ein Zaubertrank ohne echte Alternativen :zustimm: :bindafür:


    Ach ja, für weitere Informationen kann ich dir wärmstens das Buch von Eva Hermann empfehlen,


    "Vom Glück des Stillens "

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 22. März 2006 um 12:53
    • #6

    Re: stillt ihr ?

    Sasuna,


    vielleicht kannst du deine Verwandtschaft auch mit diesem Argument überzeugen? Auch gut für die Mama, sozusagen ;)


    Kinderkriegen und längeres Stillen senkt das Brustkrebsrisiko einer Frau.


    Zu diesem Ergebnis kamen die Wissenschaftler des Cancer Research Institut in Oxford, England, die diesbezüglich über 47 unterschiedliche Studien aus verschiedenen Ländern ausgewertet und das Ergebnis in der Juli Ausgabe der Lancet, Band 360, veröffentlicht haben.

    Je länger man stillt, desto geringer das Risiko
    In der Studie wurden Daten über die Anzahl der Kinder und das Stillverhalten von insgesamt 50.302 Patientinnen mit Brustkrebs und 96.973 gesunden Frauen verschiedener Nationalität bezüglich ihres Brustkrebsrisikos ausgewertet. Die Brustkrebspatientinnen hatten im Schnitt weniger Kinder (durchschnittlich 2,2 gegenüber 2,6 Kindern bei den gesunden Frauen) und haben auch weniger Monate selbst gestillt (9,8 gegenüber 15,6 Monaten). Rein rechnerisch sank das relative Brustkrebsrisiko pro Stilljahr um 4,3 Prozent und pro Kind um 7 Prozent. Frauen mit vielen Kindern, die sie auch länger stillen, wie das zum Beispiel in vielen Entwicklungsländern der Fall ist, haben ein eindeutig niedrigeres Brustkrebsrisiko als Frauen in westlichen Ländern mit wenigen Kindern, die sie zudem häufig aufgrund von persönlichen Faktoren, Beruf und umfangreichem Angebot an adäquater Babynahrung nur kurze Zeit stillen.
    Valerie Beral vom Cancer Research Team schätzt, dass sich in den westlichen Industrieländern wahrscheinlich rund 25.000 Brustkrebsfälle vermeiden lassen könnten, wenn die Frauen ihre Kinder im Schnitt 6 Monate länger stillen würden.
    Bislang haben die Forscher aber noch nicht klären können, warum eine große Anzahl von Kindern und langes Stillen das Brustkrebsrisiko senken. Man vermutet, dass hierbei der hormonale Einfluss eine bedeutende Rolle spielt.

  • maddi
    8-Zeller
    Beiträge
    73
    • 22. März 2006 um 16:41
    • #7

    Re: stillt ihr ?

    Hallo Josi!

    Vielen Dank fuer die ausfuehrliche und schnelle Antwort!
    Du bist ja hier der Still-Experte, ich brauch kein Buch, ich frag einfach dich! :respekt:

    Vielen vielen Dank! :gut:

    Maddi

  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 22. März 2006 um 16:52
    • #8

    Re: stillt ihr ?

    josi kann nur 1000 dank sagen....

    das buch bestelle ich mir.

    mäddi ich habe noch keine periode das liegt am stillen,

    lg
    sasuna

  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 22. März 2006 um 19:52
    • #9

    Re: stillt ihr ?

    Ich wieder er schläft schon sie macht gerade halligalli :lol:

    Stillen wird kommt mir vor mit zunehmenden Alter der beiden nur schöner. Andreas schaut schon in Richtung Busen wenn er will grinst mich während des Trinkens an sie beginnt mit Brustwarze im Mund zu plappern......

    nachts kann es sein dass sie mal alleine "zuschnappen" vor allem weil wir eh vorher beim Stillen gemeinsam eingeschlafen sind. (naja der Papa findet das net ganz so toll :eek:)

    Für uns ist Stillen so viel mehr als nur Nahrungsaufnahme: Lieb haben schmusen kuscheln spaß haben lachen etc.....

    Die Anfangsschwierigkeiten mit zweien sind vergessen ......

    lg
    Sasuna

  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 23. März 2006 um 08:49
    • #10

    Re: stillt ihr ?

    Dann hast du alle beide bei dir im Bett? Ist aber auch am allerpraktischsten und die beste Vorbeugungsmaßnahme gegen SIDS :bindafür:

    zeitweise...... Unsere süße Naus will ja NUR am Busen abends einschlafen manchmal stille ich sie im Stuhl dann muss ich sie aber mind. 30 Minuten halten sonst sind die Augen wieder offen dann kommt sie ins Bett. Manchmal ist mir das zu blöde wir gehen gemeinsam ins Bett. Mein mann legt sie dann später um. (weiß da nie wer von uns zuerst schläft.... :lol:)

    Nachts kommt dann andreas doch recht häufig meist lasse ich ihn gegen morgen gleich bei mir liegen weil mir das auf und ab zu viel wird. Nur alle 4 passen wir nicht ins Ehebett es läuft dann so:

    schlafendes Kind zurück ins Gitterbett (steht eh am Fußende) hungriges zu mir.......und das halt im Wechsel.

    Ja und während des Tages gibts derzeit was "Pikantes" (denke wenn sie sitzen können gehts wieder anders mit gemeinsam essen) wenn beide gleichzeitig hungrig lege ich sie auf den Boden und ich im Vierfüßlerstand drüber, da halten sie soooooo leib ihren Busen fest. Zum Anbeißen. :juggle:

    :onceldoc: ist übrigens ganz begeistert meinte dass nur max. 10% der Zwillingsmamas so lange stillen.

    lg
    Sasuna

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 29. März 2006 um 15:25
    • #11

    Re: stillt ihr ?

    Hallo sasuna,


    bin grade zufällig auf ein paar dumme Fragen und die passenden Antworten gestoßen, und dachte, es könte dich interessieren ;) :


    Will man trotz allem die Ratschläge der Familie und des Freundeskreises missachten, braucht man starke Nerven. Diskussionen mit den lieben Ratgebenden können zu langatmigen, hitzigen Debatten ohne Ergebnis ausarten. Deshalb sind schlagfertige Antworten manchmal wirkungsvoller.

    Wenn Sie beispielsweise die ewigen Sorgen und Bedenken, dass Sie das Kind nie aus dem Elternbett herausbekommen, nicht mehr hören wollen, könnten Sie darauf antworten: "Meine Tochter soll Bescheid sagen, wenn sie ihren ersten Freund mitbringt, damit wir uns darauf einstellen, im Familienbett zusammenzurücken."

    Die schöne Antwort eines Arztes auf die Frage, ob das Kind denn auch schon durchschläft, lautete: "Ja, er schläft durch. Zwischen den Mahlzeiten."

    "Das Kind bekommt im Tragetuch keine Luft!" Die Antwort einer Mutter darauf war: "Das Kind hat es neun Monate ohne Luft im Bauch ausgehalten, das überlebt es die kurze Zeit jetzt auch."

    Auf immer wiederkehrende Fragen, wie lange Sie denn noch stillen wollen, empfiehlt sich beispielsweise die Erwiderung: "Bis er sich selbst abstillt, gegebenenfalls werde ich bei den Abiturprüfungen eine Stillpause beantragen."

    Falls Sie Ihr Kind gerade stillen und wieder einmal gefragt werden, wie lange Sie das noch tun wollen, könnten Sie auch antworten: "Noch ungefähr fünf Minuten."

    Eine Mutter wurde ständig gefragt, ob sie noch genug Milch hätte. Nach einigen Malen begann sie, nachzufragen: "Welche Milch meinst du denn? Die bei uns im Kühlschrank?"

    Als neugierige Verwandte wieder einmal wissen wollten: "Ja, kommt denn da immer noch Milch raus?", erwiderte die Gefragte: "Nein, inzwischen Apfelsaft, und wir hoffen, dass es irgendwann Wein wird."

    "Das Kind braucht doch etwas Vernünftiges zu essen!" Als eine Mutter, die ihr zwei Monate altes Baby gerade stillte, diesen guten Ratschlag wieder einmal hörte, antwortete sie: "Er hat gerade Kuchen gegessen und braucht nur etwas zum Nachspülen."

    Eine andere Mutter ging dazu über, auf das ständige Drängen nach Beikost zu erwidern: "Ich glaube, du hast recht, morgen bekommt mein Sohn ein saftiges Steak!"

    Der Kommentar: "Ein Kind, das herumrennt und noch an der Brust trinkt, ist das allerletzte!" könnte folgendermaßen beantwortet werden: "Mein Kind rennt nicht herum, wenn es gestillt wird, sondern sitzt nah bei mir."

    "Wie, Du stillst noch?" - "Ja, warum nicht, ich bin doch erst 31!"

    Wenn Sie die lieben Freunde und Verwandten mit logischen Argumenten zum Schweigen bringen wollen, können Sie, wenn das Thema Stillen wieder einmal angesprochen wird, mit einer Gegenfrage kontern: "Ein Kleinkind braucht doch noch Milch, oder? Warum soll Kuhmilch dann besser sein als die Milch der eigenen Mutter?"

    Hilfreich kann vielleicht auch sein, den Beratern kurz und energisch klarzumachen, dass man seine eigenen Vorstellungen von Erziehung hat und wünscht, dass diese respektiert werden. Andere Mütter berichten, dass sie nach einer freundlichen aber bestimmten Antwort doch ein erfolgreiches Gespräch führen konnten. Viele Eltern stellten auch fest, dass sie generell eher in Ruhe gelassen werden, wenn sie ihren eigenen Erziehungsstil mit viel Selbstbewusstsein durchsetzen und den Erfolg ihnen recht geben lassen.

  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 29. März 2006 um 19:17
    • #12

    Re: stillt ihr ?

    Josi Du Schatz......

    Na bravo das wird spaß machen mit der nächsten Familienfeier..... :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

    lg
    Sasuna

    P.S. die Kleine meiner freundin (jetzt 20 Monate) sagte vor 1 Monat beim Skiurlaub in Speisesaal zum Kellner: Nix Üse ( = gemüse) busi busi bitte.....

  • Homa
    4-Zeller
    Beiträge
    71
    • 9. April 2006 um 17:24
    • #13

    Re: stillt ihr ?

    Hallo Sasuna und Josi,

    mein Mann und ich haben gerade herzlich über Deinen letzten Beitrag gelacht. Schade, dass ich die Sprüche nicht schon vorher gelesen habe...

    Ich habe meinen Sohn vor 2 Monaten mit genau 20 Monaten abgestillt, weil ich wegen einer schweren Bronchitis Antibiotika nehmen musste. Ich war aber mittlerweile auch bereit dazu - hatte selbst schon das Gefühl, dass ich ihn wohl erst abstillen kann, wenn dann mit ca. 16 Jahren seine Freundin übernimmt.

    Ich habe von "Schwiegers" zwischendurch auch mal gehört, ob wir denn bei denn Zigeunern wären - die guten Antworten sind mir auch leider erst später eingefallen, so wählte ich die Alternative: "einfach überhören".
    Meine Mutter war bei der Fraktion "kommt da wirklich immer noch Milch raus ?".

    Habe mir vor ein paar Tagen die letzten Stillbilder angeschaut und bin nochmal geschmolzen, wie süß er mich angeschaut hat.

    Übrigens - die ersten Tage nach dem "cold turkey" hat er mich mit dem A... nicht angeguckt - war voll beleidigt, obwohl er in dem Alter schon verstanden hat, dass die Milch halt jetzt "Bääh" ist - er hat dazu gesagt: "Mi - Müll".

    Sasuna: ich bewundere Dich aber sehr, dass Du es mit Zwillingen 6 Monate voll durchgehalten hast und weiter durchhälst. Ich fand es schon manchmal anstrengend und war da sehr dankbar, dass ich nur eins habe.

    Also, alle Langstiller - lasst Euch nicht entmutigen,
    Homa

  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 9. April 2006 um 18:00
    • #14

    Re: stillt ihr ?

    :D

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 9. April 2006 um 18:47
    • #15

    Re: stillt ihr ?

    Sasuna : Kompliment an Mann, Superspruch :yau: :razz: :razz:

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 24. Oktober 2007 um 21:39
    • #16

    Re: stillt ihr ?

    Ich schubse das Stillthema mal wieder nach oben

    ( mußte grade nochmal herzlich über Sasuna´s Mann lachen :mrgreen: - Schatzi, SO übel kann der gar nicht sein ;) )

    weil ich mich grade über diese Werbepost ärgere.
    .................................................................................................

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