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Wie viele Eizellen werden in den einzelnen Kliniken bei einem Versuch genommen?

  • Ulla S.
  • 8. Januar 2006 um 13:24
  • Ulla S.
    8-Zeller
    Beiträge
    74
    • 8. Januar 2006 um 13:24
    • #1

    Hallo,

    wie viele Eizellen werden in den einzelnen Klinken normaler Weise bei einem Versuch genommen?

    Es wäre schön, wenn Frauen, die in anderen Kliniken als NOVUM waren, mir Ihre Erfahrungen mitteilen könnten.

    Bei meinem letzten Versuch bei NOVUM wollte mir Dr. L. nur 2 Eizellen zur Verfügung stellen. Erst auf dringendes Bitten hin, hat er eine weitere frei gegeben. Ich fand das nicht o.k. Schließlich haben wir normal bezahlt und mussten (ohne vorherige Absprache) für einen vorhergehenden Befruchtungsversuch, bei dem sich die Eizellen nicht befriedigend entwickelt hatten, noch 1.000 Euro nachzahlen.

    Mein Gyn in D, der sehr erfahren mit IVF ist, sagt, 2-3 Eizellen wären absolut zu wenig. Jede Eizelle hat nur eine 20 %ige Chance, daher nimmt man normalerweise 5-6 Eizellen und wartet auch bis zum Blastozystenstadium, weil man das sieht, welche sich überhaupt gut entwickeln und transferiert dann im güstigsten Fall 2-3 Stück. Ich bekam aber nie Eizellen im Blastozystenstadium, die Punktion der Spenderin lag nur ca. 4 Tage zurück.

    Und auch bei diesem Vorgehen hat man m. K. n. nur eine Chance von zwischen 30 bis max. 40 %.

    Es ist dann natürlich sehr einfach, die Schuld auf die Qualität des Spermas zu schieben und den erfolglosen Paaren Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle zu vermitteln. Ich halte das nicht für wissenschaftlich begründet und außerdem nicht für fair. Laut meinem Gyn in D. ist ein negativer Versuch in 90% der Fälle auf die Qualität der Eizelle zurückzuführen und nicht dem Sperma, der Immunologie oder sonstigem geschuldet.

    Über Antworten würde ich mich freuen.

    Viele Grüße

    Ulla S.

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  • Christina07
    4-Zeller
    Beiträge
    51
    • 8. Januar 2006 um 13:55
    • #2

    Re: Wie viele Eizellen werden in den einzelnen Kliniken bei einem Versuch genommen?

    kommt ganbz drauf an, was du machst.
    Wenn du eigene Icsi oder Ivi machst, dann wird der artzt immer wert drauf legen, das dir wenigsten 5 Folikel punktiert werden können, weil ja nicht in jedem ein reifes Ei vorhanden ist.
    Wenn du aber Eizellspende machst, dann hängt es von der Spenderin ab, was sie punktiert bekommt.
    Bei Embyspende bekommst du eh nur drei Embryonen reserviert.
    hoffe ich konnte dir helfen!

    Amanda ist am 16.0.1.2008 um 16 uhr57 geboren und war 3920g schwer und 55cm lang, dabei hatte sie einen kopfumfang von 35cm.
    <a href="http://ticker.7910.org/deu"><img src="http://ticker.7910.org/as1cCnQ0g41001…GEgaXN0IGpldHp0

  • Ines + Chris
    Blastozyste
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.339
    • 8. Januar 2006 um 14:22
    • #3

    Re: Wie viele Eizellen werden in den einzelnen Kliniken bei einem Versuch genomm

    Hallo Ulla,

    es ist traurig zu lesen, welch negativen Erfahrungen Du/Ihr machen musstet.
    Bei unseren Versuche in Kapstadt, wurden der Spenderin beim
    1. Versuch 9 Eizellen punktiert, alle befruchtet .-> Ergebnis 5 Blastos
    2. Versuch 14 Eizellen, 9 befruchtet --> Ergebnis 4 Blastos (schlechte Spermaqualität aufgrund einer Zahnentzündung)
    3. Versuch 15 Eizellen, 13 befruchtet --> 3 transferiert, 10 eingefroren

    Wir denken, dass das eine ganz gute Quote ist.
    Vorteil ist, dass Du sämtliche Eizellen einer Spenderin bekommst und nicht wie z.b. in Warschau das bekommst, was die Spenderin Dir "übrig läßt". Man sollte auch nie vergessen, dass diese Eizellen von IVF-Patientinnen stammen, die also aus irgendeinem Grund selbst eine Fertilitätsbehandlung machen müssen, was sich aber ja nicht unbedingt schlecht auf die Eizellen auswirken muss, aber kann.
    In Kapstadt wird die Spenderin extra für Dich stimuliert.

    Grüße

    Ines & Chris

  • ENIA
    Gast
    • 8. Januar 2006 um 14:43
    • #4

    Re: Wie viele Eizellen werden in den einzelnen Kliniken bei einem Versuch genommen?

    Hallo Ulla,

    ich war bei Pronatal in Behandlung. Alle EZ der Spenderinnen wurden punktiert, und uns zur Verfügung gestellt. In unserem Fall nur 4. Soweit ich weiß, werden alle EZ der Spenderinnen bei Pronatal punktiert, ob es 2....8 ..oder 10 sind.

    Es kommt dann u.a. darauf an, wie alt die Empfängerin ist, wie viel zurückgegeben werden. Lt. meiner FÄ sollten es in meinem Fall (über 40 J.)schon 3 sein, um einen Erfolg wahrscheinlich zu machen. Sie gab mir damals pro EZ, eine Wahrschleinlichkeit auf eine Schwangerschaft von 25-30% an. Es konnten bei mir 3 befruchtete EZ (1A Qualität) zurückgegeben werden, obwohl die Sperma-Qualität recht schlecht war. Bin jetzt in der 22. SSW mit einem Jungen.

    Das Sperma nach der Refertilisierung meines Mannes, war nicht besonders, ich glaube es waren nur 5-10% sehr gute Schwimmer darunter. Er hat ca. 6 Monate "brav" Vitamin E,C und Zink eingenommen. Mit dem Rauchen hatte er damals auch extra aufgehört. Wir haben außerdem uns den Stress gemacht, früher nach Prag zu reisen, um frisches Sperma verwenden lassen zu können.

    Was ich an Pronatal sehr gut finde, dass die Klinik Rücksicht auf die Wünsche der Patienten nimmt, und nicht allein der Arzt entscheidet wie es zu laufen hat. Außerdem fand ich die Transparenz klasse, wir haben keine böse finanzielle Überraschung erlebt, ich kenne auch keinen anderen Fall wo es anders war.

    Ich wünsche Dir alles Gute, Enia.

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 8. Januar 2006 um 14:48
    • #5

    Re: Wie viele Eizellen werden in den einzelnen Kliniken bei einem Versuch genommen?

    Hallo Ulla,

    erst mal die grundlegende Info:

    In den IVI-Centren werden nach meinem Wissensstand die Spenderinnen in der Höhe stimuliert, daß um die 10 Eizellen zur Punktion heranreifen. Da es ein sehr individuelles Verfahren ist, können es auch mal nur 6 werden, es gab aber auch schon Berichte von 12 gewonnenen Eizellen.


    Ja, statistisch haben von 10 befruchteten Eizellen nur eine oder zwei das Potential zur Einnistung. Da sich erst ab dem 8-Zeller das eigene Teilungsgen des Embryos einzuschalten beginnt - die Teilungen vorher sind noch "Leihteilungen" der Eizelle - kann man wirklich erst ab diesem Zeitpunkt beurteilen, ob es sich wirklich um einen vitalen Embryo handelt.
    Es gibt tatsächlich optisch wunderschöne Achtzeller, denen aber dann doch der "Lebensfunke" fehlt, und die dann auch nie über dieses Stadium hinauskommen.
    Durch die Weiterkultivierung zum Morula- oder Blastostadium kann man diese "Blindgänger" von vornherein ausschließen.
    Der Aussage, das manch 4- oder 8-Zeller es in der Gebärmutter dagegen ganz bestimmt geschafft hätte, stehe ich mit Vorsicht gegenüber.
    Ich denke, ein Embryo, der nicht mal unter den optimalsten Voraussetzungen mit Wärme und Nährstofflösung 5 Tage in der Petrischale überlebt , hätte auch im sozusagen natürlichen Milieu - das ja auch nicht immer perfekt sein muß - keine Chance.
    Dieses Ausleseverfahren erscheint einem schon irgendwie hart, aber das Vorbild Mutter Natur hat es ja selber beim Menschen so eingerichtet. In der Tierwelt hat der ein-oder zweimalige Befruchtungszyklus im Jahr eine praktisch 100%ige Schwangerschaftsrate zur Folge, dafür darf es der Mensch 12 mal im Jahr versuchen...........

    Die Qualität der Spermas scheint tatsächlich eine sehr untergeordnete Rolle zu spielen, vor allem seit man mit ICSI nachhelfen kann.
    Mein Bester Ehemann hat das OAT-Syndrom II.-III. Grades, und wir wurden bei der Eizellspende beim ersten Versuch schwanger. Vorher bei Behandlungen mit unseren eigenen Eizellen, 12 mal, nicht eine Einnistung.

    Noch zu deiner Information: Unsere Spenderin hatte 8 Eizellen, 6 ließen sich gut befruchten, 2 blieben als 8-Zeller stehen, zwei schafften es bis zur Morula, bevor die Qualität schlechter zu werden begann, und zwei 1A-Blastos wurden mir am Tag 6 nach Punktion zurückgegeben.

    Ich will damit allerdings auf keinen Fall sagen, daß man mit einem Vier- oder Achtzeller nicht oder nur schwer schwanger werden kann. Sehr viele werdende oder bereits gewordene Mütter hier im Forum würden mir bei einer solchen Aussage wahrscheinlich Prügel androhen ;-).... Nein, Scherz, es bedeutet halt, daß dieser oder diese Vierzeller ( es gibt ja auch viele so entstandene Zwillingspärchen ) eben genau diese potenten vitalen Embryos mit dem Gen zur Einnistung waren. Da denke ich gehört halt auch ein bißchen Glück und Gottvertrauen dazu :-).
    Aber nach wiederholten Mißerfolgen z.B. wäre es m.E. sicher sinnvoll, mal bis zum Tag 5 zu kultivieren, um zu sehen, was dann tatsächlich übrigbleibt.

    Am vierten Tag nach Punktion kann man bei einer guten Entwicklung durchaus schon eine beginnende Blastozyste, wenigstens aber eine Morula erwarten.

    Ich denke mal, zwischen Arzt/Klinik und Patienten muß bei einem so sensiblen Thema absolutes Vertrauen herrschen, man muß sich sicher sein, daß nicht um des schnöden Mammons wegen Fakten schöngeredet werden, und daß die Klinik hauptsächlich das eine Ziel verfolgt: Dich möglichst schnell schwanger zu kriegen .


    Ganz liebe Grüße

    von Josi

  • Ulla S.
    8-Zeller
    Beiträge
    74
    • 9. Januar 2006 um 17:01
    • #6

    Re: Wie viele Eizellen werden in den einzelnen Kliniken bei einem Versuch genommen?

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin euch unendlich dankbar für diese blitzschnellen, wertvollen Informationen. Vor diesem Hintergrund scheint es verständlich, dass unser "Versagen" rein statistisch gesehen im Bereich des Normalen liegt. (Was nicht bedeutet, dass man auch Glück haben kann - ich wünschte, es wäre so!).

    Das macht mir dann doch wieder etwas Mut nach der reinen Verzweiflung. Novum scheint somit relativ wenige Eizellen bei einem Versuch zur Verfügung zu stellen. Um so erstaunlicher ist es, dass mir gegenüber betont wurde, dass wieder mal alle schwanger geworden sind, nur ich nicht.

    Falls andere Frauen noch Infos aus ihrem Erfahrungsschatz beisteuern können, so wäre ich sehr dankbar.

    Viele herzliche Grüße

    Ulla S.

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  • Winni
    4-Zeller
    Beiträge
    45
    • 14. Januar 2006 um 15:25
    • #7

    Re: Wie viele Eizellen werden in den einzelnen Kliniken bei einem Versuch genommen?

    Hallo,
    ich kann die Aussagen von Josi nur bestätigen. Bei meinem ersten negativen EZS-Versuch hatte ich am 3. Tag Transfer von einem 6 und einem 8-Zeller. Wobei sich der Arzt über den Entwicklungsstand noch nicht ´mal genau sicher war.
    Bei meinem 2. Versuch hatte die Spenderin 9 EZ, davon wurden 7 befruchtet. Auf meinen Wunsch hin wurden diese bis zum Blastostadium konserviert. Fast täglich wurde ich über den Zustand der Embys informiert. Am Tag 6 waren dann zwei Blastos und eine Morula übrig. Von den beiden Blastos hat es eine geschafft. Das "Ergebnis" liegt gerade neben mir und schläft nach Stunden endlich einmal.
    Am Tag 3 waren übrigens noch 6 intakte Embryonen vorhanden. Nicht auszudenken, wenn mir davon die beiden "falschen" zurückgegeben worden wären. Dann würde mein süßer Kleiner jetzt auf Eis anstatt in seinem Kinderwagen liegen. Schon irgendwie makaber.
    Ich würde daher immer wieder einen Blastozystentransfer vorziehen, egal was andere dazu sagen.
    Das Risiko ist natürlich vorhanden, dass kein einziger Embryo übrig bleibt.

    Viele Grüsse
    Winni

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 14. Januar 2006 um 16:37
    • #8

    Re: Wie viele Eizellen werden in den einzelnen Kliniken bei einem Versuch genommen?

    Hallo Winni,

    laß dich erst mal herzlich beglückwünschen zu eurem süßen Söhnchen :)
    Ich habs mehr zufällig heute gelesen, in den "Klapperstörchen" hattest du es nicht publik gemacht.
    Das mit dem Nachthemd am hellen Vormittag ;) kenn ich nur zu gut, das dauerte bei uns drei Monate, bis wir uns aufeinander eingespielt hatten und wenigstens ein bißchen Tag- und Nachtrhythmus drin war. Wie läuft es denn sonst bei euch, stillst du , und ist Papa mit im "Dienst"?
    Ich würd mich freuen, wenn du, falls du die Zeit dafür aufbringen kannst, den Glückliche-Eltern-Ordner mit euren Erlebnissen und Erfahrungen bereichern würdest ;)

    Ja, das war auch mein Hauptargument für die verlängerte Kultur, man weiß ja nicht, was da eingefroren wird, wäre es der Hauptgewinn gewesen, oder nimmt man Zeit, Mühen und Kosten für Kryoversuche auf sich, die gar nicht zum Erfolg führen können. Und nachdem es mittlerweile auch möglich ist, einen komplexeren Organismus wie eine Blastozyste einzufrieren, muß man sich auch bei einer sehr reichen Ausbeute nicht vor einer Mehrlingsschwangerschaft fürchten.

    Alles Gute und eine wunderschöne Babyzeit

    von Josi

  • manda
    Blastozyste
    Beiträge
    790
    • 14. Januar 2006 um 19:24
    • #9

    Re: Wie viele Eizellen werden in den einzelnen Kliniken bei einem Versuch genommen?

    Hallo Winni,

    HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

  • Laura36
    Eizelle
    Beiträge
    8
    • 14. Januar 2006 um 20:09
    • #10

    Re: Wie viele Eizellen werden in den einzelnen Kliniken bei einem Versuch genommen?

    Liebe Ulla,

    es sollten möglichst 6-8 EZ da sein. Bei mir entwickelten sich die ersten 2 Embryonen nicht weiter, daher wurde No 3+4 verwendet. Da nur noch 24 Stunden Zeit waren, bis ich nach Prag kam, waren die beiden erst zu 2-Zellern gereift.
    Ergebnis: positiv.
    Dagegen hatte ich schon Blastotransfer - negativ.
    Wenn die EZ gut sind, können also auch 2-Zeller positiv wirken, nicht nur Blastos, keine Sorge.

    Laura

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