Hallo,
wir haben mal etwas im Internet recherchiert und etwas über den E2-Wert gefunden. Inwieweit das natürlich für jede von Euch zutreffend ist, wissen wir nicht, lasst Euch bitte daher auch nicht verunsichern, falls Eure Werte abweichend sind.
Referenzbereich:
Frauen (monofollikulär)
Zyklustag 1 - 7 30 - 150 pg/ml
Zyklustag 8 - 13 100 - 400 pg/ml
Zyklustag 14 - 18 35 - 150 pg/ml
Zyklustag 19 - 23 100 - 200 pg/ml
Zyklustag 24 - 28 30 - 120 pg/ml
Postmenopause < 35 pg/ml
Physiologie / klinische Bedeutung
Östradiol ist das natürliche Östrogen der Frau und für die Ausprägung von deren sekundären Geschlechtsmerkmalen verantwortlich. Darüber hinaus hat Östradiol praktisch ubiquitäre Wirkungen, so z. B. am Skelett, an der Haut, am zentralen Nervensystem, auf die Schleimhäute und auf die Leberfunktion (u. a.). Mit den zytoplasmatischen Östrogenrezeptoren geht es eine Verbindung höchster Affinität ein. Östradiol kann aus Östron entstehen; seine unmittelbare biosynthetische Androgenvorstufe ist Testosteron. Nahezu ausschließlicher Bildungsort von Östradiol bei der Frau sind die Granulosazellen des reifenden Follikels. Somit hat es seine größte klinische Bedeutung bei der Beurteilung der Follikelfunktion. Dementsprechend findet man bei der postmenopausalen Frau sehr niedrige Östradiolspiegel, die nur etwa 5 % der Werte entsprechen, die man bei der Frau im ovulatorischen Zyklus unmmittelbar vor der Ovulation findet. Östradiol wird auch in der Plazenta gebildet. Es ist jedoch kein Marker der Funktion der fetoplazentaren Einheit (siehe hierzu: Östriol).
Alle Medikamente, die die Ovarfunktion supprimieren, erniedrigen auch die Östradiolspiegel. Unter anderem sind dies ovulationshemmende Sexualsteroide oder Sexualsteroidkombinationen („Pille"), GnRH-Analoga, Androgene und Psychopharmaka, die zur Hyperprolaktinämie und über diesen Weg zur Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Ovarachse führen. Medikamente, die der Stimulation der Follikelreifung dienen (z. B. Clomifen, Tamoxifen oder andere Antiöstrogene, Gonadotropine) erhöhen die Östradiolkonzentration als Folge der Follikelreifung. Bei gestörter Ovarfunktion findet man in der Regel in Abhängigkeit von der Art der Ovarfunktionsstörung leicht bis extrem erniedrigte Östradiolspiegel; bei Follikelpersistenz und chronischer Anovulation sind die Östradiolspiegel oft erhöht (> 300 pg/ml).
Die Hauptdomäne der Östradiolbestimmung ist die Kontrolle der Ovarfunktion in der Sterilitätsbehandlung und die Kontrolle vom Östradiolspiegel während der Hormonsubstitution bei Östrogenmangelzuständen, speziell in der Postmenopause. Da Östradiol ein Parameter der Follikelreifung ist, ist der Östradiolspiegel im geschlechtsreifen Alter der Frau strikt zyklusabhängig zu beurteilen.
Methodische und patientenbezogene Angaben
Zur Befundung bitte die Zyklusphase und/oder sonographischen Befund (Follikelgröße, -zahl, Endometriumdicke) angeben.
Die Beeinflussung des Östradiolspiegels durch orale Kontrazeptiva ist zu beachten und hängt von dem jeweiligen Präparat ab.
Ines & Chris
<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Ines & Chris am 2002-04-11 22:32 ]</font>