1. Forum
    1. Unerledigte Themen
  2. Dashboard
  3. Mitglieder
    1. Letzte Aktivitäten
    2. Benutzer online
    3. Team
    4. Mitgliedersuche
  4. Kalender
    1. Termine
  5. Lexikon
  6. News-System
  • Anmelden oder registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • News
  • News Update
  • Erweiterte Suche
  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
  2. Allgemein
  3. Eure Behandlungsgeschichte

Die Neue benötigt eure Ratschläge!

  • Uschi
  • 23. Januar 2006 um 18:44
  • Uschi
    Gast
    • 23. Januar 2006 um 18:44
    • #1

    Hallo ihr Lieben im Forum,

    bin in den Weihnachtsferien auf dieses Forum aufmerksam geworden und habe seither in den verschiedensten Ordnern gelesen.
    Hier unsere Geschichte:
    Wir (w/38 m/43) lernten uns vor ca. 7 Jahren kennen und lieben und nach ca. 1 Jahr entstand bei uns beiden der Wunsch nach einem eigenen Kind. Mein Mann hat bereits zwei Kinder aus seiner Vorehe. Als sich dann aber nach langer Zeit auf natürlichem Wege nichts tat, haben wir Experten aufgesucht. Und nun sind wir seit ca. 3 Jahren in Behandlung und haben 4 Inseminationen und mittlerweile 5 Icsi-Behandlungen und 1 Kryotransfer hinter uns. Aufgrund des schlechten Spermiogramms bleibt für uns nur noch die ICSI-Methode. Ich bin nach der 2. ICSI schwanger geworden und wir waren natürlich überglücklich, verloren aber unser Wunschkind wegen fehlenden Herzschlags in der 9.SSW. Das liegt jetzt ca. 1 ½ Jahre zurück. Seitdem quälen wir uns durch die Icsi-Behandlungen und hoffen, dass es beim nächsten Mal klappt. Es kommt immer zur Befruchtung, aber leider nicht zur Einnistung.
    Wie gesagt, die letzte Behandlung war jetzt kurz vor Weihnachten.
    Seit ich euer Forum kenne, überlege ich nun, ob wir noch einen ICSI-Versuch hier in Deutschland starten sollen oder uns doch jetzt an eine Eizellspende wagen sollen? Was meint ihr ?

    Wir freuen uns über eure Meinungen /Erfahrungen oder Tipps !

    Vielen Dank im Voraus

    Uschi

  • Anne37
    2-Zeller
    Beiträge
    25
    • 23. Januar 2006 um 20:54
    • #2

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Hallo Uschi,

    auch du hast ja schon einen langen Leidensweg hinter dir, wie die meisten hier. Jeder muss ganz für sich allein entscheiden was der beste Weg für einen selbst ist, aber wir haben uns nach 6 erfolglosen ICSI´s auch für eine Embyspende entschieden, da meine eigenen Eizellen nicht mehr die beste Qualität hatten. Bis jetzt zwar leider auch noch ohne Erfolg, aber wir kämpfen weiter.

    Da die Wartezeit für eine EZ-Spende ja doch relativ lang ist (ca. 6 Monate) könntet ihr ja die Zwischenzeit mit einer weiteren ICSI überbrücken. Wie ist denn die Qualität deiner Eizellen? Ist da alles O.K?

    Weiterhin alles Gute.

    Liebe Grüße

    Anne

  • Uschi
    Gast
    • 24. Januar 2006 um 17:58
    • #3

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Hallo Anne,

    zunächst mal vielen Dank für deine schnelle Reaktion. Es tut schon gut sich mal auszutauschen! Wir fühlen uns in unserer KIWU-Praxis sehr gut aufgehoben. Die Beratung und Betreuung ist sehr persönlich und mitfühlend. Mittlerweile leiden auch die Arzthelferinnen mit uns mit. Unser Arzt ist selbst immer fix und fertig und kann das negative Ergebnis gar nicht verstehen. Ich produziere zwar nicht so wahnsinnig viele Eizellen, im Schnitt zwischen 6-9, wovon 3-6 befruchtet werden und von guter bis sehr guter Qualität sind. Leider hat es erst einmal für einen Kryotransfer gereicht. Unser Problem ist die Einnistung und wahrscheinlich kommt jetzt auch mein Alter (38) hinzu.
    Auf Nachfragen meinerseits teilte unser Dr. uns beim Besuch in der Praxis die Möglichkeit einer Eizellspende im Ausland mit. Er sprach von Valencia - äußerte sich aber insgesamt sehr zurückhaltend.
    Daraufhin habe ich im Internet euer Forum entdeckt und bin jetzt hin- und hergerissen.

    Nun ihr habt ja auch schon verschiedene Möglichkeiten ausprobiert. Wo seid ihr denn jetzt in Behandlung - und wie geht es bei euch weiter ?

    Übrigens eine gute Freundin von mir heißt auch Anne !

    Liebe Grüße

    Uschi

  • minibaby
    2-Zeller
    Beiträge
    38
    • 25. Januar 2006 um 03:49
    • #4

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Liebe Uschi,

    was mich nachdenklich machte, ist Deine Erwaehnung das das Problem das einnisten ist. Was fuer Untersuchungen hat Dein KiWu Dr. mit Dir gemacht? Bist Du auf endometriose (ich glaube das ist das richtige wort) untersucht worden? Ist dein Gestagen und Oestrogen in ordnung NACHDEM die embies bei dir eingezogen sind? Und wie auch Anne gefragt hat, wie ist Deine "Eiqualitaet".
    Ich bin 43 und meine Geschichte ist unter "Eizellspende und die Emotionen" zu finden, die du vielleicht gelesen hast. Was ich gelernt habe auf dieser Reise ist das Dein Alter nichts mit dem einnisten zu tun hat. Es ist die Qualitaet der Eizellen und "gesundheit" der Gebaermutter.

    Ich bin z.zt in der 9ssw. mit einer Eizelle von einer 23. jaehrigen (falls du meine geschichte nicht gelesen hast) und muss ausserdem jeden Tag Oestrogen und Gestagen nehmen. Mein Mann ist 53 und er hatte, wie heute eben viele Maenner, "langsamen" Same und nicht 1A qualitaet aber da die Eizelle jung war und meine Gebaermutter anscheinded alles erforderliche hatte, binich jetzt schwanger mit ZWILLINGEN!!! :freude:

    Wir haben 2 embryos eingesetzt um die Chancen zu erhoehen und beide sind was geworden. Ich bin zwar noch nicht ganz aus der "gefahrenzone" aber ich werde jede woche untersucht und soweit sieht alles gut aus.

    Ich hoffe das meine "langatmige" antwort/fragen geholfen haben.

    Alles liebe und VIEL glueck

    minibaby (aus Kalifornien) :blume:

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 25. Januar 2006 um 10:57
    • #5

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Hallo Uschi,

    das war bei mir auch so, trotz vieler/guter Eizellen klappte es nicht. Es gibt aber noch einige andere Ursachen für Nicht-Einistung.

    Wie ist denn die Spermienqualität?
    Ist deine Blutgerinnung mal untersucht worden?
    Deine Schilddrüse?
    Deine Hormone?
    Die Immunologie? Daran liegt es auch oft, wenn es lange nicht klappen will.
    Chlamydien?

    Viele Grüße
    Romy

  • Uschi
    Gast
    • 25. Januar 2006 um 16:28
    • #6

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Hallo romy,

    danke für deine Anregungen. Einige deiner aufgeführten möglichen Ursachen haben wir schon abklären können, bei den übrigen werde ich beim nächsten Termin noch mal nachfragen. Unser Doc. meinte , da es ja schon einmal zu einer Schwangerschaft gekommen sei, müsste immunologisch eigentlich auch alles o.k. sein. Ansonsten hatte er uns über eine AI (Aktive Lymphozyten Immunisierung)-Therapie informiert, die aber zeitintensiv (über 3 Monate), kostenintensiv (aufgrund der Entfernung bis Kiel, meine Versicherung hätte die Kosten für mich, ca.1800,-EU nicht übernommen) und nicht nachweislich erfolgsversprechend sei. Aus diesen Gründen haben wir davon wieder Abstand genommen. Aber noch eine Frage. wie lassen sich denn die Chlamydien (ich habe nachgelesen = bakterielle Erreger) nachweisen ? Auch über ein Blutbild ?
    Romy, darf ich denn mal nachfragen wie ihr das Problem angegangen seid?

    Viele Grüße

    Uschi

  • Uschi
    Gast
    • 25. Januar 2006 um 16:51
    • #7

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Hallo Minibaby,

    auch von mir herzliche Glückwünsche zur langersehnten Schwangerschaft!! Toll, dass es beim 1. Transfer geklappt hat. Ich habe mal in deinem Ordner nachgelesen! Stimmt es , dass eine EZS in den USA wirklich 25000 S kostet ?
    Zu deinen Anregungen: Eine Endometriose liegt nicht vor, die Qualität der Eizellen soll gut sein, aber meine Gestagen-und Oestrogenwerte sind nach dem Transfer bisher nicht kontrolliert worden. Das hieße ja, dass man zwischen dem Embryotransfer und dem SST eine Kontrolle durchführen sollte! Dies ist bisher noch nicht geschehen; aber ich frage beim nächsten Termin in der KIWU-Praxis mal nach.

    Wir werden wahrscheinlich noch eine ICSI probieren und uns aber gleichzeitig bereits über die Eizellspenden in den verschiedenen Kliniken informieren und uns auf Wartelisten schreiben lassen. Wobei wir jetzt noch gar nicht wissen, welche Klinik für uns in Frage käme.
    Deine positive Nachricht und die der anderen Forumsteilnehmerinnen machen wieder Mut!


    Euch alles Gute im schönen Kalifornien. Toi, toi, toi - ich denke an euch !

    Uschi

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 25. Januar 2006 um 17:36
    • #8

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Uschi, klar darfst du fragen! Dafür ist dieses Forum doch da.

    Ich war zunächst auch in Kiel - das hat mir aber eher geschadet als genutzt, weil mein überaktives Immunsystem dort noch mal gesteigert wurde. Was dort gemacht wird, nennt sich "aktive Immunisierung"; manchmal ist die passive besser.

    Ich war bei Frau Dr. Reichel in Stgt; bzw. das ging alles per Post. Wurde von KK übernommen, trotz ausgereiztem Ki-Wu-Versuchen. Von ihr bekam ich dann einen Therapievorschlag. Kann dir diese Ärztin ggfs. empfehlen: 15-seitiges Blutbild...

    Chlamydien per Blutuntersuchung abklären; Abstrich ist unzuverlässig. Schilddrüse, Chlamydien, Blutgerinnung wird bei Dr. Reichel alles mitgemacht.

    An deiner Stelle würde ich noch 1 Icsi versuchen; aber vorher die o.g. Variablen abklären.

    Viele Grüße
    Romy

  • Anne37
    2-Zeller
    Beiträge
    25
    • 25. Januar 2006 um 20:35
    • #9

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Hallo Uschi,

    wir sind bei Pronatal / Prag in Behandlung und wollen demnächst mit einer
    zweiten Embryospende starten. Da die Spermien von meinem Mann auch nicht die schnellsten bzw. besten sind, haben wir uns also direkt für eine
    Embryospende entschieden.

    @ Romy,
    ich habe auch noch ein paar Fragen zu deinen Anregungen. Ich bin bei mittlerweile 7.Versuchen, 2 mal schwanger geworden, allerdings nie über
    die 8.Woche hinaus gekommen. Hat eine Fehlfunktion der Schilddrüse bzw.
    bei der Blutgerinnung nur Einfluß auf das Nicht Einnisten oder auch auf die Weiterentwicklung des Embryos?

    Liebe Grüße Anne

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 26. Januar 2006 um 10:42
    • #10

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Hallo Anne,

    lt. meinem Kenntnisstand (bin nicht die große Expertin) beides JA. Aber es gibt natürlich auch andere Ursachen für mehrfache Aborte. Cytochemia hat da ganz gute Informationen auf der website.

    Wie gesagt, ich kann Dr. Reichel nur empfehlen.

    Viele Grüße
    Romy

  • Uschi
    Gast
    • 26. Januar 2006 um 18:25
    • #11

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Hallo Romy,

    danke für deine Empfehlungen. Konnte denn die Therapie bei Fr.Dr.Reichel bei dir etwas Positives bewirken? Dann würde mich noch interessieren, wo ihr denn in Behandlung seid oder ward.
    (oder ist eure Behandlungsgeschichte in irgendeinem Ordner ?- bislang habe ich noch nichts gefunden)

    @ Anne,
    dann drücke ich dir die Daumen für den nächsten Versuch und vielleicht helfen dir ja auch Romys Empfehlungen weiter! Informiere mich doch bitte kurz, wenn du etwas abklären konntest.

    Danke euch beiden

    Liebe Grüße

    Uschi

  • coogy
    Gast
    • 26. Januar 2006 um 22:25
    • #12

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Hallo Uschi,
    du hast unser ganzes Mitgefühl. Denn - so gut du dich menschlich in deiner Klinik aufgehoben fühlst - die nächste ICSI sollte keinesfalls in Deutschland durchgeführt werden. Das deutsche Embrysonenschutzgesetz, das eine Auslese der Zygoten im Blastozystenstadium verbietet, reduziert eure Chancen um den Faktor drei bis vier.

    Auch bei uns ist der Ablauf so, dass wir zuerst in Deutschland 3 Inseminationen und 3 IVFs durchführten, bevor unser Arzt nach intensivem Befrage einräumte, dass z.B. in Östrreich die Chancen einer IVF-/ICSI-Behandlung wesentlich höher sind.

    Konkret: Wenn du durch ICSI vier, fünf oder mehr befruchtete Eizellen hast, darf der Arzt in Deutschland nicht abwarten, ob die Zellteilung bis in Blastozystenstadium hinein (fünfter Tag nach Befruchtung) klappt. Er muss vorher die zwei oder drei Eizellen auswählen, die er transferieren will. (Die anderen kann er kryokonservieren, was aber deren Einnistungschancen nach Auftauen um mindestens 50% reduziert.) Das bedeutet, dass wenn dein Arzt zwei Eizellen aus sechs auswählt, die Chance die "gute" Eizelle dabei zu haben, kleiner als 33% ist.
    In Ländern wie Österreich, Polen, Belgien, Grossbritannien kann abgewartet werden, ob eine Eizelle sich ins Blastozystenstadium fortentwickelt. Wenn also von sechs befruchteten Eizellen drei das Blastyzystenstadium erreichen und drei sich nicht weiterentwickeln, dann hat nicht der Arzt sondern die Natur die Auswahl vorgenommen. Ganz so wie dies bei einer in vivo Fertilisation auch ist.
    Dies bedeutet also keinesfals weiteres Geld für eine IVF-/ICSI-Behandlung in Deutschland auszugeben. Die Erfolgschancen im Ausland sind wesentlich höher. Alle Reproduktionsmediziner in Deutschland wissen dies, und alle schweigen weil sie weiterverdienen wollen.
    Unverantwortlich wird das Handeln der Ärzte in Deutschland dann, wenn die Frau über 40 ist und die Zeit knapp wird.

    Zum nächsten Punkt. Frage deine Klinik doch einmal mit welch einer mikroskopischen Vergrösserung sie die Samenzellen auswählen!? Zumeist geschieht dies mit einer 400fachen Vergrösserung. Diese Vergrösserung reicht aber nicht aus um schadhafte Samenfädchen bei der Auswahl für die ICSI wirklich auszuschliessen. Wir selbst waren vergangenes Wochenende auf einem Symposium, dass nur für Repromediziner war. (Unser Arzt war der Ausrichter und hat uns als einzige Patienten zugelassen.) Dort wurde eindruckvoll vorgeführt, dass erst eine 6000fache Vergrösserung eine sichere Samenzellenauswahl ermöglicht. Ein solches Mikroskop, hier von Leitz, kostet allerdings 50.000 Euro. Kaum eine Klinik hat ein solches Gerät, das aber gerade bei schlechtem Spermienbefun enorm wichtig für den Erfolg ist. (Ich selbst konnte durch das Mikroskop schauen und den Unterschied sehen.)

    Bitte schaue dir doch mal die Seiten von Prof. Dr. Zech (http://www.ivf.at) an. Prof. Zech hat über 20 Jahre Erfahrung als Reproduktionsmediziner. Die Internetseiten sind sehr sachlich, aber informativ.
    Prof. Zech hat in Österreich zwei Kliniken (Bregenz und Salzburg), in Tschechien eine (Pilsen), weitere in Italien und in der Schweiz. Er plant ein Informationsbüro in Berlin zu eröffnen.
    Eine ICSI ist bei ihm nicht billig zu haben, die Erfolgschancen sind jedoch ungleich höher. Im Schnitt liegt die "baby-take-home-rate" in Deutschland bei ca. 25%, bei ihm sind es über 75%. (Die Rate sinkt mit zunehmenden Alter jenseits der 35 rapide.) Der Preis den er verlangt ist daher relativ zu sehen. Er hat in Bregenz und Salzburg eine perfekte technische Ausstattung und sehr erfahrenes Personal.

    Noch eines zu den zusätzlichen Befundungen, die in Deutschland durchgeführt werden. Sinnvoll sind natürlich die grundlegenden Abklärungen, insbesondere der Prolaktin Wert (Schilddrüse). Auch ist eine Chromosomenanalyse im fortgeschrittenen Alter sinnvoll, wenngleich die Anomalierate bei IVF-Patienten bei knapp einem Prozent liegt. Unsinnig sind aber alle immunologischen Befundungen. Leider weiss die Wissenschaft immer noch viel zu wenig von den komplexen Vorgängen, z.B. bei der Einnistung. Hier sei nur erwähnt, dass die Einnistung selbst meist nicht das Problem ist, sondern die Eizelle ("zu alt" - nichts genaueres weiss man nicht) oder die Samenzelle (zumeist fehlerhaft, deformiert, doppelköpfig, fehlender Mittelteil, etc).
    Wenn dich der Einnistungsvorgang interessiert schau dir mal die folgende Präsentation an: http://www.degesima.net/p43703396

    Leider nimmt das Wissen der Menscheit um die atemberaubenden Abläufe nur extrem langsam zu. Das liegt an dem mangelnden Interesse der Pharmabranche. Der Markt ist unverändert nicht sehr lukrativ. So hat sich die Medikamentierung im Rahmen einer IVF Behandlung seit fast 10 Jahren nicht geändert. Cholesterinsenker und andere Medikamente bedienen einen wensentlich lukrativeren Markt.

    Gerne sage ich auch zu uns ein Wort mehr: Wir sind beide 45 und seit fünf Jahren in der Maschinerie drin. Einmal hat es auch geklappt (bei Prof. Zech in Bregenz), aber leider nur bis zur 9. Woche.

    Wenn du Fragen hast, werde ich gerne soweit antworten, soweit ich dies kann.

    Alles Gute

    Coogy

  • Uschi
    Gast
    • 31. Januar 2006 um 18:45
    • #13

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Hallo Coogy,

    zunächst einmal vielen Dank für deine ausführliche Antwort mit sehr vielen Hinweisen und Fakten, die uns sehr zum Nachdenken angeregt haben. Wir versuchen jetzt eventuell den nächsten Icsi-Versuch in Belgien, da wir nur ca. 30 Km von B entfernt leben und dort eben die Möglichkeit besteht eine ICSI mit Blastozystenkultur durchzuführen. Ich habe jetzt mehrere belgische Kliniken angemailt, aber leider noch keine Rückmeldung über die Kosten und Termine erhalten.

    Deshalb an dieser Stelle an alle Forumsmitglieder die Bitte um eine Rückmeldung, wenn ihr in Belgien positive Erfahrungen sammeln konntet.

    Coogy, euch beiden auch alles Gute für die weiteren Schritte. Vielleicht hast du noch Lust mir mitzuteilen, wie hoch die Kosten z.Zt. bei prof.Zech für eine ICSI oder EZS liegen und wie lange die Wartezeiten sind.

    Vielen Dank und alles Gute

    Uschi

  • Nisi
    4-Zeller
    Beiträge
    44
    • 3. Februar 2006 um 13:46
    • #14

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Hallo Uschi,

    ich kann Dich und Deine Bedenken sehr gut verstehen. Wir haben auch schon einige Behandlungen hinter uns gebracht. Erst haben wir 4 ICSIs und 1 Kryo in D gemacht. Außer ein schlechtes SG meines Mannes und meine verschlossenen EL ist nichts festgestellt worden.

    Die 5. ICSI haben wir dann in Bregenz bei Dr. Zech gemacht. Eine ICSI kostet dort übrigens (Stand 2005) €3850,- ohne Medikamente. Wie teuer eine EZ-Spende bei ihm in Pilsen kostet, weiß ich nicht mehr.

    Anschließend haben wir noch mal eine ICSI in D gemacht und Blastozysten kultiviert. Am Ende waren da eh nur 3 Embys übrig, die dann auch alle 3 5 Tage kultiviert wurden.

    Es lag bei keinem der 7 Versuche eine Einnistung vor. Aber zumindest haben wir eines feststellen können:

    Die Anzahl meiner EZ ist gut und die Befruchtungsrate auch. Nur entwickeln sich unsere Embys nicht so weiter wie sie sollten oder könnten. Man hat uns deshalb zu einer PKD oder PID geraten.

    Auch in Brüssel haben wir uns nach ICSI und PID erkundigt. Wir stellten schnell fest, dass unter €5000,- da fast gar nichts geht. Nach langen Überlegungen haben wir uns dann für einen ziemlich verworrenen Weg entschlossen. Von PKD haben wir Abstand genommen, weil dabei nur festgestellt wird, ob Gendefekte bei der Frau vorliegen. PID ist sehr teuer und macht auch nicht jede Klinik im Ausland. Also haben wir uns entschlossen HICSI oder EZS zu machen. Aber was denn nun, wenn man nicht genau weiß an wem es liegt? Und komplett eigene ICSI mit PID? Unter Umständen weiß man anschließend dass man selber oder der Mann einen Gendefekt hat, aber am Ende ist vielleicht nicht ein einziger Embryo für den TF übrig........ Und nach so vielen Behandlungen, da wirst Du mir vielleicht zustimmen, ist man es langsam auch mal satt.

    Schlussendlich machen wir jetzt beides bzw. alle 3 Varianten gleichzeitig. EZS und ICSI gleichzeitig, wobei meine EZ aufgeteilt werden für einerseits den Samen meines Mannes und andererseits Fremdsamen. So können wir zeitgleich (sie werden alle getrennt voneinander kultiviert) beobachten welchen befruchteten EZ sich wie entwickeln und wenn es die Qualität der Embys zulässt auch noch PID machen. Die qualitativ besten und nach PID lebensfähigen Embys lassen wir uns zurück geben.

    Am Ende wissen wir hoffentlich woran es genau liegt, haben die lebensfähigen Embys zurück bekommen und wenn das Glück endlich auf unserer Seite ist, bald eine SS. Aber zumindest haben dann alles getan, was wir konnten, keine Zeit und kein Geld „zum Fenster rausgeworfen“ und wissen hoffentlich endlich woran wir sind.

    Ich wollte damit nicht nur unsere Geschichte und unsere Erfahrungen erzählen, sondern Dich auch mal auf das Thema PID aufmerksam machen. Denn es liegt meistens wirklich nicht an der Einnistung als solche selbst, sondern eben am Sperma oder den EZ.

    Jedenfalls wünsche ich Dir ganz viel Glück!!! :gut:

    Nisi - mit der Hoffnung dass es weiter geht und positiv endet!

  • coogy
    Gast
    • 3. Februar 2006 um 14:03
    • #15

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Hallo Nisi,
    Deine Darstellung stimmen mit unseren Erfahrung voll überein. Nur warum um Himmels Willen macht ihr noch Behandlungen in Deutschland? WennDu genügend EZ hast, dann ist es doch gerade entscheidend, dass mit allen EZ abgewartet werden kann, ob sie sich zur Blastzyste entwickeln. In Deutschland darf der Arzt nur mit drei EZ abwarten.
    Ein sehr gutes Mikroskop bei der ICSI ist ja auch essentiell für euch. Solche teuren Mikrsoskope mit 6.000facher Vergösserung (statt 400fach) sind nur in wenigen Kliniken vorhanden. Bei einem schlechten Spermiogramm ist die 6000fache Vergrösserung unbedingt notwendig. Nur mit einer genauen Begutachtung und Auswahl des Spermafädchens für die ICSI ist ein Erfolg hier möglich.

    Du schreibst sehr richtig, dass es zuallermeist nicht an der Einnistung als Vorgang liegt. Auch da stimme ich voll zu. Die Erfolgschance liegt also ausschliesslich darin die richtige EZ mit dem richtigen Sperma zu befruchten. Und die einzige Kontrolle besteht im Warten bis zum Blastozystenstadium. Auch deshalb sollte keine deutsche Klinik gewählt werden: Da in D zumeist am 3 oder vierten Tag der TF gemacht wird, haben deutsche Kliniken keine ausreichende Erfahrung mit der Kultivierung einer Blastozyste.

    Euch alles Gute!

    Coogy

  • Nisi
    4-Zeller
    Beiträge
    44
    • 5. Februar 2006 um 13:05
    • #16

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Hallo Coogy,

    das alles ist uns durchaus bekannt. Mittlerweile sind wir auch leider schon ein paar Jahre dabei. Die letzte ICSI haben wir aus verschiedenen Gründen in D gemacht. Es war jedoch eine der ältesten und erfahrensten Kliniken in D. Das ganze hatte seine Gründe und am Ende waren wir durchaus zufrieden. Zudem wurde bis Tag 5 kultiviert. Davor der Versuch hatte ja in Österreich stattgefunden, wie ich schon geschrieben hatte.

    Mein Haupt-Anliegen war mit unserer Geschichte, Uschi darauf aufmerksam zu machen, auch einmal über PID nachzudenken.

    Allen noch einen schönen Sonntag!

    Nisi - mit der Hoffnung dass es weiter geht und positiv endet!

  • Uschi
    Gast
    • 5. Februar 2006 um 20:21
    • #17

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Hallo Nisi,

    zunächst einmal danke für deine ausführliche Beschreibung. Es ist wirklich spannend zu erfahren, welche Wege andere Paare gehen bzw.gegangen sind und welche Erfahrungen sie daraus ziehen. Davon können wir nur alle profitieren. Schade, dass es bei euch noch nicht geklappt hat - ihr habt ja schon viel mitgemacht !

    Bei uns ist ja auch die Einnistung das Problem - es hat ja leider nur 1 mal geklappt. Man hat uns geraten uns immunologisch durchchecken zu lassen, in Kiel oder Stuttgart. Die Meinungen über diese Therapien sind ja auch hier im Forum geteilt, wir überlegen jetzt, ob wir diesen Schritt noch dazwischen schieben sollen.

    Unsere nächste Behandlung wird auf jeden Fall im Ausland stattfinden und dann lassen wir uns über sinnvolle Behandlungsmöglichkeiten beraten (ICSI mit Blastozysten, mit oder ohne PID, oder direkt EZS).

    Alles Gute auch für euch!

    Uschi

  • Nisi
    4-Zeller
    Beiträge
    44
    • 6. Februar 2006 um 14:53
    • #18

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Hallo Uschi,

    wir hatten uns auch immunisieren lassen (in Kiel). Bei uns hat es ja leider nichts gebracht. Soweit mir bekannt ist, wird die Immu in Kiel von der KK übernommen, in Stuttgart jedoch nicht. Das ist meine Info, sie muss aber nicht stimmen. Informiert Euch einfach mal darüber und solange es für Euch nicht teuer wird, würde ich das auf jeden Fall machen lassen. Schaden kann es schließlich nicht. Ich denke aber die Untersuchungen in Stuttgart sind ausführlicher und effektiver, aber dafür halt wahrscheinlich auch aus eigener Tasche zu zahlen :-?

    Jedenfalls wünsche ich Euch auch alles erdenklich Gute und hoffe, dass Dir die Antworten ein bischen geholfen haben. Meine Devise bei dem Thema lautet: "Lieber einmal mehr fragen!" Also immerzu wenn Du noch Fragen hast! Wenn ich kann, helfe ich gerne!

    Jedenfalls toi toi toi für Euch!!! :gut: :kleeblatt:

    Nisi - mit der Hoffnung dass es weiter geht und positiv endet!

  • coogy
    Gast
    • 8. Februar 2006 um 14:32
    • #19

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Hallo Nisi, hallo Uschi,
    Immunisierung und Imununtersuchungen sind überflüssig. Ärzte im Ausland führen solche "Behandlungen" nicht durch. Deutsche Ärzte tun dies, obwohl sie wissen, dass es sinnlos ist.
    Es gibt nicht ein einziges Medikament, das die Teilung der Zygote positiv beeinflussen kann. Die ausbleibende Teilung ist aber zumeist der Grund für eine ausbleibende Schwangerschaft.

    Die Einnistung ist meist nicht das Problem. Die Einnistung lässt sich grundsätzlich schon beeinflussen. So z.B. durch 100mg Aspirin (Acetylsalicilsäure), auch durch Akkupunktur.

    Blastozystentransfer in Deutschland ist natürlich erlaubt aber kompletter Unsinn. Bestes Medium für die befruchteten Eizellen ist die Gebärmutter. Daher macht es keinen Sinn mit zwei oder drei Eizellen in Deutschland ausserhalb des Körpers abzuwarten, ob die Teilung voranschreitet. Blastozystentransfer macht nur dann Sinn, wenn die Klinik mit mehr als drei befruchteten Eizellen abwarten und dann selektionieren darf.

    Ich bin verblüfft, dass diese grundlegenden Fakten hier in Forum auch bei erfahrenen IVFlerinnen nicht beachtet werden. Viele hier könnten längst schwanger sein, wenn sie ihr Geld sinnvoller ausgeben würden.

    Alles Gute
    coogy

  • manda
    Blastozyste
    Beiträge
    790
    • 9. Februar 2006 um 09:31
    • #20

    Re: Die Neue benötigt eure Ratschläge!

    Hallo Nisi, hallo Uschi,

    fragt doch mal Romy, die kennt sich auf dem Gebiet Immu recht gut aus. Allerdings würde ich trotz allem zu Frau Dr. Reichel gehen, Kiel ist auf dem Gebiet wohl nicht so zu empfehlen. Ich habe selbst eine Bekannte, die zunächst erfolglos in Kiel war, aber dank Frau Reichel schwanger wurde.

    Coogy,
    Immunisierung und Immuuntersuchungen sind kein Quatsch. Allerdings ist man bei "normalen" Ärzten mit diesem Problem schlecht aufgehoben. Frau Dr. reichel in Stuttgart ist meiner Meinung nach die führende Expertin auf diesem Gebiet hier in D. Es gibt hier im Forum mehrere Userinnen, die Immuprobleme haben, und einige wurden in Warschau schwanger.
    Außerdem glaube ich, dass fast alle im Forum über die Praxis der Blastokultur hier in Deutschland informiert sind. Lass doch bitte jede selbst entscheiden, ob sie es in Deutschland nochmal probieren möchte - die Betroffenen haben ihre Entscheidung vorher lange abgewägt und haben ihre Gründe, wenn sie es noch einmal hier versuchen. Und ich wage Deine letzte Aussage doch tstark zu bezweifeln - oft liegt es bei uns nicht an der verlängerten Kultur mit allen Eizellen, sondern es sind andere Probleme vorhanden. Wir waren mit eigenen EZ beispielsweise auch bei Zech in Bregenz mit Blastokultur - erfolglos. Bei uns lags einfach an den EZ. Bei EZS hat es hingegen mit 8-Zellern geklappt.
    Ich nehme an, dass Du ein begeisterter Zech-Fan ohne wenn und aber bist. Bedenke aber bitte, dass auch andere Kliniken auf der ganzen Welt mindestens ebenso gute Erfolge erzielen wie er, oft auch zu einem Bruchteil seines Preises. Dabei setzen die Kliniken in der Regel nicht einmal das von Dir erwähnte Mikroskop ein. Dieses Mikroskop ist schon einige Zeit auf dem Markt, allerdings haben noch keine Studien belegt, dass der Einsatz dieses Mikroskops tatsächlich höhere Schwangerschaftsraten bringt. Ich hatte mich nämlich bereits vor über einem Jahr für das Thema interessiert und verfolge es bisweilen weiter.

    Viele Grüße,

    manda

  • Vida Fertility Institute

    mehr erfahren
    Vida Fertility Institute
  • Klinik Eugin

    mehr erfahren
    Klinik Eugin
  • CRA Barcelona

    mehr erfahren
    CRA Barcelona
  • IVI Valencia

    mehr erfahren
    IVI Valencia
  • Clinica Tambre

    mehr erfahren
    Clinica Tambre
  • Institut Marques

    mehr erfahren
    Institut Marques

Registriere Dich jetzt für unseren kostenlosen Newsletter.

Die Eingabe des Namen ist optional.
Verteilerlisten
Bitte bestätigen Sie die Datenschutzerklärung
Jetzt anmelden

Vielen Dank für Deine Anmeldung!

Du bekommst in wenigen Minuten eine E-Mail mit einem Bestätigungslink.

  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™
💛 Du bist mit deinem Kinderwunsch nicht allein.
Der Weg zum Wunschkind ist oft voller Fragen – und Entscheidungen, die gut überlegt sein wollen.

Welche Klinik ist die richtige? Was, wenn es unterschiedliche ärztliche Meinungen gibt?


Auf www.deine-kinderwunschmanager.de findest du:

✅ Persönliche Begleitung durch erfahrene Kinderwunschberater*innen

✅ Hilfe bei der Auswahl der passenden Klinik – im In- oder Ausland

✅ Vertrauensvolle ärztliche Zweitmeinungen

✅ Ein offenes Ohr für all deine Sorgen


🎯 Buche jetzt dein kostenloses Kennenlerngespräch – und finde heraus, was dir wirklich weiterhilft.

👉 Jetzt entdecken

Jetzt entdecken
Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺 in der WSC-Connect App bei Google Play
Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺 in der WSC-Connect App im App Store
Download