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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Bin neu-Brauche dringend Eure Hilfe

  • zahl
  • 30. September 2005 um 18:09
  • zahl
    Eizelle
    Beiträge
    9
    • 30. September 2005 um 18:09
    • #1

    Hallo ich grüße ALLE,


    ich habe seit ca. 2 Jahren Unterleibsprobleme. Meine Eierstöcke funktionieren nicht mehr so, wie Sie sollen. Die Ärzte haben gesagt, dass ich in der Perimenopause bin.

    Ich habe meine erste Stimulation hinter mir, die heute auch noch abgebrochen wurde, weil die Hormonwerte sehr schlecht waren. Ich habe im Dez. eine Vorstellung in Prag wg. Eizellspende. Ich bin mir unsicher, kann mich noch nicht an den Gedanken gewöhnen, ein genet. fremdes Kind auszutragen. Ich weiß nicht, ob ich weitere Versuche überhaupt noch starten sollte. Nur, die Zeit läuft mir davon. Ich werden im Dez. 38.

    Ich habe eine Tochter von 4. Jahren und wünsche mir noch ein Geschwisterchen für Sie, weil ich nicht will, dass Sie alleine aufwächst.


    Aber manchmal denke ich, dass ich zu egoistisch bin und ich mich mit einem Kind zufrieden geben soll.


    Würde mich über Eure Erfahrungen freuen.

    Gruß

    Engel :(

  • Purzel
    4-Zeller
    Beiträge
    72
    • 30. September 2005 um 20:29
    • #2

    Bin neu-Brauche dringend Eure Hilfe

    Hallo Engel,


    auch ich habe einen 4-jährigen Sohn und wünsche mir innigst ein Geschwisterchen für ihn. Anfangs dachte ich auch, dieser Wunsch wäre allein meiniger und deshalb sehr egoistisch....... Ich habe oft daran gedacht ihn zu verwerfen und mich zufriedenzugeben. ABER: Die Anregung nicht aufzugeben kam........ von meinem Sohn! Im KiGa werden ganz oft die Kinder von den Eltern mit jüngeren Geschwistern abgeholt und die Frage: Warum hat Jonathan, Julia........ etc.. eine jüngere Schwester/Bruder und ich nicht? Kann ich das nicht auch haben? zerreißt mich innerlich zusätzlich zu meinem eigenen Wunsch. Er sieht mich an mit großen Augen und erzählt mir, was andere Kinder ihm von ihrem Geschwisterchen erzählen. Vor allem bei den älteren Jungs - da sind die natürlich der GROSSE Beschützer der Kleineren Geschwister. Mir ist schon klar, daß dieses Verhalten normal ist - KiWu hin oder her. Aber mein Sohn sieht ausschließlich Geschwister aufwachsen und wünscht sich nichts sehnlicher als eben ein Geschwisterchen.


    Für mich stellt sich mittlerweile die Frage gar nicht mehr. Wären wir gesund genug ein Kind auf normalem Weg zu empfangen gäbe es für uns keine Frage - wir würden uns für ein weiteres Kind entscheiden. Wir müssen andere Wege gehen, anstrengendere - und ich will mich nicht kasteien mit dem Dankbarkeits-Schlußsatz: Das muß reichen, ich muß dankbar sein! Bei Gott - ich bin es! Aber trotzdem möchte ich alle Chancen dieser Erde nutzen, die genutzt werden können. Erst dann bin ich bereit zu sagen: Ich habe alles getan - es hat nicht sein sollen!


    Viel Glück auf Eurem weiteren KiWu-Weg!

    Liebe Grüsse
    Purzel

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  • katia
    4-Zeller
    Beiträge
    85
    • 1. Oktober 2005 um 17:00
    • #3

    Bin neu-Brauche dringend Eure Hilfe

    Hallo !


    Wir haben eine inzwischen schon 11-jährige Tochter(damals durch HI entstanden).

    Und ich muß sagen, Ihr sprecht mir aus der Seele. :ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja:


    Die EZspende ist unser letzter Weg noch ein (spätes) Geschwisterchen für unsere Tochter zu bekommen, die sich - immer noch - nichts sehnlicher wünscht.

    Das hat also meiner Meinung nach gar nichts mit Egoismus zu tun, im Gegenteil.


    Liebe Grüße und viel Erfolg !


    Katia

    [Blockierte Grafik: http://www.wunschkinder.net/forum/ticker/tick/14/07/2006/32/2/Anton/0/0/0/255.png]

  • zahl
    Eizelle
    Beiträge
    9
    • 2. Oktober 2005 um 21:48
    • #4

    Bin neu-Brauche dringend Eure Hilfe

    Liebe Purzel, liebe Katia,

    ich habe garnicht damit gerechnet, dass jemand mein Hilferuf hört.

    Danke für Eure Antworten. Eure Beiträge sind aufbauend.

    Zum Glück vermisst meine Tochter kein Geschwisterchen. Wenn ich Sie frage, ob Sie traurig ist, dass Sie (vielleicht) kein Geschwisterchen bekommt, antwortet Sie immer:"Du kannst doch keine Kinder mehr kriegen und außerdem habe ich 99 Freunde".

    Da kommen mir meistens die Tränen, weil Sie soviel Verständnis für meine Situation hat.

    Trotzdem, ich werde mir das Gespräch betreffend der Eizellspende in Prag erstmal anhören und dann werde ich entscheiden.

    Ich habe trotzdem noch viele Fragen, auch an Euch.

    Wie geht Ihr mit dem Gefühl um, ein Kind zu haben dass keine einzige Information von Euch hat, auch wenn man das Kind austrägt und auf die Welt bringt. Wie sieht es eigentlich mit Krankheiten aus. Auch wenn die Spenderin die gleiche Blutgruppe hat wie ich, kann man trotzdem im Laufe des Lebens in eine kritische Situation geraten wo man feststellt, dass man nicht die genetische Mutter ist? Davor habe ich nämlich Angst, dass man mir irgendwann auf die Schliche, dass es nicht mein genet. Kind ist.


    Ich würde mich über Euren Meinungsaustausch freuen.

    Gruß

    Engel :gruebel:

  • Purzel
    4-Zeller
    Beiträge
    72
    • 2. Oktober 2005 um 22:23
    • #5

    Bin neu-Brauche dringend Eure Hilfe

    Hallo Engel,


    wie gesagt - wir haben lange hin und her-überlegt ob wir es wagen sollen. auch wir hatten anfangs Angst mit der neuen Situation, die sich stellte, umzugehen. Es hat - ganz klar - Zeit gebraucht - sich defintiv für diesen Weg zu entscheiden. Wenn man sich mal damit intensiv auseinandergesetzt und den Weg eingeschlagen hat ist es auch der richtige. Sonst würde ich Abstand davon nehmen. Mir und meinem Mann sind die Gene egal. Wir haben einen genetischen Sohn. Wäre er nicht von uns, sondern z. B. eine Embryospende, wäre unsere Liebe ihm gegenüber nicht geringer. Denn wir haben alles erlebt mit ihm: Die SS, die Geburt und die 4 Jahre seines Lebens. Deshalb sind wir uns ganz sicher: Die Genetik spielt nicht die große Rolle, wir wollen mit Kindern LEBEN - das ist es!


    Was das andere anbelangt, z. B. Krankheiten der Kinder durch EZP: Darüber mache ich mir auch meine Gedanken. ich habe jetzt bald mein Erstgespräch diesbezüglich und mir eine Liste mit Fragen gemacht. Da fällt diese ganz besonders darunter: Was ist wenn.......??? Diese Fragen werde ich stellen - und dann weiß ich auch mehr. Zumindest von der Praxis die wir im Auge haben und, wenn alles gutgeht, starten wollen.


    Ich möchte es auch nicht jedem auf die Nase binden in meinem Bekanntenkreis. Wenn es jedoch so sein sollte, daß es irgendwann durch irgendwas auffliegt - sind mir die Leute egal. Was mich beschäftigt ist vielmehr das gewünschte Kind. Sag ich es oder sag ich es nicht! Das Baby wird, wenn wir Glück haben und es eines gibt, zu unserer Familie gehören - nur das interessiert mich. Außenstehende sind mir eher gleichgültig. Es ist UNSER Wunsch - da haben die einfach nicht mitzureden und das geht sie auch nichts an. So sehe ich das und danach möchte ich auch handeln. Ganz allein wichtig ist mir der Mensch, der hoffentlich entsteht - ob ich nun Verständnis von außen hätte oder auch nicht.


    Würd mich auch freuen, wenn der Kontakt aufrecht bliebe zum Austausch und ich wünsche euch viel viel Glück auf Eurem KiWu-Weg.

    Liebe Grüsse
    Purzel

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  • zahl
    Eizelle
    Beiträge
    9
    • 3. Oktober 2005 um 11:00
    • #6

    Bin neu-Brauche dringend Eure Hilfe

    Hallo Purzel,

    danke für Deine schnelle Antwort. Wo habt Ihr das Erstgespräch, seit Ihr auch in Prag? Darf ich Fragen woran es bei Dir liegt? Wie alt bist Du?

    Bei mir sagt man ja das ich in der Perimenopause bin, sagt der eine Arzt, der Kollege machte mir letztes Mal etwas mehr Mut und teilte mir mit, dass sich bei vielen jungen Frauen im Körper Antikörper bilden, die das Gewebe der Eierstöcke angreifen. Diese Krankheit nennt sich unter anderem "Intermittant ovarian failure" = Ausfall nicht auf Dauer.

    Das Problem ist aber, dass diese ganze Angelegenheit nicht nachweisbar ist und das wurmt mich.

    Denn letztenendes hoffe ich, dass sich meine Eierstöcke vielleicht leicht regenerieren und mit intensiver med. Hilfe es doch noch klappt. Hast Du diesbezüglich einige Tipps, welche Ärzte dies vielleicht untersuchen könnten.

    Ich bin eigentlich schon in einer guten Klinik in Bad Münder aber manchmal habe ich den Eindruck, dass die Ärzte auch zu schnell aufgeben.


    Würde mich über Deine Antwort freuen.

    Liebe Grüße Engel :gruebel:

  • zahl
    Eizelle
    Beiträge
    9
    • 9. Oktober 2005 um 21:42
    • #7

    Bin neu-Brauche dringend Eure Hilfe

    Hallo Purzel,

    ich vermisse Deinen Kontakt. Würde mich freuen, wenn Du mir wieder schreibst.


    Liebe Grüße

    Engel

  • Purzel
    4-Zeller
    Beiträge
    72
    • 16. Oktober 2005 um 22:40
    • #8

    Bin neu-Brauche dringend Eure Hilfe

    Hallo Engel,


    sorry, daß ich mich jetzt länger nicht gemeldet habe *schäm* Ich kam in letzter Zeit nicht oft an den PC.


    Mittlerweile hatte ich mein ERstgespräch in Warschau bei Dr. Lewandowsky. Ich bin 40 Jahre und woran es liegt, daß 10 ICSI-Versuche gescheitert sind - :nixweiss: :nixweiss: :confused: :tear: Irgendwann haben wir dann den Schlußstrich gezogen mit Eigen-Versuchen und uns Alternativen überlegt. Deshalb waren wir jetzt in Warschau und wenn alles gut geht starten wir bald mit der Behandlung. So wie es aussieht sind allerdings auch noch die Spermies von meinem GöGa nicht berauschend - um nicht zu sagen - möglicherweise unbrauchbar. Aber das wird man noch sehen.


    Wie steht es denn bei Dir mit evtl. Vorbereitungen? Jetzt hab ich es doch glatt vergessen :oops: :oops: :oops: Welche KiWu-Praxis habt ihr im Auge? Habt ihr schon Kontakt? Ich wünsche Euch jedenfalls alles alles Gute mit einem ca. 50 cm großen Happy-End ;D

    Liebe Grüsse
    Purzel

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  • Narzisse2
    8-Zeller
    Beiträge
    151
    • 17. Oktober 2005 um 13:27
    • #9

    Bin neu-Brauche dringend Eure Hilfe

    Hallo,


    vielleicht darf ich (36 - vorzeitige Wechseljahre) bei euch mitschreiben, weil mich das Thema "Geschwisterchen" auch sehr anspricht.


    Wir haben bereits eine Tochter (die nächste Woche ein Jahr alt wird) durch Embryospende und ich wünsche mir sehr ein Geschwisterchen für sie.


    Mein Mann ist sehr glücklich, dass wir überhaupt diese eine wunderbare Tochter haben und von daher ist sein Wunsch nach einem weiteren Kind nicht sehr groß. Aber da es mir wichtig ist, wird er auf jeden Fall auch einige Versuche für ein Geschwisterchen mitmachen. Wir hatten im September einen Gesprächstermin in Prag und haben auch schon die Bestätigung, dass es dort Embryos für uns gibt. Wenn alles normal verläuft, planen wir für Ende März/Anfang April 2006 den Transfer dieser Embryos.


    Was die Liebe zu unserem Kind angeht, könnte diese sicherlich bei einem genetisch eigenen nicht grüßer sein.


    Gerade weil unsere Tochter so eine hübsche, fröhliche und gesunde Person ist, denke ich manchmal, dass ich das Glück nicht herausfordern sollte. Müsste ich nicht zufrieden sein? Andererseits stelle ich es mir - gerade für unsere Kleine - schön vor, eine Schwester oder einen Bruder zu haben, die oder der auf dem gleichen Wege zu uns gekommen ist.


    Es wäre schön, wenn wir uns weiter hier austauschen könnten.


    Liebe Grüße von


    Narzisse

    3 Kinder durch Embryospende (1 Tochter, geb. 10/04 und Zwillingspärchen, geb. 9/07)

  • zahl
    Eizelle
    Beiträge
    9
    • 18. Oktober 2005 um 18:05
    • #10

    Bin neu-Brauche dringend Eure Hilfe

    Hallo Purzel,

    ich habe mich sehr über Deine Nachricht gefreuet. Ich habe es mir fast gedacht, dass Du inzwischen im Ausland warst.

    Wie war das Gespräch in Warschau? Hat die Vorstellung dort Deine Entscheidung weiter gefestigt? Hat sich der Arzt viel Zeit genommen?

    Darf man sich dort ein Foto der Spenderin angucken, damit man sich ein Bild machen kann, z. B. wie sind die Gesichtszüge, die Form der Augen usw.?


    Wir haben Anfang Dezember in Prag unser Erstgespräch, obwohl ich immer noch Bauchweh habe bei der ganzen Geschichte. Denn ich hatte bis jetzt keine einzige ICSI, nur eine Stimulation, die dann auch abgebrochen wurde, weil die Hormonwete einen vorzeitigen Eisprung angezeigt haben.


    Es kann nicht sein, dass ich zur Eizellspende gehe, wenn bei mir noch nicht alles unternommen wurde. Ich habe nächste Woche erstmal ein Telefontermin mit meinem KIWU-Arzt und dann will ich wissen, wie es weitergehen soll.


    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass bei allen Frauen, die kaum Eizellen haben oder eine schlechte Qualität haben, gleich die Empfehlung bekommen auf die Eizellspende zurückzugreifen.


    Ich versuche mit allen Mitteln mit meinen Zellen (falls ich noch welche habe) etwas zu erreichen. Falls nicht, werde ich mich dann entscheiden müssen.


    Aber die Fahrt nach Prag/Pronatal werden wir Anfang Dezember trotzdem machen.


    Ich freue mich auf Deine baldige Antwort.

    Dein Engel

  • Purzel
    4-Zeller
    Beiträge
    72
    • 21. Oktober 2005 um 15:04
    • #11

    Bin neu-Brauche dringend Eure Hilfe

    Hallo Engel, hallo Narzisse2,


    @ Narzisse2 - Natürlich kannst Du sehr gerne hier posten. :ja: :razz: und ich freue mich daß es bei Euch schon mal geklappt hat. Ich muß zugeben: Irgendwie ein mulmiges Gefühl ist es ja wenn man sich mit EZS oder Embryonenspende auseinandersetzt. Das, was du geschrieben hast, hat mir jedoch ein sehr gutes Gefühl für unsere Entscheidung gegeben. Ich kann mir gut vorstellen - wenn man die Hürden erst genommen hat und den Wahnsinns-Erfolg in seinen Armen halten darf sind die Bedenken wohl wie weggewischt. Ich wünsche Euch viel Erfolg für das GEschwisterchen und es würde mich freuen weiterhin von Dir zu hören :bindafür: :wink:


    @ Engel - Also, ich versuche mal alles zusammenzukriegen: Die Klinik in Warschau war sehr beeindruckend und mir schien alles sehr professionell. Alle möglichen Untersuchungen im Vorfeld wurden verlangt und dort wurde auch ich nochmal sehr gründlich untersucht. Der Doc. dort ging auf alle Punkte intensiv ein und unser Gespräch dauerte ca. 2 Stunden. Fotos von Spendern bekommt man dort nicht zu sehen (finde ich persönlich auch besser) Es wird dort Rücksicht auf Blutgruppe und Aussehen genommen. Wir mußten unsere Passfotos dort abgeben. Unser Problem ist, daß außer meinen EZ auch die Spermies meines GöGa wohl nicht wirklich taugen. Eigentlich wird dort Sperma eingefroren und zum Befruchten aufgetaut. Das ist bei uns nicht möglich, da alle Spermies nach Probeauftauen tot waren. Der Doc möchte es nun mit frischen versuchen von meinem Männe. Das heißt: Er muß hinfliegen und ca. eine Woche auf Abruf bleiben :nein: Das ist natürlich nicht so toll aber wenigstens ein Hoffnungsschimmer.


    In Deinem Fall gebe ich Dir recht: Ich finde auch, daß bei Euch noch nicht alles ausgeschöpft ist. Wenigstens einen ICSI-Versuch würde ich auf jeden Fall selber durchziehen. Sonst würde Dich die Frage, ob EZS der richtige Weg für Euch war, wohl immer dann und wann beschäftigen. Ich finde, hinter einer solchen Entscheidung muß man 100%ig stehen, denn ein kleines mulmiges Gefühl bleibt selbst dann noch, finde ich. Wie war es denn in diesem Punkt bei Dir? Wieso, wenn ich fragen darf, hat man Euch denn von vorneherein zu ESP oder Embryonenspende geraten? Habt ihr Euch in mehreren KiWu-Praxen informiert? In jedem Fall auch Dir: Viel Erfolg auf jedem Weg, für den ihr Euch entscheiden werdet!

    Liebe Grüsse
    Purzel

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  • zahl
    Eizelle
    Beiträge
    9
    • 25. Oktober 2005 um 17:48
    • #12

    Bin neu-Brauche dringend Eure Hilfe

    Hallo Purzel,


    ich muss mich bei Dir ausheulen. Komme gerade aus der KIWU-Praxis, mein Doc hat mich mal wieder runtergezogen obwohl ich so gut drauf bin.

    Ich habe nämlich nach ca. 8 Monat. wieder meine Regel bekommen, am Samstag. Erst dachte ich, dass wären die Mittelchen gewesebm, die ich einehme. (Mönchspfeffer, Alchemilla u. etwas hokuspokus auch Body Talk genannt von einer Heilpraktikerin). Und von der Psyche her fühle ich mich auch super, bin gut drauf, als wenn ich ganz gesund wäre.


    Der Doc hat beim Ulraschall festgestellt, dass ich eine Zyste habe und wir deswegen nicht nochmal neu starten können, mit einer Stimulation.

    Nach vielen Fragen, die ich Ihm gestellt habe - wieso ich Blute, wieso ich mich gut fühle usw. meint er nur, es kommt alles von der Zyste und wenn die Blutergebnisse vorliegen, werden die FSH-Werte bestimmt auch gut sein, wg. der Zyste. Ich fühle mich gut, weil die Zyste die erforderlichen Homone produziert.


    Aber bei alledem würde er mir sogar abraten mit der 2. Stimulation zu starten, weil das alles in keinem Preis-Leistungsverhältnis mehr steht.

    Denn, wenn auch nur eine Eizelle gewonnen wird und es doch zur Schwangerschaft käme, ist nicht sicher ob das Kind gesund ist.


    Er nimmt mir die komplette Hoffnung. Entweder bin ich etwas naiv und möchte dies nicht wahrhaben oder er hat in allem recht.


    Ich nur nur Angst, dass ich irgendwann doch noch gute FSH-Werte habe - auch ohne diese blöde Zyste - und ich die Möglichkeit nicht nutze etwas zu tun. Ich stehe kurz davor die Behandlungen bei der Schulmedizin aufzugeben und mich nur im Bereich des Naturheilverfahrens unterstützen zu lassen. Denn ich habe gehört, dass es dort auch mal Wunder geschehen.


    So, liebe Purzel, ich wollte Dir nur von diesem beschissenen Tag erzählen. Mir geht es trotzdem noch gut, bin nur etwas traurig.

    Ich schaue mir meine Tochter an, und sage mir, eigentlich geht es Dir so gut. Sie ist aus dem Gröbsten raus und ich kann das Leben richtig genießen. Aber trotzdem fehlt mir was. Ich weiß nicht wieso.


    Liebe Grüße und bis bald

    Engel

  • Purzel
    4-Zeller
    Beiträge
    72
    • 25. Oktober 2005 um 20:52
    • #13

    Bin neu-Brauche dringend Eure Hilfe

    Liebe Engel,


    komisch, komisch, komisch *grübel, grübel, grübel* Ich hatte ja auch schon genügend Zysten in meinem Leben......... aber ich hatte NIEMALS durch sie eine Mens-Blutung, eher eine widerliche Schmierblutung :roll: :o Im GEgenteil: Ich bemerkte diese Dinge nur, eben WEIL ich keine richtigen Blutungen bekam. Deshalb finde ich das schon sehr merkwürdig :roll: Was es mit dem FSH auf sich hat bei Zysten :nixweiss: Das wurde bei mir noch nie überprüft. Außerdem - Wie kann man aufgrund des FSH gleich auf die Gesundheit eines Kindes bei Geburt schließen :roll: :o ?? Hab ich auch noch nie gehört. Ich weiß nicht, wie dein KiWu-Arzt zu dem Resultat kommt OHNE jemals einen wirklichen Versuch durchgezogen zu haben *ratlosbin*


    Ich kann nur sagen, wie ich an Deiner Stelle reagieren würde: Mir wäre diese Aussage nicht genug. Hier geht es um sehr viel - nämlich ein gewünschtes Kind. Dafür würde ich jegliche Wege gehen. Und der erste wäre, daß ich gerne eine zweite Meinung hätte von einem renommierten KiWu-Arzt, bzw. einer -Praxis. Laß Dich keinesfalls entmutigen. Mein Rat: Hol Dir eine zweite Meinung ein. Hör Dir an, wie andere Ärzte Deine Situation beurteilen. Danach ist genug Zeit um Dich bzw. Euch zu entscheiden.


    Ich kann mir gut vorstellen, daß Dich das Erlebnis beim Arzt runtergezogen hat, aber (und hier gehe ich von mir aus) laß das nicht einfach so kampflos stehen. Mal eine Frage: Nimmst Du die Pille? Hat er sie Dir verschrieben für mehrere Monate? Denn selbst mit so einer Maßnahme kann man es wenigstens versuchen, einen Erfolg bei der Produktion von EZ zu erreichen. Zumindest weiß ich das von einigen Frauen, die in der gleichen Situation sind wie Du.


    Ich wünsch Dir viel Kraft und Power :bussi:

    Liebe Grüsse
    Purzel

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  • zahl
    Eizelle
    Beiträge
    9
    • 25. Oktober 2005 um 21:31
    • #14

    Bin neu-Brauche dringend Eure Hilfe

    Liebe Purzel,


    erstmal vielen Dank für Deine so schnelle Antwort. Der Arzt hat mir für einen Monat die Pille verschrieben damit die Zyste weggeht. Ich bin eigentlich der Meinung, dass ich inzwischen bei einer guten KIWU-Klinik bin, vorher war ich bei einer anderen Praxis, wo ich von Monat zu Monat nur mit Tabletten vollgestopft wurde, mit der Hoffnung, dass der FSH-Wert sinkt und man hatte sich nie gewagt eine Stimulation anzufangen.


    Per Zufall habe ich dann von der Klinik in Bad Münder gehört und das die auch einen guten Ruf haben. Ich bin eigentlich mit meinen Arzt recht zufrieden, denn er hat mir gleich beim Erstgespräch gesagt, dass die Erfolgschanchen sehr gering sind, wg. der hohen FSH-Werte. Diese Werte sind ein Hinweis für "vorzeitige Wechseljahren". Als er aber Anfangs eine Zyste bei mir entdeckt hatte, hieß es, es sei ein gutes Zeichen, da die Zyste auf die Funktionsfähigkeit der Eierstöcke hinweist.


    Jetzt habe ich wieder eine Zyste, die ja durch die Stimulation entstanden ist, und plötzlich hat diese Zyste keinen Wert mehr.


    Es ist schlimm, wenn man den Göttern in weiß ausgeliefert ist.


    Ich finde es ganz schön traurig, wie schnell man hier von den Ärzten aufgegeben wird. Ich verbringe einige Abende im Internet und erfahre immer mehr, wie diese Thematik im Ausland behandelt wird z. B. in den USA. Dort werden die Frauen, die zu den "Low Responder" gehören oder

    Frauen, die hohe FSH-Werte haben, nicht so leicht aufgegeben. Und man wundert sich immer wieder über Schwangerschaften. Komisch.

    Wieso klappt das hier nicht??


    Ist alles eine traurige Angelegenheit.


    Wie sieht es bei Dir jetzt eigentlich aus. Hast Du Dich definitiv für eine EZ-Spende entschieden? Oder wolltest Du nur erstmal ein Vorgepräch führen?


    Ich wünsche Dir einen schönen Abend und freue mich auf Deine Antwort. Bis bald

    Dein Engel

  • Purzel
    4-Zeller
    Beiträge
    72
    • 25. Oktober 2005 um 23:13
    • #15

    Bin neu-Brauche dringend Eure Hilfe

    Lieber Engel,


    so, Du bist meine Abschlußrunde für heute :wink:


    Es tut mir ehrlich so leid, daß Du Dich wie in einer Sackgasse fühlst. Hast Du Dich eigentlich schon mal an den Ordner hier "Vorzeitige Wechseljahre" gewendet und Deine Situation geschildert? Vielleicht hat ja die eine oder andere die selben Erfahrungen gemacht und kann Dir in irgendeiner Art und Weise weiterhelfen? Ich verstehe zwar nicht wirklich viel davon. Aber meine Meinung hat sich nicht geändert. Ich könnte diese Aussage nicht so einfach hinnehmen. Vor allem habe ich das Gefühl bei Dir, daß Du auch ein Mensch bist, bei dem wirklich jeglicher Zweifel ausgeräumt sein muss bevor er den nächsten Schritt geht. Insofern kann ich Deine Traurigkeit und Unsicherheit sehr gut verstehen und nachvollziehen.


    Ich selbst mußte ja auch schmerzlichst umdenken. Unser Sohn ist ja unser genetisch-eigenes Kind. Damals 2000 hat es bei der ersten ICSI geklappt. Im Jahr 2002, also ein Jahr nach Geburt, haben wir wieder mit den Behandlungen begonnen. Außer 3 biochemischen SS waren alle 10 Versuche negativ. Die letzte Behandlung hatten wir im Ausland. Dort wurde sehr schnell klar, daß die Befruchtungs- und Weiterentwicklungsrate miserabel ist. Obwohl ich noch genügend EZ produziere scheinen sie wohl nicht viel zu taugen. Zudem ist auch das Spermiogramm meines Mannes sehr sehr schlecht. Das mußten wir erst mal alles verdauen und uns entscheiden ob bzw. welchen Weg wir nun gehen. Ja, wir haben uns nun definitiv für die EZS entschieden und ich bin schon in Vorbereitung. Trotz aller anfänglichen Skepsis und Angst ist das für uns mittlerweile der richtige Weg und unsere letzte, wohl einzige Chance für das heiß ersehnte Geschwisterchen. Aber auch ich mußte erst wirklich alle Möglichkeiten durchlebt haben bevor ich mich dazu entschließen konnte.


    Trotz allem wünsche ich Dir ein schönes Wochenende und freue mich, von Dir wieder zu lesen.

    Liebe Grüsse
    Purzel

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  • Narzisse2
    8-Zeller
    Beiträge
    151
    • 28. Oktober 2005 um 07:32
    • #16

    Bin neu-Brauche dringend Eure Hilfe

    Liebe Zahl,


    es tut mir leid, dass du von deinem Arzt eine solche Aussage erhalten hast.


    Ich kann verstehen, dass du dies nicht einfach so hinnehmen möchtest und kannst.


    Mir ging es genauso. Ich war übrigens in Bad Münder "in Behandlung". Dort wurde mehrmals versucht, eine Stimulation zur Eizellreifung zu erreichen. Vorher wurde immer mein FSH-Wert gemessen. Leider war dieser über ein 3/4 Jahr lang nur ein einziges Mal so, dass ich überhaupt mit der Stimu anfangen konnte (und da hat sich keine einzige Eizelle entwickelt). Nach Ablauf ca. eines Jahres war ich so frustriert von meinem Körper (ich war damals erst 33), dass ich nicht mehr weiter machen wollte.


    Mein Mann und ich haben dies dann unserem Arzt in Bad Münder mitgeteilt. Er war selbst irgendwie erleichtert, dass wir von selbst aufhören wollten. Er hat uns darin bestätigt, dass es für uns keinen Sinn macht, auf meine Eizellen zu bauen. Er hat es wohl mehr oder weniger aus Mitleid - und weil ich noch so jung war - überhaupt versucht.


    Insgesamt ist Bad Münder sicherlich eine super gute Klinik. Die Ärzte (und ganz besonders unserer) sind sehr, sehr nett. Aber - und das finde ich auch richtig - wenn es sein muss, auch sehr ehrlich, was die Chancen angeht.


    Ich habe übrigens auch alle möglichen Infos, die es zu vorzeitigen Wechseljahren gibt, durchforstet. Da mein Mann selbst Arzt ist, haben wir eigentlich alles, was es irgendwie an medizinischem Fachwissen gibt, hierzu "abgegrast". Wir waren ja auch im Zusammenhang mit der Embryospende zusätzlich noch bei zwei Ärzten im Ausland (Uniklinik Belgien und IVI Spanien), die beide eindeutig diese Meinung bestätigten.


    Für uns war es auch ganz wichtig, zu wissen, dass es keine Chance mehr gibt mit meinen Eizellen.


    Ich kann dir - wenn du eine zweite Meinung suchst - auf jeden Fall Bad Münder ans Herz legen. Auch wenn uns dort nicht geholfen werden konnte, hat man uns dort ein ganzes Stück weiter gebracht (auch wenn es schmerzlich war).


    Liebe Grüße von


    Narzisse

    3 Kinder durch Embryospende (1 Tochter, geb. 10/04 und Zwillingspärchen, geb. 9/07)

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