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Beiträge von Josi

  • stillt ihr ?

    • Josi
    • 22. März 2006 um 10:01

    Re: stillt ihr ?

    Liebe sasuna,

    laß dich bloß nicht verunsichern.

    Die durchschnittliche "westliche" Stilldauer liegt weit unter dem Durchschnitt dessen, was für das Kind wünschenswert wäre.

    Die WHO, das wohl höchste Gremium betreffs Gesundheitsfragen ( Valerie, nicht daß du denkst , schon wieder ;) )

    legt den Müttern dringend vollstillen bis zum 6. Monat und Beistillen bis zum vollendeten 2. Lebensjahr ans Herz, wen Mutter und Kind dies wollen, noch länger.


    UND das ist ganz n o r m a l , das natürlichste auf der Welt.

    Man muß ja diese Riesenindustrie bedenken, die dahintersteht, die möglichst früh möglichst viel von ihren Flaschen und Gläschen verkaufen will und für die jede stillende Mutter ein Einnahmeverlust ist, und zwar nicht wenig.

    Warum schreiben die wohl ab 4. Monat auf alle ihre Gläschen?
    Weil in einem Abkommen zwischen den Stillverbänden und der Industrie mit Mühe und Not die ersten drei Monate als schützender Raum vereinbart wurden. Früher wurde viel mehr und viel aggressivere Werbung gemacht, heute geschieht das meist durch die Hintertür, in Form von Gratisproben und Geschenkpäckchen, damit ja früh genug der potentielle Kunde, sprich das Baby, an die Marke gebunden wird. Und je weniger gestillt wird, umso mehr wird verdient, so einfach ist das. Leider. Womit wir wieder bei der Profitgier wären, die die tatsächlichen Bedürfnisse eines Babys nicht berücksichtigen will.

    wen es näher interessiert http://www.ibfan.org/german/gategerman.html


    Zieht man den Vergleich mit der übrigen "Säugtierwelt" , mußte ein Menschenjunges knapp 3 Jahre (zu)gestillt werden.


    Ganz viel Interessante Literatut dazu findest du hier :

    http://www.rabeneltern.org/home.shtml


    z. b.
    l
    Anthropologischer Blick auf die Stilldauer von Kleinkindern

    Bibel 3 Jahre
    Koran 2 Jahre
    Mesopotamien 2 – 3 Jahre
    Ägypten 3 Jahre
    Australische Aborigines 2 – 3 Jahre
    Grönländer 3 – 4 Jahre
    Siniono (Bolivien) 3 – 5 Jahre
    Hawaiianer 5 Jahre
    Inuit 7 Jahre
       
    Delphine 2 Jahre


    Was - Du stillst noch?“ Stillen des „älteren“ Säuglings

    Elizabeth Hormann, IBCLC

    Vortrag, gehalten am Berlin-Brandenburgischen Stillseminar, Berlin, 25. Oktober 1997


    Wenn wir die Abstillkurven von 64 Gesellschaften (nicht USA und Europa) vergleichen, zu einer Zeit, als wenig kommerzielle und westliche Einflüsse das traditionelle Ernährungsmuster störten, so machen wir interessante Feststellungen: So gut wie keine dieser Gesellschaften hat ihre Kinder vor einem Jahr abgestillt. Bis 2 Jahre war es ein relativ kleiner Prozentsatz der Kinder, der keine Muttermilch mehr bekam. Dies stieg im nächsten halben Jahr rapid an. Bis zum dritten Geburtstag wurden immer noch über ein Viertel der Kleinkinder gestillt; die Restlichen stillten sich zum größten Teil im nächsten Jahr ab; einige wenige haben erst im fünften Lebensjahr die Stillbeziehung ganz beendet.

    Auch in den USA gab es immer Langzeit gestillte Kinder, aber die Proportionen sind ganz anders. Die überwiegende Mehrheit ist in den frühen Lebensmonaten ganz abgestillt worden; bis zum ersten Geburtstag gingen 90% nicht mehr an die Mutterbrust.

    Die Beantwortung der Frage, wie es dazu gekommen ist, dass Kinder in Industrieländern im Vergleich zu denen in anderen Länder auf der Welt und im Vergleich zu den meisten Kindern im Laufe der Geschichte der Menschheit so früh abgestillt werden, würde den Rahmen dieses Referats sprengen. Sie besteht aus einer Kombination von geschichtlichen, kulturellen und kommerziellen Faktoren.

    Was ich hier darlegen möchte, sind die wissenschaftlichen Begründungen für die Fortsetzung des Stillens nach den ersten Lebensmonaten, in denen die Vorteile des Stillens mehr oder weniger unbestritten sind.


    Die ersten 6 Monate

    Muttermilch hat alles, was ein Baby braucht, um sich optimal körperlich und geistig zu entwickeln. Es geht vor allem um die Entwicklung des Gehirns und nicht darum, das möglichst größte Baby in kürzester Zeit zu produzieren.

    Der niedrige Eiweißgehalt der Muttermilch ist unter anderem dafür ein Vorteil. Aus der Erfahrung mit künstlicher Babynahrung mit hohem Eiweißgehalt wurde festgestellt, dass solche Nahrung nicht nur zum schnellen Körperwachstum - das erstrebte Ziel - führte, sondern auch zu hohen Aminosäurewerten im Blut, die eine permanent negative Auswirkung auf das Zentralnervensystem haben könnten (Cunningham 253).

    DHA (Docosa Hexanoic Acid), eine langkettige Aminosäure, einzigartig in der Muttermilch, sammelt sich im Gehirn (und in der Retina) und ist für deren strukturelle Entwicklung wichtig (Cunningham 254).

    Diese und sämtliche anderen wissenschaftlichen Entdeckungen sind die Theorie, aber wie sieht es in der Praxis aus?

    Stillende Mütter haben immer geglaubt, dass ihre Kinder deswegen klüger seien als die Nachbarskinder, die künstliche Babynahrung bekamen. Jetzt gibt es Forschungen, die diese Behauptung zu bestätigen scheinen. Frühgeborene, die in den ersten Lebenswochen die Milch der eigenen Mutter durch Sonde bekommen hatten, hatten nach 8 Jahren durchschnittlich 10 Punkte mehr auf der 10 Skala als die Kinder die künstlich ernährt worden waren (Cunningham 254). Weil diese Studie nur die Muttermilchernährung ohne das Stillen an der Brust erfasst hat, hat sie effektiv die Interaktionen zwischen Mutter und Kind als Faktor in der intellektuellen Entwicklung ausgeklammert und dabei die Vermutung bestätigt, dass Muttermilch per se das Wachstum des Gehirns und Zentralnervensystems positiv beeinflusst.

    Das gestillte Kind hat nicht nur ein ganz anderes Gehirn- und Zentralnervensystem; auch seine Körperentwicklung verläuft anders. Gestillte Kinder haben eine Tendenz, etwas weniger zu wiegen als künstlich ernährte Kinder. Das Fettpolster ist anders aufgebaut und durch den natürlichen Sättigungsmechanismus lernen sie, ihren Appetit zu steuern.

    Haut und Muskulatur fühlen sich bei Stillkindern anders an (Stuart-Macadam 20). Unterschiede im Blutbild und in der Darmflora sind messbar.

    Nicht nur dank den nutritiven Komponenten, sondern auch wegen der bioaktiven Zusammensetzung - Immunfaktoren, Enzyme, Wachstumsfaktoren und Hormonen, die in der Muttermilch einzigartig sind - hat das Stillkind lebenslänglich einen anderen Körper als seine nicht-gestillte Kohorte, also flaschenernährte Kinder.

    Um nur einen Faktor unter die Lupe zu nehmen: Die Rolle der Immunfaktoren ist auch in Industrieländern nicht unerheblich. Kurzfristig und langfristig stimuliert das Stillen den Aufbau und die Steuerung des Immunsystems des Kindes und bietet Schutz gegen die Entwicklung sowohl von Autoimmun- und Herzkranzarterienkrankheiten als auch vor Allergien.

    All dies sind mehr als genug Gründe, ein Kind 6 Monate voll zu stillen. Aber welche Vorteile hat es, das Stillen danach fortzusetzen?


    Stillen bis ca. ein Jahr

    Ab Mitte des ersten Lebensjahrs zeigt das Kind großes Interesse an dem, was seine Mitmenschen essen. Wird es ihm nicht angeboten, drückt es sein Missfallen ganz deutlich aus - ein intellektueller Sprung, aber auch eine Reaktion auf Körpersignale, dass die Zeit gekommen ist, seinen gastronomischen Horizont etwas zu erweitern. Das heißt aber nicht, dass Muttermilch plötzlich nicht mehr wertvoll ist. Sie bleibt während dem ersten Lebensjahr - und oft darüber hinaus - das wichtigste Nahrungsmittel, nach wie vor eine Quelle von hochwertigen Kalorien, Eiweiß, Vitaminen und Mineralien. Die nächsten sechs Monate - oder länger - sind eine Kennenlernzeit, in der feste Nahrung Muttermilch ergänzt, aber nicht ersetzt.

    Auch der Immunschutz und die Entwicklung des Zentralnervensystems wird im zweiten Halbjahr fortgesetzt. Hier gilt das Prinzip von dosisbezogener Auswirkung. Bei der o.g. Studie mit Frühgeborenen war ein Verhältnis ganz eindeutig. Je mehr Muttermilch, desto höher der IQ-Wert (Stuart-Macadam 18).

    Die Verbindung zwischen Muttermilchdosis und der Wahrscheinlichkeit der Entwicklung bestimmter Krankheitsbilder ist noch klarer.

    Allergien - Kinder, die 6 Monate oder länger gestillt wurden, haben weniger Allergien (5%) als die, die weniger als 6 Monate gestillt wurden (36%) (Strimas JH, Chi OS, 1988).
    Haemophilus Influenza Typ B - Stillen länger als sechs Monate schützt gegen diese Krankheit (Takala, AK et al 1989).
    Otitis media - Stillen länger als sechs Monate reduziert Otitis media drei- bis fünffach bis zum Alter von 27 Monaten (Teei, DW, Klein, JO, Rosner, B, 1980).
    Malocclusion - Als die Stilldauer von 12 auf 3 Monate reduziert wurde, stieg die Prävalenz von Malocclusion von 3% auf 16% (Labbok, MH und Hendershot, GE, 1987).
    Lymphoma in der Kindheit - Für Kinder unter 15 Jahren ist das Risiko fünf- bis achtfach höher, wenn sie weniger als ­ 6 Monate (oder gar nicht) gestillt wurden (Davis MK, Savitz, DA und Graubord, BI, 1988).
    Diabetes - Wenn Kinder 12 Monate oder länger gestillt wurden, ist die odds ratio für die Entwicklung dieser Krankheit 0.54 im Vergleich zu nicht-gestillten Kindern.
    Multiple Sklerose - Ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko für Multiple Sklerose entsteht, wenn ein Kind weniger als 7 Monate oder gar nicht gestillt wurde.

    Stillen im zweiten Lebensjahr und danach

    Was spricht für das weitere Stillen nach dem ersten Geburtstag? Überraschend viel: Ernährung, z. B.:

    Zwischen dem 6. und 24. Lebensmonat beträgt die Muttermilchmenge rund 500 ml täglich. Sie kann also einen großen Teil der Kalorien, die ein Kind in diesem Alter braucht, liefern. Im Notfall kann die Milchmenge gesteigert werden und auch ein Kind, das normalerweise Beikost isst, kann wieder ausschließlich mit Muttermilch ernährt werden.

    Muttermilch liefert 70 Kilokalorien pro 100 ml - zweimal die Energiedichte eines Abstillbreis. Kinder im zweiten Lebensjahr können ihren Energiebedarf zu 31% durch Muttermilch decken. Stillkinder im Alter von 13-18 Monaten erhalten bei gleicher Nahrungsmenge 25% mehr Energie als nicht-gestillte; ältere Kinder erhalten 17% mehr. Je nach Studie gibt es auch Hinweise darauf, dass Muttermilch noch mehr Energie im zweiten Lebensjahr liefern könnte. Eine Studie aus Uganda machte deutlich, dass dort die Energiebedürfnisse in dieser Lebensphase durch Muttermilch zu 53% gedeckt wurden. Wenn man daran denkt, wie wenig viele Kinder im zweiten Lebensjahr essen - sie haben einfach keine Zeit; die Welt ist dafür viel zu interessant - sind diese Ergebnisse nur logisch. Wenn ein Kind vor dem zweiten Geburtstag abgestillt wird, braucht es selbstverständlich viel mehr feste Nahrung als vorher - laut einer Studie wurden die anderen Nahrungsmittel um 60% erhöht ­und auch das reicht nicht immer aus. Unter Umständen kann ein abgestilltes Kind unter einem Energiedefizit leiden - einem 28%igen Defizit laut einer Studie von 1982.

    Eine andere Studie zeigte, dass nicht-gestillte Kinder nur 84% der vorgeschlagenen Kalorieneinnahme hatten, während noch gestillte Kinder 108% der optimalen täglichen Kalorien zu sich nahmen.


    Bioverfügbarkeit, Vitamine und Mineralien

    Die Kalorien der Muttermilch sind keine leeren Kalorien. „Muttermilch bleibt auch die wichtigste Quelle an hochqualitativem Eiweiss, Vitaminen und anderen Nährstoffen" (Helsing und King, 1982). Hochqualitativ und gut bioverfügbar. Wie viel eines Nährstoffes in der Milch ist, ist nicht die interessante Frage. Wir müssen danach fragen, wie bioverfügbar er ist. Es nutzt also nichts, wenn der Nährstoff nur da ist und das Kind nicht darüber verfügen kann.

    Eiweiss wird in der Muttermilch besonders gut absorbiert. Im zweiten Lebensjahr deckt Muttermilch die Eiweissbedürfnisse zu 38%.

    Und die Ergebnisse bei den Vitaminen und Mineralien sind noch eindrücklicher:

    Vitamin A wird im zweiten Lebensjahr 100%ig durch Muttermilch gedeckt. In Entwicklungsländern kann dies besonders wichtig sein. Es wurde da festgestellt, dass nicht-gestillte Kinder einem sechs- bis achtfach höheren Risiko an Xerophthalmie (einer Vitamin A-Mangel­Erkrankung des Auges) zu erkranken ausgesetzt sind als gestillte Kinder. Der Schutz bleibt auch nach dem Abstillen erhalten.

    Eine tägliche Einnahme von 500 ml Muttermilch liefert 19 mg Vitamin C, 95% der Menge, die Kinder im zweiten Lebensjahr brauchen (Armstrong, 1987). Gegen Ende des ersten Lebensjahres ist die Vitamin C­Konzentration der Muttermilch 3,3 mal höher als im Blutplasma der Mutter. Selbst wenn die Mutter erniedrigte Vitamin C-Werte hat, wird es in der Milch bis zu 6-­12fach angereichert. Stillkinder erhalten so höhere Konzentrationen an Vitamin C als Kinder, die mit Vitamin C angereicherter künstlicher Babynahrung, Gemüse und Früchten ernährt werden.

    Eisen ist zu 50% in der Muttermilch im zweiten Lebensjahr erhalten, Kalzium zu 44%, Niacin zu 41 %, Folsäurezu 26% und Riboflavin zu 21%.

    Eisen ist eines der wichtigen Beispiele der Bioverfügbarkeit. Es ist zwar niedriger in der Muttermilch als in der Kuhmilch, nur wird es aus der Muttermilch zu rund 70% absorbiert (vgl. 10% in Kuhmilch), so dass ein Stillkind besser mit Eisen versorgt ist als ein nicht­gestilltes Kind.


    Immunfaktoren

    Immunfaktoren sind auch noch wichtig. Früher wurde angenommen, dass nur im Kolostrum sehr hohe Anteile bereitstünden, die sich im Verlauf der Laktation zurückbildeten und nach sechs Monaten nur noch von geringer Bedeutung seien. Heute ist bekannt, dass die Immunglobulinmengen nach dem sechsten Monat steigen, offensichtlich als Reaktion auf die absinkende Milchmenge. Mit 20 Monaten entspricht der Spiegel von IgA und IgG der Höhe, die nach einer Laktationsdauer von zwei Wochen gemessen wurde. Wenn wir darüber nachdenken, ist es auch ganz logisch, dass einige Schutzfaktoren in dieser Zeit steigen, weil Kinder ab sechs Monaten sehr mobil werden; sie kommen überall hin und stecken die unmöglichsten Dinge in den Mund. Sie brauchen viel Schutz. Dieser Schutz erfolgt durch verschiedene Immunfaktoren in der Muttermilch, darunter: Lysozym, ein unspezifischer antimikrobieller Faktor wird in Muttermilch angereichert und erreicht in einigen Fällen nach 12 Monaten die gleiche Menge wie im Kolostrum. Nach neueren Untersuchungen weiss man, dass es bis zum 25. Lebensmonat des Kindes ansteigt und erst dann abfällt. 1 ml Muttermilch enthält rund 4000 lebende Zellen (überwiegend Lymphozyten und Makrophagen) , die das Wachstum von Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten hemmen.

    Der Bifidusfaktor in der Muttermilch fördert nach wie vor das Wachstum des Lactobazillus bifidus im kindlichen Darm, so dass sich Staphylokokken gar nicht erst ausbreiten können. Interferon, ein antiviraler Faktor, und Laktoferrin, das durch seine Eisenbindung ein Wachstum von E. coli, Staphylokokkus aureus und einigen Candidapilzen verhindert, sind ebenfalls in der Muttermilch enthalten. Laktoferrin zeigt kontinuierlich ansteigende Werte.

    Wie wichtig ist dieser immunologische Aspekt für das ältere Stillkind? Diesbezüglich ist die Studie von Chandra aus Kanada sehr interessant, weil seine Studienobjekte gesunde Kinder der Mittelklasse in einem gut entwickelten Industrieland waren. 60 Kinder wurden über einen Zeitraum von 24 Monaten untersucht. Im Hinblick auf drei übliche Erkrankungen fand er erhebliche Unterschiede bei deren Auftreten bei gestillten und künstlich ernährten Kindern:

    Atemwegserkrankungen auf 10 gestillte Kinder kommen 23 Flaschenkinder
    Durchfall auf 10 gestillte Kinder kommen 35 Flaschenkinder
    Mittelohrentzündungen auf 10 gestillte Kinder kommen 95 Flaschenkinder
    Nach der Einführung fester Nahrung, sind Stillkinder besonders in Entwicklungsländern für Durchfall anfällig. In Bangladesch wurden noch-gestillte Kinder und nicht­gestillte Kinder zwischen 6 und 35 Monaten bezüglich Durchfallerkrankung verglichen. Die Energieaufnahme bei nicht-gestillten Kindern fiel um 40%; bei gestillten Kindern blieb sie fast unverändert. Die Stillkinder bekamen auch 2,5 mal soviel Eiweiß wie die nicht-gestillten. Bei Durchfall ist ein Appetitverlust häufig - auch in Industrieländern. Doch viele Stillkinder trinken sehr gerne, auch wenn sie sonst keinen Appetit haben. Es wird vermutet, dass das hochqualitative Eiweiß in der Muttermilch dazu führt, dass ein krankes Kind wieder Appetit auf Kohlenhydrate hat, die für die Gewichtszunahme so wichtig sind (Armstrong, 1987) - und dies ist bei unseren Kindern auch nicht unwichtig.


    Das „natürliche" Abstillalter

    Aus dem bisher Gesagten ist klar geworden, dass Muttermilch ihre Nahrungs- und immunologischen Werte behält, so lange sie produziert wird. Trotzdem muss die Stillbeziehung irgendwann zur Ende kommen - aber wann?

    Die Anthropologin Katherina Dettwyler hat versucht, durch kulturvergleichende Studien und durch Vergleiche der Säugetiere untereinander diese Frage in etwa zu beantworten. Ich werde hier auf die Vergleiche der Säugetiere verzichten - obwohl sie hoch interessant und überzeugend sind, und nur kulturenvergleichende Studien berücksichtigen. Auf ihrer Suche nach einem „hominiden Entwurf" (hominide blueprint) für das „natürliche" Abstillalter hat sie verschiedene Kriterien angeschaut:

    Alter, in dem das Kind das Geburtsgewicht vervierfacht hat
    Alter, in dem das Kind ein Drittel des durchschnittlichen Erwachsenengewichts erreicht hat
    Bezug auf das Gewicht einer erwachsenen Frau (Abstillalter in Tagen = 2,71 mal das Gewicht einer erwachsenen Frau in Gramm)
    Vergleich zu Schwangerschaftswochen (6 x Schwangerschaftswochen - auf vergleichenden Primatendaten basiert.
    Alter beim Durchbrechen der ersten Backenzähne.
    Nach keinem der Kriterien würde ein Kind unter 2,3 Jahren abgestillt und die Grenzen reichen bis 6 Jahre für Mädchen und 7 Jahre für Jungen. Sechs Jahre übrigens ist der Zeitpunkt, wann das eigene Immunsystem des Kindes reif und eigenständig wird. Bis zu diesem Punkt, schreibt Dr. Dettwyler, können die Lymphokine in der Muttermilch die aktive Immunantwort - sowohl im Serum als auch sekretorisch - steigern (Dettwyler, 56).

    Ist die Idee, dass Muttermilch eine positive Auswirkung auf das Immunsystem des Kindes bis zu 6 Jahren haben könnte, so weit hergeholt? Ganz und gar nicht. Gespendete Muttermilch als Behandlung für verschiedene Krankheitsbilder ist mittlerweile weit verbreitet:

    Marinkovich (1988) behandelt IgA-lnsuffizienz mit 100ml frischer Frauenmilch täglich
    Asquith berichtet über den Einsatz von Frauenmilch bei der Therapie für Leukämie oder Knochenmarktransplantation
    Erichson (1990) berichtet, dass verbrannte Kinder Frauenmilch besser vertragen als die übliche hypermolekulare Nahrung und
    Wright benutzt - mit Erfolg - frische Frauenmilch für Erwachsene in den ersten Tagen nach Lebertransplantation (Springer, persönliche Kommunikation, 1996).
    Ist es so schwierig zu glauben, dass die Milch der eigenen Mutter lange Zeit - bis ins Schulkindalter - als effektiver Stimulus für das kindeseigene Immunsystem dienen kann?

    Sollten wir unsere Abstillvorschläge so hoch setzen? Nicht unbedingt. Die Vorschläge bleiben nach wie vor die Gleichen: „Im Idealfall wird die Stillbeziehung fortgesetzt, bis das Kind ihr entwachsen ist" (Grundsatz 6, La Leche Liga).

    Das eine Kind wächst aus seinem Stillbedürfnis früher, das andere später hinaus. Weil das Stillen eine Partnerschaft ist, spielen auch die Bedürfnisse der Mutter eine Rolle. Wir möchten hier keine neue Vorschriften erstellen, sondern durch das Anschauen der wissenschaftlichen und anthropologischen Daten einen erweiterten Blick für das „normale" Abstillalter - und eine größere Toleranz für die Mütter, deren Stillpraktiken von der kulturellen Norm abweichen - schaffen.

  • Tragehilfe

    • Josi
    • 21. März 2006 um 20:17

    Re: Tragehilfe

    Liebe Ute,

    das hört sich wirklich wie unsere Geschichte an, du sprichst mir wirklich genau aus dem Herzen, schöner hätte ich es auch nicht formulieren können. dieses Hin- und hergerissensein ;)


    Übrigens werden wir, wenn das mit Prag überhaupt nicht klappt oder ein Versuch stattfindet und der negativ ist, auch diesen Sommer den nächsten Versuch in Valencia planen. Vielleicht trefen wir uns ja mal dort ;) ??


    Ganz liebe Grüße

    von Josi

  • Tragehilfe

    • Josi
    • 21. März 2006 um 18:10

    Re: Tragehilfe

    :razz: :scherzkeks: :razz: :razz: :razz:

    Es sind die klügsten Kinder, die sich lange tragen lassen.................


    Liebe Grüße

    Josi

  • Tragehilfe

    • Josi
    • 21. März 2006 um 16:21

    Re: Tragehilfe

    Liebe Ute,

    danke dir sehr für deine ausführlichen Antworten, am besten fährt man eben immer noch, wenn man gleich die Fachfrau um Rat fragt, Theorien sind eben doch grau, und nur in der Praxis bewährt oder verfällt eine Möglichkeit. Werde mir wahrscheinlich beide Sachen mal zum Ausleihen bestellen - das geht und kostet auch nicht die Welt - und je nachdem, und auch das Mitspracherecht meiner Tochter berücksichtigen , eines oder auch beides behalten.

  • Tragehilfe

    • Josi
    • 21. März 2006 um 12:24

    Re: Tragehilfe

    Liebe Ute,

    Die Didymos-Seiten waren sehr interessant, muß ich sagen.

    Was ist wohl der Unterschied zu den doch preisgünstigeren Tüchern wie z.B. hoppediz?

    wenn man das Kind eigentlich nur in der Rückentrage oder im Hüftsitz tragen möchte, reicht dann ein Standardtuch?

    Und was hältst du von diesen Stretchtüchern ( wie diesem Moby-Wrap oder so ähnlich? Da ist sie mit 10,5 Kilo wohl doch schon zu schwer dafür , oder?


    Upps, war wohl Fragestunde;-), dachte gar nicht, daß ich soooviel wisen wollte ;)

    Liebe Grüße

    von Josi


    [quote author=ute link=topic=2805.msg18877#msg18877 date=1142888072]
    :sport: so schwierig ist das gar nicht mit dem Tuch, es sieht nur beim Binden häufig witzig und kompliziert aus. Am ANfang hatte ich auch Bedenken, aber meine Hebamme hat mich fast dazu genötigt es auszuprobieren :roll:, dafür bin ich ihr heute noch dankbar, denn gerade in der ersten Zeit hatten wir ständig mit Koliken zu kämpfen,da war das Tuch ein echter Segen, denn darin hatten die Beschwerden sofort aufgehört und die kleine Maus ist sofort zur Ruhe gekommen und auch eingeschlafen.
    Bei Fragen zu Wickeltechniken melde dich ruhig, kann dann versuchen, weiterzuhelfen.
    Liebe Grüße

    [/quote]

  • Tragehilfe

    • Josi
    • 21. März 2006 um 12:21

    Re: Tragehilfe

    Sasuna,

    interessant, daß du das schriebst....habe mich schon öfters gefragt, wie Zwillingsmamis das mit dem Tragen "stemmen", im wortwörtlichen Sinn ;)

    Gut, das die kleine Madam andere Vorlieben hat, da kommt jeder zu seinem Recht

    Vom BB habe ich halt gelesen, daß vor allem bei Jungs durch die unorthopädische Haltung der schmale Sitzsteg auf die Hoden drücken soll, und die Hüfte nicht gut gespreizt wird......aber ich denke mal, wenn man die Kinder nicht grade 12 Stunden am Stück da drin rumträgt, das das wohl noch keine Schäden hinterläßt


    Auf alle Fälle gibt das Muckis, und du sparst dir vorerst das Fitnesscenter ;)


    [quote author=sasuna link=topic=2805.msg18883#msg18883 date=1142928615]
    ohne tragetuch wäre ich anfangs verzweifelt.....

    ich verwende es halt eher wenn einer unruhig ist, denn beide sind mir gleichzeitig doch schon zu schwer. Außerdem Prinzessin mag es nicht so gerne......

    Andreas liebt es und so kann ich ihn umbinden und sie auf der Hüfte rumschleppen.

    Babybörn haben wir 2 und verwenden sie nie, aber wenn sie größer werden werde ich wohl einen nehmen müssen denn ich wohne im 2. OG ohne lift und muss sie dann zum wagerl schleppen.

    lg
    sasuna
    [/quote]

  • Tragehilfe

    • Josi
    • 21. März 2006 um 11:54

    Re: Tragehilfe

    Hallo Nicki,

    jaaa, die Vorteile des Kinderwagens , grade beim Einkaufen, möchte ich auch nicht mehr ganz missen.
    Dir alles Gute

    Josi

  • Tragehilfe

    • Josi
    • 20. März 2006 um 21:15

    Re: Tragehilfe

    Liebe Ute,

    wow, dann bist du versiert im Tragetuchbinden? Das finde ich klasse :gut:. Ich muß ganz ehrlich gestehen, als unsere Maus auf der Welt war, habe ich mich da nicht drangetraut, bin handarbeitlich nicht sonderlich geschickt und hatte ein bißchen Angst vor dem Tücher-Wickeln :shy:. So habe ich sie stundenlang auf den Armen geschleppt, bis ich Muskelkater hatte, und ab einem halben Jahr so einen Babysling genommen. Getragen werden liebt sie auch, und jetzt, wo es wieder wärmer wird....

    Ob ich mich das jetzt noch traue mit dem Tuch :gruebel:?
    Sollten wir nochmals so ein wunderbares Geschenk bekommen und noch ein Baby kriegen, werde ich es auf alle Fälle ab Geburt mit einem TT versuchen.
    Okay, ich werd die Didymos-Seiten mal durchackern , aber wenn glaube ich, brauche ich einen Kurs mit einer geduldigen Leiterin ;)


    Danke und liebe Grüße

    von Josi

  • Hallo ihr Glücklichen Mütter/Eltern

    • Josi
    • 20. März 2006 um 20:16

    Hallo Dorothe

    Hallo Dorothe,


    wie geht es dir und deinen kleinen Mäusen?

    Melde dich doch mal wieder, wenn du Zeit hast, mußte erst neulich an dich denken und habe mich gefragt, wie es mittlerweile bei euuch so läuft....


    Liebe Grüße

    von Josi

  • Tragehilfe

    • Josi
    • 20. März 2006 um 20:13

    Re: Tragehilfe

    Liebe Nicki,


    naja, Prinzessin läuft schon ein ganzes Weilchen und liebt es auch, aber ich denke jetzt an die Gelegenheiten, wo der Kiwa halt furchtbar unpraktisch ist, Kaufhäuser, Flohmärkte, Wanderungen etc., wo ich sie dann mal ein Weilchen tragen kann, wen sie müde ist.

    Das mit dem Eltern-Forum ist eine gute Ide, da werde ich doch heute gleich mal reinschauen - falls Prinzessin heut mal früher ins Bett geht ;)

    Danke :) und liebe Grüße

    Josi

  • Tragehilfe

    • Josi
    • 20. März 2006 um 15:31

    Hallo Mädels,

    was nehmt ihr als Tragehilfe für die etwas größeren Mäuse? Eine Bekannte hat mir den neuen Ergo Baby carrier wärmstens empfohlen, der soll sehr gut sein, aber ist ja nicht ganz billig, das Ding, um die 85 €. Daß der Babybjörn nicht zu empfehlen ist, weiß ich, von wegen der Hüftstellung und des zu schmalen Sitzsteges.

    Was gäbe es den sonst noch für Möglichkeiten? Würde mich über einen Erfahrungsbericht freuen


    Liebe Grüße
    von Josi

  • Bluthochdruck in der Schwangerschaft

    • Josi
    • 20. März 2006 um 13:13

    Re: Bluthochdruck in der Schwangerschaft

    Liebe Enia,

    grade las ich von deinen gesundheitlichen Problemen :krank:


    Wünsche dir alles alles Gute und daß du und dein Kleiner so lange wie möglich und nötig zusammenbleiben :bindafür:
    :kleeblatt: :kleeblatt: :kleeblatt:

    Ganz liebe Grüße

    von Josi

  • Geschäftemacherei oder Goldquelle ezs

    • Josi
    • 20. März 2006 um 13:11

    Re: Geschäftemacherei oder Goldquelle ezs


    Da gebe ich doch gleich eine Runde Mitleid aus, wenn ich lesen muß, daß bei Dr. L " unterm Strich nicht mehr viel Geld übrigbleibt" :yau:

    Klar, deswegen braucht er ja dann nachträglich die Erfolgsprämien........ :licht:


    Im übrigen geht es nur zweitrangig darum, daß man sein negativ nicht mitteilen möchte. Aufällig sind nur, wie sasuna schon richtig schrieb, diese Einmal- und nie- wieder- Erfolgsmeldungen, die unter dem Aspekt, daß der Dr. hier persönlich mitliest ( auch aus dem hauseigenen Ordner bekannt ) doch in einem merkwürdigen Licht erscheinen.....

    Zu den anderen Argumenten : Postings genau lesen, spart Wiederholungen ( teures Polen etc. )


    Josi

  • Geschäftemacherei oder Goldquelle ezs

    • Josi
    • 19. März 2006 um 16:01

    Re: Geschäftemacherei oder Goldquelle ezs

    romy,

    bei einem direkten Preisvergleich müßte man meines Erachtens aber auch bedenken :lupe:, daß Polen sich preislich sonst in keiner Weise auf West-Niveau befindet, sprich, die Nebenkosten , die Kosten für Personal, für die Behandlungen, die Aufwandsentschädigung für die Spenderin, das befindet sich doch alles auf Ost-Ebene. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Laborfacharbeiter in Warschau dasselbe verdient wie derselbe in z.B. Spanien :gruebel:.
    Grade die niedrigen Preise verbunden mit den meist kürzeren Wartezeiten machen den- tschuldigung-"Ostblock" doch für viele Frauen attraktiv. Mit welcher Berechtigung sollte eine Klinik in Tschechien oder Polen den gleichen Preis verlangen wie eine "West"-Klinik, die doch allein für Personal ungleich höhere Ausgaben hat?

    Das im IVI Sevila nur drei Embryonen übrigblieben, ist natürlich nicht schön. Waren es tatsächlich nur sowenig punktierte, oder ließen sich die punktierten schlecht befruchten? Aber wenn ich mich recht erinnere, habt ihr in Warschau gleich EMS durchgeführt, oder? vielleicht hat das auch zum Erfolg beigetragen. Normalerweise hat man bei einer "eigenen " Spenderin schon eine etwas höhere Ausbeute.
    Und mit 5 offerierten Embryonen liegst du sicher eher an der Oberkante dessen, was in Novum üblich ist, ich las auch schon, daß um einen dritten Embryo "gekämpft" wurde.
    Und wie schon gesagt, was die Stimulationshöhe angeht, wir bezogen uns nur darauf, was von einer Novumpatientin hier gepostet wurde. Den Grad der Wahrscheinlichkeit einer solchen Aussage muß sicher jeder selber für sich beantworten.

    Und daß sich Dr. L. mit Vorliebe auch schwierigerer Fälle annimmt, finde ich ja durchaus lobenswert :gut:, schade eher, daß das nicht überall selbstverständlich ist.


    Liebe Grüße

    von Josi

    Wie gehts dem Murkelchen, Bauchweh-Phase schon besser geworden ?


    [quote author=romy link=topic=2802.msg18827#msg18827 date=1142771540]
    .Ihr habt sicher grundsätzlich nicht unrecht. Was mich jedoch wundert, ist, dass solche Überlegungen immer nur betr. Novum angestellt werden. Mir kommt das schon manchmal wie eine Kampagne vor. Wo bleiben denn die Profitschätzungen anderer Kliniken? Warum regt sich darüber keiner auf? In Sevilla sollte ich 8.ooo Euro für 1 Versuch bezahlen; ich bekam 3 Embryonen. In Warschau habe ich 3.5oo Euro für 1 Versuch bezahlt, dort bekam ich 5 Embryonen angeboten. Auf 25 EZ wird dort sicher niemand stimuliert, das halte ich für hanebüchen.

    Man kann nur jeder Novum-Patientin sagen:
    - vorher den Preis verbindlich abklären und sich nicht auf evtl. Nachforderungen vor Ort einlassen.
    - sich nicht für evtl. bestellte Postings hergeben, sondern diese Dinge nach eigenem Gutdünken behandeln.
    - und die Frage nach Mischspenden vorher besprechen und für sich selber abklären.

    (Diese Dinge habe ich auch bereits direkt bei Novum angesprochen.) Abgesehen davon ist man dort wirklich in den besten Händen, gerade auch schwierige Fälle!

    Romy


    [/quote]

  • Geschäftemacherei oder Goldquelle ezs

    • Josi
    • 19. März 2006 um 14:55

    Re: Geschäftemacherei oder Goldquelle ezs

    Sabine,

    bitte entschuldige, da ist wohl etwas nicht ganz richtig rübergekommen. Hier geht es überhaupt nicht um die EZS per se, die für mich und viele andere Frauen hier das große Glück meines Lebens erst möglich gemacht hat. Ein uneingeschränktes Ja zur EZS, a b e r nicht um den Preis, den irgendjemand diktiert.
    Und wenn man sich wirklich keinerlei Gedanken um die Spenderin macht, die ja doch auf irgendeine Weise die genetische Mutter deines Kindes ist, keinen Gedanken an den Gesundheitszustand , keinen Gedanken , wieviele Male Eizellen dieser einen Spenderin zu Schwangerschaften führen, wieviele Halbgeschwister dein Kind denn nun hat - dann ist das in meinen Augen, tut mir leid, leichtfertig.

    Wenn ich dir jetzt aufzählen würde, was ich alles in D für Behandlungen gemacht habe, was wir hier für Summen ausgegeben haben, würde ich bis spät nachts hier sitzen.

    Das ist gar nicht der Punkt. Und da EZS in D verboten ist, komme ich gar nicht in Versuchung, mir auszumalen, mit welcher Begeisterung auch hier im Lande Kliniken auf den fahrenden Zug aufspringen und auch versuchen würden, sich eine goldene Nase zu verdienen.

    Ob das mit den 25 punktierten EZ einmalig war oder ob es ein immer wieder gern gesehenes Ereignis in der Klinik ist, können weder du noch ich beweisen.
    Es gibt ja doch einige merkwürdige Geschäftspraktiken dort, die auch dem einen oder anderen Patienten schon sauer aufgestoßen sind. Siehe diese "Zuzahlungen", der Einbehalt von immerhin 2.500 €, wenn der erste Versuch positiv wird, im Falle einer SS eine "Prämie" von 500 € usw.usw. Das sieht in meinen Augen verbunden mit der Spenderinnenpolitik im und der Verteilung von 2-3 Eizellen an die Paare doch sehr nach Geldscheffeln aus.

    Was die getürkten mails angeht- ich glaub, solange ich hier schreibe, gab es noch in keinem anderen Ordner so massive Übergriffe wie im Dr. L. -Ordner, Vorwürfe, wer "gekauft" sei, und wer im Auftrag Dr. Ls hier schrieb, führten soweit, daß eine sehr engagierte Userin nach Mail - und Telefonterror sich hier verabschiedete. Das hat mich schon damals sehr nachdenklich gestimmt.

    Natürlich geht es allen Frauen hier um das Erreichen ihres Großen Wunsches, und das Allerwünschenswerte ware es, wenn jede Frau ohne Umwege und Enttäuschungen schnell ans Ziel kommt. Daß es unterschiedliche Wege gibt, ist klar, aber wenn einer der Wege sich von den anderen abhebt, fällt das halt auf.


    Dir wünsche ich( trotz unterschiedlicher Auffassungen) :bindagegen: :bindafür: noch eine schöne Restschwangerschaftszeit und alles Gute für die Zukunft.


    Grüße

    von Josi

  • Geschäftemacherei oder Goldquelle ezs

    • Josi
    • 17. März 2006 um 19:25

    Re: Geschäftemacherei oder Goldquelle ezs


    Das war hier:

    http://www.eizellspende.de/forum/index.php?topic=2554.90

  • Schwanger 1. Versuch ISIDA Kiev

    • Josi
    • 17. März 2006 um 15:44

    Re: Schwanger 1. Versuch ISIDA Kiev

    Ganz herzliche Glückwünsche, du hast ja bald Bergfest, suuuuper ! :zustimm: :gut: :blume:


    Liebe Grüße

    von Josi

  • Geschäftemacherei oder Goldquelle ezs

    • Josi
    • 17. März 2006 um 15:40

    Re: Geschäftemacherei oder Goldquelle ezs

    Sasuna, da hatten wir ja fast zeitgleich dieselben Bedenken :gut:

  • Geschäftemacherei oder Goldquelle ezs

    • Josi
    • 17. März 2006 um 15:38

    Re: Geschäftemacherei oder Goldquelle ezs

    Claudia,

    schon richtig, Profitgier bestimmt einen Großteil des gesellschaftlichen Lebens, aber in diesem Bereich, wo soviel persönliche, emotionale, gesellschaftspolitisch bedenkliche Themen hereinspielen, sollte sich jede KiwuKlinik hüten, auch nur den Hauch von Profitgier zu erwecken. Sonst kommt die EZS nie aus der Schmuddelecke, und gerade wenn ein Paar nicht damit hinter dem Berg halten will, sollte man daran arbeiten, das Image endlich zu verbessern und das Thema gesellschaftlich akzeptabel zu bekommen.

    Bei Pronatal wird niedrig stimuliert, ja, da weiß ich, das Gesundheitsrisiko für die Spenderin hält sich in vertretbaren Grenzen, und wie Sasuna schon schrieb, ich bekomme den Leitfollikel. Wenn ich Glück habe, sind es soviel, daß man Blastotransfer machen kann. In Spanien z.B. wird eine Spenderin nach 5 erzielten SS "ausgemustert", d.h., es laufen nicht beliebig viele Halbgeschwister herum. Bei 25 EZ und den angeblich daraus erzielten sehr guten SSRaten sieht das schon ein bißchen anders aus....


    Grüße

    von Josi

  • Geschäftemacherei oder Goldquelle ezs

    • Josi
    • 17. März 2006 um 15:32

    Re: Geschäftemacherei oder Goldquelle ezs

    Sasuna,

    könnte ich mir gut vorstellen, es ist doch wirklich fast nicht möglich, hier unbefangen zu schreiben, wenn du weißt, "Big Brother" guckt dir über die Schulter, und du mußt ja noch den nächsten Versuch da machen......


    liebe Grüße

    Josi

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