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wohin wenn man Zwillinge vermeiden will

  • dale
  • 31. Januar 2006 um 16:13
  • coogy
    Gast
    • 8. Februar 2006 um 16:09
    • #21

    Re: wohin wenn man Zwillinge vermeiden will

    Hallo,
    bitte, bitte hört auf ausschliesslich zu schreiben "die in der Klinik sind ganz lieb und nett da". Das ist kein Kriterium für eine gewünschte Schwangerschaft! Bitte orientiert euch mehr an harten Fakten, wie: Welche Erfahrung hat die Klinik, insbesondere mit Blastozystentransfer? Gehören die behandelnende Ärzte wirklich zu den besten ihrer Zunft? Welche technische Ausstattung hat die Klinik? Wie viele Spenderinnen stehen zur Verfügung? Welche Kriterien hat die Klinik bei der Auswahl einer Spenderin?

    Wenn ich hier eine Empfehlung für eine neu entstehende Klinik in Barcelona lese, die ganz billig ist und wo alle ganz lieb sind, dann bekomme ich einen Fön.

    Eine EZS-Behandlung bei einer renommierten Klinik wiegt drei Behandlungen bei wenig erfahrenen Kliniken auf! Bei einer IVF-/ICSI-/EZS-Behandlung lässt sich unendlich viel falsch machen. Was schlussendlich transferiert wird, hat keine von uns je wirklich gesehen. Hier ist also die Seriösität und das Können der Klinik das allerwichtigste. Und die guten Kliniken sind natürlich die im oberen Preissegment.

    Alles Gute
    coogy

  • manda
    Blastozyste
    Beiträge
    790
    • 8. Februar 2006 um 17:08
    • #22

    Re: wohin wenn man Zwillinge vermeiden will

    Hallo coogy,

    jetzt mach mal bitte halblang und leg Deinen Fön beiseite. :D Ich unterstelle Deinem posting einfach mal mangelnde Information, da Du noch nicht so lange dabei bist und über Dr.Herrero wahrscheinlich noch nichts gelesen hast. Deshalb dazu noch ein paar Infos.
    Die von Dir genannten hard facts sind natürlich wichtig und mit entscheidend für die Auswahl der Klinik, aber wenn man zusätzlich noch eine 1a-Rundumbetreuung dazu bekommt, warum sollte ich das nicht schreiben?
    Dr. Herrero hat natürlich viel Erfahrung und gute Erfolgsraten. Nicht umsonst hat er auch eine Professur an der Uni in BCN, ist also, was die Forschung anbelangt, sicher nicht hinten dran. Ganz billig ist er sicher auch nicht, nur eben im Vergleich zu anderen spanischen Kliniken nicht so s...teuer.
    Das mit dem Blastotransfer ist so eine Sache. Dadurch wurde ich nicht schwanger, wohl aber mit 8-Zellern. Ich kann mich noch dunkel daran erinnern, vor ca. einem halben Jahr eine Studie gelesen zu haben, nach der der Blastotransfer dem Tag-3-Transfer gegenüber keine Vorteile bietet, also die Schwangerschafts- und baby-take-home-Rate nicht erhöht ist. Ich habe damals nur am Rande drübergelesen undf weiß deshalb jetzt die Quelle nicht mehr.
    An technischer Ausstattung hat er alles, was er braucht, und ist damit sehr erfolgreich.
    Dr. Herrero praktiziert nicht erst seit gestern, sobdern hat bereits viel Erfahrung.
    Webb der Aufbau einer neuen Klinik für Dich ein so entscheidendes Kriterium ist, dann dürftest Du z.B. auch nicht ans IVI nach Alicante oder Bilbao gehen, weil die Ärzte das auch neu aufbauen. Nichtsdestotrotz haben die aufbauenden Ärzte dort bereits Erfahrung, genau wie Dr- Herrero.
    Die Spenderin wird immer im Vorfeld individuell für die Empfängerin gesucht; Wartezeit gibt es so gut wie keine, und es wird auf Ähnlichkeit und Blutgruppe geachtet. Unser Sohn ist ein Ebenbild seines Vaters als Baby, und unsere Tochter kommt nach meiner Mama, obwohl Außenstehende sagen, sie sieht mir ähnlich.
    Ich hoffe, ich konnte Deinen Fön etwas zurückschalten. An einer Klinik ohne Erfahrung - und vor allem ohne Erfahrungen auch anderer Forumsuser mit dieser Klinik - wäre ich niemals dorthin gegangen. Die Kriterien, die Du genannt hast, waren natürlich für uns mit entscheidend. Im Nachhinein können wir diesen Kriterien aber noch eine ganz herzliche und individuelle Betreuung hinzufügen. Für uns war hier eben alles perfekt.

    Liebe Grüße,

    manda

  • Ines + Chris
    Blastozyste
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.339
    • 8. Februar 2006 um 22:55
    • #23

    Re: wohin wenn man Zwillinge vermeiden will

    Hallo Coogy,

    Du magst ja Recht haben, dass die klinische Ausstattung sowie die Erfahrung der Ärzte eine wichtige Rolle spielen, das bestreiten wir auch absolut nicht.
    Was uns jedoch stutzig macht, ist die Aussage das die guten Kliniken, die sind, die sich im oberen Preissegment befinden. Wir wollen da mal einen Vergleich wagen zwischen Pronatal und Dr. Uher. Es gibt da ja bekanntlich einen erheblichen Preisunterschied zwischen diesen beiden Kliniken. Die Klinik in Prag hat aber zumindest aus den Forumserfahrungen hier keine schlechtere Schwangerschaftsquote als die Klinik in Pilsen und Prag besteht schon sehr lange. Ausserdem bevor Dr. Zech die Klinik in Pilsen aufgemacht hat, war Dr. Uher zumindest hier im Forum total unbekannt, also scheinbar ein totaler Neuling. Welche ist nun die bessere der beiden Kliniken?
    Die Preisaussage deckt sich aber auch nicht mit dem Verhalten vieler amerikanischer Frauen/Paare, die weg aus Amerika gehen um die Behandlung in anderen Kliniken durchführen zu lassen, die erheblich preisgünstiger sind. Diese Frauen werden z.B. in Südafrika und/oder der Ukraine erfolgreich behandelt und das für viel weniger Geld. Selbst aus dem auf diesem Gebiet so fortschrittlichen Australien fliegen die Frauen um die halbe Welt. Wo sind da nun die besseren Kliniken?

    Die Empfehlung einer Klinik ist immer eine subjektive Darstellung, die Beschreibung kann eigentlich nie objektiv sein. Welche Fakten sind wirklich wichtig, nur die med. Ausstattung, die Erfahrung der Ärzte und die Erfolgsquote? Das trifft zumindest nicht für alle Paare zu. Was habe ich von einer super modern eingerichteten Klinik mit erfahrenen Ärzten, die aber nicht auf den Patient eingehen können. Eine Kinderwunschbehandlung ist nicht mit der Heilung einer "normalen" Krankheit zu vergleichen, die nach gewissen medizinischen Standards immer gleich abläuft. Es geht hier vielmehr auch um eine sehr emotionale Komponente, die im Vergleich mit "herkömmlichen" Erkrankungen zum Teil viel mehr Gewicht trägt.

    Gerade weil man nicht sieht, was wirklich transferiert wird, bringt mir als Patient auch die Seriösität und das Können einer Klinik auch keine Gewissheit das alles so abläuft wie es sollte. Da gibt es unserer Meinung nach nur einen Grund für eine Gewissheit und die heisst "Vertrauen". Ohne Vertrauen in den Arzt und die Klinik bringt mir die beste und teuerste Klinik nichts.

    Wir wünschen Euch allen das Ihr für Euch die richtige Klinik findet. Der obige Vergleich war übrigens weder Pro nach Contra einer der beiden Kliniken, wir haben ihn nur gewählt, weil die beiden Kliniken so nah zusammen liegen(räumlich gesehen)

    Ines & Chris

    PS: Entschuldigt bitte diesen Themenfremden Beitrag in diesem Thread

  • coogy
    Gast
    • 9. Februar 2006 um 23:06
    • #24

    Re: wohin wenn man Zwillinge vermeiden will

    Hallo Ines & Chris,

    vielen herzlichen dank für eure sachliche Kommentierung. In wesentlichen Punkten stimme ich euch zu, in manchen jedoch weniger. Eine gute Klinikausstattung kostet enorm viel Geld. Gutes Personal kostet ebenso deutlich mehr als mässiges. Da mag es sein, dass der eine oder andere Arzt ein vermindertes Streben zum schnöden Mammon, sprich Geld, hat. Aber das ist doch wohl eher die Ausnahme.

    Beispiel: Ein sehr gutes Mikroskop, das für den Erfolg einer ICSI, insbesondere bei schlechtem Spermiogramm, ausschlaggebend ist, kostet EUR 50.000. Die meisten IVF Zentren haben ein Standardmikroskop, das schlappe EUR 2.000 kostet. Aber wer fragt denn schon nach dem Mikroskop bei seiner ICSI-Behandlung!?

    Wir kennen die Unterschiede zwischen Pronatal und Prof.Zech/Dr. Uher in Pilsen nicht. Wir haben aber z.B. durch private Nachricht hier im Forum gehört, dass Pilsen z.B. EZ-Spenderinnen mehr zahlt als Prag und daher im Schnitt die besseren Spenderinen haben würde. Auch haben wir von fünf erfolgreichen EZS hier im Forum gelesen. Wir wissen, dass in Pilsen mit den EZ-Spenderinnen alle Untersuchungen durchgeführt werden, die ein Risiko darstellen. Ebenso ist es so, dass in Pilsen "frische EZ" transferiert werden. Dies, weil die SS Raten nach Kryokonservierung der EZ deutlich sinken. So wird ein Restrisiko einer noch nicht diagnostizierbaren AIDS Erkrankung bewusst in Kauf genommen. Da in Tschechien AIDS aber ebenso wenig verbreitet ist, wie in Deutschland, ist das Restrisiko extrem gering.
    In Pilsen steht ein Mikroskop mit 60.000 facher Vergrösserung, das wie beschrieben verdammt teuer ist. Was für ein Mikroskop in Prag steht, wissen wir nicht.
    Prof. Zech hat in Pilsen das Sagen. Gleiches gilt für die neu eröffnete (hypermoderne und auch auch sehr gelungen designte) Klinik in Salzburg.

    Vertrauen in die behandelnden Ärzte ist sehr wichtig. Aber ich habe hier im Forum den Eindruck gewonnen, dass bei vielen das Vertrauen Ersatz ist für die harten Fakten, die gar nicht nachgefragt werden. Uns ging es übrigens ebenso: Wir hatten unserem Arzt im Hormonzentrum München voll vertraut und wurden bitter enttäuscht. Zwar hatten wir viele Fragen gestellt, wir vertrauten naiverweise aber seinen unzutreffenden Antworten....

    Eine Empfehlung einer Klinik geht immer von persönlich gemachter Erfahrung aus. Aber eine seriöse Empfehlung besteht sicher nicht nur aus emotionalen Faktoren oder der Aussage, daß die Klinik so billig sei. Wer keine Fragen an die behandelnden Ärzte richtet und keine Antworten einfordert, kann natürlich keine fundierte Empfehlung geben.

    Kliniken in osteuropäischen Staaten oder Südafrika können aufgrund des Währungsgefälles günstiger sein. Ich denke, deshalb ziehen auch so viele hier eher gen Osten als nach Spanien, Grossbritannien, USA oder Südafrika. Auch sind uns die osteuropäischen Völker von der Veranlagungseite, sprich den Genen, recht nahe.

    Die Fakten für uns alle sind nun doch mal so, dass eine IVF-Behandlung in Deutschland eine weit geringere Erfolgschance hat als in den Ländern, die eine Auswahl im Blastozystenstadium erlauben. Wer in Deutschland bleibt, darf sich nicht wundern wenn keine Schwangerschaft eintritt! Und wer zu einer schlecht ausgestatteten Klinik mit wenig Erfahrung geht, darf sich ebenso nicht wundern. Ihr fragt "Was habe ich von einer super modern eingerichteten Klinik mit erfahrenen Ärzten, die aber nicht auf den Patient eingehen können?" Meine Antwort: Eine Schwangerschaft! Das auf den Patienten eingehen können, ist für die Erfolgsquote gerade einerlei. Die "emotionale Komponente", wie ihr es nennt, spielt doch eben gar keine Rolle! Viele haben hier im Forum doch berichtet, wie unpersönlich sie in Prag und Warschau behandelt wurden. Aber diejenigen, die solche Erfahrungsberichte schrieben, meinten auch, daß ihnen das letztlich doch egal war. Der Erfolg, bzw. die Erfolgsaussicht war für alle hier ausschlaggebend.

    Wir haben eher den Eindruck gewonnen, dass deutsche Kliniken ganz bewusst die "emotionale Bindung" zum Patienten aufzubauen suchen, um eine zweite und dritte wenig sinnvolle IVF durchzuführen - wo hingegen im Ausland häufig recht schnöde das Programm abgespult wird. Für einen SS Erfolg ist der emotionale Rahmen aber nicht relevant. Das von euch als sehr wichtig erachtete Vertrauen, das ihr über Seriösität und Können stellt, ist eine schlechte Messlatte. Auch unser Vertrauen wurde in Deutschland schonungslos missbraucht. Und dies geschieht doch mit allen die eine IVF in Deutschland durchführen! Oder ist euch auch nur ein Fall bekannt, wo der Arzt darauf hingewiesen hätte, dass die "Baby-take-home-rate" bei einer normalen IVF-/ICSI-Behandlung in vielen Nachbarländern doppelt und dreifach so hoch ist?

    Hier sei nochmals auf den Spiegel verwiesen: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,398951,00.html. Hier finden sich auch eine Link zu einem Fernsehbeitrag und ein kostenpflichtiger Link zum vollständigen Artikel des Print Exemplars.

    Ich möchte einen zusätzlichen Gedanken einbringen: Ist es nicht möglich, daß die Erfolgsquoten bei einer EZS im Ausland auch deshalb so hoch sind, weil vorher nur IVFs in Deutschland durchgeführt wurden? Im Ausland ist - auch bei einer EZS - die Selektion möglich und die Erfahrung mit Blastozystenkultivierung sehr groß.

    Auch das Haupttheme dieses Threads gehört hierzu: Eine Zwillingsschwangerschaft ist ausgeschlossen, wenn nur eine EZ transferiert wird. Sehr gute Klinken haben so hohe Erfolgsraten jenseits der 50%, dass dies ein guter Weg ist.

    Zu uns persönlich noch ein Wort: Wir haben uns für eine weitere IVF, die zehnte, in Österreich entschieden. Einmal hatten wir ja bereits "Erfolg", leider nur bis zur neunten Woche. Falls die SS ausbleibt, folgt die EZS. Wir haben hier im Forum viel Anregung erhalten. Unsere Entscheidung, wohin wir uns wenden würden, steht fest. Feststehen tut auch, dass wir Zwillinge gerne hätten. Nicht fest steht, ob wir die die EZ Spenderin kennen und selbst aussuchen wollen. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass es prinzipiell möglich ist, nicht nur Verwandte - was bei uns leider nicht möglich ist - sondern auch fremde Personen zu benennen. Da mit dem Kennenlernen auch ein lebenslanges Assoziiieren mit einer Fremden einhergeht, hat wie alles im Leben auch dieses Problem mindestens zwei Seiten.

    Nochmals sehr herzlichen Dank an euch und für eure Arbeit! Das Forum und die Webseite sind sehr wichtig für eine freie Meinungsbildung in Deutschland.

    Alles Gute
    coogy

  • Martina78
    Eizelle
    Beiträge
    1
    • 20. Februar 2006 um 22:01
    • #25

    Re: wohin wenn man Zwillinge vermeiden will

    Hallo!

    Ich habe mich erst heute hier registriert, aber bei Klein-Putz.net bin ich seit langer, langer Zeit registriert unter dem selben Nicknamen Martina78.

    Ich selbst war in Pilsen in Behandlung, bei Dr. Uher. Er ist übrigens kein Neuling, er arbeitet schon fast 15 Jahre mit Dr. Zech zusammen, er wohnt auch übrigens in Bregenz mit seiner Familie. Ich kenne ihn recht gut und helfe bei uns hier in der Gegend Paaren, die ins Ausland gehen wollen, ich kenne mich da relativ gut aus, weil ich mit mehreren Ärzten privat verkehre und mich mit Dr. Uher desöfteren treffe.

    Ich kann Pilsen absolut empfehlen, nicht nur wegen des Komfort, sondern auch wegen der extellenten Labormittarbeiter von Zech, u.a. arbeitet der PID Spezialist/Embryologe aus Chicago bei ihm, der bei den besten Labors der Welt angestellt ist, den Verlinski - Laboren (sind weltweit bekannt, weiß nicht, ob euch das was sagt, googled einfach mal).
    Zudem hat Zech die modernsten Geräte, die auf dem Markt sind und man kann alles ansehen, es ist nichts hinter verschlossenen Türen.

    Falls ihr Fragen habt, mailt mich doch einfach an! :knuddel:
    Ich muß mich allerdings erst mal kundig machen, ob hier im Forum auch alles so geht, wie in unserem Forum, kann man hier auch Privatnachrichten schreiben? Könntet ihr mir ein wenig helfen?

    Hier wäre noch der Link zum Tschechien-Ordner, in dem ich schreibe, da könnt ihr ein wenig stöbern, ist ganz interessant! :gut: http://www.klein-putz.net/forum/viewtopi…&start=4910

    U.a. war dies auch ein Punkt für die Entscheidung von mir FÜR PILSEN.

    Nach 8 Jahren Kinderwunsch endlich glückliche Mama von Magdalena & Valentina geb. 09.06.2005 nach Behandlung in Pilsen

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