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Infos zu und aus Valencia

  • Ines + Chris
  • 24. März 2004 um 22:26
  • Ines + Chris
    Blastozyste
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    • 24. März 2004 um 22:26
    • #1

    Hallo,

    vor einiger Zeit haben wir eine E-Mail nach Valencia versandt, wir haben nun Antwort bekommen. Nach Rücksprache mit dem Doc aus Valencia, dürfen wir den Text veröffentlichen.


    Sehr geehrte Frau und Herr Schmid,

    mein Name ist Dr. Jon Aizpurua, ich bin ein neuer Gynäkologe des IVI und als deutschsprachiger Arzt nun auch Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im deutschsprachigen Raum. Zunächst möchte ich mich für ihre offene Fragen bedanken und werde versuchen inminente Unklarheiten zu klären. Zu den von Ihnen erwähnten Punkten:

    - Alter der Spenderinen:
    Das Gesetz gibt in Spanien ein maximales Alter von 35 Jahren für eine Spenderin vor. Im IVI ist das durchschnittliche Alter der Spenderinen z.B.
    in 2003 jedoch 25,1 Jahre gewesen.

    - Anzahl der Spenden ein und derselben Spenderin:
    Auch hier gibt es einen gesetzlichen Rahmen, der einer Spenderin erlaubt so lange zu spenden, bis sie durch Kinder in der eigenen Familie und/oder durch Spende zusammen maximal zu sechs Lebendgeborenen herbeigetragen hat.
    Für eine Spenderin sind sechs Schwangerschaften nicht zwangsläufig sechs Lebendgeborene, da es auch Aborte gegeben haben kann.
    Eines der wichtigsten Qualitätsparameter im Sinne einer guten Prognose für die Spende ist die erwiesene Zeugungsfähigkeit der Spenderin, laut Daten die wir neulich beim Weltkongress zur Eizellspende gezeigt haben. Kein anderer Parameter korreliert stärker mit den Erfolgschancen einer Eizellspende als dieses. Rein wissenschaftlich gesehen spielen alle andere bisher vermutete Parameter wie die Stimulation -mit seinen zahlreichen
    Variabeln- entweder eine untergeordnete oder gar keine Rolle. Ob eine Spenderin zuvor schon stimuliert wurde bzw. gespendet hat ist der Qualität der Spende in keiner Weise schädlich, ganz im Gegenteil, wenn wir davon ausgehen, dass solche Erfahrungen uns Information über die Zeugungsfähigkeit der Spenderinen geben. Es trägt sicherlich zu unseren weltweit führenden Erfolgsraten mit Eizellspende, dass wir aus den ständig wachsenden wissenschaftlichen Hintergrund auch die klinische Konsequenzen ziehen. So gibt es beim IVI keine Spenderin, die selbst kinderlos ist und nach zwei Spenden zu keiner Schwangerschaft verholfen hat. Die meisten Eizellspendezentren können sich so eine Auslese aus Mangel an Spenderinen einfach nicht leisten. Demnach ist der Einsatz einer Spenderin mit erfolgreichen früheren Zyklen im IVI vielmehr ein Qualitätshinweis als ein Handicap, wie die Frage wohl suggerierte.

    - Aufteilung von Eizellen einer Spenderin unter mehreren Empfängerinen:
    Ein weiterer Grundstein des Erfolges der Eizellspende am IVI ist die spenderinfreundliche Handhabung im Sinne, dass die Sicherheit an erster Stelle steht. So konnten wir z.B. im letzten Jahr auf eine der niedrigsten beschriebenen Komplikationsraten in unserem Eizellspendeprogramm zurückblicken. Ohne Sicherheit, keine Spenderin und ohne Spenderin keine Spende. Demnach benutzen wir Stimulationsprotokolle, die die Gefahr des Hyperstimulationssyndroms minimieren. Dieses hat zur Folge, dass wir in den seltensten Fällen mehr als 12 befruchtungsfähige Eizellen pro Spenderin erhalten. In äusserst seltenen Fällen, vor allem bei Erstspenderinen, wo die ovarielle Reaktivität nur schwer kalkulierbar ist, erhalten wir mehr als 20 Eizellen. In diesen Fällen teilen wir tatsächlich die Eizellen für zwei Empfängerinen. Dieses geschieht viel weniger aus Gründen der Maximierung von Ressourcen als aus organisatorischen und ethischen Gründen, weil wir gesetzlich und moralisch uns verpflichtet fühlen keine übermässige Mengen eingefrorener Embrionen zu generieren bzw. dieses vermeiden wollen. Nach einer erfolgreichen Behandlung der Empfängerin mit positiver Schwangerschaft stellen diese eingefrorene Embryonen ein Problem sowohl für das Empfängerpaar wie für unsere Institution dar.
    Dadurch, dass wir unseren Empfängerinen 6 Eizellen garantieren und durchschnittlich zwischen 8 und 12 Eizellen zur Verfügung stellen ist die Aufteilung der Eizellen einer Spenderin in der Tat ein seltenes Ereignis und die Zuordnung „eine Spenderin für eine Empfängerin“ die Regel am IVI.

    - Kostenvergünstigung bei Eizellspende:
    Mit ca.1000 Eizellspenden im letzten Jahr ist die Kostenfrage eines Eizellspendezyklus in unserer Institution ein geschnürrtes Packet, d.h.
    keine Verhandlungssache. Wir berechnen Grundleistungen bei sehr aufwendigen Techniken mit sehr hohen Qualitätsstandards.Wir erbringen medizinische Leistungen und kein Handel mit Eizellen, so werden wir auch in Zukunft nicht pro gespendete Eizelle sondern pro durchgeführten Zyklus berechnen, egal ob 6 oder 12 Eizellen herauskamen oder ob diese aus einer Erstspenderin oder aus einer Spenderin dessen Eizellen aufgeteilt wurden herstammen. Gewisse unebene Verteilungen sind unvermeidbar, gleichen sich aber im Sinne der Qualität statistisch aauf Dauer aus. Wichtig ist, dass unsere strenge Qualitätsstandards bezüglich Eizell- und Embrioqualität für jede Eizellspende erfüllt werden, was wir jederzeit garantieren können.
    Die von Ihren Forumteilnehmer erwähnte Diskussion der Kostenvergünstigungen bei Aufteilungen von Eizellen für spanische Patientinen ist nicht haltbar. Wir erbringen nur dann Kostenvergünstigungen bzw. Kostenerlässe, wenn es durch Fehler unsererseits die Befruchtung oder Embrionalentwicklung gestört wurden oder die Eizellqualität nicht ausreichend war.
    In den Fällen wo eine schlechte Samenqualität zu einem Misserfolg beiträgt sind wir bemüht den Paaren hierzu Aufklärung anzubieten und Alternativen aufzuzeigen.

    Es liegt in unserem Sinne eine transparente Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Deshalb möchten wir ihre Forumteilnehmer gerne einladen, bei Unklarheiten uns auch direkt zu kontaktieren (international@ivi.es). Diese Post wird ärztlicherseits von mir betreut.

    Soviel für heute, mit freundlichen Grüssen.
    Ihr,

    Dr. Jon Aizpurua
    IVI-Valencia


    Dr. Aizpurua hat sich uns gegenüber noch geäußert, dass er für einen Chat bereitstünde. Wenn also dazu Interesse besteht, dann nehmt bitte mit uns Kontakt auf, damit wir dann die restlichen Dinge mit Dr. Aizpurua abklären können.

    Grüße

    Ines & Chris

  • Ines + Chris
    Blastozyste
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    • 2. April 2004 um 20:43
    • #2

    Infos zu und aus Valencia

    Hallo Josi,

    Du hast natürlich Recht, es ist unfair, nur eine Klinik anzuschreiben. Wir hatten seinerzeit auch Kapstadt angeschrieben, die Antwort dazu haben wir auch veröffentlicht.
    Es ging hauptsächlich damals um die Vielspenderei und da momentan Kapstadt und Valencia wohlziemlich gefragt sind, hatten wir nur diese Kliniken angeschrieben.
    Auslöser waren die Informationen von Schnörri über Ihre Spenderin.

    Hier unsere E-Mail an das IVI

    Guten Morgen,

    wir sind die Betreiber des deutschsprachigen Internet-Forums http://www.eizellspende.de

    Seit einiger Zeit haben wir dort eine Diskussion, ob es schädlich ist und/oder einen negativen Einfluß auf die Qualität der gespendeten Eizellen hat, wenn die Spenderin öfters Eizellen spendet.

    Einige Aussage, die Patientinnen Ihrer Klinik gemacht haben, sind jetzt zum Diskussionspunkt geworden.

    „Die Spenderin ist schon 32 Jahre alt, und ich hatte Bedenken deswegen. Aber sie wäre eine sehr gute Spenderin, denn sie hat wohl schon 6 Schwangerschaften erzielt. Wußte gar nicht, daß die Frauen soooo oft spenden dürfen?“

    „(Habe gestern gehört, dass manche (wohl aber nur spanische) Empfängerinnen gefragt werden, ob sie mit einer Aufteilung bei grossen Spenden einverstanden sind. Das reduziert dann die Kosten für die dortigen Krankenkassen pro Patientin... Ich weiss aber nicht, was an dieser Meldung dran ist..)“

    Wir möchten Sie daher bitten, zu den oben stehenden Aussage Stellung zu nehmen um die Verwirrungen aufzuklären.

    Die Fragen sind nochmals im einzelnen:

    Wie alt sind Ihre Spenderinnen maximal?
    Wie oft dürfen die Spenderinnen in Ihrer Klinik spenden?
    Werden die Eizellen einer Spenderin unter mehreren Empfängerinnen aufgeteilt?

    Für die Beantwortung der Fragen und Aufklärung der Verwirrungen sind wir Ihnen schon jetzt dankbar.


    Als diese Mail damals an das IVI geschickt wurde, ging es hier im Forum ziemlich turbulent zu, sie war hauptsächlich zur Abklärung gedacht, es sollte niemand angegriffen werden, das war und ist nicht unsere Absicht.

    Grüße

    Ines & Chris

  • Ines + Chris
    Blastozyste
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    • 2. April 2004 um 20:44
    • #3

    Infos zu und aus Valencia

    Noch was,

    leider ist die Rücklauf-Quote der Kliniken nicht immer sehr hoch. Wir könnten jede Klinik anschreiben, aber es antworten immer nur ganz wenige, daher hatten wir uns auf die beiden o.g. Kliniken konzentriert.

    Ines & Chris

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 5. April 2004 um 18:02
    • #4

    Infos zu und aus Valencia

    Hallo Ines & Chris,

    vielen Dank für eure Antwort, so kann ich das jetzt alles nachvollziehen ;-).
    Ich denke mal, zu dem "Trubel" hier hat wohl vor allem die persönliche Auseinandersetzung ( auch Zickenkrieg genannt ;) ) vor allem zweier Forumsteilnehmerinnen beigetragen, wobei es in dem Schlagabtausch dann darum ging, die jeweils "andere" Klinik zu diskreditieren und Zweifel an deren Integrität aufzuwerfen.
    Aber wenn man will, findet man in jeder Suppe ein Haar......
    Will sagen, jede Klinik hat ihre guten und auch schlechten Seiten, jeder einzelne muß für sich herausfinden, zu was er tendiert und was ihm erfolgversprechender erscheint.
    Euer Forum hier ist die beste Entscheidungshilfe, meine ich ;-).

    Euch wünsche ich alles alles Gute für das was ihr als nächstes vorhabt.

    Liebe Grüße
    von Josi

  • Anonymous
    Gast
    • 8. April 2004 um 17:22
    • #5

    Infos zu und aus Valencia

    Hallo,

    jetzt bin ich schon einige Zeit zurück aus Valencia und möchte über meine 2. EZS berichten (die 1. EZS war im Sommer 2003 ebenfalls in Valencia. Transfer von 2 Blastos, mit 1 schwanger geworden, Abort in der 9. SSW).

    Am 17. März bekam ich am 6. Tag nach der Punktion 2 Blastos eingesetzt. Meine Spenderin ist 32 Jahre alt und hatte bereits 6 SS: 2 davon waren eigene, der Rest waren SS, die sie durch ihre Spenden herbeiführte.
    Es wurden 10 Eizellen punktiert, von denen sich 8 befruchteten.
    Am Ende bleiben 2 Blastos übrig, von denen man mir sagte, daß sie sehr guter Qualität seien.

    Der Transfer wurde von Dr. Ferro durchgeführt, der ,wenn ich es richtig verstanden habe, der Leiter der Chirugie ist. Er war sehr nett und ruhige, ließ sich viel Zeit, wirkte unheimlich professionell, erklärte jeden einzelnen Schritt und ich konnte alles auf dem Monitor mitverfolgen. Da meine Blase sehr voll war, konnte man auch alles sehr gut sehen. Danach habe ich noch 1/2 Stunde im Bett gefaulenzt und dann bin ich zurück ins vom IVI angemietete Appartment. Und erst am übernächsten Tag heimgeflogen.

    In den Tagen nach dem Transfer zwickte und zwockte es ununterbrochen in meinem Bauch, aber es gab keinerlei Blutung.

    10 Tage später war der SST - Ergebnis: siehe Rubrik "schwanger"!

    Beide EZS in Valencia führten zu einer Schwangerschaft. Auch wenn dem nicht so gewesen wäre; ich kann definitiv nichts Negatives über Spanien berichten, man ist in den Händen von Profis, die ihr Geld absolut wert sind.

    LG Schnörri

  • AUS SPANIEN
    Gast
    • 15. Dezember 2004 um 18:53
    • #6

    IMER-Persönliche Klinikum In Valencia

    Lieber Freunde,
    mein Name ist Silvia Sánchez und komme aus Spanien. Eigentlich bin ich eine Biologin vom eine kleine und freundlicher Klinikum .
    Man kann in unsere Technicken vertrauen (hoch Erfolgsrate). Bei uns gibt viele freundliche und fähige Leute (Biologen und Ärztze).

    Ich kann euch die Kosten und viele mehr Info schicken, wann ihr will. Bei einiger Zyklus vorbereiten wir ALLES, d.h. die Zyklus (Eizellespenderinn...) und wann ihr will auch die Reise mit 1, 2 oder mehr Stern Hotel+ Flugzeug.
    Schreibt mich eine email für mehr Info.
    Alles gute
    Silvia :flower:

  • Vida Fertility Institute

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    Vida Fertility Institute
  • Klinik Eugin

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  • CRA Barcelona

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  • Clinica Tambre

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  • Institut Marques

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