Hallo,
wir hatten am Wochenende ein sehr informatives Gespräch mit Dr. Aizpurua in Berlin.
Hier sind einige Dinge angesprochen worden, die Euch evtl. interessieren und/oder weiterhelfen könnten.
1. Länge der Progynova-Einnahme
Die lange Wartezeit ist nicht für alle Patienten bindend. Es gibt medizinische Indikationen, die die Wartezeit auf ein Minimum verkürzen.
Patienten aus Übersee können die Behandlung wie in vielen anderen Kliniken durchführen. Dazu muss man sich einfach 2 Wochen in Valencia aufhalten, die Befruchtung erfolgt dann mit frischem Sperma und man bekommt schon vor Beginn eine Spenderin zugewiesen.
2. Untersuchungen
Bei wiederholten negativen Transfers, empfiehlt Valencia zusätzlich folgende Untersuchungen:
Bei der Frau:
- Chlamydienserologie (Untersuchung auf IgG und IgM)
- Hysterosalpingogramm (Untersuchung der Eileiter auf Durchgängigkeit), falls die Eileiter am oberen Ende verschlossen sind, kann die Flüssigkeit, die während des Eisprunges gebildet wird, nicht mehr in den Bauchraum abfliessen, sondern wird gesammelt und dann durch den Uterus "gedrückt". Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft beträgt dann nur noch ca. 5%
Beim Mann:
- Karyotyp
- Sperma-FISH
- feinmikroskopische Untersuchung der Chromosomen
Wir hoffen, dass das Euch etwas weiterbringt.
Scheut Euch also beim Erstkontakt oder vor dem nächsten Versuch mal etwas fordernder aufzutreten. Falls es doch Probleme gibt, verlangt einfach nach Dr. Aizpurua.
Grüße
Ines & Chris
Noch was wichtiges vergessen:
Dr.Aizpurua erzählte uns von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die besagen, dass die Gene der Spenderin nicht so wichtig sind, wichtiger wäre das Verhalten der Mutter während der Schwangerschaft und anschliessend das soziale und damiliäre Umfeld für die Entwicklung eines Kindes. Er sagte auch, dass damit der Traum vieler amerikanischen Eizellspendenpaaren geplatzt ist, die sich eine besondere Spenderin ausgesucht hätten.