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  3. Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Immunologie durch Leukonorm

  • Petra T
  • 19. Juli 2004 um 09:22
  • Petra T
    2-Zeller
    Beiträge
    31
    • 19. Juli 2004 um 09:22
    • #1

    Hilfe wer kann mir helfen

    Ich bekam jetzt von Dr. Reichl in Stuugart meine Blutwerte zurück, da sich nach ca. 8 Transfers mit eigenen Eizellen nur negativ heraus kam.
    Dr. Reichl schrieb:
    Hashimotothyreoiditis bekannt, Compoundheterozygotie im MTHFR Gen, sonstige Befunde unauffällig bis auf eine leichte Verschiebung des T4/T8 Index im Sinne einer zellulären Immunaktivierung, offensichtlich Insulinresistenz. Was soll das alles heißen????

    Therapie empfehlung Metformin, Folsäure, Vitamine B6+B12
    als letzte Möglichkeit Therapie mit Leukonorm.

    Nikotinabussus im höchsten Maße kontraproduktiv, da latente Gefahr einer Hyperhomocysteinämie bei Compoundheterozygotie


    Was ist denn das ???

    Habe doch das Rauchen schon reduziert und will jetzt versuchen ganz aufzuhören


    Bitte wer mir Auskunft geben kann wäre ich sehr dankbar


    Liebe Grüße PetraT

  • Ines + Chris
    Blastozyste
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.339
    • 19. Juli 2004 um 11:35
    • #2

    Immunologie durch Leukonorm

    Hallo Petra,

    wir haben versucht, etwas über Deinen Befund herauszubekommen, allerdings ist das sehr schwierig, da dies meistens mit Fachbegriffen erklärt wird.

    Hyperhomocysteinämie:
    Homocystein ist eine schwefelhaltige, nicht in der Nahrung vorkommende Aminosäure. Sie entsteht als Intermediärprodukt beim Abbau von Methionin zu Cystein. Da das Homocystein auch die Oxidation von LDL begünstigt, kann man von einem isolierten Risikofaktor für die Atherosklerose sprechen. Die Ursache einer zu hohen Homocysteinkonzentration wird in einer unzureichenden Versorgung mit Vitamine B6 , B12 und Folsäure gesehen. Für die suboptimale Versorgung sind neben genetischen Faktoren oder möglichen Verdauungsstörungen auch ein ernährungsbedingtes Fehlverhalten verantwortlich. Zur Behandlung verordnet der Arzt Folsäure (z.B. Folsan®), wodurch sich die Vitaminversorgung normalisiert sich die Homocysteinkonzentration im Blut sinkt. Sie sollten Ihren täglichen Speiseplan so gestalten, daß die fehlenden Vitamine reichlich vorkommen und der Bedarf daran möglichst gedeckt ist.

    Information zu den Vitaminen B6, B12, und Folsäure :
    Das lichtempfindliche, jedoch säurestabile Vitamin B6 , Pyridoxin findet sich überwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln, wie Vollkorn, Weizenkleie, Hefe, Spinat, Kohl und Kartoffeln aber auch in tierischen Lebensmitteln, z.B. Fleisch, Fisch, Milch, Eigelb und Innereien.
    Wünschenswerte tägliche Zufuhr eines Erwachsenen an Vitamin B6 : 1,6 – 2,1 mg
    Das relativ licht- und luftempfindliche, dagegen hitzebeständige Vitamin B12, Cobalamin kommt eigentlich nur in tierische Lebensmitteln vor. Fisch (Makrele, Hering), Fleisch, Käse und Milch sind hier als gute Lieferanten zu nennen.
    Wünschenswerte tägliche Zufuhr eines Erwachsenen an Vitamin B12 : 3µg
    Der Folsäure kommt offenbar eine gesonderte Stellung in der Behandlung der Homocysteinämie zu. Hier sind unabhängig von der Gabe von Vitamin B6 und B12 gute Effekte erzielt worden. Die Kombination von Folsäure und B6 bzw. Folsäure und B6 und B12 konnten diese Ergebnisse scheinbar nicht übertreffen.
    Folsäure ist in großen Mengen in Weizenkleie, Hefe, Nüssen und auch grünem Gemüse enthalten.
    Wünschenswerte tägliche Zufuhr eines Erwachsenen an Folsäure : 300µg
    Bei unzweckmäßiger, einseitiger Kost muß mit einer suboptimalen Zufuhr an Vitaminen der B- Gruppe gerechnet werden.
    Die Vermeidung einer Minderversorgung ist am sichersten durch eine vollwertige, ausgewogene und abwechslungsreiche Kost, reich an den oben genannten Lebensmitteln zu gewährleisten.

    Wenn wir das richtig gelesen und verstanden haben, läuft eine Compoundheterozygotie auf eine Hyperhomocysteinanämie raus, d.h. sie wird dadurch begünstige. Es wird aber in allen Quellen von der gleichen Therapie mit Vitamin B6, B12 und Folsäure gesprochen.

    Bezüglich Deiner Hashimotothyreoditis, solltest Du einen Schilddrüsenspezialisten (meist Nuklearmediziner) kontaktieren und ihm von Deinem Kinderwunsch erzählen, dieser kann dann gemeinsam mit Dir die Schilddrüsenwerte optimal einstellen.

    Insulinresistenz:

    Insulinresistenz bedeutet, das das vorhandene Insulin nicht wirksam ist. Die Zellen nehmen den Zucker im Blut nur unzureichend auf. Die Folge: Der Blutzucker steigt. Weil der Blutzucker steigt, wird noch mehr Insulin produziert, um diesem Überschuss entgegen zu wirken. Dadurch werden auf lange Sicht die insulin-produzierenden Zellen überlastet, bis hin zu ihrer völligen Erschöpfung.
    Behandelt wird die Insulinresistenz mit Metformin. Die Untersuchung ist ein Bluttest, am besten solltest Du dabei gleich den Glukosetoleranztest mitmachen.

    Nikotinabusus:
    Es ist bekannt, dass Nikotin einer Schwangerschaft nicht förderlich ist. Allerdings gibt es zumindest einen Grund der dafür spricht, nicht abrupt mit dem rauchen aufzuhören. Der psychische Stress, dem sich der Körper aussetzt, wenn das Rauchen kurz vor Beginn der Behandlung aufgegeben wird, ist größer, als die negativen Folgen des Rauchens.
    Was aber nicht heißt, dass Du trotzdem das Rauchen sein lassen solltest. Aber lieber etwas einschränken, als kurz vor der Behandlung aufzuhören und dann mit den Nebenwirkungen nicht klar kommen.

    Hoffentlich haben wir Dich jetzt nicht zuviel verwirrt :gruebel: :gruebel:

    Ines & Chris

  • Petra T
    2-Zeller
    Beiträge
    31
    • 19. Juli 2004 um 12:23
    • #3

    Immunologie durch Leukonorm

    Hallo Ines + Chris

    Danke für die schnelle Antwort

    Was mich vor allem interesiert ist die Verschiebung des T4/T8 Indexes.
    Und ob eine Behandlung mit Leukonorm eine bessere Chance oder aber auch eine Chance mit EZS bietet.
    Oder muss ich nach diesem Versuch der ja nun nochmals viel Geld kostet unseren Kinderwunsch abhaken. Wieviel Chance hat man überhaupt durch diese Behandlung schwanger zu werden ? Oder ist das alles nur rausgeschmiessenes Geld ? Haben schon Summen investiert mit unserem KW. Mir schwierren Fragen über Fragen durch meinem Kopf.
    Warum schlägt Dr. Reichl keine Partner Imunisierung vor??
    Habe noch keine Kinder mit meinem Mann
    Habe zwar 2 Kinder aus erster Ehe die bereits groß sind konnte da aber damals problemlos schwanger werden.
    Habe die Befürchtung das sich die Gene von mir und meinem Mann nicht vertragen.
    Man das ist alles so kompliziert?
    Ich muss alle bewundern die noch keine Kinder haben und so einen Sress um sich haben. Ich wünsche auf jedenfall allen viel Erfolg.
    Es ist wirklich nur noch zum Haare ausraufen.

    Liebe Grüße

    PetraT

  • Ines + Chris
    Blastozyste
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.339
    • 19. Juli 2004 um 13:55
    • #4

    Immunologie durch Leukonorm

    Hallo Petra,

    zu Deiner Frage bezüglich T4/T8 haben wir folgendes gefunden:

    T4/ T8-Ratio:
    Verhältnis von T4-Zellen (Helferzellen) zu T8-Zellen (Suppressorzellen), das normalerweise größer als 1 ist und bei fortschreitender Immunschwäche zuungunsten der T4-Zellen absinkt. Die Bestimmung der T4/ T8-Ratio ist ein Anhaltspunkt für die Beurteilung der Funktion des Immunsystems.
    T4-Zellen:
    auch CD4-Zellen, T-Helferzellen. Untergruppe der T-Lymphozyten. T4-Z. fördern die Reifung von B-Lymphozyten zu Antikörper-bildenden Zellen und aktivieren andere Formen der Immunantwort. Diese Zellen regen die B-Zellen an, Antikörper zu bilden. Sie müssen aber vorher bereits einmal Kontakt mit einem spezifischen Antigen gehabt haben.
    T8-Zellen:
    auch CD8-Zellen, Suppressorzellen. Untergruppe der T-Lymphozyten, die eine Antikörperbildung oder eine andere Immunantwort unterdrücken können und bei Aids im Verhältnis zu den T4-Zellen vermehrt sind. Ihre Aufgabe ist es, die Immunreaktion nach Vernichtung aller Eindringlinge wieder zu stoppen. Auf ein Signal von ihnen stellen die B-Zellen dann keine weiteren Antikörper mehr her.

    Das Verhältnis sollte zwischen 1,0 und 2,3 liegen (lt. den Quellen, die wir im Internet gefunden haben).
    Du kannst das Verhältnis aber auch selbst ausrechnen, in dem Du folgende Formel benutzt:
    T4/T8-Ratio = % CD4 pos. (T-Helferzellen) / % CD8 pos. (T-Suppressorzellen)


    Bezüglich der Partner-Immunisierung solltest Du mal Kontakt mit Elisabeth aufnehmen, die hat dass vor einiger Zeit in Stuttgart machen lassen.

    Ines & Chris

  • Petra T
    2-Zeller
    Beiträge
    31
    • 19. Juli 2004 um 17:59
    • #5

    Immunologie durch Leukonorm

    Danke für die Antwort. Bin echt froh das es euch gibt.
    Bin zwar jetzt auch nicht viel schlauer aber ich hoffe einfach das die Ärzte schon wissen was Sie tun.
    Und hoffe jetzt einfach auf meinen letzten Versuch.

    Liebe Grüße

    PetraT

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