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Beiträge von Susa

  • Kapstadt - Ordner

    • Susa
    • 5. März 2004 um 13:02

    Kapstadt - Ordner

    Hallo Ihr alle,

    Marion, wir hatten uns ja schon mal über das Thema über pn kurz ausgetauscht. Wo kann man denn diese wissenschaftlichen Studien bzgl. Entwicklungsstadien der Embies und mögliche Zusammenhänge zur Spermienqualität nachlesen? Würde mich brennend interessieren! Wir hatten ja seinerzeit auch bei unserem KiWu-Arzt in D. nachgefragt, aber nur sehr oberflächliche Antworten erhalten. D. scheint da wirklich noch ein ziemliches Entwicklungsdefizit zu haben, leider! Wie Dr. K schon sagt (in bezug auf EZS und Blastoselektion): „ Die Deutschen sind da viel zu verklemmt!“ (hihi, wie wahr!) ;D

    San,
    dass Dr. Zech auf dem Standpunkt steht, dass in den Fällen der schlechten Entwicklung der Embies wohl eher die Ez verantwortlich ist, liegt wohl eher daran, dass er (bisher in Meran) mit der EZS natürlich ordentlich Reibach macht. Mit einer Samenspende ist ja kein Blumentopf zu gewinnen, zumal diese ja auch in D. legal ist. Ich wäre da sehr vorsichtig mit solchen Aussagen. Er mag ein guter Arzt sein, dass will ich nicht anzweifeln, aber er ist eben auch ein sehr guter Geschäftsmann :roll: .

    Ich würde diesen einen Versuch wirklich nicht überbewerten. Auch Euer Versuch, Marion, hat wo-möglich gar nichts zu bedeuten. Wenn man diese Blastogeschichten länger verfolgt, merkt man schnell, dass die wenigsten mehr als 2 Blastos am Tag 5 übrig haben. Manchmal stellt sich mir die Frage, ob sich der ganze Aufwand der Blastoselektion wirklich lohnt oder es nicht in einigen Fällen besser ist, nach Tag 3 zu transferieren und ggf. noch ein paar Eisbärchen zu haben.

    Marion, mich würde auch interessieren, ob es ähnliche Fälle bzgl. verzögerter/schlechter Entwicklungsstadien gibt. Bei uns ist ja - im Gegensatz zu Euch – die eigentliche Befruchtungsrate schlecht, aber die wenigen, die sich haben befruchten lassen, sind (fast) immer bis Tag 5 gut wei-ter gewachsen (2x2 Blastos). Selbst bei einer ICSI in D. , wo sich von 13 punktierte Ez nur 3 hatten befruchten lassen, entwickelten sich diese zu einem Vier- und 2 Achtzellern, was im Grunde recht gut ist, und trotzdem...

    Also, wie schon erwähnt, wenn es ähnlich kuriose Fallkonstellationen gibt, dann heraus damit!!! ;D
    Vielleicht kann man ja doch irgendein Muster erkennen, was weitere Erkenntnisse oder zumindest einige Schlüsse zulässt.

    Uli,
    ja Du hast Recht, ich mache mir bzgl. Spenderin(nen) jetzt auch keinen Kopf mehr, sonst wird man wirklich kirre. Und die Sache mit der Parallelstimu sehe ich genau wie Du: Es kann nur die Chancen erhöhen! Werdet Ihr denn noch die Möglichkeit der Samenspende hinzunehmen oder macht Ihr es wie Marion? Ich halte diese „Vierer-Konstellation“ am besten, weil man so wirklich endlich mal ersehen kann, ob es nun am Partner oder an einem selbst liegt. Und ob EZS oder Samenspende, da ist ja, wenn man schon diesen Weg der Spende einschlägt auch schnurz. So sehe ich das jede-falls.


    Haselmaus, wie sieht’s bei Euch aus?
    Wir treffen uns dann ja spätestens Ende April in CPT! Ich freu’ mich schon!

    Ines & Chris,
    ich hoffe, Ihr konntet die Enttäuschung gut verarbeiten. Wie geht es nun bei Euch weiter? Habt Ihr eigentlich auch mal einen Versuch mit Samenspende probiert bzw. über Embryonenado nachge-dacht? Womöglich sind es bei Euch ja auch nicht nur die Ez....

    Seid alle lieb gegrüßt! 8)
    Susa

  • Kapstadt - Ordner

    • Susa
    • 4. März 2004 um 14:06

    Kapstadt - Ordner

    Hallo San,

    ich weiß nicht, ob Du zufällig meine Geschichte gelesen hast. Wir werden im April/Mai eine EZS in Kapstadt machen lassen. Auch ich werde parallel stimulieren, um festzustellen, ob es nun an den Ez liegt oder möglicherweise doch die Spermien nicht i.O. sind. Wir haben übrigens auch bei Zech in Bregenz 3 ICSIs versucht, wobei wir einmal, trotz augenscheinlich guter Ez und gutem Spermiogramm, ein komplettes Befruchtungsversagen und auch sonst immer mickrige Befruchtungsraten hatten. Merkwürdigerweise hatten sich aber die anderen beide Male immer 2 Blastos entwickelt (bei 3 bzw. 5 befruchteten Ez), aber einnisten wollten sie sich wohl doch nicht. Weil es bei Euch in einem Zech-Versuch nicht zu Blastos kam, muss aber auch nicht unbedingt etwas heißen, oder hattet Ihr zuvor schon Blastoversuche? Ich kenne viele Fälle, wo in Bregenz keine Blastos oder wenn, dann nur 1-2 am Tag 5 übrig blieben. Wollt Ihr denn auch ggf. zusätzlich von der Möglichkeit einer Fremdsamenspende Gebrauch machen? Ich werde auf jeden Fall einen Teil der punktierten Ez auf diesem Weg befruchten lassen für den Fall, dass sowohl die Spenderin als auch ich wieder eine schlechte Befruch-tungsrate vorweisen. So können wir hoffentlich mal eingrenzen, wo bzw. bei wem eigentlich der Fehler liegt.

    Zu der Frage der Spenderin: Dr. K hat uns letzte Woche gesagt, dass i.d.R. mehrere Spenderinnen zur Verfügung stehen, da es ja sein könne, dass eine aus irgendwelchen Gründen abspringen muss. Ehrlich gesagt, so richtig schlau bin ich daraus nicht geworden. Das hieße ja dann, dass immer irgendwelche Spendertypen gerade stimulieren, so dass man notfalls auf andere zurückgreifen kann. Das wichtigste ist jedoch, dass wohl auf jeden Fall eine Spenderin dabei ist, die dem gewünschten Typen entspricht und dass es sich um frische Ez handelt.

    Zu den anderen Fragen haben Dir ja schon Ines & Chris geantwortet.

    Viele Grüße
    Susa

  • Negativ

    • Susa
    • 3. März 2004 um 17:54

    Negativ

    Hallo Ihr beiden,
    es tut mir sehr leid!
    Fühlt Euch gedrückt!
    Susa

  • Muss mich erstmal verabschieden !!!

    • Susa
    • 1. März 2004 um 15:08

    Muss mich erstmal verabschieden !!!

    Liebe Laura,

    mir tut es auch sehr leid, dass Deine Ss so enden musste. Aber wie Cladie aber schon schrieb: Die Zeit heilt alle Wunden! Ich kann da aus Erfahrung schreiben.

    Werdet Ihr denn noch mal einen Versuch in Prag wagen? Ich würde es machen, denn es hilft, um wieder nach vorne blicken zu können. Beim nächsten Mal klappt's dann ganz bestimmt!

    Alle Gute!
    Susa

  • Kapstadt - Ordner

    • Susa
    • 1. März 2004 um 10:45

    Kapstadt - Ordner

    Hallo zusammen,

    ich habe am Freitag endlich mal mit Dr. K telefonieren können. Es war zwar ziemlich mühsam, da wir eine sehr schlechte Verbindung hatten (Handy), aber nach 3 Versuchen konnte ich dann ein paar Minuten mit ihm reden. Wir werden jetzt definitiv am 26.04. nach CPT fliegen, und am 27.04. werde ich mit der Stimu beginnen.

    Ines & Chris,
    habt Ihr nicht jetzt irgendwann den SST?

    Haselmaus,
    hab’ Dir eine PN geschickt!

    Uli, Elißabeth,
    wie sieht's denn bei Euch aus?

    Liebe Grüße
    Susa

  • Kapstadt - Ordner

    • Susa
    • 26. Februar 2004 um 15:44

    Kapstadt - Ordner

    Hallo Uli, Elißabeth und alle anderen,

    danke erst mal für Eure Antworten. ja, ich vermute auch, dass sich die Pilleneinnahme und DR überschneiden werden.

    Da dies wohl unser letzter Versuch sein wird, haben wir uns für diese Kombination entschieden. Ich werde ja downreguliert, so dass es anscheinend möglich ist, meine Stimu mit der der Spenderin zu synchronisieren. Sollte die Befruchtungsrate i.O. sein, werden wir nicht auf das Fremdsperma zurückgreifen müssen. Das werden wir dann ja vor Ort sehen.
    Durch die Stimu und die Samenspende werden so. ca. 2000 € an Zusatzkosten entstehen. ist zwar 'ne Menge Kohle, aber immer noch wesentlich günstiger als Valencia, und außerdem könne wir so per Ausschlussverfahren endlich mal herausfinden, woran es eigentlich liegt.

    Liebe Grüße
    Susa

  • Kapstadt - Ordner

    • Susa
    • 26. Februar 2004 um 11:24

    Kapstadt - Ordner

    Hallo Chris und Ines und alle anderen Kapstädtler,

    wir werden am 26.04. nach CPT starten. Da es bei uns keine gesicherte Kenntnis über Ursachen gibt, außer, dass wir immer miserable Befruchtungsergebnisse vorzuweisen hatten, werde ich neben der EZS parallel stimuliert. Sollte sich das Befruchtungsergebnis der Ez der Spenderin mit den Spermies meines Mannes als ebenso katastrophal herausstellen, wie es bisher bei mir und meinem Mann immer war, werden wir auf meine Ez und Spendersamen zurückgreifen. Sollten beide Befruchtungsergebnisse (wider Erwarten) gut sein, werden wir wohl (wenn es denn klappt) eine Blasto mit meinen Ez und eine der Spenderin nehmen.

    Dr. K hat uns geschrieben, dass ich ab dem 22.03. die Pille nehmen und ab 12.04. mit Synarela beginnen soll. Da die Verständigung wegen der ganzen Anfragen, bedingt durch die TV-Reportage, zur Zeit etwas länger dauert, mir aber noch einige Fragen auf den Nägeln brennen, könnt Ihr mir evtl. weiter helfen. Ich habe vorher nie mit Synarela downreguliert.

    Wie lange dauert die DR?
    Wie lange erfolgt die Pilleneinnahme?
    Überschneidet sich dies mit der DR?
    Wann wäre dann in etwa mein Stimutermin? Oder wäre das egal, da ich ja eh downreguliert bin?
    Dr. K schrieb nur, dass er wohl mit der Spenderin abgestimmt wird. Wenn wir am 26.04. fliegen, was Dr. K ja weiß, gehe ich mal eher davon aus, dass die Stimu dann vor Ort stattfinden wird. Was meint Ihr?

    Ich frage deshalb, da wir wissen müssen, wie lange sich dann der Aufenthalt hinziehen wird. Ursprünglich wollten wir bis zum 18.05. dort bleiben. Ich glaube aber nicht, dass das dann ausreicht, wenn ich dort erst stimuliert werde, oder?

    Es scheint wohl auch wenig ratsam, direkt einen oder zwei Tage nach Transfer zu fliegen, hm?

    Wie war bei Euch die zeitliche Abfolge?
    Auch, wenn Ihr selber nicht stimuliert habt, könntet Ihr mir mit Euren Terminen weiterhelfen.

    O je, ich fühle ich momentan ziemlich orientierungslos!

    Erhält man aus CPT keinen Behandlungsplan?

    Wir stehen ziemlich auf dem Schlauch..... :o

    Hinzu kommt, dass wir ja Medikamente besorgen müssen, und dafür benötige ich Rezepte. Wer stellt die aus????? Kann das Dr. K machen?

    Ich kann ihn auch so schlecht telefonisch erreichen, da ich ja bis abends arbeite. Ab 16 Uhr erreiche ich ihn nicht mehr telefonisch. Es bleiben also immer nur die WE’en.

    Es würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir schon vorab bei meinen Fragen helfen könntet. :D

    Danke!!!

    Ines & Chris,
    wann habt Ihr denn eigentlich SST???? :roll:

    Liebe Grüße und Daumendrücker von
    Susa

  • Mal eine andere Frage, die aber auch mit EZS zusammenhängt..

    • Susa
    • 17. Februar 2004 um 15:09

    Hallo Ihr Lieben,

    unser Termin für April/Mai in Kapstadt steht nun seit heute fest.

    In diesem Zusammenhang habe ich jedoch eine Frage:

    Hat jemand von Euch schon mal über eine EZS kombiniert mit eigener Stimulation und Spendersamen nachgedacht bzw. evtl. sogar durchgeführt?

    In unserem Fall ist es nämlich so, dass die Ursache unbekannt ist. Uns wurde gesagt, dass höchtwahrscheinlich entweder die Spermien chromosomal defekt oder die Ez nicht in Ordnung sind. Da die jeweiligen Untersuchungen unverhältnismäßig teuer und aufwendig sind, haben wir uns zu einer EZS entschlossen. Ich gehe intuitiv eher davon aus, dass es meine Ez sind. Wir hatten in den vorherigen ICSIs immer eine extrem schlechte Befruchtungsrate. Sollte sich das nun mit der Spenderin wiederholen, läge der Verdacht nahe, dass es doch die Spermien sind, und ich könnte mit meinen Ez auf einen Spender zurückgreifen. Das ganze müsste wohl ziemlich zeitgleich ablaufen. Daher wäre ich sehr daran interessiert zu erfahren, ob jemand schon einmal diesen Weg gegangen ist.

    Gibt es unter Euch überhaupt Paare mit idiopathischer Sterilität? :roll:

    Freue mich über Antworten! ;D
    Susa

  • Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    • Susa
    • 17. Februar 2004 um 14:32

    Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    Huhu Frowlein,

    die Sache mit der Strafbarkeit durch Unterlassen hatte ich nur als Beispiel genannt, weil da die Unterlassungsproblematik deutlich wird. Einen Straftatbestand erfüllt eine Missachtung der Aufklä-rungspflicht sicher nicht, höchstens moralisch gesehen.

    Aber selbst wenn mein künftiges Kind den Anspruch auf Auskunft über die genetische Herkunft geltend macht, so werden wir ihm/ihr ohnehin nicht weiter helfen können, da uns ja die Spenderin unbekannt ist. Der Anspruch wäre also ohnehin nicht durchsetzbar. Einzig und allein die Tatsache, dass das Kind mit Hilfe einer EZS gezeugt wurde kann daher mitgeteilt werden. Dies ist aber wohl nicht mit dem Rechtsanspruch gemeint.

    Danke für den Buchtipp und die kleine Leseprobe. Vielleicht erledigt sich das Problem ja bald von selbst. Wer weiß schon, was in 10 Jahren sein wird? Vielleicht sind unsere Kids dann die totalen Trendsetter? :roll:

    Gruß von
    Susa

  • Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    • Susa
    • 17. Februar 2004 um 09:08

    Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    Moin Mädels,

    das Recht auf genetische Auskunft persé bestreite ich ja auch nicht. Dass Eltern ihren Kindern auf Verlangen die Wahrheit sagen sollten, finde ich schon richtig. Aber in den Fällen, in denen das Kind doch überhaupt nicht erst an der Elternschaft zweifelt und auch nach deutschem Erb-/Familienrecht die Frau als Mutter anzusehen ist, die das Kind geboren hat, weiß ich nicht, ob das Verschweigen als elterlicher Egoismus angesehen werden kann.
    Die Frage ist wie bei der Juristerei: Besteht eine (hier moralische, nicht rechtliche) Aufklärungspflicht? Nur dann möglicherweise (moralische) Strafbarkeit wegen Unterlassung.

    Ich bin zwar immer noch nicht schlüssig, wie ich es handhaben werde, falls der Fall eintreten sollte, aber Deine Argumentation hat mich bisher auch noch nicht überzeugt. Ich zweifle nicht deshalb, die Wahrheit zu sagen, um mich und meinen Mann zu schützen, sondern ich bin einfach nicht sicher, ob es für das Kind das Beste ist. Wahrscheinlich muss man es wirklich im Einzelfall entscheiden. Generell hätte ich weniger ein Problem damit, wenn man es den Kindern schon ganz früh erklären könnte, aber dies ist ja eben in unseren Situationen wegen der Komplexität nicht möglich. Und wenn man zu lange wartet, kann dies wohl ert Recht zu Problemen größeren Ausmaßes führen.

    Also doch ganz schön knifflig!!!!! :x

    Bis dann
    Susa

  • Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    • Susa
    • 16. Februar 2004 um 16:08

    Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    Na ja, anspruchsberechtigt im Hinblick auf Auskunft über die genetische Herkunft ist ja das Kind. Um einen Anspruch durchsetzen zu wollen, muss dieser jedoch erst mal geltend gemacht werden, und um einen Anspruch geltend machen zu können, muss man ja logischerweise erst mal wissen, dass man anspruchsberechtigt ist. Einen (vermeintlichen) Anspruch macht man eigentlich doch immer erst dann geltend, wenn man denkt, dass man man das Recht hat, von jemand anderem ein bestimmtes Tun oder Unterlassen fordern zu können. Wenn das Kind aber glücklich ist, was sollte es dann in dieser Hinsicht einfordern? Okay - die Wahrheit. Aber ist die Wahrheit immer das, was wirklich gewollt ist????

    O je, jetzt kommen wir von der ursprünglich medizinischen Seite zur juristischen Schiene und landen nun bei der philosophischen/ethischen Betrachtungsweise. Andererseits - es hängt ja alles irgendwie zusammen..... :ja:

    Das Leben ist schon äußerst kompliziert......

    Ich will mir eigentlich gar nicht mehr so viele Gedanken machen, das hindert nur am Schwanger werden.... :eek:

    Liebe Grüße
    Susa

  • Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    • Susa
    • 16. Februar 2004 um 12:40

    Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    Hallo Ihr nicht aufgebenwollenden "Kampfhennen" :D ,

    zu dem Thema noch 'ne kleine Kniffelaufgabe: Ich habe im letzten Jahr eine Partnerimmunisierung machen lassen. Im weitesten Sinne könnte ich ja dann sogar mit meinem Mann "blutsverwandt" (nicht genetisch!) sein und im noch weiteren Sinne dann ja auch mit den genetischen Kindern meines Mannes, die ich zwar geboren hätte, jedoch nicht genetisch von mir abstammen! Hä? :o

    Fazit: Es ist doch wirklich scheißegal, von wem die Eizellen stammen. Wo kein Kläger, auch kein Richter!
    Wie Du schon schreibst, Frowlein, was in D. nicht sein darf, ist auch nicht! Insofern wird es wohl auch keine berechtigten Zweifel Dritter, die zu einem Mutterschaftstest führen könnten, geben. Wahrscheinlich alles eine Frage der Qualität und Argumentation des RA!

    Liebe Grüße
    Susa

  • Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    • Susa
    • 11. Februar 2004 um 11:26

    Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    Ich bin kein Experte im "Linkreinsetzen" :oops: . Unter diesem Link habe ich den Beitrag gefunden:

    http://www.discovery.de/de/pub/special…ellenspende.htm

  • Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    • Susa
    • 11. Februar 2004 um 11:23

    Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    Hallo,

    ich habe zu der rchtlichen Frage bzgl. EZS gerade noch etwas gefunden.
    Leider war kein spezieller Rechtsprechungsverweis dabei, aber es gibt sicher Urteile, wenn man etwas recherchiert.... ;D


    " Eizellenspende und Leihmutterschaft

    Eizellenspende, Aufbewahrung von befruchteten Eizellen (Kryokonservierung) und Leihmutter-chaft sind in Deutschland nicht erlaubt. Ebenso gilt ein Werbe- und Vermittlungsverbot.

    Eine Frau, die ein Kind gebiert, gilt in der deutschen Rechtsprechung als Mutter, unabhängig davon, ob sie die genetische Mutter ist (als Vater gilt immer der genetische Vater).

    Wenn der genetische Vater und seine Ehefrau also das Kind zu sich nehmen möchten, müssen sie es nach deutschem Recht offiziell adoptieren. Die Leihmutter muss das Kind zur Adoption freigeben. Für das Adoptionsverfahren ist es unerheblich, von wem das Kind abstammt. Nach einer Adoption hat eine Leihmutter keine rechtliche Beziehung zum Kind mehr. Da in Deutschland das "Recht auf Kenntnis der genetischen Abstammung" besteht, ist auch der Handel mit anonymen Konserven (aus dänischen, niederländischen oder amerikanischen Samenbanken) rechtswidrig. (...)"

    Liebe Grüße
    Susa

  • Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    • Susa
    • 8. Februar 2004 um 17:51

    Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    Hallo Narzisse,

    erst einmal drücke ich Euch ganz fest die Daumen für den SST! :ja:

    Warum habt Ihr Euch für die Embryonenadoption entschieden? Seid Ihr beide Verursacher oder wolltet Ihr einfach die gleichen Voraussetzungen für beide Partner? Ich finde den Weg, den Ihr einschlagt, eine sehr gute Alternative. Ich frage ich sowieso immer, was eigentlich mit den ganzen übrigen Eisbärchen passiert, wenn die Paare Erfolg hatten. Es ist so schade, sie einfach zu verwerfen. Wurde denn auch nach äußerlichen Kriterien ausgewählt, oder war Euch das nicht wichtig, da Ihr es ohnehin als Adoption betrachtet?

    Ich kann verstehen, dass Ihr dem Kind die Wahrheit sgaen wollt, aber wie soll ein vierjäriges Kind verstehen, was eine Embryonenado ist???? :o Ich glaube, es gibt genug Erwachsene, die das nicht nmal richtig kapieren würden. Es ist wirklich schwierig, sich richtig zu entscheiden. Vielleicht wäre es doch besser, es vor der Pubertät, so mit ca. 12 Jahren zu erklären, wenn schon ein gewisses Grundverständnis vorherrscht.

    Was kostet eigentlich so eine Alternative?
    Gibt es Wartezeiten?

    Eine kurzweilige Warteschleife wünsche ich Dir! :D
    Susa

  • Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    • Susa
    • 6. Februar 2004 um 13:43

    Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    Hallo Frowlein und alle anderen,

    die Diskussion der „alten Mütter“ lassen wir besser so stehen. Ich habe auch im Laufe der letzten Jahre gelernt, dass man sehr schwer über Situationen urteilen kann, in denen man sich selbst nicht befindet. Ich hoffe, Du hältst mich nicht für einen Schwarzweißmaler, aber bei mir gibt es gewisse ethische Prinzipien, die im Grunde nichts mit Einzelfällen zu tun haben. Ich versuche, nach diesem bekannten, aber deswegen nicht abgedroschenen Spruch „Habe den Mut, zu kämpfen für die Dinge, die Du ändern kannst, die Kraft, die Dinge, die unabänderbar sind, zu akzeptieren und die Weisheit, zwischen beiden Dingen zu unter-scheiden!“ zu leben. Ich meine damit, dass man nicht unbedingt gewaltsam sein (vermeintliches?) Glück durchsetzen und dafür wirklich alle (!) erdenklichen Mittel einsetzen sollte, sondern noch abwägen können sollte.

    Die juristischen Risiken kann ich leider immer noch nicht so ganz erkennen. Was sind das für Fälle, in denen von dritter Seite Elternschaftstest durchgeführt werden? Da muss doch schon berechtigtes Interesse bestehen. Wenn die EZS nicht bekannt ist und das Kind augenscheinlich während einer ganz normalen Ehe gezeugt wurde, d. h. keine Indizien für Zweifel vorliegen, denke ich, dass die Rechte der Eltern und des Kindes vorgehen und zu Gunsten des Kindes gehandelt wird. Ein Grund dafür, es nicht jedem auf die Nase zu binden und damit unnötigerweise Angriffsfläche zu bieten.

    Über diese Gretchenfrage „sag’ ich’s oder nicht?“ kann man wahrscheinlich endlos diskutieren :o . Ich denke aber wirklich, dass dies jeder mich sich und seinem Partner selbst aushandeln muss. Und wie Du schon selbst schreibst, irgendwann rückt diese Tatsache immer mehr in den Hintergrund, was ich mir für uns auch wünsche. Du schreibst, dass dies womöglich mit der Verdrängung noch nicht verarbeiteter Vergangenheit (fehlgeschlagene Versuche, FG’en, etc.) zu tun haben könnte. Aber Du erzählst selbst, dass Du und Deine Verwandten es immer mehr vergessen, obwohl Du, soweit ich weiß, nicht diese ganze KiWu-Maschinerie vorher durchlaufen hast, sondern Ihr Euch mehr oder weniger sofort für die EZS entschieden habt. Daher glaube ich nicht, dass nicht verarbeitete traumatische Erlebnisse zu der Entscheidung führen, sondern einfach die eine Tatsache, dass eine fremde Ez im Spiel war, im Verhältnis zu anderen Kriterien gar nicht bedeutend genug ist, als dass man es so intensiv mit in die Zukunft mit einbeziehen sollte. Ich bin der Meinung, dass man einfach den Begriff der Eltern neu definieren muss. Selbst in der modernen Verhaltensforschung ist ja anscheinend immer noch nicht definitiv geklärt, wie hoch der Anteil an genetisch vererbten Verhaltenweisen nun tatsächlich ist. Und wen interessiert schon wirklich, wie ähnlich man seiner Mutter sieht? Mein Bruder z.B. (und er ist definitiv der genetische Abkömmling) sieht meiner Mom überhaupt kein bisschen ähnlich (meinem Vater übrigens auch nicht!). Auch von der Art her schlägt er völlig aus unserer Familie. Es gibt mittlerweile so viele bunt gemixte Familien. Ich finde, man sollte die genetischen Aspekte nicht überbewerten.

    Vielleicht ein blödes Beispiel, aber mir fällt gerade kein anderes ein:
    Die Frage des Outens ist für mich in etwa vergleichbar mit der Frage, ob nun jemand FKK favorisiert oder nicht. Die einen sind der Ansicht, dass sie FKK „befreien“ würde. Sie hätten nichts zu verbergen. Die anderen möchten sich diesen intimen Bereich lieber bewahren. Ich würde nicht vermuten, dass diese Menschen „etwas zu verbergen“ hätten oder verklemmt wären, die letztere Prinzipien vertreten. Es ist halt auch eine Charaktersache. Der eine ist introvertierter, der andere hat das Herz auf der Zunge liegen.

    Und für mich ist die Entscheidung der EZS einfach eine ganz persönliche Angelegenheit. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es Paare gibt, die einfach keine Lust und keine Nerven haben, erklären (oder schlimmer: rechtfertigen) zu müssen (und die Fragen kommen ja zwangsweise), aus welchem Grund sie sich für diese Methode entschieden haben. Einige Frauen gehen diesen Weg aufgrund einer Krebserkrankung und damit verbundenen Unfruchtbarkeit. Sollen diese Frauen nun jedem auf die Nase binden, dass sie früher Unterleibskrebs hatten? Das hat auch nichts mit Stigmatisierung oder Verdrängung oder sonstigem zu tun, sondern es ist eine m.E. ganz normale Reaktion, dass man sich einfach nicht mehr ständig mit der belastenden Vergangenheit auseinandersetzen möchte, die man ohnehin nicht ändern kann, sondern einfach nach vorne blicken möchte. Oder soll dieses Makel (und ein solches ist es nun mal, auch wenn niemand etwas dafür kann!) ein Leben lang an einem haften bleiben? Dagegen hilft auch keine Psychotherapie, da dies ein ganz normaler Vorgang ist.

    Du darfst auch nicht vergessen, Frowlein, dass nicht alle verbal so gut drauf sind wie Du und auch nicht unbedingt das allerdickste Fell haben. Was macht die Frau z.B. , wenn das Kind aufgeklärt wurde und aufgrund irgendeiner pubertären Trotzlaune heraus die Mutter nicht mehr als „richtige“ Mutter anerkennt, obwohl diese das Kind ausgetragen, aufgezogen und immer geliebt hat? Womöglich sogar noch um die Ohren geknallt bekommt, wie man nur so etwas machen konnte? Oder wieso man die EZS dann nicht besser in den USA gemacht habe, wo man sich die Modelspenderin aus dem Katalog hätte aussuchen können, sondern sich für die „billige“ Variante entschieden hat? Wie weh würde so etwas tun? Muss man sich das dann antun? Ich finde es sehr heikel. Und Kinder können auch grausam sein, auch, wenn’s die eigenen sind. Das dürfen wir bei unserem ganzen idealisierten Wunsch nach ei-nem Kind nicht vergessen.

    Da ich – wie ich eingangs schon erwähnte – immer noch nicht 100%ig sicher bin, ich wir uns nun entscheiden werden (erst mal muss ichja überhaupt in dieses schöne Situation kommen :cry: ), kann ich das alles nur so hypothetisch schreiben. Ich finde, es hängt auch ein bisschen von dem Kind selbst und der sich entwickelnden Situation ab.

    Euch allen ein schönes WE!!!! 8) Ich freu' mich auf einne weiteren regen Austausch und danke Euch für Eure Denkansöße! :ja:

    Susa

  • Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    • Susa
    • 6. Februar 2004 um 10:19

    Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    Hallo Claudia,

    ach je, was habt Ihr für Verwandte???? :o Du Ärmste! Aber glaubst Du wirklich, dass die einen Gentest von Dir bzw. Deinem Kind, was Du hoffentlich bald haben wirst, verlangen würden? Die Frage ist, ob die dazu überhaupt berechtigt sind. Immerhin kann Deine Ss und Geburt ja wohl nicht ernsthaft in Zweifel gezogen werden. Dazu gibt es ja auch Unterlagen, die die Existenz Deines Kindes eindeutig belegen (Geburtsurkunde, etc.) Außerdem denke ich, dass, wie ich weiter oben schon schrieb, die Tatsache, dass Ihr das Kind, das in der ehe gezeugt wurde, als eigenes Kind anerkennt, bereits ausreicht, um von einem eigenen Kind zu sprechen. Adoptierte Kinder können doch auch ganz normal erben, oder nicht? Oder steht im Gesetz der Begriff „genetische Abstammung“? Aber das kann doch eigentlich nicht sein, da es nicht mehr zeitgemäß wäre. Meine erbrechtlichen Kenntnisse sind zugegebenermaßen sehr beschränkt. Ich weiß nur, dass ein Embryo bereits nach der Nidation erbberechtigt sein kann. Falls ich falsch informiert bin, bitte ich um Aufklärung.

    Aber es ist ja auch noch zu berücksichtigen, dass sich die Gene durch die Ss vermengen können und es somit nicht mehr konkret nachweisbar ist, das die Ez nicht von Dir stammt. Aber wie gesagt, ich kann mir kein Gericht vorstellen, dass ernsthaft an der Erbfähigkeit Deines EZS-Kindes zweifelt, mal den unwahrscheinlichen Fall angenommen, Du müsstest diese Tatsache offenbaren. Ich denke, dass kollidiert ganz gewaltig mit Deinem allgemeinen Persönlichkeitsrecht. Es sei denn, Dein Kind würde offiziell auf die Wahrheit bestehen. Dann könnte ich mir vorstellen, dass dessen Recht auf die Wahrheit als höherwertiger angesehen werden könnte. Ich glaube, darüber gibt es Rechtsprechung, und zwar in bezug auf alleinerziehende Mütter, die aus persönlichen Motiven ihre Kinder nicht über die wahre Herkunft aufklären wollen. Aber diese Fälle sind ja auch anders gelagert. Im Erbfalle würde Dein Kind sicher nicht mit aller Gewalt auf einen Gentest bestehen, denn es würde ja erben wollen. :D Und was Ihr unter der Hand besprecht, geht niemanden etwas an. :roll:


    Liebe Grüße
    Susa

  • Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    • Susa
    • 5. Februar 2004 um 15:29

    Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    Hallo erst mal, :D

    Frowlein, danke, dass Du noch etwas gekramt hast! :roll:
    Vielleicht kann man ja die Diskussion oder einige interessante Aspekte noch mal aufgreifen.

    Die Sache der „genetischen Vermischung“ von Kind und Mutter durch die Schwangerschaft stimmt wohl. Aus diesen Gründen besteht bei der Partnerimmunisierung (Blutplasma des Partners wird der Frau injiziert, um so paternelle Antikörper bilden zu können) das erhöhte Risiko, dass im Falle einer Organspende das Organ abgestoßen werden könnte. Genau das Risiko besteht aber bei allen Frauen, die je schwanger waren, eben wegen dieser Vermengung. So hat man uns das jedenfalls mitgeteilt.

    Eine Frage zu den juristischen Hintergründen: Ich kann ehrlich gesagt kein rechtliches Risiko bei der EZS erkennen.
    Wenn der (womöglich nur soziale) Vater die Vaterschaft innerhalb einer bestimmten Frist nicht anficht, gilt er doch, soweit ich weiß, als der leibliche Vater. Müsste das nicht dann auch für die Mutter gelten? Natürlich käme bei der hierzulande herrschenden Gesetzeslage niemand auf die Idee, in den Fällen, in denen die Frau das Kind ausgetragen hat, eine Mut-terschaft ernsthaft anzuzweifeln. Es besteht sozusagen eine Regelungslücke, die von Gesetzgeber nicht bedacht wurde, so dass man doch die für die Vaterschaft geltende Vorschrift analog anwenden müsste. Damit wäre man doch aus dem Schneider, was die juristischen Zweifel an der Mutterschaft betrifft. Und wo kein Kläger ist, da ist auch kein Richter. Wer von uns würde schon die mühsam erkämpfte Mutterschaft anzweifeln?

    Wofür wäre ein notarieller Vertrag sinnvoll? Die Spenderinnen bleiben ohnehin anonym und sind somit nicht der Gefahr einer Geltendmachung von Ansprüchen ausgesetzt, und bei Erbgeschichten wird wohl niemand auf die Idee kommen. einen Mutterschaftstest zu verlangen, oder etwa doch? :o

    Ich glaube nicht, dass es realistische Hoffnungen auf eine baldige Gesetzesänderung gibt. Die Lobby ist nicht groß genug. Ich muss aber auch gestehen, dass ich nicht glaube, dass ich dafür wäre. Zugegeben, die Gesetzeslage ist für Frauen wie uns sehr desillusionierend. Andererseits wäre dann der Schritt zu einer Legalisierung moralisch nicht mehr vertretbarer Dinge nicht mehr groß. Wie und wo soll man da die Grenzen setzen? Ich möchte niemandem zu nahe treten und auch keine ethische Grundsatzdiskussion entfachen, aber wir haben uns ja mit dem Forum als Kommunikationsplattform für offene und ehrliche Meinungen entschieden, deshalb schreibe ich hier meine Meinung zu alten Müttern in diesem Zusammenhang. Ich meine jetzt nicht die Umdievierzigjährigen, sondern die Frauen, die schon längst in den Wechseljahren sind/waren, die Fünfziger. Wenn diese Frauen plötzlich (noch mal oder erstmalig) einen heißen Kinderwunsch verspüren und meinen, diese umsetzen zu müssen, hätte ich damit ein Problem, ebenso mit dem Thema Leihmutterschaft. Um ein juristisch einwandfreies Regelwerk zu entwerfen, bedarf es schon einer anderen Regierung. Unsere kriegt ja noch nicht einmal eine einigermaßen akzeptable Gesundheitsreform auf die Reihe.

    Übrigens, was glaubt Ihr, wie viele Kinder nicht die leiblichen ihrer Väter sind und dies nicht wissen und wohl auch niemals erfahren werden? Wahrscheinlich gibt es gerade auch im Bereich der ungewollten Kinderlosigkeit eine hohe Dunkelziffer von Frauen und Männern, die sich für die Alternative einer „natürlichen Samenspende“ entscheiden und sich in Schweigen hüllen. Wie soll ein Kind/Jugendlicher solche Beweggründe verstehen, wenn schon die meisten Erwachsenen eher unverständlich auf künstliche Befruchtungen, Samenspenden, Eizellspenden und (Auslands-) Ados reagieren und auch nicht mal annähernd nachvollziehen können, was diese Paare durchmachen. Über viele Dinge kann man erst dann urteilen, wenn man selbst in der Situation steckt.

    Also, im Moment tendiere ich wohl eher dazu, mich nicht outen zu wollen und es auch dem Kind eher nicht zu sagen. Es hat nichts mit Tabuisierung o.ä. zu tun, aber ich denke auch, wie es schon eingangs erwähnt wurde, dass man damit das Pferd von hinten aufzäumt und man damit bestimmt nicht die - zumindest moralische - Legalisierung der EZS fördert. Ich halte das soziale Umfeld für wesentlich wichtiger und prägender für die Kinder als die genetische Herkunft. Wir haben von unseren Plänen auch nur eingien enigen Betroffenen und meiner Mutter erzählt. Mit den bisherigen Behandlungen sind wir immer sehr offen umgegangen. Die meisten konnten mit der Problematik nichts anfangen (warum auch?) und konnten natürlich meinen/unseren persönlichen Stress überhaupt nicht nachvollziehen, auch wenn sie sich bemüht haben, Verständnis zu entwickeln. Ich denke, dass das Thema EZS bei den meisten noch eher auf Unverständnis stößt, und ich habe keine Lust mehr, mich dafür rechtfertigen zu müssen. Wie wir zu unserem Kind gekommen sind, geht niemanden etwas an. Ich frage ja auch nicht andere Familien, wie und wo deren Kinder gezeugt wurden. Es gibt ja heute auch immer mehr Patchworkfamilien, wir sind also voll im trend. Wenn ich das Kind einweihe, gehe ich automatisch das Risiko ein, dass es damit potentiell alle erfahren könnten. Ich kann das Kind ja nicht zum Stillschweigen verdonnern :o .

    Ich betone noch mal, dass ich mich noch nicht abschließend entschieden habe. Wäre ja auch Quatsch, da ich ja noch nicht mal schwanger bin. Ich sammele also noch gerne weiter für meine pro- und contra-Liste und würde mich daher über neue Denkansöße hier freuen. :)
    Euch allen noch einen schönen Tag!
    Susa

  • Kapstadt - Ordner

    • Susa
    • 30. Januar 2004 um 18:00

    Kapstadt - Ordner

    Hallo Manda,

    ja, die Zechtests sind wirklich nicht sehr tv-wirksam. Die Firma von Femtest hat sich sicher gefreut. :razz:
    Warst Du auch schon in Bregenz? Startest Du auch bald in Kapstadt?


    Dass nur drei Ebryos befruchtet werden dürfen stimmt natürlich auch nicht. Das fällt sicher nur den Insidern auf. 8)

    Chris & Ines,

    viel Erfolg in Kapstadt. Ihr seid doch bald dort!?

    Euch allen ein schönes WE!
    Susa

  • Kapstadt - Ordner

    • Susa
    • 30. Januar 2004 um 10:01

    Kapstadt - Ordner

    Hallo Claudia,

    Das ist ja Mist mit Eurem Videorekorder! :evil:

    Daher die Zusammenfassung im Kurzformat:
    Das Zech-Paar ist schwanger geworden! Sie haben Zwillis bekommen.
    Das Kapstadt-Paar ist auch schwanger geworden, sie hatte aber dann eine FG. Bereits zu-vor hatte sie einige FG’en. Bei dem Partner musste aufgrund des schlechten Spermi-ogramms spontan eine Tese durchgeführt werden, wobei einige augenscheinlich gute Sper-mien gefunden werden konnten. Warum die Ss wieder in einer FG endete konnte zumindest in dem Beitrag nicht geklärt werden.

    Trotzdem ist es ein guter Schnitt gewesen. Zumindest sind beide Paare zunächst erfolgreich gewesen :roll: .

    Möchtet Ihr auch nach Kapstadt bzw. wart Ihr dort schon in Behandlung? Die Ez-Spenderin wurde übrigens auch gezeigt. Sie war ziemlich krass drauf, fand ich. Sie hatte einige Monate hintereinander Stimus und bekam jedes Mal 1000 Euro für einen Zyklus, womit sie sich ihr Medizinstudium finanziert hat.

    Liebe Grüße
    Susa

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