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  3. athene18

Beiträge von athene18

  • Missed Abort- 8 SSW​

    • athene18
    • 6. August 2021 um 23:29

    Liebe @Hope21 Downregulierung macht man eigentlich nicht automatisch dann, wenn man noch Eisprünge hat (sonst würden fast alle Frauen downreguliert), sondern wenn man mehrere hat oder zu frühen Eisprüngen neigt bzw. das Follikelwachstum trotz Östrogengaben anhält. Ich wurde in Spanien behandelt, anfangs ohne Downregulierung. Erst als klar war, dass ich trotz Östrogentabletten ES bekomme, wurde ich downreguliert. (Östrogentabletten bauen nicht nur die GSH auf, sondern viel von dem Zeug möge auch das Follikelwachstum bremsen - halt nicht immer).

    "Zumindest prüfen, ob man einen Eisprung hat" ist hingegen selbstverständlich - das machen alle. Wobei ich auch schon beobachtet habe, dass meine Klinik (... Spanien) den ES relativ früh im Vgl. zu manch anderen misst, d.h. die Follikel und GSH rechtzeitig beobachtet. Fand das immer gut, zumal die an Tag 7-8 auch schon gut genug sein kann. Wenn man z. B. dann downreguliert ist und eine Kryoblasto hat, kann man auch nach 8 Tagen den TF haben, d.h. hat einen größeren zeitlichen Spielraum für den TF.

  • Verlauf Schwangerschaft

    • athene18
    • 6. August 2021 um 19:24

    Meine Gyn hat ehrfürchtig von den Pränataldianostikern gesprochen und mich geschickt.

    bubble: Kopfschütteln wg. des Entbindungstermins. Bei mir hat sie auch in der 6SSW einen früheren reingeschrieben. Als ich dann gewechselt bin zur anderen Gyn und Maus brav die Längen lt. TF-Tag für eine Blasto eingehalten hat, hat diese alles schon verstanden, aber unter "errechnetem Termin" auch den der alten Gyn behalten. Wenigstens hatte ich davon überzeugen können, dass es KEINEN! Sinn macht, die letzte Periode zu befragen nach Decapeptylgabe UND ICSI.

    Jetzt im AKH - viele Monate später - lese ich doch im ernsthaft im Befund, dass sie meinen Geburtstermin mit meiner Mens im Januar berechnet haben! TF war am 5. März! Und ich hab es ihnen natürlich gesagt und es steht im Muki-Pass. Ich habe es durchgestrichen und daneben geschrieben über die Downregulierung und dem TF-Tag und ESZ ... aber sie haben einen neuen Ausdruck gemacht mit den alten falschen Daten. Man muss es immer wieder dazu sagen, sonst passiert noch ein Arztfehler deswegen. Sowas musste ich dann nach Leuven schicken - und im Anschreiben richtig stellen.

  • NEM/Medis zur Unterstützung

    • athene18
    • 6. August 2021 um 18:43

    Wobei man jetzt sagen könnte: hat trotzdem nicht direkt mit EZS zu tun, sondern mit ICSI allgemein. Hat aber dann wiederum ethisch insofern was mit EZS zu als die Scheiheiligkeit hier liegt: Erlaubt ist es, eigene Eizellen "zu reduzieren" (zu töten), verboten ist es, geschenkte Eizellen leben zu lassen, die es ansonsten auch gegeben hätte, nur wären sie entweder nie zum Springen gekommen oder danach im Klo gelandet.

  • NEM/Medis zur Unterstützung

    • athene18
    • 6. August 2021 um 14:29

    Wahnsinn, der Artikel! Der Begriff "Reduktion"! Unfassbar. Ab wann ist ein Mensch ein Mensch? Fetozid ist ein anerkannter Begriff. Warum sagt man nicht Embryozid?

    Für mich hat das Thema insofern schon mit EZS zu tun - aber nicht sehr -, als die Zwillingsquote höher ist - auch die eineiiger Zwillis. Sehr zu tun aber bezüglich Deutschlands somit scheinligem Embryonenschutzgesetz! 3 Tage alte Embryonen würden von sich aus nicht zeigen, ob sie sich weiterentwicklen oder nicht - das ist unfähr gegenüber denen, die sich von selbst zu Blastos entwickeln? - und müssen eingepflanzt werden! Und dann, etwa in der 6 SSW, wenn das Herz schlägt, dürfen sie abgetrieben werden? Hallo!?! Was ist das für ein Gesetz!?!

  • Schmierblutung in 7. SSW

    • athene18
    • 6. August 2021 um 13:58

    Schneewittchen Schließe mich an. Ich hatte Situationen, wo es nicht um einen US ging und das Blut rot war. Einmal ein kleines Hämatom, periodenstark - war in der Klinik, 7 SSW, eine Woche später auf der Arbeit kleine Blutung: Taxi, heim, hinlegen (Panik) - von Zuhause weitergearbeitet. Wenn rot, würde ich abklären lassen.

  • Progesteronwert VOR Transfer testen?

    • athene18
    • 6. August 2021 um 13:54

    Ach Lotti - die alte Frage, die wir hier schon oft diskutiert haben: 600 oder 800 mg. Ich zitiere mal die Ärztin, die hier im Forum von der Klinik Tambre in Madrid mir mal geantwortet hat: "Mit 800 mg sind Sie gut versorgt."

    Meine Klinik verschreibt 600 mg, aber ich habe ab TF 800 genommen bei den letzten beiden Versuchen. - Vorher nicht, weil das Zeitfenster mit 600 mg gut geklappt hatte, was ich durch eine MA vor knapp einem Jahr wusste (die Zeit rast ...)

  • Schmierblutung in 7. SSW

    • athene18
    • 5. August 2021 um 16:47

    Schneewittchen Alles, auch der Mumu und Gebärmutterhals werden besser durchblutet. Da kann das leicht passieren. Mir wurde auch gesagt: nur wenn es stärkere Blutungen sind, ab ins KH. Ich hatte braune SB anfangs nach US-Kontrollen.

  • leibliches Kind und Kind durch EZ

    • athene18
    • 4. August 2021 um 16:48

    Wir sind auch die sogenannten biologischen Mütter.

  • NEM/Medis zur Unterstützung

    • athene18
    • 4. August 2021 um 16:38

    Noch ein Argument gegen die BiotexCom, abseits von der in Frage stehenden Behandlung von Embryonen und Spenderinnen ist, dass sich, wenn alle Kliniken diese Strategie fahren, Deutschland wohl nie für die Einführung der EZS entscheiden wird.

  • leibliches Kind und Kind durch EZ

    • athene18
    • 3. August 2021 um 20:36

    Liebe Rospolino,

    ja, ihr werdet das schaffen, seid nicht zu alt. Und, ja ihr werdet es genauso lieben.

    Ich bin Single, 49 und dzt. mit einem Baby nach EZ- und Samenspende schwanger. Ich liebe sie so sehr meine Kleine, bin SSW 25.
    Und ich leide wie jede andere biologische Mutter, Gene hin oder her, darunter, dass meine Kleine mit einer schweren, lebensgefährlichen körperlichen Fehlbildung zur Welt kommen wird. Ich bange, ich hoffe, ich liebe, ich weine, ich scherze, ich singe, ich rede mit meinem Kind genauso wie alle anderen.

  • Verlauf Schwangerschaft

    • athene18
    • 3. August 2021 um 20:28

    bubble meine war ganz am Anfang auch größer, dann aber immer Punktlandung, bis zum eigentlichen Organscreening, wo die Hernie entdeckt wurde - und alle Messdaten waren sich sehr ähnlich in der Abweichung vom Mittel - also quasi proportional. 5 Tage später im AHK wurde das OS wiederholt, da war sie 50 g schwerer, aber ihre Einzelwerte wichen (alle im Normalspektrums) voneinander ab und insgesamt war sie eher wieder mittel bis zur Tendenz größer zu sein in ein paar Werten. Du siehst: es geht sprunghaft und manchmal auch seltsam zu.

    Auch Fruchtwasser: Immer im Schnitt, einschließlich OS. Seit AKH, wo nun sehr darauf geschaut wird (weil zu viel Wasser ein Hinweis auf eine störte Verdauungsfunktion des Babys durch die Hernie ist), schreiben sie immer "am oberen Limit", wenn sie reden, sagen sie aber immer "normal" - nach Augenmaß. Habe wohl auch einen großen Uterus.

    Bei "größer" würde ich mir gar keine Sorgen machen - es sei denn, du bist weiter in der Schwangerschaft, da muss man dann auf Schwangerschaftsdiabetes schauen. Das betrifft dann beides (soweit es keinen anderen Grund gibt, wie bei mir): Babygröße und Fruchtwassermenge.

  • Wie geht man die Vorbereitung zur EZS an?

    • athene18
    • 3. August 2021 um 20:19

    Abgesehen von Fragen würde ich auch die Preise der Einzelleistungen vergleichen: Was kostet ein Folge-Trasfer einer eingefrorenen Basto im Vergleich, was Embryoskop im Vgl. etc.

  • Verlauf Schwangerschaft

    • athene18
    • 1. August 2021 um 23:02

    Melpro: Juhuu! Herzlichen Glückwunsch zum kleinen Mann! Habt eine schöne Bonding-Zeit! :bouquet::bouquet::bouquet::bouquet:

    Wildflower: Schön, von dir hier wieder zu lesen und so gute News! Wir beide drücken alles an unseren Daumen und Däumchen!

    Noch Antwort auf ein paar Fragen und Anmerkungen von euch: Die Kosten trägt die Krankenkasse, weil mein behandelndes Uniklinikum mich dorthin schickt. Wobei ich noch nicht weiß, wie das mit dem Aufenthalt zwischen den beiden Balloneingriffen in Leuven wäre. Aber das wären Wohnkosten. Kann mir vorstellen, dass sie einen Teil trägt oder doch alles. Denn die Studie aus Leuven belegt, dass das Lungenwachstum gesteigert werden kann, sogar können die Organe somit zumindest partiell wieder nach unten gedrängt werden. Wenn argumentierbar ist, dass die Kosten der Nachbehandlung - was alles in Folge passieren kann und viel Geld für die Kasse verschlingt - wahrscheinlich höher wären als mein Aufenthalt in Belgien, zahlt sie vielleicht.

    Behinderung aus einer anderen Perspektive sehen: Definitiv ist es so. Sobald man in der Situation steckt und man sich auseindersetzt, geht der Schrecken zurück. Sonnenschein ist Sonnenschein. Ich habe einmal bei meinem ehemaligen Eistanztrainer, der geistig gehandicapte Kinder in Wien in EKL traniert, mitgemacht als Vorführläuferin, wir habe einen Tanz mit ihnen einstudiert. Sie waren alle so fröhlich und unbedarft. Und ihre Eltern so liebevoll mit ihnen. Wie gesagt geht man von einer isolierten Hernie aus bei meinem Mädchen aus. Aber - und das betrifft uns alle - sogar jeder Gentest hat ein kleines Restrisiko. Ich glaube, nicht bei jeder Krankheit - aber bei der Fruchtwasseruntersuchung muss genug Gewebe genommen worden sein und darin müssen auch diese Zellen vorhanden sein. Bei der Tochter meiner Schwester wurde vor der Geburt das Pallister-Kilian-Syndrom festgestellt, aber das ist ein Beispiel, wo man es nicht finden muss, und es wird dann erst nach der Geburt deutlich. (Das PKS kann man nicht vererben, es ist ein sporatisch auftretender Gendefekt.) Sie hat drei gesunde Kinder. Bei einer isolierten Hernie ist die frühe Kindheit das Schlimme - wenn von Geburt bis nach OP alles gut geht. Bis Kindergartenalter dauert alles verzögert. Und bei schweren Hernien kann am Ende Asthma bleiben und wohl eine Trichterbrust - aber selbst falls Trichterbrust/Kahnbauch überhaupt bleiben und dann auch noch stark sind, kann man das viele Jahre später noch operieren. Es gibt eine hohe Komorbidität als Folge von Herzproblemen über Darmverlüsste, Hiatushernie, lange Zeit der Ernährungsgewöhnung etc., wenn einmal das Lungenproblem im Griff ist - d.h. die Kinder so lange künstlich beatmet wurden - und die Beatmungsinstrumente nach und nach verringert - bis sie selbsständig atmen können. Das kann Wochen bis Monate dauern. Es kann sein, dass mein Mädchen mit 2 alles aufgeholt haben wird. Und keine offensichtliche Behinderung bleibt. In der Chirurgie sagte man mir, es hätte schon Fälle mit ungünstiger Prognose gegeben, wonach alle gestaunt hätten. Entweder war doch mehr Volumen da oder das Baby hatte so eine Kämpfernatur und das, was noch passieren kann, war bei ihnen auch ok: Wenn z. B. der Magen nach oben gerutscht ist: Kann sein, dass es Speiseröhrenprobleme bekommt, kann sein, dass das nicht so ist. Kann sein, dass die Darmschlingen unlustig verdreht sind oben, kann sein, dass dem nicht so ist. Kann sein, dass das Abdomen so schmal ist (weil es im Uterus nicht weiß, dass da eigentlich noch Magen und Darm unterkommen sollen), dass die Bauchdecke geweitet werden muss, kann sein, dass dem nicht so ist. Kann sein, dass soviel posteriorer (diese Art von Hernie ist vor allem hinten links) Zwerchfellrand da ist, dass man keinen Patch einnähen muss bei der OP. Jede Kleinigkeit macht es in Summe leichter. Vor uns stehen dann aber jedenfalls, wenn alles soweit gut geht, Lungenentzündigungen oder nur schwere Bronchitis, die aus kleinen Erkältungen hervorgehen usw. Wir können aber alles schaffen. Kann sein, dass mein Kind später einen Behindertenausweis braucht, kann sein - und ich glaube, wenn sie überlebt, ist das sogar um einiges wahrscheinlicher - dass dies nicht so ist.

    Ich halte mich jetzt am Ballon fest. Er soll nicht in den Himmel fliegen, sondern auf die Erde zurück. Dafür bin ich bei ihr. Für die nächste Zeit bin ich mal die Schwerkraft, die sie unten hält. Und dann werde ich alles tun, um sie hier unten festzuhalten. Heute auf Youtube ein Video von eineiigen Zwilligen gesehen, Frühchen, von denen eine im Brutkasten gedeihte, die andere zu sterben drohte. Eine Krankenschwester legte, als nichts anderes half, die Gesunde zur Kranken. Die Gesunde legte das Ärmchen um ihre Schwester. Die Wert der Schwester stiegen wieder. Vor 17 Jahren. Heute ein bekanntes Phänomen. Ich werde immer am Bett meiner Kleinen bleiben und sie berühren (bevor ich sie halten darf). Und vorlesen, damit sie meine Stimme hört. Und die Musik hören mit ihr, die wir hier hören. Ich werde nur weggehen, wenn ich essen, zur Toilette, schlafen muss.

  • Verlauf Schwangerschaft

    • athene18
    • 31. Juli 2021 um 20:37

    Honey123 Ganz herzlichen Glückwunsch zum kleinen Wunder und habt eine schöne Bonding-Zeit! :bouquet::bouquet::bouquet::bouquet:

    traumzauberbaum Ich bin davon überzeugt, dass du eine tolle Mami bist! Du denkst doch immer an das Wohlergehen deiner Tochter. Ich freue mich immer, wenn ich weiß, dass andere an uns denken. Das hilft mir, und wenn mir, dann auch meinem Mäusschen.

    claudia: Ich kann nicht mehr liken :thinking_face:

    Was sich getan hat: Das MRT war spooky. Die Geräusche ... ich hab mich irgendwann in sie hinein begeben und sie versucht musikalisch zu "verarbeiten". Baby hat dabei getanzt oder aber wollte weglaufen ... Hatte keinen Kaffee und nicht gefrühstückt, damit sie möglichst ruhig bleibt. Trotzdem gibt es Bewegungsartefakte. In sechs Wochen Wdh.

    Die schlimme Nachricht, auf die hin ich auch emotional erst einmal nicht so stabil war und mich nicht gemeldet habe, ist, dass lt. MRT nur 33 % Lungenvolumen da sind. Es ist viel Darm oben. Es kann sich ändern. Es kann sich nicht ändern und bei der OP kann Maus uns doch alle positiv überraschen. Bzw. müsste sie das erst einmal vor der OP. Sie muss es bis zur OP schaffen. Das sind die sehr traurigen Fakten. Aber die Hoffnung schiebt sich nach ein paar Tagen Leiden immer darüber. Ich lese die Patientenberichte immer wieder erneut. Ich bin ziemlich stabil und habe die Situation angenommen. Vor einer Woche auszusprechen: Ich kämpfe um das Leben meiner Tochter, hat einen Tränenbach hervorgerufen. Inzwischen ist es in mir drinnen. Rational. Am Fr. war ich in der Chirurgie zum Gespräch. Und wurde auch sehr gut behandelt. Es wurde mir Mut gemacht. Und ich habe mich bei einer öst. Privatdozentin, die dzt. aber an keiner Klinik praktiziert, sondern privat und deswegen nicht - wie von Kohl vorgeschlagen - mir eine Empfehlung schreiben darf, gemeldet. Laut Kasse dürfen das nur Unikliniken. Sie sagte, wenn es ihr Baby wäre, würde sie alles dafür tun, nach Leuven zu kommen. Mannheim wäre Spitzenzentrum für ECMO. Mannheim schreibt im Internet, man solle schauen, dass die eigene Chirurgie mind. 10 ECMO-Fälle jährlich hat. AKH hat 5-6 (nicht nur Herniefälle), davon 2 während der OP. Aber sie haben die ganzen Hernienfälle aus Ostösterreich. Das AKH Wien kooperiert mit Leuven. Meine mich betreuende Prof. am AKH meinte - nachdem ich mich inzwischen auch schon mal persönlich in Leuven umgehört hatte und prompt Antwort vom leitenden Chirurgen, Prof. Deprest, bekam, er wäre weltweiter der Herineinobergott. Die Leuven-Empfehdlung bezieht sich auf den Ballon, von dem ich berichtet habe. Am Montag gehen die MRT-Bilder nach Leuven, werden begutachtet und nach Nutzen/Risiko-Bewertung wird dann entschieden, ob wir nach Leuven zum Ballonimplantieren müssen. Für mich nur eine ambulante Schlüssellochbehandlung. Die neue internationale Studie, die Deprest geleitet hat (er hat den Ballon erfunden, Kohl in Mannheim offenbar eine Abart) zeigt positive Ergebnisse, allerdings eine Frühgeburtsquote von 20%. Sie implantieren zwischen SSW 27 und 29. Mannheim um die 32 SSW. Vorteil früher: Lunge hat mehr Zeit sich zu entfalten. Allerdings können natürlich später Frühgeburten besser aufgefangen werden. Wir würden für die Zeit des Ballons, 4-6 Wochen, in Leuven wohnen müssen, für den Fall, dass es eine Frühgeburt gibt. Nur Leuven kann dann den Ballon wieder rechtzeitig rausholen. Bei der Fruchtwasserpunktion musste zweimal gestochen werden und ich hatte danach keine Schmerzen, man prognostiizierte mensartige. Ich sehe das einmal als gutes Zeichen. Die Kamera, mit der der Ballon rein muss, ist nur 3 mm groß. Trisomie hat sie keine. Die Gentests brauchen noch. Laut MRT ist sonst auch kein Syndrom zu erkennen. Herz gut, Gaumen intakt ... Ganz genau kann man es nicht einmal mit Gentest sagen, nur wiederum: Wahrscheinlich isolierte Hernie. In zwei Wochen habe ich wieder US.

    Je nachdem, wie sich alles entwickelt nach Leuven, wird die Situation in der späteren Schwangerschaft neu bewertet. Wenn man sieht, dass sie an ein ECMO-Zentrum sollte, ist der Ofen mit Mannheim nicht aus - meine die Privatdozentin aus Feldkirch. Österreich schickte schon Babys nach Mannheim.

    Mäusschen bewegt sich und wächst. Ich nehme Vit A - gelesen, dass es für das Lungenwachstum gut ist, passe aber auf, weil man es nicht überdosieren darf - und esse als So-gut-wie-Veggie viermal die Woche Fleisch - Huhn und Lachs im Wechsel - damit meine Tochter Kraft bekommt. Es wird auch auf ihre Kraft und ihren Allgemeinzustand ankommen. Mein physischer ist sehr gut. Mein psychischer ist: ich glaube als Mutter entwickelt man die Kraft, die es braucht, für das Kleine das Beste zu machen - und zu kämpfen. Carpe diem. Wir genießen. Wir sind jetzt zusammen. Wir hören Musik, singen, gehen Spazieren und Schwimmen. Meine Ärztin sagt, dass ich alles tue und betont das alles.

    Wir können einfach nur tun - und hoffen. Wir freuen uns, wenn viele an uns denken und Kraft wünschen.

  • Verlauf Schwangerschaft

    • athene18
    • 21. Juli 2021 um 16:05

    Danke liebe traumzauberbaum und alle anderen für eure lieben Worte, die mir sehr gut tun. Eben hat mich meine Chefin angerufen, von der ich nur alle paar Wochen höre. Und nichts wollte ich ihr sagen - aber sie weiß es nun und es tat mir gut. Ich sagte ihr vor ein paar Wochen noch - als sie sich Sorgen wg. meines Alters und der Gesundheit des Kindes machte, denn sie weiß ja nichts von EZS - dass ich ein Mensch bin, der mit Schicksalsschlägen umgehen kann. Zuerst haben wir normal die Projekte durchgesprochen. Ich wollte, dass sie weiß, dass mit mir während April gar nicht voll und im Mai vermutlich nicht voll zu rechnen ist. Sie kennt aber nur den Verlauf, wenn alles gut geht - dass ich nach 3-6 Wochen mit operiertem Kind heimkomme, und "nur" mehr Zeit für die Kleine haben will, damit sie sich eingewöht mit mir als Hauptbezugsperson (die ich aber Vollzeit im KH natürlich auch sein werde), um Körpernähe zu haben (ich darf sie erst 1-2 Wochen nach der OP in die Arme nehmen) und natürlich kann ich keiner Tagesmutter dann schon die Verantwortung übertragen - d.h. 1-2 Monate in Elternkarenz gehen werde. Diese beste der Welten habe ich als normalen Verlauf dargestellt und damit vielleicht mehr als nur weniger beschönigt. Steinigt mich ruhig, wenn das zu sagen ein großer Fehler war. Aber dann würde ich sie und unser Rektorat schlecht kennen. Ich habe es gern, wenn man mit mir kalkulieren kann - das ist auch wichtig, weil wir Langzeitprojekte machen und ich ihre eigene Arbeitslast kenne und sehe, dass wir gut planen müssen.

    Während der Schwangerschaft und vorher habe ich mir auch Dokus angesehen von dem einen oder anderen Fall, wo ein Kind schwer krank wurde. Um mir zu sagen: EZS ist keine Garantie; weiß, was du tust und welche Verantwortung du übernimmst mit der Entscheidung.

    Es klingt seltsam, aber es ist jetzt schon so wie damals, als ich mir klar machen musste, dass es eine EZS wird: Wenn die Dinge auf dem Tisch liegen, ist es sehr schnell der "Normalfall". So selbstverständlich Mäusschen meine Gene nicht haben wird, so ist es jetzt schon so, als hätte ich sie letzte Woche näher kennengelernt. Dieser kleine Mensch hat eine Zwechfellhernie. Das ist sie. Und sie ist es, die ich wollte und die ich will. Die Hernie gehört nun zu ihr. Ich habe es schnell angenommen. Wo meine Grenzen der Akzeptanz sind, weiß ich heute nicht. Und dass die Überlebensphase zwischen Geburt und OP die schlimmste Zeit wird mit einer viel geringeren Überlebenswahrscheinlichkeit als nach der OP (dann 80 %), verdränge ich dzt. emotional.

    Kraft gibt mir meine Tochter, vor allem wenn sie sich bewegt. Letzte Woche war sie in SL, gestern bei der Untersuchung hat sie in BEL viel Yoga gemacht. Ich würde sie ja in BEL anbinden, wenn ich könnte und nachts im Sitzen schlafen - damit der Darm der Schwerkraft nachgibt.

  • Verlauf Schwangerschaft

    • athene18
    • 20. Juli 2021 um 22:13

    Nur der Smilie passt nicht - er sieht ja in der Legende wie ein zarter Smilie aus. Glücklich - wie er dann mit Bäckchen und geschlossenen Augen erscheint - davon bin ich in den nächsten Monaten weit entfernt. Die Ärztin heute hat mich aber zum Lächeln, wenn sie Scherze machte, bringen können. D.h.nur, ich kann punktuell auf etwas entspannt reagieren.

  • Verlauf Schwangerschaft

    • athene18
    • 20. Juli 2021 um 16:15

    - ich kann wieder liken - ein Zeichen von sich festigendem Optimismus (der in drei Tage weg sein kannn) - und machmal ein wenig smilen.

  • Verlauf Schwangerschaft

    • athene18
    • 20. Juli 2021 um 13:45

    Ein Update von mir - mit einem minikleinem Hoffnungsschimmer mehr.

    Das AHK hat heute das Organscreening wiederholt und genauestens nochmal auf andere Anzeichen geachtet, die einen Hinweis auf Chromosomenabweichung ergeben (Augenabstand, Lippen, alle Finger- und Zehchen, vor allem Herzchen ...). Dann war die Punktion, am Do ist MRT und am Fr. Befundbesprechung im Beisein von Chirurg und Psychologin.

    Die Diagnose wurde wiederholt: Alles bis auf die Hernie sieht soweit gut aus. Das Herz (von dem ich auf dem Bild von letzter Woche im übrigen meine zu erkennen, dass es nicht an die rechte Wand gedrückt ist - wie im Befund steht - , sondern "nur" soweit verdrängt ist wie alle andereren in dem Fall - aber das erfahre ich am Fr) ist in allen Funktionen offenbar gut und dzt. nicht beeinträchtigt (habe schon von einem Fall gelesen, wo es weit rechts war und dort belassen wurde, dem Kind geht es gut). Meine Einschätzung des Fotos war richtig: Es sieht im US nach einer 50:50-Entwicklung der Lunge aus. Das Lungenvolumen kann aber tatsächlich erst nach MRT-Befund realistisch eingeschätzt werden. Was ich mich hoffnungsfroh macht und ich mir dachte, ist dass es nicht der ganze Darm ist. Viel Darm ist unten. Dennoch sagte die Ärztin auch deutlich, dass es nicht nur daram geht, wieviel oben oder unten ist (vor allem wurde noch klarer, dass Liver-down an sich ein wichtigerer Marker sei als die Darmmenge, und Liver-down ist es weiterhin), sondern um das Lungenvolumen an sich. Es kann sich alles in den nächsten Monaten verschlechtern - es kann aber auch sein, dass Darm wieder etwas nach unten geht. Magen wohl nicht - das schloss der Arzt im KH Nord jedenfalls aus. Der Magen liegt klassisch neben dem Herzen. Gestern noch über die fetale Lungenentwicklung gelesen. Die Lunge beginnt sich, ab 22 und 23 SSW jetzt erst näher zu entwickeln. Bei frühen Frühchen, die entsprechend auch das Luftproblem haben wie Hernien-Babies wird eine Lungenreifungsspritze gegeben - das ist hilfreich, wenn man die Diagnose vor der 25 SSW hat. Auf meine Frage, ob man das bei Hernien auch macht, wurde dies bejaht. D.h. eine meiner Fragen zielt darauf, ob wir das sofort nächste Woche probieren. Meinen Fragenkatalog werde ich erst am Fr. vorlegen, wenn der Chirurg dabei ist. Wurde sogar dazu aufgefordert.

    Auf meine Frage nach einem Hernienzentrum/Empfehlung, falls es der schlimme Fall wird und wir eine FETO brauchen und ich Mannheim erwähnte, wurde mir gesagt, dass das AKH eine Kooperation mit einem anderen europäischen darauf spezialisierten Zentrum hat, das ist Leuwen in Belgien. D.h. wenn es ein schwerer Fall am Ende sein wird, würde ich für ich zunächst für die pränatale OP dorthin geschickt. Ich gehe nun aber Schritt für Schritt vor. Freitag bringt erst einmal Erkenntnisse.

    Natürlich weiß ich inzwischen, wie wichtig das Organscreening ist. Macht es bitte alle, auch die unter euch, die aus Österreich sind, d.h. wahrscheinlich privat zahlen müssen.

    Das Team im AKH war wieder top. Ich habe immer (wurde dort schon mal op.) das Gefühl, hier ist jeder Arzt psychologisch geschult. Sie sind ernst und scherzen, sind sanft und gleichzeitig stellen sie sich auf die Patientin auch ein, wenn sie merken, sie hat einen rationalen Zugang. Am Ende hatte ich ein Gespräch mit einer Psychologin - das hat jede Frau dort, dort sind nur schwierige Fälle. Das Psychologin-Gespräch war kurz und sehr gut. Es ging um meinen Bedarf, nachdem sie ihren Eindruck äußerte, dass ich sehr gut rational verarbeite, ohne das Emotionale zu verdrängen. Ich war und bin dankbar, dass es sie gibt und ich bei Bedarf auf sie zurückgreifen kann. Dabei sind wir verblieben.

  • AMH fast nicht mehr nachweisbar- Schwanger ?

    • athene18
    • 20. Juli 2021 um 13:18

    Stonie1990 An sich ist das fasch. Für sich hängt es möglicherweise (d.h. das ist nur meine Privatspekulation) davon ab, ob durch die frühzeitigen WJ das Östrogen bereits soweit gesunken ist, dass sich die GSH nicht mehr gut aufbaut. Es gibt Frauen, die haben keinen guten GSH-Aufbau mehr und reagieren außerdem - im Gegensatz zu den meisten! - nicht gut auf Östrogengaben. Denn wir nehmen ja alle Östrogenpillen zum GSH-Aufbau, wenn wir künstliche Zyklen für die EZS haben.

    Ich bin ein Beispiel für die meisten: 49, WJ haben angefangen (hatte im Jänner erstmals weniger Östrogen) und habe schon seit 2 Jahren FSH erhöht und AMH erniedrigt.

    Trotzdem bin ich dzt schwanger beim 3. TF und wurde auch im August beim 1. TF schwanger.

  • Verlauf Schwangerschaft

    • athene18
    • 18. Juli 2021 um 13:01

    Veilleicht eines noch, weil die Kommunikation Diplomatie erfordert. Als ich zu Kohl meinte, ich würde dann im AKH gleich sagen, dass ich mit ihm in Kontakt bin, sodass sie mir, wenn es schlimm ist, rasch eine Empfehlung für die KK schreiben können, riet er dringend ab: Das würde nach Misstrauen aussehen und gab mir zu verstehen, generell würden hochspezialisierte Kliniken so etwas nicht machen. Die Priv.Doz, die er kennt, ist inzwischen in Innbruck und ich schreibe sie im schlimmen Fall, ob sie ein Gutachten schreiben würde - freilich würde ich nach Innsbruck dann zur Zweitmeinung gehen. Und die Kasse zahlt eine Zweitmeinung in Ö. Oder ich versuche eine Zweitmeinung gleich für Mannheim bewilligt zu bekommen - und zahle diese dann ggfs. privat. Und ich denke: auch, weil sie selbst ja Erfahrung sammeln müssen, würden Kliniken solche Fälle nicht abgeben; andererseits: wenn es um Leben und Tod geht bzw. eine OP-Routine, die mitbestimmt, welche Langzeitproblem auftreten können, sind Ärzte doch human? .... Ich lese immer wieder, dass sogar Fachkliniken wie Charité oder Gießen nach Mannheim schicken.

    Die Krankenkasse hingegen sagte mir, das behandelnde (zwingend: Uni-)Klinikum muss diese Empfehlung ausstellen und wäre auch der Ansprechpartner.

    Über den Fall, dass es schlimm wird und die KK trotzdem Mannheim nicht zahlen will, weigere ich mich im Augenblick bereits nachzudenken.

    Wenn jemand Tipp in Sachen Diplomatie hat ...

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