Hallo,
Ich war hier mal Poster, ist schon länger her, seitdem hat sich einiges ereignet.
Ich war jahrelang Kinderwunschpatientin, ich glaube es waren 4. Angefangen von zyklusstörungen, körperliche Defekte (doppelte Gebärmutter, die mehrmals operativ korrigiert werden musste), weiter gings mit "defekten Eizellen" - eine Behandlung im Inland war nicht mehr möglich, sagte uns unser Arzt, wir vielen in ein tiefes, tiefes Loch, hatte ich doch all die schmerzhaften Operationen über mich ergehen lassen. Ich bin sicherlich länger am Wehnentropf gehängt als eine 3 Fache mutter (3 Tage lang durchgehend, da meine Gebärmutter innerlich blutete und ausgestopft werden musste, das ich nicht zu viel blut verliere).
Dann kam das Thema Eizellspende. Klar - ein Ausweg aus unserer unsicheren Lage, schwanger war ich noch nie, ob ich es werden könnte, konnte mir kein Arzt der Welt sagen. Wir machten weiter, auf biegen und brechen, Arztbesuch hin, Arztbesuch her, langsam kam es mir schon vor, als ob unser befreundeter Gynokologe das ganze nur noch aus Mitleid mitmachen würde. 4 Eizellspenden-versuche folgten, Olomuc, Ostrava, Brünn, Prag. Alles negativ, wir wussten teilweise nicht einmal ob es sich um Ärzte handelte, denn manche Aussagen der Ärzte erschien uns mehr als bedenklich (ich hatte vor etwa einem Jahr geschrieben, betreffend Blutgruppen).
Irgendwann zwischen den Versuchen wurde eine Schilddrüsenfehlfunktion festgestellt, die Medikamentös behandelt wurde, ganz am Ende der Behandlungen kamen wir auf eigeninitative drauf, das der Blutzucker auch nicht ganz okay war.
Nach dem letzten Versuch waren wir einfach nur fertig, körperliche Probleme (seit den IVF´s bin ich kurz vor der Blutung nicht mehr dicht, traue mich kaum mehr zu lachen oder zu husten) und natürlich auch die seelischen Schmerzen, Arbeiten für Versuche, die wieder nichts bringen würden.
Dann bekamen wir ein E-Mail, ich glaube es war ein Donnerstag vormittag. Unsere Adoptionsagentur (die wir eigentlich schon abgeschrieben hatten) hatte uns geschrieben, das zwei kleine würmchen im Ausland uns gerne kennenlernen wollten. Nach einigen Diskussionen mit Arbeitgeber fuhren wir hin. Und dort sahen wir unsere beiden Kinder, die uns die ganze Zeit verfolgt hatten, nur so glaube ich - so schöne Kinder hätten wir nicht zusammenbekommen. Nach einigen Monaten kam es zu einer Gerichtsverhandlung und diese beiden kleinen Würmchen wurden unsere Kinder.
Mittlerweile ist der Sommer vergangen und so hoffen wir, der Winter wird auch bald von dannen ziehen. Unsere beiden Kinder gedeihen, sie strahlen regelrecht, als wir sie kennenlernten war das Lächeln immer nur gekünstelt, doch nun strahlen sie heller wie die Sonne. Denn sie haben Eltern gefunden, die sie lieben, und auf sie aufpassen. Genauso wie wir unsere Kinder gefunden haben, und es ist wunderbar, schöner hätten wir uns das nicht vorstellen können. Natürlich ist es eine Belastung, sei es körperlich (ein Kind bekommt Zähne und das zweite ist nur schwer zu bändigen) und sei es seelisch (natürlich macht man sich gedanken über die Eltern, wie es ihnen wohl ergehen mag).
Wir sind nun eine Familie, und dieser ganze Kinderwunsch ist in weite Ferne gerutscht, obwohl es uns immer noch interessiert, wer weiss vielleicht starten wir in ein zwei Jahren nochmals durch.
Ihr seht vielleicht, das man nicht immer eine Schwangerschaft erleben muss um glückliche Mama oder Papa zu sein. Viel wichtiger ist es, das man die Kinder findet, die man ein Leben lang gesucht hat (so war es bei uns).
Ich wünsche euch trotz allem viel Glück, uns einen gesunden :snoopy: , denn teilweise geht es :grrdev: heiss her bei uns, da sind überall :juggle: :schaf: Spielsachen und die Putzis :meeting:. Und natürlich lieben wir alle unsere :musik: obwohl sie uns manchmal ziemlich :irre: :freak: machen. Es ist einfach nur :lol: zwei solche :bindagegen: :bindafür: :argue: zu Hause zu haben, denn meist sind sie :bussi: :angel:
Alles liebe
Maria