Wir hatten, als bekannt wurde, dass es Neuwahlen gibt, mal die Parteien angeschrieben und nach Ihrere Meinung zu einer Änderung des Embryonenschutzgesetz gefragt.
Unsere Anfrage:
Guten Tag,
Unser Bundespräsident Herr Horst Köhler hat bei seiner Ansprache bezüglich der Neuwahlen zum Deutschen Bundestag gesagt, dass Deutschland ein Problem hat, weil es zu wenige Kinder gibt.
Leider ist es seit Jahren so, dass die Zahl der Kinder in Deutschland zurückgeht. Dies hat natürlich vielfältige Gründe:
- Es gibt viele Paare, die keine Kinder wollen
- Frauen wollen zuerst Karriere machen, der Wunsch für ein Kind kommt erst später, manchmal zu spät
- Paare wollen erstmal finanzielle Sicherheit erlangen, bevor sie sich den Kinderwunsch erfüllen möchten
- Vermehrt sind Paare unfruchtbar und ungewollt kinderlos
Die Bundesregierung hat inzwischen eingesehen, dass es Anreize schaffen muss, damit die Geburtenrate in Deutschland wieder steigt. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Unserer Meinung nach ist das jedoch nicht ausreichend.
Die Frage ist, ob damit die Geburtenrate so signifikant gesteigert werden kann.
Unserer Meinung nach wäre es viel sinnvoller auch die Rahmenbedingungen für diejenigen Paare zu verbessern, die ungewollt kinderlos sind.
Mit der Gesundheitsstrukturreform wurden die Bedingungen für die ungewollt kinderlosen Paare erheblich verschlechtert, was sich auch in der Anzahl der Behandlungen seit Inkrafttreten niedergeschlagen hat.
Das Embryonenschutzgesetz in Deutschland ist leider nicht sehr fortschrittlich. Es gäbe da einiges zu verbessern, damit die Voraussetzungen für eine höhere Geburtenrate erfüllt werden könnten.
Da es vor der Wahl üblich ist, Wahlprogramme aufzustellen, würden wir von Ihnen gerne wissen, wie Sie, sprich Ihr Wahlprogramm, zu folgenden Themen steht:
- Zulassung der Präimplantations-Diagnostik
- Zulassung der Embryonenspende
- Zulassung der Eizellspende
- Vollständige Kostenübernahme der IVF-Behandlung durch die Krankenkassen
- Kultivierung von mehr als 3 Embryonen zu Blastozysten
Diese Behandlungsmethoden sind in vielen europäischen Nachbarländern inzwischen Standard, was sich als sehr positiv entwickelt hat, schließlich sind diese Länder in der Geburtenstatistik vor Deutschland.
Der Reproduktionstourismus in das europäische Ausland könnte gestoppt werden und Deutschland könnte wieder einen Anstieg in der Geburtenstatistik verzeichnen.
Die Resonanz war nicht so groß, entweder kamen Standardantworten, welche die Fragen nicht beantwortet haben oder es kam überhaupt keine Rückmeldung.