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  3. Anna-Luise

Beiträge von Anna-Luise

  • [size=18][b]Eilt: [/b]IVF und Steuererklärung [/size] :wall

    • Anna-Luise
    • 14. Januar 2006 um 23:12

    Steuern u.ä. NebenKriegsschauplätze ...

    Hallo zusammen,

    einen Steuerbeater braucht Ihr m.E. nicht - kostet nur unnütz.

    Angeben könnt Ihr ALLE Kosten in der Steuererklärung unter "Außergewöhnliche Belastungen". Es empfiehlt sich, eine gesonderten Zettel mit einer Begründung zu schreiben, z.B.: Behandlungen in Deutschland ausgeschöpft, keine Krankenkassen-Unterstützung mehr zu erwarten, und wenn man ohnehin alles selbst zahlen muss, kann man auch ein Institut nehmen, das in Europa einen besonders guten Ruf hat, etc.


    Angesetzt haben wir, wie gesagt, die Rechnung von IVI, die nicht sehr differenziert einfach die Gesamtsumme ausweist. Hinzu kamen die Flüge, eine Verpflegungspauschale pro Tag pro Person (ich glaube 40,-€ pro Tag oder so), Taxikosten, eine Telefonpauschale für die vorherige Abstimmung mit IVI (ohne Quittung), die Kilometer zum Flughafen, die Parkplatzgebühren am Flughafen, die Medikamente, Hotelkosten mit Frühstück für 1 oder 2 Übernachtungen, wenn die Flüge ungünstig am Tag liegen, muss man halt bleiben. Wir haben allerdings geschrieben, dass wir ausschließlich wegen der Behandlung nach Valencia mussten, und nicht gerade noch einen Kurzurlaub angehängt haben.

    Soweit ich weiss, muss man auf jeden Fall 6 % des steuerpflichtigen Einkommens als außergewöhnliche Belastung ansetzen - erst darüber bekommt man entsprechend dem Steuersatz was zurück. In dem Jahr, in dem das Kind auf die Welt kommt, reduziert sich der Anteil, den man selbst tragen muss auf 4 %. Es lohnt sich also, möglichst viele Kosten in EINEM Jahr geltend zu machen und z.B. IVI zu bitten, die Gesamtrechnung zu einem bestimmten Datum auszustellen, auch wenn man schon vorher Anzahlungen geleistet hat.

    Viel Spass ;)

    Anna-Luise

  • ...die hoffnung stirbt zuletzt....

    • Anna-Luise
    • 14. Januar 2006 um 13:57

    Der Sieg der Hoffnung über die Erfahrung ....

    Hallo,

    mitten im - ernstgemeinten ! - Adoptionsverfahren klappte plötzlich die 8. IVF (die 2. mit EZS, in Valenvia, bei IVI).


    Wir sind eigentlich nur noch mal so "zum Abschiednehmen" von dem Thema eigene Kinder nach Valencia geflogen. Lagen danach auf der Bank im Park in der Sonne und redeten über die zukünftigen Kinder, die wir auf jeden Fall haben würden, wenn auch schon 2 oder 3 Jahre alt.

    Mein Mann war schon fast nicht mehr bereit mitzufliegen, weil er die ewigen neuen und dann geplatzten Hoffnungen nicht mehr aushielt. Und heute sagt er, dass Papa sein die Rolle seines Lebens ist.

    Jede muss den Zeitpunkt zum Aufhören selbst bestimmen. Oder er kommt von allein.


    Allen viel Glück, entweder bei einer EZS, einer Adoption oder wie auch immer. Lasst Euch nicht entmutigen, es gibt immer einen Weg. Adoptionen kann man auch dann erfolgreich abschließen, wenn es medizinisch vielleicht wirklich nicht mehr weiter geht. Und das sind dann auch EIGENE Kinder.


    Grüße

    Anna-Luise

  • [size=18][b]Eilt: [/b]IVF und Steuererklärung [/size] :wall

    • Anna-Luise
    • 14. Januar 2006 um 13:37

    Re: Eilt: IVF und Steuererklärung :wall

    Hi,

    mittlerweile sind wir "Steuer-erfahren":

    Wir haben ALLES steuerlich absetzen könen - die IVI-Rechnungen, die von den Medikamenten, die Flüge, Telefonkosten, Hotel, Verpflegungspauschalen, ...


    Ich kann nur dazu raten, alle Rechnungen und Quittungen aufzubewahren und einzureichen.


    Grüße

    Anna-Luise

  • Unsere lange Geschichte mit dem glücklichen Ende

    • Anna-Luise
    • 7. Januar 2006 um 20:05

    Hallo an alle zukünftigen Eltern !

    Wir überlegen, im Frühjahr noch einmal nach Valencia zu fliegen: Die Zeit mit unserer kleinen Tochter (gestern 15 Monate alt) ist eigentlich viel zu schön, als dass wir das nur einmal erleben wollen. Abe4r vielleicht sind wir ja auch vermessen - zwei Kinder nach so langer Behandlungszeit ist vielleicht ein wenig viel "verlangt", vor allem da ich jetzt schon 45 bin und mein Mann 47 ist. Wir wären auch mit einem sehr glücklich.

    Wenn nach Valencia und IVI gefragt wird, biete ich gerne Informationen an, weil wir so viel Glück gehabt haben und ich gerne etwas davon zurück geben möchte, indem ich anderen Mut mache oder weiter helfe, so weit ich das kann.

    Wir haben in Deutschland (Düsseldorf) 4 Inseminationen hinter uns gebracht, vor ein paar Jahren. Bei der 4. wurde ich schwanger, aber es endete mit einer Fehlgeburt, ich kenne das also auch, und es war eine furchtbare Zeit für uns hinterher. Danach haben wir 4 IVF in Düsseldorf durchgeführt, die noch alle von der Krankenkasse bezahlt wurden. Auf Antrag sogar noch 2 weitere, da man bei uns keine Ursache feststellen konnte, warum es nicht klappte. Insgesamt haben wir, glaube ich, noch etwa 2 oder 3 Kryo--Eizellen einsetzen lassen.

    Insofern haben wir also - noch - keine oder eher relativ wenig Kosten gehabt, aber heute würde ich anderen sagen, dass es viel vertane Zeit war. Denn man wird nicht jünger dabei, und SPÄTESTENS mit 40, eigentlich schon mit 38 würde ich heute anstelle einer IVF in Deutschland nach Valencia fliegen, dort eine Eizellspende mit ICSI machen und diese dann als normale, eigene ICSI "tarnen" - die Krankenkasse zahlt dann genauso viel wie hier in Deutschland. Und IVI gibt die normalen Bescheinigungen, die hier anerkannt werden.

    Bei uns war allerdings bereits alles ausgereizt bei der Krankenkasse, so dass ab dem Flug nach Valencia für uns ALLES aus eigener Kasse kam. Und das ist nicht wenig.

    Wir haben zuerst einen Gesprächstermin in Valenca wahrgenommen mit dem aufnehmenden Arzt. Man kann sich mit fast allen auf englisch verständigen, wenn das nicht geht, stehen auch deutsch sprechende Arzthelferinnen zur Übersetzung zur Verfügung. Bei diesem Termin werden auch die Spermien gleich dort gelassen, wenn man will. Wir haben dann alle Papiere unterschrieben.

    Erst dann wird eine passende Spenderin gesucht. (Was unter passend verstanden wird, kann ich noch mal berichten, wenn dich das interessiert. Ist aber alles durchweg positiv.) Auf mehrfache Nachfrage per Telefon und Mail haben wir dann nach ca. 3 Monaten einen Anruf bekommen und wurden gefragt, ob wir eine Spenderin im Alter von 21 mit einer bestimmten Blutgruppe haben wollten. Wir wollten. Nach ca. 2 Wochen, wenn die Eizellen entnommen und untersucht sind, bekommt man einen Anruf von IVI und muss dann innerhalb von 2 - 3 in Valencia sein.

    Beim ersten Mal hat es nicht geklappt. Auch die kryokonservierten Embryonen wollen oder konnten nicht bei uns bleiben. Das hat uns schon ziemlich mitgenommen - wieder so viel Aufwand, so viel Geld und vor allem: So viele Gefühle ...

    IVI hat sich als höchst professionelle, kühl eingerichtete Privatklinik herausgestellt. Die Ärzte scheinen alle recht gut ausgebildet zu sein. Auch am Wochenende hat IVI durchgehend auf, allerdings nur für den Ebryonentransfer, da viele Paare gerne übers Wochenende kommen. Eine nennenswerte einfühlsame Betreuung gibt es nicht, aber das wollen wir auch nicht. Man trifft dort kaum jemals auf die gleichen Ärzte oder Arzthelferinnen, aber die Aktenführung scheint gut, so dass derjenige, der uns betreute, genau zu wissen schien, was er tat.

    Parallel haben wir über eineinhalb Jahre ein sehr, sehr aufwändiges Verfahren für eine Auslandsadoption geführt, mit vielen Terminen, durchaus nicht wenig Geld und z.B. einem 20seitigen Psychologischen Gutachten, das wir natürlich selbst bezahlen mussten, außerdem ca. 15 - 20 weitere Bescheinigungen. Und dieses Verfahren haben wir durchaus ernst gemeint - wenn es mit Valencia nicht geklappt hätte, dann sehr wahrscheinlich mit diesem Verfahren. Aber das ist ein anderes Thema.

    Wir haben dann noch eine weitere Spenderin suchen lassen und sind ein weiteres Mal nach Valencia geflogen, diesmal mit Erfolg. Wir haben eine gesunde, hübsche Tochter mit blondem Haar und blauen Augen und hätten am liebsten noch ein Kind.

    Gekostet hat uns jeder "Versuch" bei IVI 6.000,- €, hinzu kommen Flug, Hotel, Verpflegung etc.. Das waren die Preise in 2004, mittlerweile liegen sie bestimmt höher !

    Ich würde mir unbedingt eine aktuelle Preisliste vorher geben lassen. Bei uns hatte man zwischendurch die Preise erhöht und wollte dann die zugrunde legen statt die am Anfang vereinbarten. Wir haben uns dann ziemlich empört darüber, was dazu führte, dass wir uns letztlich in der Mitte geeinigt haben.

    So, dass müsste für erste reichen, oder ? Wenn Ihr noch weitere spezielle Fragen habt, dann meldet Euch.

    Und viel Glück !!!


    Anna-Luise

  • [size=18][b]Eilt: [/b]IVF und Steuererklärung [/size] :wall

    • Anna-Luise
    • 8. April 2005 um 14:55

    Wer hat Erfahrungen mit dem Absetzen von IVFs in Spanien bei der Steuererklärung ?

    Unser Finanzamt will die Reisekosten (Flug + Hotel) nicht anerkennen, weil es die IVF ja auch in D-land gibt.

    Hat jemand angegeben, dass es sich um eine Eizellspende handelt ?
    Wie waren die Erfahrungen ?

  • Gute Erfahrungen mit IVI - Valencia !

    • Anna-Luise
    • 8. April 2005 um 13:43

    Wir waren in Valencia und haben nun eine gesunde Tochter, die ein halbes Jahr alt ist !

    Ich kann IVI Valencia jedem nur empfehlen. Wir waren zum Vorgespräch dort, dann zweimal für einen ersten Zyklus (beim zweiten Mal Einsatz von kryokonservierten Embryonen), der leider aber nicht erfolgreich war, und haben dann aber nicht aufgegeben.

    Ein halbes Jahr später sind wir erneut nach Valencia geflogen, und dann hat es geklappt !!!

    Natürlich gibt es in so einer Klinik keine permanente und persönliche Betreuung. Wir haben dort auch keine psychische Unterstützung oder Freunde fürs Leben gesucht, sondern Fachleute, die uns medizinisch kompetent zu einem gesunden Baby verhelfen, und das haben sie getan.

    Wenn jemand die etwas sterile und unpersönliche Betreuung und Atmosphäre beklagt, dann sollte man sich vielleicht fragen, was man eigentlich sucht. Mut gemacht haben uns Freunde, dazu brauchten wir wir uns gegenseitig, aber nicht Ärzte von IVI, die wir wahrscheinlich nur ein- oder zweimal im Leben sehen. Natürlich hatten wir auch unsere Durchhänger, aber dann habe ich keine Mail nach Valencia geschickt, sondern Freunde angerufen oder bin mit meinem Mann mal schön ausgegangen.

    Die Abstimmung per Mail und hin und wieder per Telefon hat hervorragend geklappt. AnsprechpartnerInnen per Telefon zu finden, war wirklich manchmal etwas schwierig, aber jede Mail, die ich spät abends noch verschickte, wurde spätestens am nächsten Vormittag beantwortet, so dass die eigentliche Behandlung optimal abgestimmt war.

    Wir haben Lust, im kommenden Jahr noch einmal nach Valencia zu fahren und vielleicht ein zweites Baby zu haben.

    Ich bereue keine Mail und keinen Euro - im Gegenteil ! Ich freue mich ungeheuer, dass wir diesen Weg gegangen sind und nun eine glückliche Familie zu dritt sind.

    Viel Erfolg an alle.

    Anna-Luise und Familie

  • Wir auch !

    • Anna-Luise
    • 8. April 2005 um 13:26

    [size=18px][/size]
    Unsere Tochter wurde vor einem halben Jahr geboren, mit Unterstützung von IVI in Valencia, beim zweiten Zyklus.

    Wir möchten allen Mut machen, die diesen Weg gehen wollen - es kostet viel Zeit, Nerven und Geld, kein Zweifel, und ein Erfolg ist auch nicht garantiert.

    Aber das alles ist völlig vergessen, wenn das Baby da ist. :flower:
    Das Leben ist seitdem so viel schöner geworden, dass sich das alles lohnt. Voraussichtlich fahren wir nächstes Jahr wieder nach Valencia !!!

    Versucht es einfach und lasst Euch durch nichts und niemanden davon abbringen.

    Viel Glück für alle.

    Anna-Luise und Familie

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