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Hoher Blutdruck

  • Ivy
  • 26. September 2004 um 13:26
  • Ivy
    8-Zeller
    Beiträge
    145
    • 26. September 2004 um 13:26
    • #1

    Hallo Ihr Mitstreiter,
    bei mir bzw. uns ist soweit alles in Ordnung-bis auf eines - ein zu
    hoher Blutdruck- 195/105.

    Wie bekomme ich ihn od. Medikamente runter-Kaffee habe ich gänzlich gestrichen.

    Gruß Ivy

  • Anke
    Morula
    Beiträge
    397
    • 26. September 2004 um 13:53
    • #2

    Hoher Blutdruck

    Hallo Ivy,

    hast Du erst den Bluthochdruck seit der Schwangerschaft, oder war der vorher auch schon hoch ? Es gibt verschiedene Ursachen für den Hochdruck und daher auch verschiedene Möglichkeiten der Bekämpfung. Kaffe ist bestimmt ein Mittel aber vor allem nicht mehr als 3 gr Kochsalz pro Tag. Das ist nicht viel aber es muss reichen. hier mal ein allgemeiner Bericht über den Hochdruck und dann eine Kurzinfo die SS betreffend.

    Was sagt Dein Doc dazu ? Ich denke mit den Werten wirst Du um ein Medikament nicht herumkommen, aber was tut man nicht alles für die Zwerge.

    Liebe Grüße und weiterhin alles Gute
    Anke


    Von einer Hypertonie spricht man bei Blutdruckwerten von 160/95 mmHg und darüber. Bei ca. 85% der Patienten lässt sich keine Ursache für die erhöhten Blutdruckwerte feststellen, man spricht von einer primären oder essentiellen Hypertonie. Bei den übrigen 15% ist die Hypertonie eine Folge einer anderen Erkrankung, z.B. des Herz-Kreislaufsystems oder der Nieren, und wird dann als sekundäre Hypertonie bezeichnet. Die Hypertonie verläuft meist jahrzehntelang beschwerdefrei. Mit zunehmender Erkrankungsdauer kommt es allerdings zu Organveränderungen, vor allem am Herzen und den Gefäßen, die ihrerseits Beschwerden verursachen und zu Komplikationen, wie z.B. Herzinfarkt und Schlaganfall , führen können. Die Diagnose der Erkrankung ist mit der unblutigen Blutdruckmessung nach Riva-Rocci heute denkbar einfach und unkompliziert. Jeder Patient mit Hypertonie sollte so früh und effektiv wie möglich behandelt werden, um Komplikationen und einem vorzeitigen Tod vorzubeugen. Zur Behandlung stehen sowohl allgemeine Maßnahmen als auch eine Vielzahl von Medikamenten zur Verfügung.

    Definition / Allgemeines
    Die Hypertonie ist durch die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert als ein Blutdruck, der einen Wert von 160/95 mmHg und darüber erreicht bzw. oberhalb des altersgemäßen Wertes liegt. Von einer Grenzwert-Hypertonie spricht man bei Werten über 140/90 mmHg. Die paarweise angegebenen Werte bezeichnen den systolischen Blutdruck, also den Druck, der entsteht, wenn sich das Herz zusammenzieht und das Blut in die Arterien pumpt, und den diastolischen Blutdruck, also den Druck, der entsteht, wenn das Herz anschließend erschlafft.

    Man unterscheidet zwei Formen der Hypertonie: Die primäre oder essentielle und die sekundäre Hypertonie. Die sekundäre Hypertonie ist ein Symptom einer bekannten Grundkrankheit, wie z.B. einer Nierenerkrankung, einer endokrinen Störung oder einer Herzkreislauferkrankung. Die primäre Hypertonie ist eine Ausschlussdiagnose, wenn keine Grunderkrankung wie bei der sekundären Hypertonie gefunden werden kann. Da die primäre Hypertonie mit ca. 80% die häufigste Hypertonieform darstellt, soll sie im folgenden näher erläutert werden.

    Ursachen
    Bisher ist keine einheitliche Ursache der primären Hypertonie bekannt. Man geht von einem multifaktoriellen Geschehen aus. Dabei spielen sowohl genetische Faktoren als auch Umweltfaktoren eine wichtige Rolle. Im einzelnen werden folgende Faktoren als bedeutsam für die Ausbildung einer primären Hypertonie angesehen:

    Genetische Faktoren
    Kinder von Eltern mit einer primären Hypertonie haben bereits im Kindesalter erhöhte Blutdruckwerte im Vergleich zu Kindern, deren Eltern normale Blutdrücke aufweisen. Untersuchungen an Zwillingen weisen ebenfalls auf das Vorhandensein genetischer Faktoren hin.

    Kochsalzverbrauch
    Eine Verminderung des täglichen Kochsalzverbrauches auf 3 g Kochsalz führt bei einer Vielzahl von Patienten zu einer ausgeprägten Blutdrucksenkung. Selbst ein Verbrauch von 4-6 g Kochsalz täglich kann eine mäßige Blutdrucksenkung bewirken, wobei auch hier genetische Faktoren diskutiert werden. Für die blutdrucksteigernde Wirkung scheinen sowohl Natrium als auch Chlorid mit ihren vielfältigen Wirkungen auf zellulärer Ebene verantwortlich zu sein. Hinzu kommt, dass der Gehalt von Natrium die Menge des Blutvolumens bestimmt.

    Nierenfunktion
    Es wird diskutiert, dass Patienten mit einer Hypertonie höhere Blutdruckwerte benötigen, um eine normale Ausscheidung von Natrium und Wasser über die Niere zu erreichen.

    Vegetatives Nervensystem
    Patienten mit einer primären Hypertonie zeigen unter Stressbedingungen eine stärkere Ausscheidung von Katecholaminen, also "Stresshormonen", im Urin als Menschen mit normalen Blutdruckwerten. Katecholamine bewirken an den Arterien, also den Widerstandgefäßen, eine Kontraktion der Muskelfasern. Das bedeutet eine Erhöhung des Gefäßwiderstandes, was eine Erhöhung des Blutdruckes zur Folge hat. Neben einer reinen Zunahme der Stresshormone, scheint bei Patienten mit primärer Hypertonie auch die Empfindlichkeit gegenüber diesen Stresshormonen erhöht zu sein.

    Gefäßwirksame Faktoren
    Im menschlichen Organismus existiert eine Vielzahl von Eiweißverbindungen, die in unterschiedlicher Weise auf das Gefäßsystem wirken. Diese Wirkungen bestehen in erster Linie in einer Erweiterung, also Dilatation, oder Verengung, also Konstriktion, der Gefäße. Der Einfluss dieser Faktoren bei einer primären Hypertonie wird bisher an verschiedenen experimentellen Modellen untersucht.

    Übergewicht
    Übergewichtige Personen entwickeln wahrscheinlich infolge eines erhöhten Blut- und Herzminutenvolumens eine primäre Hypertonie. Der Einfluss des Insulins auf die Blutdruckregulation bedarf noch weiterer Klärung. Sicher ist jedoch, dass durch eine Gewichtsabnahme eine Normalisierung der Blutdruckwerte erreicht werden kann.

    Alkohol
    Schon geringe Mengen Alkohol führen zu einer Erhöhung des Blutdruckes. Dies wird in erster Linie auf eine Aktivierung des vegetativen Nervensystems sowie auf eine Beschleunigung der Herzfrequenz und eine Steigerung des Herzminutenvolumens zurückgeführt.

    Berufstätigkeit / Stress
    In einer Studie zur "stressbedingten Hypertonie am Arbeitsplatz" konnte bei 5.271 Arbeitnehmern während einer 24-Stunden-Langzeitmessung gezeigt werden, dass jeder 2. Arbeitnehmer am Arbeitsplatz erhöhte Blutdruckwerte aufwies.

    Rauchen sowie eine geringe körperliche Aktivität sind ebenfalls Faktoren, welche die Entwicklung einer primären Hypertonie begünstigen.

    Häufigkeit
    Die Hypertonie gehört in den Industrienationen zu den häufigen Erkrankungen und "verdient" schon dadurch die Bezeichnung einer Volkskrankheit. Ca. 15% der Bevölkerung haben Blutdruckwerte über 160/95 mmHg. Berücksichtigt man bereits die Blutdruckwerte der Grenzwerthypertonie, also 140/90 mmHg, weisen sogar ca. 30% der Bevölkerung krankhaft hohe Blutdruckwerte auf. Die Untersuchungen zur stressbedingten Hypertonie am Arbeitsplatz zeigen jedoch, dass eher mit einer noch höheren Zahl von Hypertonikern gerechnet werden muss.

    Der Bluthochdruck wird in der medizinischen Fachsprache als arterielle Hypertonie bezeichnet. Ein normaler Blutdruck liegt vor, wenn der systolische Wert 140 mmHg, und der diastolische Wert 80 mmHg nicht übersteigt, also ein Blutdruck von 140/80 ist als normal anzusehen. Es werden aber auch Abweichungen in den oberen und unteren Bereich toleriert. Der systolische Wert stellt den Druck in der Anspannungsphase der Herzmuskulatur dar, wogegen der diastolische Wert den Druck in der Entspannungsphase beschreibt.

    Nach der Krankheitsentstehung werden zwei Formen unterschieden:

    Der primäre oder essentielle Bluthochdruck und der sekundäre oder symptomatische Bluthochdruck. Vom primären Bluthochdruck spricht man, wenn keine Ursache nachgewiesen werden kann. Der sekundäre Bluthochdruck ist der organgebundene, also durch eine Erkrankung eines Organs ausgelöste.

    Ein Bluthochdruck gilt als Risikofaktor für Gefäßerkrankungen, die ihrerseits diverse Folgeerkrankungen des Herzens und anderer Organe auslösen können. Die häufigsten und wohl am meisten gefürchteten Folgeerkrankungen sind der Herzinfarkt und der Schlaganfall. Ziel der Arzneimitteltherapie ist den Bluthochdruck zu senken und auf dem gewünschten Wert stabil zu halten.

    Die wichtigsten hierfür geeigneten Arzneimittel sind folgende:

    Betarezeptorenblocker
    Kalziumkanalblocker, Kalziumantagonisten
    ACE-Hemmer
    Bei der Behandlung des leichten Bluthochdrucks können die genannten Arzneimittel jeweils allein gegeben werden. In schwereren Fällen werden sie aber auch miteinander kombiniert, oder sie werden mit anderen, hier nicht aufgeführten Arzneimitteln kombiniert.

    Es gibt zwei Möglichkeiten, Arzneimittel miteinander zu kombinieren. Zum einen können mehrere Arzneimittel, die sich in ihrer Wirkung ergänzen, nebeneinander verabreicht werden. Es gibt aber auch sogenannte feste Kombinationsmittel, auch fixe Kombinationen genannt. Hier sind in einem Arzneimittel zwei oder auch mehrere Substanzen enthalten. Der Vorteil der festen Kombinationen ist, dass der Patient weniger Tabletten einnehmen muss, wodurch die Compliance verbessert wird. Unter Compliance versteht man die "Mitarbeit" des Patienten, die eine wesentliche Voraussetzung für den Therapieerfolg ist.

    Feste Kombinationen werden immer dann angewendet, wenn für den Patient die am besten geeignete Arzneimitteltherapie fest steht. Der behandelnde Arzt muss für jeden einzelnen Patienten die geeigneten Arzneimittel auswählen. Ein fester Therapieplan existiert beim Bluthochdruck nicht. Es wird aber von der Deutschen Liga zur Bekämpfung des hohen Bluthochdrucks, ein Behandlungsschema für die Arzneimitteltherapie vorgeschlagen. Dieses beinhaltet einen Stufenplan, nach dem der Arzt vorgehen kann.

    Bluthochdrucktherapie in der Schwangerschaft
    Eine Blutdruckerhöhung über 170 mmHg systolisch und 110 mmHg diastolisch bedeutet für das ungeborene Kind ein hohes Risiko, welches oft zur Kindersterblichkeit führt.

    Empfohlen wird eine Bluthochdruckbehandlung in der Schwangerschaft mit Betarezeptorenblocker, die überwiegend an die ß1-Rezeptoren binden.

    Bestimmte Kalziumkanalblocker können in begründeten Einzelfällen in der Schwangerschaft angewendet werden. ACE-Hemmer und Diuretika dürfen in der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden.

  • Ivy
    8-Zeller
    Beiträge
    145
    • 26. September 2004 um 21:04
    • #3

    Blutdruck

    Hallo Anke,
    danke für die Ausführungen. Hatte vorher immer zu niedrigen Blutdruck-
    meine Ärztin hat mich an einen Internisten verwiesen. Ich weiß-das es
    sehr gefährlich für das Kind ist. Vor allem weiß ich, daß ich bei diesen Werten nicht ohne Medikamente auskommen werde, denn mit dem RR
    bin ich extrem Schlaganfall gefährdet-damit ist niemand gedient.
    Sobald ich mehr weiß-stelle ich es ins Forum.

    Gruß Ivy

  • Ivy
    8-Zeller
    Beiträge
    145
    • 27. September 2004 um 18:50
    • #4

    Hoher Blutdruck

    Hallo an alle,
    Komme eben vom Internisten-hat mir Betablocker verordnet-ist aber
    nicht so ganz glücklich damit. Werde mir wie immer noch eine 2. Meinung
    einholen.

    Grueße Ivy

  • Homa
    4-Zeller
    Beiträge
    71
    • 28. September 2004 um 11:21
    • #5

    Hoher Blutdruck

    Hallo Ivy,

    ich hatte während der Schwangerschaft eine Gestose, allerdings gingen meine Blutdruckwerte nie über 145 / 100. (Dafür hatte ich sehr starke Ödeme in den Beinen).
    Mir hat die Akupunktur meiner Hebamme sehr geholfen, sowohl um die RR - Werte zu stabilisieren, als auch um die Ödeme in Schach zu halten.
    Zur Unterstützung der medikamentösen Therapie bei Dir evtl auch eine Möglichkeit.
    Gefunden hatte ich eine Hebamme mit Akupunkturkenntnissen über das Internet über die Homepages der Ortschaften in unserer Nähe.
    Ich glaube, Du bist auch aus dem Rhein - Main - Gebiet ? Falls Du die Anschrift meiner Hebamme haben willst, bitte PN.

    Gute Besserung,
    Homa

  • Ivy
    8-Zeller
    Beiträge
    145
    • 3. Oktober 2004 um 13:14
    • #6

    Blutdruck

    Hallo Homa,
    erst mal danke für den Hinweis. Hatte jetzt ein LZ-Blutdruckmeßgerät-
    habe am 4.10. Gesprächstermin mit dem 2. Internisten-mal hören was
    er vorschlägt.

    Gruß Ivy

  • Homa
    4-Zeller
    Beiträge
    71
    • 9. Oktober 2004 um 14:58
    • #7

    Hoher Blutdruck

    Hallo Ivy,

    was hat sich ergeben ?

    Gruß Homa

  • Ivy
    8-Zeller
    Beiträge
    145
    • 9. Oktober 2004 um 18:05
    • #8

    Hoher Bludruck

    Hallo Homa,
    danke der Nachfrage-hatte ein Langzeitblutdruckmeßgerät-Ergebnis
    Nachts 115/80-tagsüber 125/80-also alles o.K. soll in 4-6 Wochen kontrolliert werden. Also habe ich das sogenannte Weiskittelsyndrom.
    Alles Gute

    Ivy

  • Homa
    4-Zeller
    Beiträge
    71
    • 9. Oktober 2004 um 18:53
    • #9

    Hoher Blutdruck

    Hallo Ivy,

    na klasse, ist doch prima.
    Ich hatte immer ein eher umgekehrtes Weißkittelsyndrom, offensichtlich wirkten die Damen dort auf mich wie Schlaftabletten.

    Ich drücke die Daumen, dass alles so gut weiterläuft,

    Homa

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