Re: Klinik Avapeter in St. Petersburg; ausführlicher Bericht.
Liebe Chaos, das darf doch alles gar nicht wahr sein... man steht völlig fassungslos daneben und weiß nicht, was man sagen soll. Scheint, als hätte dieser Typ sie echt voll in seinen (kranken) Bann gezogen.
Wenn du magst, kann ich mir einem entfernten Bekannten von mir reden, der in einer Beratungsstelle (Anlaufstelle für Suchtkranke, bei familiären Schwierigkeiten, aber eben auch bei kriminellen Delikten, rechts- wie linksextremen Verhalten, ...) arbeitet. Kenn ihn über die Schule (schick des Öfteren Kinder von mir dorthin) und er hat meist ganz brauchbare Tipps. Ich befürchte zwar, dass ihr als Eltern wirklich nicht mehr viel Einfluss auf eure Große haben werdet, aber vielleicht kann er euch etwas dabei helfen, dass eure ganze Familie mit der Situation zumindest etwas besser zurecht kommt? Eure Kleine scheint ja auch sehr unter der Situation zu leiden, von euch Eltern gar nicht erst zu reden... Ich weiß, das klingt jetzt alles so platt, es ändert ja nichts an dem Grundproblem, aber ich würde dir / euch so gerne zumindest irgendwie helfen!
Was Pixi anbelangt: Bitte mach dir wegen ihr kein schlechtes Gewissen. Man sagt zwar, dass Ungeborene seelische Belastungen ihrer Mutter mitbekommen, aber das kannst du im Moment ohnehin nicht verhindern, sondern maximal immer wieder etwas durchbrechen. Schau, dass du dir bewusst Auszeiten von diesem traurigen Thema nimmst (ist mir schon klar, dass das nur begrenzt geht, sie ist ja auch dein Kind) und dir etwas Gutes tust! Das ist dann auch gut für Pixi... und außerdem kenne ich spontan fünf Personen, die unter extrem ungünstigen Bedingungen "entstanden" sind / ausgetragen wurden (eine ist das "Ergebnis" einer Vergewaltigung, zwei waren komplett ungewollt, da haben die Mütter immer überlegt, ob sie sie nicht abtreiben lassen sollen, bei einem hieß es, dass er eine sehr schwere geistige Behinderung haben soll, also auch wieder die Frage der Abtreibung und der letzte im Bunde hat quasi die Scheidungsschlacht seiner Eltern im Mutterleib mitbekommen) - und alle sind zu stabilen, z.T. auch sehr fröhlichen Menschen herangewachsen! Wichtig ist, dass ihr eure Kleine liebt und das tut ihr über alles (wage ich jetzt als Außenstehende mal einfach so zu behaupten)!!
Ich wünsche dir / euch in den nächsten Tagen und Wochen ganz viel Kraft, dass ihr diese schwere Zeit gemeinsam durchsteht... wir sind jederzeit für dich da!
GLG, Tina