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Sissi`s Beitrag

  • Ines + Chris
  • 6. Oktober 2005 um 16:16
  • Ines + Chris
    Blastozyste
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    1.339
    • 6. Oktober 2005 um 16:16
    • #1

    Ich bin 35 Jahre und habe nach einer Eierstockschwangerschaft vor ca. 2 Jahren nur noch einen Eierstock, der bei IVF nicht wirklich viele Eizellen hergibt.

    Daher jetzt der nächste Schritt Eizellspende.


    Grundsätzlich haben wir uns schon für diesen Weg entschieden, aber mir kam blöderweise letzte Woche ein Bericht in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Brigitte" in die Hände, der mich doch sehr erschrocken hat !

    Er hieß "die verkaufte Hoffnung" ! Es ging darum, dass wohl mit Eizellen ein regelrechter Handel betrieben wird. In Rumänien und Polen werden junge Frauen quasi fast dazu gezwungen Eizellen zu spenden und wissen eigentlich gar nicht recht was mit Ihnen passiert.

    Es wurde auch die Klinik Novum und Dr. Lewandowski, von denen ich hier im Forum schon viel positives gelesen habe, erwähnt.

    Ich denke das dieser Bericht irgendwie schon überzogen ist, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, das sich diese Reporterin so eine Geschichte aus den Fingern saugt.

    Hat vielleicht jemand den Bericht gelesen ? Er steht auch im Internet unter Brigitte de.


    Ich habe jetzt auf jeden Fall angst, das ich auf Kosten einer anderen Frau zu Eizellen komme.

    Wie kann man denn wissen, ob die Eizellen von Frauen kommen, die freiwillig spenden, bzw. übrige Eizellen hergeben ? ? Kann man den Ärzten vertrauen, das sie uns die Wahrheit sagen ?

  • frowlein
    Blastozyste
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    714
    • 6. Oktober 2005 um 16:58
    • #2

    link zum Brigitte- Artikel

    Hier ist der link zu besagtem Artikel:


    http://www.brigitte.de/frau/familie/v…nung/index.html


    frowlein :)


    Meine persönliche Einschätzung zu dem Artikel:

    Ich denke nicht, dass überzogen berichtet wird, vielmehr zeigt es nur einen sehr ernst zu nehmenden Aspekt (natürlich auch aus Sicht der EZS-Kritiker) unserer (also auch meiner!) Form der Kinderwunschrealisation.


    Komplikationen bei und nach der Stimulation? Klar. Lest doch mal die zahlreichen postings in den IVF- Foren oder - meist noch eindrücklicher - erinnert Euch an Eure eigenen Qualen und körperlichen Veränderungen und Beeinträchtigungen nach vielen, leider erfolglosen IUI-, IVF- und weiss-der-Teufel-was-noch- Behandlungen.


    Ich will mich nicht noch ein weiteres Mal zu Auswahl, Honorierung, Aufklärung etc. von Spenderinnen und deren Rechtssituation (und auch der der Empfänger!) in einigen Ländern (Südafrika ausdrücklich eingeschlossen!) äußern, vielmehr möchte ich alle noch Unentschlossenen auf die Textstellen in der Reportage aufmerksam machen, die darauf hinweisen, dass es wohl durchaus anders geht....

    anderswo... und dass Behandlung durch Eizellspende somit nicht per se abzulehnen ist.


    Fazit: Kinderwunschrealisation durch Eizellspende und kritisches Hinterfragen (auch gerade in ethischer Hinsicht) des gesamten Behandlungsspektrums schließen sich keineswegs aus.


    Vielleicht wird´s nach dem Recherchieren, Hinterfragen und Nachdenken dann doch etwas teurer ;) ..., aber wem schon die Spenderin egal ist ("schließlich zahle ich ja dafür" - nicht ganz wortgetreu wiedergegebenes Zitat aus diesem Forum), der denke vielleicht mal an die so entstehenden (entstandenen?) Kinder.... und die hier oft ins Feld geführten Ansprüche bezüglich Alter, Gesundheit und Bildungshintergrund der Spenderinnen...


    Übrigens: Das mit dem Teurerwerden mag sich ja dann auch gern auf die kritisierten Länder auswirken, wenn´s denn dann rundum besser würde - für alle Beteiligten!

    An der handwerklichen Qualifikation der dortigen Ärzte liegt´s ja offensichtlich nicht, sonst gäb´s ja nicht so viele schöne Erfolgsmeldungen.


    Nicht unterschätzen: Die Nachfrage bestimmt das Angebot - und somit auch dessen Qualität!


    frowlein


    -----------------------------------------


    PARENTHOOD COMES FROM THE HEART, NOT FROM THE GENES!

    Bj.62, POF dx 1999,
    EZS IVI
    Ostern 2000: neg.
    Okt. 2000 --> Zwillinge 06/01 (Ende 36.SSW, 1x spontan, 1x Notsectio)

  • Rom.y
    8-Zeller
    Beiträge
    113
    • 8. Oktober 2005 um 11:55
    • #3

    Sissi`s Beitrag

    Ich finde den Artikel reißerisch und unsachlich - Bildzeitungs-Niveau. Ein allgemeiner Bericht über Eizellspende, der sich darauf beschränkt, in Europas Dritte-Welt-Land Rumänien die größtmöglichen Missstände auszugraben... Das macht sich natürlich hübsch für einen Artikel... Bei ziemlich jedem gesellschaftlichen Phänomen dürfte es möglich sein, Missbrauch, Verantwortungslosigkeit etc. zu finden, vor allem, wenn man in den Schmuddelecken Europas oder der Welt sucht. Blutspenden z.B. Soll man das dann alles verbieten?


    Ich habe die Stimulation selber 7x mitgemacht und fand sie etwas lästig, aber in keiner Weise schlimm oder gar unzumutbar. Ich hätte mir - unter anderen Umständen, natürlich - auch vorstellen können, selbst zu spenden. Überstimulation kann durch die Routine-Untersuchungen normalerweise ausgeschlossen werden. Die Fallbeispiele sind extreme Ausnahmen, die aber als Normalfall dargestellt werden.


    Kein Wort auch über die Not vor allem der Frauen, die EZS in Anspruch nehmen (müssen - freiwillig macht es keine). Wir haben alle hier unsere Geschichte. Wir "Brandstetters" werden als reine Konsumenten dargestellt, die eine Eizelle "buchen" wie eine Pauschalreise, und dabei nolens volens über Leichen gehen.


    Deutschland hat ohnehin die restriktivsten Gesetze; was IVF angeht, ist das z.T. regelrecht absurd. (z.B. dass nur 3 Embryonen sich überhaupt entwickeln dürfen, so dass man nicht die besten aussuchen kann, oder dass man den Embryo nicht untersuchen darf, aber das daraus entstehende behinderte Kind abtreiben). Den Umgang mit Reproduktionsmedizin empfinde ich in Deutschland als regelrecht hysterisch. Kein Artikel darüber - auch dieser nicht - ohne die weichgezeichneten Übergänge zum Klonen, zum Designerbaby und zu anderen Absurditäten.


    Dass Eizellspende die Möglichkeit der Ausbeutung des weiblichen Körpers bietet, ist richtig. Das man darauf aufpassen muss, ist ebenso richtig; sicher solte das für uns alle ein Kriterium bei der Wahl unserer Klinik sein. Es dürfte aber in den meisten Fällen mit rechten Dingen zugehen. In Spanien, Belgien, Italien und in Polen wäre es den Autorinnen sicher schwer gefallen, eine solchermaßen misshandelte Spenderin aufzutreiben.


    Gruß Rom.y

  • Sissi
    Gast
    • 10. Oktober 2005 um 11:35
    • #4

    Sissi`s Beitrag

    Übrigens Danke frowlein,


    Du hast mir mit Deinem Bericht doch schon ein bissl weitergeholfen, und meine Meinung doch auch noch ein wenig gestärkt.


    Danke

    Sissi

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