Antw: Glückliche Twinsmama aber überfordert....
Hallo sunshine,
hallo grador,
da habe ich ein recht großes Glück, dass mein Mann ebenfalls nach den Kindern schaut, vor allem nachts. Ich brauche eigentlich sehr viel Schlaf, deshalb steht meistens er nachts auf, obwohl er am nächsten Morgen arbeiten gehen muss. Er ist aber auch eher der Nachtmensch von uns. Wir füttern morgens um halb sechs, danach macht sich mein Mann fertig und geht zur Arbeit. Wir legen die Zwillinge. Dann nochmal in ihr eigenes Bett, normalerweise schlafen sie auch nochmal ein. Wenn nicht oder wenn sie dann ein Weilchen später aufwachen, hole ich sie zu mir ins Bett und wir kuscheln noch. Je nachdem, wie lange das gutgeht, stehe ich dann auf, mache mich fertig und bringe die zwei dann auch runter.
Ich stimme grador zu, manchmal habe ich auch das Gefühl, dass ich nie wieder aus dem Haus komme und nichts anderes mehr sehe. Wir gehen zwar zum PEKiP- und Säuglingsschwimmkurs, aber da ist meine Schwiegermutter oder Mutter dabei. In der Beziehung habe ich viel Glück, die beiden springen ein, wenn Not am Manne ist. Einkaufen gehe ich nicht allein, das habe ich mich auch noch nicht getraut, meistens sind meine Mutter und Schwester dabei. Am Schlimmsten finde ich den logistischen Aufwand, ich bin schon vom Zusammensammeln und die Kinder richten und ins Auto packen so geschafft, dass ich es kaum mehr schaffe, dann auch aus dem Haus zu gehen. Wenn ich mit dem Großen zur Physio muss, schaue ich, dass ich einen Termin so bekomme, dass entweder mein Mann mit dabei ist oder meine Mutter solange auf den anderen aufpasst. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich es manchmal als sehr nervend empfinde, immer jemanden um mich rum zu haben... Das machen meine Nerven nicht immer mit, obwohl ich versuche mich meiner Mutter und SM gegenüber zusammenzureißen. Aber manchmal gehen mir deren Sprüche doch auf die Nerven und ich muss entsprechend antworten.
Abends mal allein weggehen tue ich eigentlich auch nicht, bis auf den Rückbildungskurs einmal in der Woche. Da passt mein Mann dann auf die beiden auf, meistens schlafen sie da auch schon, von daher ist es nicht ganz so schlimm. Ich war aber noch nie der große Partytiger, der nächteweise weg war und gefeiert hat. Aus dieser Sicht fehlt mir da eigentlich nichts... Ich versuche meinem Mann dafür, dass er nachts aufsteht, die Gelegenheit zugeben, dass er auch mal ein paar Stunden das tun kann, was er will, das klappt an sich recht gut. Er geht dann schon mal mit Freunden in eine Kneipe oder zu einem Konzert. Aber auch deutlich weniger als früher...
Ich vermisse einfach etwas die Spontanität, die man ohne Kinder hat, einfach mal von einer Minute auf die andere was machen, das geht mit Zwillingen leider nicht mehr... Auch denke ich, dass das mit nur einem Kind etwas einfacher ist...
Diese Woche war auch sehr schwer, beide haben viel geweint und sich auch nur schwer beruhigen lassen, scheint wieder ein Entwicklungssprung zu sein. Dazu kam dann noch, dass ich am Montag beim Arzt war, weil ich mir eine fette Nebenhöhlenentzündung geholt habe. Das schlaucht so und ich bin komplett platt, ich will eigentlich nur noch schlafen... Bei mir wirkt sich der ganze Stress auf's Gewicht aus, ich esse zwar, aber ich bin trotzdem bei -2 kg. Ich hoffe, es kommen wieder bessere Zeiten.
Du siehst, liebe sunshine, es geht uns anderen genauso, Du bist nicht allein!
Gerade sehe ich auch in Deiner Sig, dass meine und Deine ja fast gleich alt sind, nur ein Tag Unterschied!
LG,
MoniMaus