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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
  2. Allgemein
  3. Eure Behandlungsgeschichte

Ein Ende kann auf ein Anfang sein

  • Maria30
  • 20. Februar 2004 um 00:57
  • Maria30
    8-Zeller
    Beiträge
    110
    • 20. Februar 2004 um 00:57
    • #1

    Hallo,

    Ich war hier mal Poster, ist schon länger her, seitdem hat sich einiges ereignet.

    Ich war jahrelang Kinderwunschpatientin, ich glaube es waren 4. Angefangen von zyklusstörungen, körperliche Defekte (doppelte Gebärmutter, die mehrmals operativ korrigiert werden musste), weiter gings mit "defekten Eizellen" - eine Behandlung im Inland war nicht mehr möglich, sagte uns unser Arzt, wir vielen in ein tiefes, tiefes Loch, hatte ich doch all die schmerzhaften Operationen über mich ergehen lassen. Ich bin sicherlich länger am Wehnentropf gehängt als eine 3 Fache mutter (3 Tage lang durchgehend, da meine Gebärmutter innerlich blutete und ausgestopft werden musste, das ich nicht zu viel blut verliere).

    Dann kam das Thema Eizellspende. Klar - ein Ausweg aus unserer unsicheren Lage, schwanger war ich noch nie, ob ich es werden könnte, konnte mir kein Arzt der Welt sagen. Wir machten weiter, auf biegen und brechen, Arztbesuch hin, Arztbesuch her, langsam kam es mir schon vor, als ob unser befreundeter Gynokologe das ganze nur noch aus Mitleid mitmachen würde. 4 Eizellspenden-versuche folgten, Olomuc, Ostrava, Brünn, Prag. Alles negativ, wir wussten teilweise nicht einmal ob es sich um Ärzte handelte, denn manche Aussagen der Ärzte erschien uns mehr als bedenklich (ich hatte vor etwa einem Jahr geschrieben, betreffend Blutgruppen).

    Irgendwann zwischen den Versuchen wurde eine Schilddrüsenfehlfunktion festgestellt, die Medikamentös behandelt wurde, ganz am Ende der Behandlungen kamen wir auf eigeninitative drauf, das der Blutzucker auch nicht ganz okay war.

    Nach dem letzten Versuch waren wir einfach nur fertig, körperliche Probleme (seit den IVF´s bin ich kurz vor der Blutung nicht mehr dicht, traue mich kaum mehr zu lachen oder zu husten) und natürlich auch die seelischen Schmerzen, Arbeiten für Versuche, die wieder nichts bringen würden.

    Dann bekamen wir ein E-Mail, ich glaube es war ein Donnerstag vormittag. Unsere Adoptionsagentur (die wir eigentlich schon abgeschrieben hatten) hatte uns geschrieben, das zwei kleine würmchen im Ausland uns gerne kennenlernen wollten. Nach einigen Diskussionen mit Arbeitgeber fuhren wir hin. Und dort sahen wir unsere beiden Kinder, die uns die ganze Zeit verfolgt hatten, nur so glaube ich - so schöne Kinder hätten wir nicht zusammenbekommen. Nach einigen Monaten kam es zu einer Gerichtsverhandlung und diese beiden kleinen Würmchen wurden unsere Kinder.

    Mittlerweile ist der Sommer vergangen und so hoffen wir, der Winter wird auch bald von dannen ziehen. Unsere beiden Kinder gedeihen, sie strahlen regelrecht, als wir sie kennenlernten war das Lächeln immer nur gekünstelt, doch nun strahlen sie heller wie die Sonne. Denn sie haben Eltern gefunden, die sie lieben, und auf sie aufpassen. Genauso wie wir unsere Kinder gefunden haben, und es ist wunderbar, schöner hätten wir uns das nicht vorstellen können. Natürlich ist es eine Belastung, sei es körperlich (ein Kind bekommt Zähne und das zweite ist nur schwer zu bändigen) und sei es seelisch (natürlich macht man sich gedanken über die Eltern, wie es ihnen wohl ergehen mag).

    Wir sind nun eine Familie, und dieser ganze Kinderwunsch ist in weite Ferne gerutscht, obwohl es uns immer noch interessiert, wer weiss vielleicht starten wir in ein zwei Jahren nochmals durch.

    Ihr seht vielleicht, das man nicht immer eine Schwangerschaft erleben muss um glückliche Mama oder Papa zu sein. Viel wichtiger ist es, das man die Kinder findet, die man ein Leben lang gesucht hat (so war es bei uns).

    Ich wünsche euch trotz allem viel Glück, uns einen gesunden :snoopy: , denn teilweise geht es :grrdev: heiss her bei uns, da sind überall :juggle: :schaf: Spielsachen und die Putzis :meeting:. Und natürlich lieben wir alle unsere :musik: obwohl sie uns manchmal ziemlich :irre: :freak: machen. Es ist einfach nur :lol: zwei solche :bindagegen: :bindafür: :argue: zu Hause zu haben, denn meist sind sie :bussi: :angel:

    Alles liebe
    Maria

  • Xena
    Eizelle
    Beiträge
    4
    • 22. April 2004 um 19:51
    • #2

    Ein Ende kann auf ein Anfang sein

    Hallo Maria,
    da wir uns auch langsam aber noch sehr wage mit dem Gedanken Adoption beschäftigen hätte ich einige Fragen an Dich.
    Aus welchem Land sind eure Kinder?Wie alt sind sie?
    Muß man auf jeden Fall verheiratet sein?
    Wie bist du an Adressen von Vermittlungsagenturen gekommen?

    liebe grüße
    xena

  • Celi
    2-Zeller
    Beiträge
    36
    • 25. April 2004 um 21:29
    • #3

    Ein Ende kann auf ein Anfang sein

    Hallo Maria,
    die von xena gestellten Fragen beschäftigen mich auch.
    Wie alt bist Du denn?
    Es ist ganz schön heftig, deine "Geschichte" zu lesen.
    Wie hast du das denn alles ausgehalten?
    Ich wünsche Euch weiterhin viel viel Freude, Spass, Stress und alles Liebe für euch 4! :razz:
    liebe Grüße, Celi

  • Maria30
    8-Zeller
    Beiträge
    110
    • 3. Juni 2004 um 23:45
    • #4

    Ein Ende kann auf ein Anfang sein

    Hallo,

    Tut mir leid das ich mich jetzt erst melde.

    Es ist so, dass man anfangs den Weg der Inlandsadoption bestreiten muss. Erst danach kann man sich für eine Auslandsadoption anmelden.

    WIr hatten uns damals aus persönlichen Gründen für die GUS entschieden. Man muss da sehr viel mit sich und seinen Wünschen umgehen, niemand wäre geholfen, wenn man sich das "erstbeste" Land sucht, und dann ein Kind zu Hause hat, mit dem man nicht glücklich ist. Es gibt viele Länder von denen man keine Babies adoptieren kann, dann gibt es Länder die grundsätzlich nur Schwerkranke Kinder zur Auslandsadoption Freigeben (Ukraine).

    Natürlich muss man sich auch überlegen, mit welchen Kind man "leben" kann. Kann es behinderungen haben, kann es Krankheiten haben etc.

    Dann sollte man sich für ein Land entscheiden, wobei man natürlich dann auch noch die ethischen Grundsätze überdenken muss. Natürlich sind alle Babies suess, nur wie wird beispielsweise ein schwarzes Kind denken, wenn es im Kindergarten gefragt wird "warum sind denn deine Eltern so bleich"??

    Soviel ich weiss sollte man verheiratet sein, um eine Adoption machen zu können. Es gibt aber auch Länder, wo man als "Alleinerziehender" adoptieren kann.

    Als wir die Kinder bekamen war ich knapp 31 Jahre alt, mein mann 36. Unsere kinder waren 26 Monate und 13 Monate alt. in den nächsten Tagen werden sie 3 bzw 2 Jahre alt.

    Am besten adoptiert man über eine Agentur, man kann es zwar privat auch versuchen, aber meist wird es dadurch nur noch langwieriger und teurer, als wenn man eine Agentur hinter sich hat, die alles schon mal gemacht hat.

    Natürlich ist es eine Aufgabe, ein bereits entwickeltes Kind zu übernehmen, ohne die 9 Monate vorbereitungszeit. Denn das Kind ist dann plötzlich da, und dann gibt es kein "so habe ich mir das nicht vorgestellt".

    Natürlich muss sich das jeder für sich überlegen und entscheiden. Denn ein Kind um jeden Preis ist ein Adoptivkind auch nicht. Auch so ein Kind hat Gefühle und Ängste, und da muss man sich klar auch überlegen ob man sich das mit seinem Partner vorstellen kann. Auch das ist eine Probe für die Partnerschaft, denn ab dem Zeitpunkt der Adoption muss man für 3 oder mehr Leute denken, jeder Streit oder ähnliches kann bei Adoptivkindern schwerwiegende Folgen haben, zumal man nicht 100%ig über dessen bereits erlittenen seelischen Verletzungen Bescheid weiß.

    Ich wünsche euch viel Glück, Weisheit und Ausdauer bei euren Überlegungen.

    Alles liebe
    Maria

  • Winni
    4-Zeller
    Beiträge
    45
    • 4. Juni 2004 um 10:49
    • #5

    Ein Ende kann auf ein Anfang sein

    Hallo Maria,
    es freut mich, dass die Adoption bei Euch so gut geklappt hat und das gleich doppelt. Dadurch kommt vielleicht auch hier im Forum eine neue Diskussion zustande. Auch wir haben die Unterlagen einer anerkannten Adoptionsvermittlungsstelle seit einiger Zeit vorliegen, möchten aber erst noch einbe EZS machen. Das Problem ist nämlich, dass man gleich nach Anerkennung einen höheren Betrag zahlen muß und den würden wir zunächst lieber für die EZS bereit halten. Ansonsten ist eine Auslandsadoption für uns aber eine echte Alternative. Die Gesetzeslage hat sich übrigens geändert. Man kann sich jetzt auch sofort an eine Vermittlungsstelle wenden, diese sind auch berechtigt, den Sozialbericht zu erstellen. Das örtliche Jugendamt (meist alles sehr langsam) braucht man gar nicht mehr. Für alle anderen Interessierten hier ein Buchtipp:

    "Das Findbuch" von Manfred Gerts

    Es erscheint jedes Jahr aktuell und enthält alle neuesten Informationen über Vermittlungsstellen, Herkunftsländer und speziellere Literatur. Mit diesen Info`s kann man dann im Internet recherchieren, welche Vermittlungsstelle betreut welche Länder, ist in der Nähe oder ist einem am sympathischsten. Die Kosten für die Ado sind übrigens überall vergleichbar.
    Liebe Maria, weiterhin viel Freude mit den Kindern!
    Wir sind aber noch nicht so weit.
    Viele Grüsse
    Winni

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