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Beiträge von Clinica Tambre

  • Was ist erlaubt oder nicht ratsam in den Tagen nach dem Transfer?

    • Clinica Tambre
    • 27. Juli 2020 um 15:53

    Wie Sie weiter oben schon geschrieben haben gibt es unterschiedliche Empfehlungen zum Thema Verhalten/Sport/Schwimmen nach Embryotransfer.
    Es gibt keinerlei Erkenntnisse, dass Schwimmen (auch im Chlor-Pool) einer (Früh-)-Schwangerschaft schadet. Leichte Bewegung ist ja sogar sehr gut.

    In der 2. Woche nach dem Transfer können Sie ohne Bedenken schwimmen (Pool, Meer), da Sie ja auch keine vaginale Medikation einnehmen.

    Im Zweifel halten Sie sich aber an die Empfehlungen Ihres behandelnden Arztes, der Sie ja am besten kennt!

    Ich wünsche Ihnen alles Gute für den Transfer und einen erholsamen Urlaub mit der Familie!

  • Fraxi anstatt Clexane gespritzt

    • Clinica Tambre
    • 27. Juli 2020 um 11:28

    Liebe Molly73,


    bei einer Medikamenten-Verwechslung bekommt man natürlich erstmal einen Schreck. Machen Sie sich in diesem Fall aber bitte keine Sorgen. Sowohl Clexane (Enoxaparin) als auch Fraxiparin sind niedermolekulare Heparine und wirken hemmend auf den Gerinnungsfaktor Xa.
    Bei einer einmaligen Verwechslung ist mit keiner Konsequenz zu rechnen.
    Am besten legen Sie die Fraxiparin-Spritzen ganz weit weg, es ist sinnvoll bei einem Präparat zu bleiben.

    Liebe Grüße und alles Gute wünsche ich Ihnen!

    Dr. med. univ. Jana Bechthold

    Clínica Tambre in Madrid

  • Was ist erlaubt oder nicht ratsam in den Tagen nach dem Transfer?

    • Clinica Tambre
    • 27. Juli 2020 um 11:10

    Liebe Inali,


    grundsätzlich ist gegen Schwimmen nichts einzuwenden. Jedoch sollten Whirlpools etc. (warmes Wasser) gemieden werden, da diese vaginale Infektionen begünstigen können. Wenn Sie Progesteron vaginal einnehmen könnte das Baden die Wirkung verringern, in diesem Fall wäre ich mit dem Baden auch eher zurückhaltend.
    Mir ist keine Untersuchung/Studie bekannt, die eine Extra-Dosis Östradiol nach dem Geschlechtsverkehr empfiehlt.

    Herzliche Grüße

  • PRP Therapie

    • Clinica Tambre
    • 26. Juli 2020 um 14:17

    Vielen lieben Dank für Ihren Bericht!

  • LIPOPROTEIN (a) WERT ZU HOCH

    • Clinica Tambre
    • 23. Juli 2020 um 17:20

    Liebe *sternchen*,


    ich kann gut verstehen dass Sie nach der Ursache suchen. leider kommt es je nach Alter bei ca. 15-30% der befruchteten Eizellen zu einer frühen Fehlgeburt. Häufig sind Chromosomen-Anomalien die Ursache, daher steigt das Risiko vor allem mit dem Alter der Frau. Wenn mehrfach Fehlgeburten auftreten sollte man nach weiteren Ursachen forschen. Leider kommen einzelne Fehlgeburten jedoch gar nicht so selten vor und sind natürlich für die betroffenen Frauen und Paare ein schlimmes Erlebnis.

    Ich hoffe dass dieses Mal alles klappt und wünsche Ihnen alles Gute!

  • LIPOPROTEIN (a) WERT ZU HOCH

    • Clinica Tambre
    • 23. Juli 2020 um 10:14

    Liebe *sternchen*,


    das Lipoprotein-a ist ein Fett-Transport-Protein und ein erhöhter Wert kann mit kardiovaskulären Risiken (Arteriosklerose, Thrombose...) einhergehen.
    Das Protein wird genetisch vererbt und der Wert ist kaum beeinflussbar. Trotzdem ist grade bei erhöhtem Wert ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung und gesunder Ernährung empfohlen!
    Auch in Bezug auf die Schwangerschaft hat Lipoprotein-a eine Bedeutung, da in der Schwangerschaft das Thromboserisiko nochmal steigt.
    Sollten weitere Risiken (z.B. mehrfache Fehlgeburten, eine Thrombose in der Eigen-Anamnese oder in der Familie...) vorliegen wäre bei Ihnen eine Heparin-Gabe in der Schwangerschaft (und Wochenbett) empfohlen.


    Hierzu gibt es eine Leitlinie, auf Seite 95 wird das Thema Thrombophilie und Schwangerschaft thematisiert:

    https://www.awmf.org/uploads/tx_szl…axe_2015-12.pdf


    Sprechen Sie noch einmal mit ihrer Ärztin und klären Sie gemeinsam die bestehenden Risikofaktoren, um zu evaluieren ob eine Heparin-Gabe notwendig ist.


    Alles Gute und herzliche Grüße aus der Kinderwunschklinik Tambre in Madrid
    Dr. med. univ. Jana Bechthold

  • Folsäure überdosiert????

    • Clinica Tambre
    • 23. Juli 2020 um 09:39

    Liebe Sabrina,


    gab es einen Grund warum 10mg Folsäure empfohlen wurden? (Einige Medikamente können die Folsäureaufnahme hemmen, dann wird eine höhere Dosis empfohlen, ebenso zur Prophylaxe wenn eine Schwangere ein Kind mit Neuralrohrdefekt auf die Welt gebracht hat).
    Normalerweise ist eine Substitution mit 400-800 Mikrogramm (Tabletten) ausreichend und wird mindestens 4 Wochen vor der Konzeption und bis zur 12. Schwangerschaftswoche (vor allem zur Verhinderung von Neuralrohrdefekten) empfohlen. Da bei Schwangeren und stillenden Frauen jedoch ein erhöhter Folsäurebedarf besteht, wird Folsäure meist über die gesamte Schwangerschaft und Stillzeit weiter substituiert. Über Lebensmittel wird zusätzlich (im Schnitt unter 200 Mikrogramm) Folsäure aufgenommen.
    Wenn der Folsäure-Wert im Blut vor der Schwangerschaft sehr niedrig war und nicht mindestens 4 Wochen vor Konzeption mit der Einnahme begonnen wurde, wird manchmal auch eine höhere Menge (4-5mg) verschrieben.

    Ob eine höhere Folsäure-Einnahme (5-10mg) vor weiteren fetalen Fehlbildungen schützt ist nicht klar belegt, es gibt aber Hinweise.

    Bei einer Folsäure-Überdosierung können Symptome wie Erregungszustände, Magen-Darm-Beschwerden oder Übelkeit auftreten. Dies kommt jedoch selten vor.

    Falls es in Ihrem Fall einen Grund zur hoch dosierten Folsäure-Einnahme gab oder gibt, sprechen Sie sich noch einmal mit Ihrem Arzt ab.
    Da Sie im Januar die Dosis auf 5mg reduziert haben und keine Symptome einer Überdosierung haben, denke ich nicht, dass die Einnahme Ihnen oder Ihrem Kind Schaden zugefügt hat.

    Wahrscheinlich haben Sie gelesen, dass es Studien gibt, die vermuten dass das Autismus-Risiko durch eine Folsäure-Überdosierung steigen kann. Jedoch sind die Studienergebnisse sehr unterschiedlich (einige Studien fanden einen schützenden Effekt und einige einen negativen Effekt) und dabei geht es um das letzte Schwangerschaftsdrittel. Im ersten Drittel ist die schützende Wirkung (auch höherer) Folsäureeinnahme unumstritten. Zudem kann man von der eingenommenen Menge nicht direkt auf den Blutwert schließen (der ausschlaggebend ist), da Frauen Folsäure wohl unterschiedlich verstoffwechseln.

    Bezüglich eines Krebsrisikos: Es gibt Daten die besagen, dass Folsäure vor einer Krebserkrankung schützt. Bei schon vorhandenen bösartigen Läsionen (Krebs oder Krebsvorstufen) könnte sich zu viel Folsäure jedoch eventuell auf das Krebswachstum negativ auswirken.

    Ich hoffe ich konnte Sie ein bisschen beruhigen. Ich denke es ist wichtig dass Sie noch einmal mit dem verschreibenden Arzt sprechen und klären ob es einen Grund für die höhere Dosierung von Folsäure gab. Falls nicht reicht eine Aufnahme über die Nahrung, bzw. 400-800 Mikrogramm (die in Femibion enthalten sind) aus.


    Alles Liebe und herzliche Grüße aus Clínica Tambre in Madrid.

  • Immunoglobulin oder Lipovenös für NK Senkung

    • Clinica Tambre
    • 22. Juli 2020 um 12:27

    Liebe Stephanie,


    es freut mich dass die Antwort für Sie hilfreich war.

    Zu Ihren Fragen:
    Wir verabreichen die Immunglobuline in der Regel am Tag des Embryotransfers und alle 3 Wochen.
    Um die Indikation und Dosis genau zu evaluieren haben wir eine Immunologin in unserer Klinik. Wenn Sie eine Beratung mit unserer Immunologin wünschen, können Sie sich gerne per E-Mail über information@clinicatambre mit unserer deutschsprachigen Patientenbetreuung in Verbindung setzen.


    Wenn eine Indikation zur Einnahme von Prednisolon besteht ist es wichtig mit der Einnahme fortzufahren.

    Alles Gute und herzliche Grüße

  • Immunoglobulin oder Lipovenös für NK Senkung

    • Clinica Tambre
    • 20. Juli 2020 um 10:20

    Liebe Stephanie,


    Intralipid und Immunglobuline sind Immunmodulatoren für die Expansion natürlicher Killerzellen. Beide Medikamente werden als gleich gut eingestuft, daher wird abhängig von der Erfahrung des jeweiligen Arztes das eine oder das andere verschrieben.
    Bei Clínica Tambre haben wir gute Erfahrungen mit Immunglobulinen.
    Es ist sehr wahrscheinlich dass Sie weiterhin eine Behandlung mittels Immunmodulatoren benötigen.

    Ich hoffe ich konnte Ihre Frage beantworten.

    Herzliche Grüße aus Clínica Tambre in Madrid

  • Transferfenster, wenn PU relativ spät stattfindet

    • Clinica Tambre
    • 14. Juli 2020 um 16:38

    Liebe athene,


    ein Follikel von 6mm ist unauffällig (Antralfollikel sind <10mm groß) und ist am Tag 8 kein Hinweis darauf, dass ein Follikel unter Progynova wächst. Der ZVS ändert sich durch das Östrogen (wird flüssiger), Progesteron macht ihn zähflüssiger. Die Veränderung in Ihrem Fall ist also durchaus auf die Progynova-Einnahme zurückzuführen.
    Ein Eisprung unter Progynova ist nicht ausgeschlossen, aber da der Ovulationstest negativ ist können Sie davon ausgehen, dass kein Eisprung stattfand (natürlich ist der Ovulationstest auch nicht 100% zuverlässig).
    Sollte ein Eisprung stattgefunden haben würde die Basal-Temperatur jetzt ja langsam steigen.
    5-6 Tage nach Eisprung wäre ein Transfer problemlos möglich, wenn dieser länger zurückliegt sollte eine Kontrolle der Gebärmutterschleimhaut erfolgen. Wenn diese nicht rezeptiv aussieht oder sollte es zu Blutungen kommen sollte der Transfer verschoben werden.

    Alles Gute wünsche ich Ihnen

  • Transferfenster, wenn PU relativ spät stattfindet

    • Clinica Tambre
    • 13. Juli 2020 um 19:17

    Liebe Athene18,


    genau richtig, ausschlaggebend ist die Dauer der Progesterongabe. Wichtig ist, dass Sie die Östrogentherapie weiterführen und nicht unterbrechen. Im Zweifel könnte noch einmal eine Ultraschalluntersuchung gemacht werden und die Gebärmutterschleimhaut erneut beurteilt werden. Wenn die Dicke und der dreischichtige Aufbau weiterhin stimmen kann zum gewählten Zeitpunkt die Progesteron-Gabe starten.
    Sicher wird es auch bei der Spenderin in ein paar Tagen soweit sein, dass die Follikelpunktion stattfinden kann.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute für den Transfer! Herzliche Grüße aus der Clínica Tambre in Madrid.

  • Verschiebung Implantationsfenster nach Abbruch?

    • Clinica Tambre
    • 13. Juli 2020 um 18:53

    Liebe Endi,

    dass eine Chromosomenstörung vorlag tut mir sehr leid, die Entscheidung zum Abbruch ist Ihnen sicher nicht leicht gefallen.
    Versuchen Sie trotzdem das Positive mitzunehmen: eine Einnistung hat stattgefunden und eine Schwangerschaft kam bei Ihnen zustande. Es wird hoffentlich erneut klappen.


    Dass sich das Implantationsfenster verschoben hat, ist bei einmaliger fehlgeschlagener Einnistung eher unwahrscheinlich. Zumal bei Ihnen vorher eine Einnistung zustande kam.
    In unserer Klinik haben wir Erfolgsraten von ca. 48% im 1. IVF-Zyklus (eigene Gameten), bis zum 3. Zyklus eine kumulative Erfolgsrate von 83%.
    Leider kommt es also nicht bei jedem Transfer zu einer Einnistung.


    Ein operativer Schwangerschaftsabbruch (so wie jede Ausschabung der Gebärmutter) kann sich negativ auf die Gebärmutterschleimhaut auswirken und kann auch zum Beispiel zu Einnistungsversagen führen, das Risiko ist aber vor allem bei mehrfachen Ausschabungen höher. Zudem wird bei Schwangeren Frauen eine die Gebärmutterschleimhaut schonende Ausschabung durchgeführt, um dieses Risiko zu minimieren.
    Sollte es mehrfach zu Einnistungsversagen kommen sollten weitere Tests durchgeführt werden. Bisher kann man bei Ihnen jedoch von einem normalen Verlauf ausgehen und ich drücke die Daumen dass der nächste Transfer erfolgreich ist.

    Alles Gute und herzliche Grüße aus der Clínica Tambre in Madrid.

  • Starke Sturzblutung

    • Clinica Tambre
    • 11. Juli 2020 um 10:38

    Liebe Hausi,


    Blutungen in der Schwangerschaft, vor allem wie in Ihrem Fall starke Blutungen, sind immer sehr ernst zu nehmen und gelten als drohende Fehlgeburt. Das war sicherlich ein großer Schock und Sie machen sich unglaubliche Sorgen.
    Leichte Blutungen können auch durch Gefäßeinrisse oder als Kontaktblutung entstehen. Bei stärkeren Blutungen findet sich häufig eine teilweise Ablösung der Plazenta (im Ultraschall manchmal als Hämatom sichtbar), die Ursache ist aber nicht immer klar zu erkennen.
    Leider kann man nur abwarten und unterstützende Medikamente geben (bekommen Sie ja schon) und sich körperlich schonen.
    Sehr erfreulich ist, dass die Blutung fast aufgehört hat und die Schwangerschaft intakt ist. Dass der HCG-Wert hoch ist (bzw. gestiegen ist) ist positiv, am wichtigsten sind vorsichtige Ultraschall-Kontrollen bei denen die Herzaktion immer bestätigt werden sollte.
    Eine entrundete Fruchthöhle kann auf eine gestörte Frühschwangerschaft hinweisen, da aber eine positive Herzaktion vorhanden ist, würde ich dem nicht zu viel Bedeutung zukommen lassen.
    Ich kann gut verstehen dass Sie gerne eine Prognose wissen würden, leider gibt es jedoch
    keine zuverlässige Vorhersage und es bleibt nur das Abwarten und Schonen.
    Was Sie berichten (nur noch leichte Blutung, intakte und zeitgerechte Schwangerschaft, hoher HCG) klingt positiv, daher ist eine Entlassung aus der Klinik sobald Sie blutungsfrei sind sehr wahrscheinlich. Nehmen Sie weiterhin Ihre Medikation, schonen Sie sich weiterhin körperlich (leichte Aktivität) und vereinbaren Sie eine Kontrolle bei ihrem Frauenarzt/Ihrer Frauenärztin. Ich drücke Ihnen die Daumen dass die Schwangerschaft sich weiterhin zeitgerecht entwickelt, die momentanen Ergebnisse sehen ja ganz danach aus.


    Alles Gute wünsche ich Ihnen und herzliche Grüße aus der Clínica Tambre in Madrid

  • Mein ERA-TEST ERGEBNIS

    • Clinica Tambre
    • 10. Juli 2020 um 08:56

    Liebe Shelljane,


    wenn z.B. am 5. Tag der Progesteron-Gabe eine Biopsie durchgeführt wird und das Ergebnis des ERA-Tests „pre-rezeptiv“ ist, ist es wahrscheinlich, dass am 6. Tag/7. Tag ein rezeptives Endometrium vorliegt. Um ganz sicher zu sein wird aber häufig eine 2. Biopsie empfohlen. Diese ist natürlich mit erneutem Aufwand und Kosten verbunden, dieses muss sorgfältig gegeneinander abgewägt werden. In Ihren Fall wurde eine zweite Biopsie empfohlen, um das optimale Implantationsfenster sicher zu erfassen. Damit gehen Sie auf Nummer sicher.
    Lassen Sie sich aber am besten nochmal von Ihrem betreuenden Arzt/Ihrer betreuenden Ärztin in Kenntnis Ihrer Vorgeschichte beraten ob ihm/ihr eine 2. Biopsie notwendig erscheint.

    Herzliche Grüße aus der Clínica Tambre in Madrid

  • Keine Mens, Zyklus mit dem der Spenderin anpassen

    • Clinica Tambre
    • 7. Juli 2020 um 08:58

    Liebe Schnabel,


    wenn die Hormonwerte in Ordnung sind und z.B. keine Eierstockzyste vorhanden ist reichen auch 4-5 Wochen aus. Es geht vor allem darum den eigenen Zyklus zu unterdrücken und jederzeit mit dem Aufbau der Gebärmutterschleimhaut beginnen zu können.

    Herzliche Grüße

  • ERA Test sinnvoll? gültig bis wann? kosten?

    • Clinica Tambre
    • 5. Juli 2020 um 13:06

    Liebe Stephanie,


    bei Endometriose können unter Anderem geringe Eizellreserve/Eizellqualität, aber auch Einnistungsversagen ursächlich für die Sterilität sein. Zum Beispiel können eine chronische Entzündung des Endometriums oder Veränderungen des Mikrobioms, sowie eine relative Progesteronresistenz möglich sein.
    Die Ursachen sind also vielfältig und oft gar nicht so einfach zu diagnostizieren.


    Bei mehrfachem Einnistungsversagen von qualitativ guten Embryonen kann es sein, dass als Ursache ein verschobenes Implantationsfenster vorliegt (in ca. 20-25% der Fälle). Dieses kann mit dem ERA-Test diagnostiziert und korrigiert werden.
    Daher kann der ERA-Test in Ihrem Fall hilfreich sein, sie berichten ja von mehrfach frustranem Embryotransfer bei Embryonen guter Qualität.

    Sollte sich ein verschobenes Implantationsfenster herausstellen kann durch die Korrektur die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit auf jeden Fall erhöht werden.

    Das ERA-Test-Ergebnis ist für alle folgenden Embryonentransfere aussagekräftig.

    Bei einem postrezeptiven Endometrium im ERA-Test wird Ihnen wahrscheinlich eine zweite Biopsie empfohlen werden um den optimalen Zeitpunkt eines Transfers herauszufinden. Manchmal ist dies jedoch nicht notwendig und der optimale Zeitpunkt kann kalkuliert werden, je nach Ergebnis wird Sie ihr behandelnder Arzt hierzu beraten.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute und einen erfolgreichen Zyklus!

    Herzliche Grüße aus Madrid

  • verzweifelt: brauche rat

    • Clinica Tambre
    • 5. Juli 2020 um 11:42

    Liebe Maramarella,


    es tut mir wahnsinnig leid, dass Sie so viel durchmachen mussten und Ihre kleine Tochter verloren haben. Das ist eine traumatische Erfahrung und Ihre Angst davor, dass sich dieses Schicksal wiederholen könnte vollkommen verständlich. Wichtig ist sicherlich auch, dass Sie sich erstmal die benötigte Zeit für sich nehmen, um dieses Ereignis verarbeiten zu können. Haben Sie keine Hemmungen davor ihren Arzt/ihre Ärztin nach psychologischer Unterstützung zu fragen, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen das gut tun würde, auch im Hinblick auf eine Folgeschwangerschaft. Leider gibt es immer wieder Frauen/Paare die ein Kind verlieren, Ihr Schritt Ihre Geschichte hier im Forum mit uns zu teilen ist für alle Betroffenen und sicher auch für Sie selber hilfreich, vielen Dank dafür.
    In den Kommentaren wurden Ihnen schon gute und hilfreiche Vorschläge gemacht.
    Sicherlich sollten Sie sich vor einer erneuten Schwangerschaft noch einmal beraten lassen, evtl. ist die vollständige Resektion des Uterusseptums sinnvoll. Ein Uterus-Septum kann vor allem zu Einnistungsversagen und Fehlgeburten führen, bei Frühgeburten sind häufig Infektionen ursächlich.
    Bezüglich einer erneuten Cerclage, bzw. eines totalen Muttermundsverschlusses wurde Ihnen schon die Seite des Saling-Instituts zur Information empfohlen. Bei Ihrer Vorgeschichte kann eine prophylaktische Cerclage/Muttermundsverschluss durchgeführt werden, sollte es zu einer Gebärmutterhalsverkürzung kommen ist diese in jedem Fall empfohlen. Lassen Sie sich zu Beginn der Schwangerschaft in einem spezialisierten Zentrum beraten.
    Auf jeden Fall ist während einer erneuten Schwangerschaft wichtig, dass Sie Vertrauen zu Ihrem behandelnden Gynäkologen/ihrer behandelnden Gynäkologin haben, eine intensivierte Schwangerschaftsvorsorge ist empfohlen. Absolute Bettruhe bringt auch Risiken mit sich (z.B. Thromboserisiko...) und wird in der Regel nicht empfohlen. Es sollte frühzeitig in der Schwangerschaft ein Diabetes-Test erfolgen, vaginale Infektionen ausgeschlossen werden und eine Kontrolle der Gebärmutterhalslänge durchgeführt werden (jedoch nicht zu häufig, vor allem in der Frühschwangerschaft keine vaginalen Tast-Untersuchungen, da hierdurch auch Infektionen entstehen können). Auch die frühzeitige Anbindung an eine Geburtsklinik mit Pränatalzentrum ist zu empfehlen.
    Wichtig für Sie und für das ungeborene Kind ist aber auch dass Sie versuchen sich nicht durch die gesamte Schwangerschaft von der Angst leiten zu lassen und dass Sie Ihre Schwangerschaft auch etwas genießen können. Ich kann mir vorstellen, dass das nach Ihren Erfahrungen die größte Herausforderung ist.

    Ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft und positive Gedanken. Vielen Dank dass Sie Ihre Geschichte mit uns geteilt haben und so auch andere Frauen ermutigen über ihre Erlebnisse sprechen zu können.

    Herzliche Grüße aus der Clínica Tambre in Madrid

  • PRP Therapie

    • Clinica Tambre
    • 1. Juli 2020 um 16:49

    Liebe Inari,


    Thrombozytenplasma (PRP) kann laut Studien den Schleimhautaufbau bei Schädigung des Endometriums verbessern.


    In unserer Klinik können wir noch nicht über ausreichende Erfahrungen mit PRP berichten, haben dazu jedoch ein Projekt in Planung.

    Wir würden uns freuen über Ihre hoffentlich positive Erfahrung mit der PRP-Behandlung zu lesen!

    Alles Gute und herzliche Grüße aus der Clinica Tambre in Madrid

  • ER-Map bzw Era Test 1. postrezeptiv und 2. prerezeptiv noch ein 3. Test?

    • Clinica Tambre
    • 1. Juli 2020 um 16:39

    Liebe Spaeti,


    es freut mich dass die Antwort hilfreich war und Sie nun beruhigt der erneuten Biopsie und schlussendlich dem Transfer entgegensehen.

    Zu Ihrer Frage: Wenn das Endometrium in der Ultraschalluntersuchung mindestens 7mm und dreischichtig ist kann mit Progesteron begonnen werden. Ansonsten sollte eine weitere Ultraschallkontrolle erfolgen. Oft sind im Schnitt 10-12 Tage Östrogen notwendig, aber ausschlaggebend ist der Ultraschallbefund. Ich denke da können Sie sich auf die behandelnden Ärzte (den Ultraschall durchführenden Arzt/Ärztin) verlassen und mit ihm/ihr gemeinsam die Biopsie planen. Ob die Biopsie in Ihrem Fall Freitag oder Montag stattfände wäre bei optimalem Endometrium gleichwertig.

    Eine dritte Biopsie beim ERA-Test ist in der Regel nicht notwendig.

    Alles Gute und herzliche Grüße

  • ER-Map bzw Era Test 1. postrezeptiv und 2. prerezeptiv noch ein 3. Test?

    • Clinica Tambre
    • 30. Juni 2020 um 17:34

    Liebe Spaeti,


    postrezeptiv bedeutet, dass das optimale Implantationsfenster bereits vorbei ist, das heißt der Transfer sollte früher stattfinden.
    Es ist in Ihrem Fall sinnvoll -wie vorgeschlagen- eine zweite Biopsie am Tag +4 der Progesteron-Einnahme durchzuführen, um zu bestätigen dass an diesem Tag ein rezeptives Endometrium vorliegt.

    Die Ultraschalluntersuchung ist variabel und kann am Tag 8 oder auch zum Beispiel am Tag 10 der Östrogentherapie erfolgen, optimalerweise ist das Endometrium dann mindestens 7mm dick und sollte dreischichtig sein, also genau so wie es bei Ihnen vorlag. Wie Sie schon vermuten kommt es dann vor allem auf die Länge der Progesterongabe an. Östrogen baut das Endometrium auf, Progesteron wandelt es um (bereitet es auf die Einnistung vor).

    Bezüglich der unterschiedlichen vorgeschlagenen Termine: die Dauer der Östrogen-Gabe kann man etwas variieren, vielleicht haben die Kliniken Ihnen daher unterschiedliche Termine genannt. Wichtig ist die genaue Einhaltung der Tage wenn es um die Progesteron-Gabe geht (in Ihrem Fall Biopsie an Tag +4).

    Alles Gute für den geplanten Transfer und herzliche Grüße aus dem Kinderwunschzentrum Tambre in Madrid

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