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Beiträge von Josi

  • Einer dieser Momente

    • Josi
    • 9. Juli 2006 um 15:22

    Re: Einer dieser Momente

    Ach Maria,

    was für eine traurige Geschichte, ganz schrecklich :(

    Ja, mir geht es auch so, immer wenn ich wieder von solch einer Tragödie höre, möchte ich meine Kleine gaaaanz fest umarmen und sie gar nicht mehr loslassen. Dann wird mir wieder blitzartig klar, was für ein Großes Glück wir gehabt haben....


    Hier in der Nachbarschaft ist vor ziemlich genau einen Jahr ein kleines Mädchen, damals 10 Monate alt, von ihrem Vater beim Rückwärtsfahren auf dem Parkplatz, mit dem Auto überfahren worden, sie war grade vom Gehsteig runtergekrabbelt, während die Mutter die Einkäufe zur Haustür trug.....das jagt mir heut noch kalte Schauer über den Rücken und mir steigen die Tränen in die Augen, so was Sinnloses und Grausames, auch unvorstellbar, da wird man ja seines Lebens nicht mehr froh.....


    Ja, sind wir dankbar für unsere glücklichen Kinder :blume:


    Nachdenkliche Grüße


    von Josi

  • keine Einnistung nach mehreren EZS?

    • Josi
    • 8. Juli 2006 um 23:41

    Re: keine Einnistung nach mehreren EZS?

    Liebe awanthi,

    wirklich ein trauriges Thema :pale: , das einem auch selber sehr betroffen macht.
    Wenn in Valencia auch schon verschiedene Bluttests gemacht worden sind, ist es sicher sehr schwierig, weiterzusuchen, ob und was es für einen Grund geben könnte.
    Aber von Fr. Dr. Reichel hört man ja nur Gutes, auch Untersuchungen im Immunbereich, Killerzellen etc., ich denke schon, daß so eine Überprüfung sinnvoll sein kann :lupe:. Und wenn auch sie nichts findet, ist es ja im gewissen Sinn auch eine Antwort .


    Liebe Petri,

    ich finds wirklich gut, daß du den Kontakt aufgenommen hast und vorsichtshalber alles nochmal genau abklären lassen willst :bindafür: :bindafür:.

    PM kommt morgen :schreiben: :bussi: :bussi:


    Liebe Josie,

    du hast da schon sehr viel Kraft und Stärke bewiesen, und viel Durchhaltevermögen :top:.
    Ich habe deinen Bericht gelesen und zuerst das gleiche gedacht wie manda, weil mein Mann auch OAT-Syndrom II.-III. Grades hat. Habe aber grad nochmal eines unserer alten Spermiogramme aus KiwuZeiten rausgekramt, und es stimmt, bei uns war die Beweglichkeit fast bei 0 , die Morphologie dagegen eher ein zwar schlechter aber doch Mittelwert. Das mit dem Penicillin als Mediumträger ist auch interessant, wußte ich gar nicht. Da hast du also schon einiges aufgedeckt, was evtl. als Grund in Frage käme. Will jetzt hier keine Ratschläge verteilen, aber könnte es sein, daß evtl. Embryonenspende dann eine Lösung wäre oder zumindest einen Versuch wert ? Ich finds toll daß du dich nicht entmutigen läßt.. :gut: :gut:


    Vielleicht können ja noch andere Forumsnutzerinnen Ratschläge oder Erkenntnisse beisteuern, das ist ein wirklich wichtiges Thema.....

    Wenn ich mich richtig erinnere, hat auch romy schon mal einen sehr interessanten Bericht über Abstoßungsreaktionen nach dem Transfer geschrieben?


    Liebe Grüße

    von Josi

  • Einer dieser Momente

    • Josi
    • 5. Juli 2006 um 15:26

    Re: Einer dieser Momente

    Ach ja immer wieder solche wunderschönen herzergreifenden Momente :)


    Bei mir war es gestern, wo ich dann beinahe geheult hätte................


    spätnachmittags nach dem Telefonat mit Prag bin ich dann erst mal auf die Couch gesunken, ziemlich bedröppelt, und habe wohl ein recht trauriges Gesicht gemacht :(


    Meine Kleine kommt zu mir, stellt sich vor mich hin, legt ihr Lockenköpfchen schief, grabschelt mit der Hand nach meinem Arm und sagt fragend : Mama? Aua ?


    Da hab ich sie in der Arm genommen, ganz doll abgeküßt :bussi:( fand sie dann wieder nicht soooo gut :ertrink: ) und mir gedacht: Mäuslein, wie wunderwunderschön, daß ich DICH habe !!


    Ein Kind ist der beste Trost, baut einem sofort wieder auf und schenkt uns


    eben diese Momente :love: :love: :hearts: :hearts: ( schön, Sasuna :) )

  • Thema schlafen

    • Josi
    • 30. Juni 2006 um 16:14

    Re: Thema schlafen

    Liebe Tapabo,

    nur ganz kurz, bin bei den Rabeneltern noch fündig geworden, da wird u.a. noch ein sehr interessantes Buch empfohlen:


    http://www.rabeneltern.org/expblog/detail…9&hl=holler


    Kleines Baby - großes Glück. Was wir von Müttern aus aller... Renée Holler


    Renée Holler hat Ethnologie studiert und lange Jahre im Ausland gelebt. Sie durchforstete Fachliteratur und führte Interviews mit Müttern aus aller Welt, um herauszufinden, wie andere Kulturen mit ihren Kindern umgehen.
    Dieses Buch liest sich sehr gut (es ist keine wissenschaftliche Abhandlung!). Ihre Ergebnisse hat Renée Holler in Kapitel zu den Themen Ernährung, Pflege, Schlaf, Unterwegssein etc. zusammengefasst. Sie will nicht erreichen, dass wir in der westlichen Kultur alles über Bord werfen und unsere Kinder wie die der Navajo-Indianer erziehen. Vielmehr ist es ihr Ziel, Eltern zu einer größeren Toleranz anderen Methoden gegenüber zu bewegen. Es gibt eben noch andere Methoden. Und wenn der Rat der Schwiegermutter nicht hilft oder zu altmodisch erscheint, dann kann man in diesem Buch Anregungen bekommen. Auch will Holler den Eltern, die mit ihrem Kind anders umgehen, als es in westlichen Industrienationen üblich ist, den Rücken stärken. Denn viele laufen mit einem schlechten Gewissen herum, weil ihr Kind z.B. in ihrem Bett schläft. Der Blick auf andere Kulturen ist nicht die große Problemlösung, lässt aber oft auch unsere Kultur in einem kalten Licht erscheinen (wenn z.B. Mütter in der Südsee als schlecht gelten, wenn sie sich nicht sofort um ihr schreiendes Kind kümmern, während es hier oft heißt: Die Kleine muss lernen, dass man nicht sofort kommt.)
    Alles in allem ein sehr gutes Buch, das auch sehr gut als Geschenk zur Geburt zu empfehlen ist. Es ersetzt aber keinen Stillratgeber o.ä., weil die Fakten doch oft etwas oberflächlich sind. Elly


    BESTELLEN bei Amazon

    Eingereicht in Elternsein von Rabeneltern.org am Sonntag, 25. Dezember 2005

    .......................

  • Thema schlafen

    • Josi
    • 27. Juni 2006 um 14:35

    Re: Thema schlafen

    Meine liebe ..........


    ganz toll, daß du dir die Mühe gemacht hast und die Qintessenz dieses Vortrages hier für uns zusammengefaßt hast ;)


    Erscheint mir alles sehr logisch, natürlich und nachvollziehbar - hoffen wir, daß die "Elternolympiade" -köstlicher Ausdruck ;) so schnell wie möglich aus der Mode kommt und von den nächsten Generationen als genauso eine schlimme Fehlleistung wie die abgekapselten Neugeborenenstationen der 60er und 70er Jahre mit ihrem nur-alle-vier-Stunden-füttern-und Körperkontakt-Vorschriften erkannt wird.


    Herzliche Grüße

  • Für Glückliche Eltern: Wissen das die Welt nicht braucht :-)

    • Josi
    • 24. Juni 2006 um 00:34

    Damit wir hier auch mal wieder was zum Schmunzeln haben :


    Wissen, das die Welt nicht braucht



    Keine junge Familie muss heutzutage mehr ohne umfassende Informationen mit der Erziehung seines Kindes beginnen. Zahlreiche Erziehungsratgeber, von Experten verfasst, ermöglichen es uns, bereits vor der Geburt ein reichhaltiges Wissen aufzuhäufen.

    Tipps im Überfluss bieten jedoch auch Verwandte und Bekannte. Dieses Wissen ist besonders leicht verfügbar, da Ratschläge grundsätzlich immer dann erteilt werden, wenn man gar nicht danach gefragt hat. So kann die junge Familie sicher sein, dass sie auf jedem Schritt in der Erziehung ihres Kindes von den jahrhundertelang erprobten Weisheiten der Eltern und Schwiegereltern begleitet wird.

    Auch auf die Erfahrung von Freunden und Bekannten kann man sich jederzeit verlassen. Dass diese Freunde selbst keine Kinder haben, scheint ihrem Wissen keinen Abbruch zu tun. Denn sie scheinen instinktiv zu spüren, was die jungen Eltern bei der Erziehung ihres Babys falsch machen.


    Die Grundausstattung

    Fast alle Schwiegereltern warnen davor, das Kind zu sehr zu verwöhnen und predigen daher ausnahmslos folgende Grundregeln:

    "Immer springt ihr sofort, wenn das Kind schreit. Ihr verzieht es."

    "Ich mache mir ernsthafte Sorgen, dass ihr aus dem Kind einen verwöhnten Tyrannen macht." Richtig, als wir mit Iris im Urlaub waren, war es absolut übertrieben von mir, mich um mein sechs Monate altes Baby zu kümmern. Es hätte in dem fremden Haus durchaus allein vom Schlafzimmer zu uns auf die Terrasse finden können.

    "Ihr müsst doch nicht wegen jeder Kleinigkeit rennen." Interessant ist dabei, wie das Hingehen zum Kind immer direkt zu sportlichen Höchstleistungen wie Springen oder Rennen hochstilisiert wird.

    "Der hat ganz schnell raus, ich muss nur schreien, dann kommt jemand und nimmt mich hoch!" Richtig. Bereits im zarten Alter von nur drei Wochen entwerfen Babies erstaunlich komplexe Pläne, die nur ein einziges Ziel verfolgen: die Eltern zu manipulieren.

    "Dein Kind tyrannisiert dich jetzt schon!"

    "Du musst ihn nur mal ein paar Nächte schreien lassen, dann schläft er schon durch."



    Der Klassiker

    "Schreien stärkt die Lungen". Die wichtigste Erkenntnis in der Kindererziehung überhaupt.



    Die Gefahren des Familienbettes

    "Ihr bekommt das Kind niemals aus dem Elternbett!"

    "Ein Kind gehört in sein eigenes Bett." Dies empfahl eine Mutter, die ihr Kind nicht aus dem Bettchen nahm, obwohl es kotzte.

    "Ihr seid ja selber schuld, dass euer Kind nicht durchschläft, wenn ihr ihn bei euch schlafen lasst."

    "Jan hat ja gar kein Kinderzimmer. Das ist doch nicht gut, und fürs Sexleben ist es auch nichts."

    "Du bist schuld am Scheitern eurer Ehe, weil du die Kinder mit ins Elternbett genommen hast!"



    Die gesunde Ernährung

    Wie gut, dass wenigstens noch unsere Schwiegereltern wissen, dass Muttermilch für eine gesunde Ernährung grundsätzlich nicht ausreicht. Daher sollte man möglichst von Geburt an auf eine ausgewogene Beikost achten.

    "Wie soll das Kind denn von so labberiger Milch groß werden?"

    "Wie soll das Kind denn groß werden, wenn es nichts Gescheites kriegt außer diesem Schlabberzeugs?"

    "Stillkinder schlafen nicht durch, weil sie ja nichts anständiges zu essen kriegen."

    "Große Kinder sollten nicht gestillt werden, die Muttermilch ist dafür zu dünn und enthält nicht genügend Nährstoffe." Diese Ratgeberin scheint besonders genau informiert zu sein. Vielleicht kann sie uns ja eine Tabelle anlegen, der wir genau entnehmen können, bis zu welchem Geburtsgewicht man ein Kind stillen darf.

    "Also ich habe Frank abends immer 'ne Pulle mit Schmelzflocken gemacht, die hat er sich wie nix weggezogen und davon hat er durchgeschlafen."

    "Er ist ja ganz blass, was kriegt er denn zu essen?"

    "Der muss doch mal was richtiges essen, der wird doch gar nicht satt!" Luca (vollgestillt) wog mit sechs Monaten nur neun Kilogramm, also ganz eindeutig untergewichtig.

    "Du guckst schon so, in vier Wochen kriegst du auch einen Keks, woll!" Das entsprechende Kind war gerade zwei Monate alt.

    "Habt Ihr ihn den mal Schlagsahne probieren lassen, die Lea hat damals mit acht Wochen schon Sahne bekommen und so schön davon gelacht."

    "Die Kleine darf doch sicher ein Plätzchen?" - "Isst sie schon Schokolade?" - "Guck mal was ich Feines für die Kleine habe!" (Fruchtzwerg, Milchschnitte, Kindercountry) - "Einen Lutscher magst du doch sicher, gell, Mäuschen?" Diese Angebote gingen an ein Baby von sechs Monaten.

    "Tja, so kann aus dem Kind auch nichts werden." Zusammenfassende Stellungnahme, nachdem die Mutter Schokoriegel und Kekse für ihr Baby ablehnte.

    "Jan, du darst sicher keine Schokolade essen, weil deine Mama Zahnarzthelferin ist. Lern du mal später einen richtigen Beruf, das lernt man nur, wenn man nichts anderes kann."

    "Und schiebt er das Essen auch mit der Zunge wieder raus? Das machen die ja, nicht?" Selbstverständlich deutet so ein Verhalten nicht darauf hin, dass das Kind noch nicht reif für Beikost ist. Das Essen muss nur mit genügend Nachdruck hineingeschoben werden.

    "Wenn ihr eure Kinder nicht zufüttert, so dass sie nicht durchschlafen, raubt ihr ihnen die Nachtruhe!"



    Umfassende psychologische Beratung über die Beziehung zu dem Kind

    "Ihr verhindert seine persönliche Entwicklung und klammert euch zu sehr an euer Kind." Gewarnt wurde hier wieder einmal davor, das Kind im Elternbett schlafen zu lassen. Besorgniserregend sind daher auch die vielen Ehepaare, die sich gegenseitig in ihrer persönlichen Entwicklung hindern.

    "Du kannst nicht loslassen." Das fortgeschrittene psychologische Wissen mit zusätzlicher Analyse des Verhaltens der Mutter. Seltsamerweise ging das betreffende Kind zu der Zeit bereits in den Kindergarten.

    "Findest du dich nicht ein bisschen egoistisch, dein Kind so an dich zu klammern?" Noch fortgeschritteneres psychologisches Wissen. Konkrete Gründe für das Verhalten der Mutter konnten ermittelt werden.

    "Kinder sollten so früh wie möglich von ihrer Mutter entwöhnt werden, sonst gibt das Mama-Rutscher so wie Jan. Und das gibt dann Probleme das ganze Leben lang." Mutter und Kind waren gerade bei der Schwiegermutter angekommen und das Kind wollte lediglich nicht auf der Stelle von ihrem Arm herunter, was uns in der Tat sehr bedenklich erscheint.

    "Kein Wunder, dass der fremdelt, der ist ja ständig bei dir auf dem Arm/ im Tuch."

    Wichtiger Hinweis zur Beziehung des Kindes zu seinem Vater: "Ein Vater darf sich mit seinem Kind nicht so viel abgeben, sollte für das Kind eher eine Respektperson sein."


    Über die Nachteile, ein Kind zu tragen.

    Es gilt grundsätzlich: Durch das Tragen wird ein Kind zu sehr verwöhnt. Aber auch andere Aspekte dürfen nicht außer acht gelassen werden.

    "Neee...tragen, das wäre absolut nichts für meinen Rücken!"

    "Das sieht ja schon sehr ökig aus." Dieser Aspekt ist in der Tat das wichtigste Argument gegen das Tragetuch.

    "Wenn du den ständig trägst, lernt der nie laufen, den musst du liegen lassen!"

    "Das Kind bekommt keine Luft; außerdem ruiniert das Tragen Hüften und Rücken."

    "Oh, ist das der Kleinen nicht zu kalt? So ein Kleines muss schön warm eingepackt sein." Es war Juli, dreißig Grad, und Mariekes Beinchen hingen nackt und dick eingecremt aus dem Tragetuch.

    "Das arme Kind friert doch im Tragetuch! Im Kinderwagen hätte er es viel wärmer!" Es war Winter, und Noah steckte dick angezogen unter der Daunenjacke der bereits schwitzenden Mutter.

    "Da ist ja ein Baby drin! Das muss schnell da raus, da sterben die ganzen Glieder ab! Also, was manche Leute mit ihren Babies machen!"

    "Du näherst dich den primitiven Naturvölkern an, bei denen der Kinderwagen noch nicht bekannt ist!"

    Die Überraschung des Tages vom stockkonservativen Opa: "Das mit dem Tragetuch ist ja wirklich gut. Diese Kinderwagen braucht man nicht, so haben es die Menschen früher schließlich auch gemacht."



    Stillen, die Zweite

    Dank unserer Schwiegereltern und Freunde verfügen wir über eine umfassende Aufklärung über Nachteile und Gefahren des Stillens.

    "Stillst du etwa immer noch!"

    "Wie, Sie haben noch Milch?"

    "Nach einem Jahr kommt aus der Brust ja doch nur noch Wasser." Richtig. Das berüchtigte weiße Wasser.

    "Du kannst nicht stillen, weil deine Mutter nicht stillen konnte!"

    "Da weißt du ja gar nicht, wieviel der Kleine trinkt!" Fast genauso schlimm: Ich weiß auch nicht, wieviel Sauerstoff mein Kind einatmet. Wie durch ein Wunder lebt es noch.

    "Bei deiner kleinen Brust kannst du doch nicht stillen!"

    "Dein Mann verdient doch gut, da könnt ihr euch doch richtige Milch leisten!"

    "Hör doch auf zu stillen, dann kannst du endlich wieder rauchen!" Sehr richtig. Immerhin ist es wesentlich gesünder, zu rauchen, als zu stillen.

    "Der braucht doch 'nen Schnuller."

    "Schnuller kann man viel leichter abgewöhnen. Die bekommst du nie von der Brust." Vollkommen richtig. Deshalb hatte sich unsere Tochter beispielsweise mit einem Jahr abgestillt. Den Schnuller nahm sie, bis sie drei war.

    "Wie lange willst du denn noch stillen. Also ich kenne eine Dreijährige, die hat ihrer Mutter mitten auf der Strasse die Brust ausgepackt und daran gedreht."

    "Du solltest jetzt aber mal aufhören zu stillen, du wirst immer dünner." Die angesprochene Mutter war übrigens schon immer sehr schlank gewesen.

    "Wie lange willst du ihr denn die Brust geben?" (Antwort der Mutter: "So lange wie möglich und nötig") - "Meinst du nicht, dass dir das schadet? Du solltest auch mal wieder an dich denken, siehst auf dem Foto so dünn aus. Also, tu mal wieder was für dich, schließlich bist du nicht nur Mutter, sondern sollst auch noch für deinen Mann die Frau sein."

    "Kinder die lange gestillt wurden, sind in ihrer Entwicklung ein Leben lang hintendran." Jan konnte erst mit zehn Monaten sitzen, mit vierzehn Monaten laufen, ein ganz klarer Fall. Außerdem sprach dieses arme unterentwickelte Kind bereits mit etwa eineinhalb Jahren ganze Sätze.

    "Wenn du jetzt nicht bald aufhörst zu stillen, dann bekommt er einen lebenslangen Brust-Fetischismus."

    "Du bist ja eine richtige Milchkuh."

    "Frauen, die stillen, sind alle schlampig. Das sind alles faule Weiber, aber wirklich alle! Ich kenne fast nur faule Frauen, die stillen. Alle andere legen Wert auf Ordnung, und die stillen nicht!"

    Kurz, dafür umso präziser: "Du Übermutter!"

    "Langes Stillen verursacht Kleinwüchsigkeit!"

    Der Astrologenbesuch enthüllt schließlich das ganze Geheimnis: "Nach dem sechsten Monat stillen bedeutet, dass die Mutter über das Kind entgiftet und es nicht selbst werden lässt."



    Reinlichkeit und Körperpflege

    "Das Kind muss jeden Tag gebadet werden!"

    "Creme immer schön dick auftragen! Die musst du auch in die Speckfältchen schmieren, nicht nur ums A****loch!"

    "Was, du hast keine Creme dabei?"

    Zum Baden des Kindes in einem Tummy Tub: "Was, du badest dein Kind in einem Eimer?"


    Ratschläge zur allgemeinen Erziehung

    "Nimm ihm das aus dem Mund!" Das Baby erdreistete sich, an einer Halskette aus Holz zu lutschen.

    "Der bettelt ja nach einem A****voll. Erfülle ihm doch den Wunsch!"

    "Hintern versohlen hat noch keinem geschadet!"

    "Was soll man denn sonst machen außer dem Kind ein paar auf die Finger zu geben, wenn es etwas anfasst, was es nicht darf?"

    "Ihr könnt die doch nicht überall hochziehen lassen, die tut sich doch weh!"

    "Das arme Kind friert doch!" In der Tat leiden Kinder, die im Bett nur einen Schlafsack tragen, schnell an Unterkühlung. Besonders gefährlich: sie leiden stillschweigend und beschweren sich nicht.

    "Ja, bist du denn verrückt, der hat ja keine Mütze auf, der kriegt 'ne Mittelohrentzündung!" Richtig, auch im April im Windschatten brauchen Kinder unbedingt eine Mütze.

    "Das musst du früh angehen!" sagte die Schwiegermutter und schenkte der Mutter des immerhin schon vier Monate alten Babys eine Broschüre zum Thema Sauberwerden.

    "Das Kind muss auch mal in einen Laufstall, damit es lernt, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Wenn es ständig um dich herumkrabbelt, wird es nur unselbständig, und du bekommst große Probleme später." - "Ja, welche denn?" - "Na, in der Schule und so."



    Mögliche Reaktionen auf eine umfassende Erziehungsberatung

    Leider kann solch ein geballtes Wissen sehr belastend für uns junge Eltern werden. Natürlich wissen wir, dass wir aufgrund unserer Zugehörigkeit zur Jugend von heute die Ursache bei uns und unserem mangelnden Urteilsvermögen suchen müssen.

    Will man trotz allem die Ratschläge der Familie und des Freundeskreises missachten, braucht man starke Nerven. Diskussionen mit den lieben Ratgebenden können zu langatmigen, hitzigen Debatten ohne Ergebnis ausarten. Deshalb sind schlagfertige Antworten manchmal wirkungsvoller.

    Wenn Sie beispielsweise die ewigen Sorgen und Bedenken, dass Sie das Kind nie aus dem Elternbett herausbekommen, nicht mehr hören wollen, könnten Sie darauf antworten: "Meine Tochter soll Bescheid sagen, wenn sie ihren ersten Freund mitbringt, damit wir uns darauf einstellen, im Familienbett zusammenzurücken."

    Die schöne Antwort eines Arztes auf die Frage, ob das Kind denn auch schon durchschläft, lautete: "Ja, er schläft durch. Zwischen den Mahlzeiten."

    "Das Kind bekommt im Tragetuch keine Luft!" Die Antwort einer Mutter darauf war: "Das Kind hat es neun Monate ohne Luft im Bauch ausgehalten, das überlebt es die kurze Zeit jetzt auch."

    Auf immer wiederkehrende Fragen, wie lange Sie denn noch stillen wollen, empfiehlt sich beispielsweise die Erwiderung: "Bis er sich selbst abstillt, gegebenenfalls werde ich bei den Abiturprüfungen eine Stillpause beantragen."

    Falls Sie Ihr Kind gerade stillen und wieder einmal gefragt werden, wie lange Sie das noch tun wollen, könnten Sie auch antworten: "Noch ungefähr fünf Minuten."

    Eine Mutter wurde ständig gefragt, ob sie noch genug Milch hätte. Nach einigen Malen begann sie, nachzufragen: "Welche Milch meinst du denn? Die bei uns im Kühlschrank?"

    Als neugierige Verwandte wieder einmal wissen wollten: "Ja, kommt denn da immer noch Milch raus?", erwiderte die Gefragte: "Nein, inzwischen Apfelsaft, und wir hoffen, dass es irgendwann Wein wird."

    "Das Kind braucht doch etwas Vernünftiges zu essen!" Als eine Mutter, die ihr zwei Monate altes Baby gerade stillte, diesen guten Ratschlag wieder einmal hörte, antwortete sie: "Er hat gerade Kuchen gegessen und braucht nur etwas zum Nachspülen."

    Eine andere Mutter ging dazu über, auf das ständige Drängen nach Beikost zu erwidern: "Ich glaube, du hast recht, morgen bekommt mein Sohn ein saftiges Steak!"

    Der Kommentar: "Ein Kind, das herumrennt und noch an der Brust trinkt, ist das allerletzte!" könnte folgendermaßen beantwortet werden: "Mein Kind rennt nicht herum, wenn es gestillt wird, sondern sitzt nah bei mir."

    "Wie, Du stillst noch?" - "Ja, warum nicht, ich bin doch erst 31!"

    Wenn Sie die lieben Freunde und Verwandten mit logischen Argumenten zum Schweigen bringen wollen, können Sie, wenn das Thema Stillen wieder einmal angesprochen wird, mit einer Gegenfrage kontern: "Ein Kleinkind braucht doch noch Milch, oder? Warum soll Kuhmilch dann besser sein als die Milch der eigenen Mutter?"

    Hilfreich kann vielleicht auch sein, den Beratern kurz und energisch klarzumachen, dass man seine eigenen Vorstellungen von Erziehung hat und wünscht, dass diese respektiert werden. Andere Mütter berichten, dass sie nach einer freundlichen aber bestimmten Antwort doch ein erfolgreiches Gespräch führen konnten. Viele Eltern stellten auch fest, dass sie generell eher in Ruhe gelassen werden, wenn sie ihren eigenen Erziehungsstil mit viel Selbstbewusstsein durchsetzen und den Erfolg ihnen recht geben lassen.

  • ob mir das herz bricht oder nicht, schreit mein kind weiter...

    • Josi
    • 24. Juni 2006 um 00:14

    Re: ob mir das herz bricht oder nicht, schreit mein kind weiter...

    Liebe Maria,

    nein, vollkommene Mütter sind wir hier sicher auch nicht - es gibt auch DIESE Tage, an denen das Beste KInd von Allen einfach mal schlechtgelaunt ist und quengelt, die Mama Kopfschmerzen oder Streß mit dem Besten Ehemann hat und sich mal für fünf Minuten ganz weit weg auf die Bunte Insel wünscht.........;-)


    Natürlich bin ich genervt, wenn die Prinzessin den letzten Bissen Nudeln mit Tomatensauce aus dem Mund über das neue weiße Sweatshirt fließen läßt :( und das im Restaurant auf Opas Geburtstag, nachdem mein Bester Ehemann grade erzählt, wie schön sie schon alleine essen kann.........


    Und das Gefühl der Unzulänglichkeit hat mich in den ersten Lebenswochen oft begleitet, wenn alles noch Neuland ist und du deinen neuen "Lebenspartner " erst genau kennenlernen mußt - immerhin sollt ihr den Rest eures Lebens zusammen verbringen ;) - mittlerweile gebe ich dem Gefühl keinen Raum mehr, ICH bin die Mutter, und ich weiß alles am besten ;) ;) .................

    Ich für mein Teil denke heute im Rückblick, das bei uns das gemeinsame Schlafen einen Großteil zur raschen "Verständigungsebene" beigetragen hat. Es geht mir oft heut noch so, daß ich ein paar Augenblicke vor ihr oder mit ihr wachwerde, sie kurz beruhige oder andocken lasse, und dann schlafen wir gleich weiter. Diese Verläßlichkeit bei Tag und Nacht hat denke ich mal bei uns die Beziehung recht stabil gemacht. Dazu kommt, daß meine nun wirklich ein Kuschler ist, auch heute, wenn sie nur bei mir auf dem Schoß sitzt, krault sie meinen Arm oder fährt mir durchs Haar, Körperkontakt war immer wichtig und ein Hauptberuhigungsmittel.

    (Und oft, wenn ich abends im Bett noch lese, kann ich beobachten, wie sich sich im Schlaf suchend herumdreht, mit ihren dicken kleinen Krabbelfingern herumtastet, sich unter mein T-Shirt grabbelt oder meine Hand sucht, und dann mit einem Seufzer weiterschläft :) )

    Das sind aber nun wirklich die einzigen "Zauberkräfte" die ich je eingesetzt habe ;)

    Wenn das nicht so gewünscht ist oder nicht gefordert wird, kann ich mir schon vorstellen, das es oft schwieriger ist. Aber ich bin sicher, daß du für dein Töchterchen genau das Richtige tust, so wie sie es haben will, sie scheint ja ein sehr aktives munteres Mäuschen zu sein.


    Bücher, naja......habe ich einige gelesen, in der Zeit hätte ich wirklich sinnvolleres tun können - die wirklich guten Bücher, die man an einer Hand abzählen kann, habe ich leider erst viel zu spät entdeckt.

    Will sagen, ich habe mich nach meinen Instinkten und meinem Bauch gerichtet, später erst habe ich dann die Bücher gelesen, in denen vermittelt wurde, warum der mütterliche Instinkt so wertvoll ist, und warum man sich auf ihn - als Verantwortung tragender Partner in einer Liebesbeziehung - schon verlassen kann.


    Sasuna hat ja die Gefühlswelt eines Säuglings schon wunderbar beschrieben - und es geht wirklich nicht um mal eine Minute schreien lassen, das passiert auch solchen "Zaubermüttern " ;) wie mir, es gibt Situationen, in denen man keine Wahl hat - muß ich jetzt nicht näher erläutern, oder ;)


    Nochmal zu diesem .......Buch :( . (Du würdest nie draufkommen, ein absolutes Lieblingsthema von mir ;-))

    Um mich nicht zu wiederholen , ein paar Sätze , diesmal von der sehr schönen homepage:


    http://das-kind-muss-ins-bett.de/hints_kastmor.html

    Inhalt und Ratschläge des Buches

    Das Buch beginnt mit einer kurzen Einleitung, in der Annette Kast-Zahn das Schlafproblem ihrer jüngsten Tochter schildert. Dr. Hartmut Morgenroth, ihr damaliger Kinderarzt, berichtete ihr von seinen Erfahrungen, die er auf seiner Fortbildungsreise in den USA gemacht hatte. Er hatte in Boston Dr. Ferber besucht, der dort ein Kinderschlaflabor leitet und die mittlerweile auch hier bekannte Ferber-Methode entwickelt hat. Annette Kast-Zahn war von diesem "Behandlungsplan" begeistert und arbeitet seitdem mit Dr. Morgenroth zusammen. Beide verfassten daraufhin das vieldiskutierte Buch, in dem sie versprechen, dass Babies ab einem halben Jahr schnell lernen können, durchzuschlafen.

    Das folgende Kapitel umfasst grundlegende Informationen über den kindlichen Schlaf. Die Autoren erläutern, wie sich im Laufe der Monate das Schlafbedürfnis von Kindern verändert. Dabei stellen sie die Hypothese auf, dass ein Baby spätestens mit sechs Monaten in der Lage ist, nachts elf Stunden am Stück ohne Mahlzeiten auszukommen. Es folgt eine Beschreibung des Schlafzyklusses von Babies und eine Erklärung der Phasen des leichten Schlafs im Zusammenhang mit der Stammesgeschichte des Menschen. Dabei wird erläutert, dass es gerade in der Vergangenheit, wo die Menschen noch nicht sesshaft waren, notwendig war, dass sie nicht tief schlafen, um schnell aufzuwachen, wenn sie in Gefahr geraten.

    Die Autoren weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass aus diesem Grund ein Kind erwartet, beim Erwachen die gleichen Bedingungen vorzufinden wie beim Einschlafen. Daraus leiten sie eine ihres Erachtens wichtige Grundregel ab, die bestimmend für alle folgenden Empfehlungen in ihrem Buch ist. Sie schlussfolgern, dass ein Kind alleine einschlafen sollte, da es dann auch bei nächtlichem Erwachen wieder allein in den Schlaf finden kann, ohne seine Eltern zu wecken. Einschlafhilfen wie Umhertragen oder Stillen führen ihrer Meinung nach zur Gewöhnung und haben zur Folge, dass das Kind bei jedem Aufwachen danach verlangt.

    Es folgen allgemeine Empfehlungen, die dem Baby bei der Unterscheidung zwischen Tag und Nacht behilflich sein sollen und einige Tipps zur Beruhigung bei Kindern, die viel schreien.

    Andere Ratschläge sind offensichtlich auf ein möglichst frühes Durchschlafen des Babys ausgerichtet. Von sehr häufigem Stillen wird abgeraten, ebenso wird empfohlen, das Baby nicht sofort zu trösten, wenn es nachts weint, damit es lernen kann, sich selbst zu beruhigen. Auch legen die Autoren nahe, das Baby von Anfang an stets wach ins Bett zu legen, damit es lernt, alleine einzuschlafen.

    Um das Kind an einen Rhythmus zu gewöhnen, raten Kast-Zahn und Morgenroth, eine Abendmahlzeit zu festen Zeiten einzuführen. Beim nächsten Erwachen soll man das Baby nicht sofort füttern, sondern mindestens eine Stunde lang ablenken. Dabei erlauben sie Einschlafhilfen wie Herumtragen oder Schnuller geben, von denen in dem Buch ansonsten abgeraten wird. Durch dieses Verzögern soll dem Baby angewöhnt werden, ohne Nachtmahlzeit auszukommen.

    Ab dem sechsten Monat empfehlen die Autoren, auf jeden Fall feste Zeiten einzuhalten. Vor allem wird geraten, das Kind am Nachmittag nicht zu lange schlafen zu lassen, damit es abends nicht allzu wach ist. Hilfreich kann auch das im Buch vorgestellte Schlafprotokoll sein, in dem die Eltern über einen oder mehrere Tage notieren, wie der Schlaf ihres Kindes über die gesamten 24 Stunden eines Tages verteilt ist. Manche Eltern stellten daraufhin fest, dass ihr Kind nachts munter wurde, weil sein Schlafbedürfnis aufgrund zu ausgedehnter Ruhe am Tag mehr als gedeckt war.

    Um das Kind am Abend zur Ruhe kommen zu lassen und es positiv aufs Einschlafen einzustimmen, wird ein Einschlafritual vorgeschlagen. Hinterher soll das Kind dann auf jeden Fall allein einschlafen. Eine kurze Äußerung zum Schlafen im Elternbett folgt, in dem die Vorteile des gemeinsamen Schlafens von Mutter und Kind allerdings nicht erwähnt werden. Kast-Zahn und Morgenroth haben jedoch auch nichts dagegen einzuwenden, wenn die Familie sich mit dieser Lösung wohlfühlt.

    Das nächste Kapitel umfasst den bekanntesten und umstrittendsten Teil des Buches, die Ferber-Methode, in der dem Kind angewöhnt werden soll, alleine einzuschlafen, indem man es schreien lässt und nur in kurzen Abständen zu ihm geht. Dabei sollen sich die Zeiten, in denen das Baby alleine ist, kontinuierlich verlängern.

    Ferber empfiehlt seine Methode allerdings erst bei Kindern über einem Jahr. Nach "Jedes Kind kann schlafen lernen" soll dieser Behandlungsplan bereits bei Babies ab einem halben Jahr anwendbar sein.

    Am Schluss des Buches werden Tipps bei Kindern gegeben, die nachts im Elternbett schlafen wollen, obwohl die Eltern dagegen sind. Weiterhin werden besondere Schlafprobleme behandelt, wie beispielsweise der sogenannte Nachtschreck, der ein unvollständiges Erwachen aus dem Tiefschlaf darstellt, bei dem das Kind schreit und um sich schlägt. Auch Schlafwandeln, Alpträume und andere Themen werden besprochen.


    Kritik und Bedenken

    Nach Durchlesen des Buches sind auch unsere Gefühle sehr zwiespältig. Auf der einen Seite ist diese Lektüre sicherlich aufschlussreich und informativ. Sämtliche Ansichten und Tipps der Autoren sind ausführlich und leicht verständlich erklärt. Anschaulich sind auch viele Beispiele, in der konkrete Schlafprobleme und eine erfolgreiche Lösung vorgestellt werden. Die Ausführungen zu den Schlafphasen der Kinder sind informativ, ebenso wertvoll und einleuchtend fanden wir einige der allgemeinen Ratschläge, die sich zum Teil auch in unseren persönlichen Erfahrungen bestätigt haben.

    Auf der anderen Seite erscheint uns das Buch jedoch als eine Anleitung, durch welche ein Kind vorwiegend lernen soll, seine Bedürfnisse an die Anforderungen unserer Gesellschaft anzupassen.

    Daher finden wir beispielsweise die Ratschläge, ein kleines Baby von nur wenigen Wochen bereits zum Durchschlafen bringen zu wollen, fragwürdig. Gerade in den ersten Wochen ist das Stillen nach Bedarf wichtig. Es gewährleistet, dass die Brust durch die stetige Nachfrage genügend Milch für das Kind bildet. Auch Phasen, in denen ein Baby stündlich stillen will, sind normal, auch wenn das Buch bis auf wenige Ausnahmen davon abrät. Gerade bei Wachstumsschüben braucht das Baby häufiges Stillen. Auch meine Tochter wollte in dem Alter tagsüber alle ein bis eineinhalb Stunden an die Brust. Nach wenigen Tagen hatte sich das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage wieder reguliert, so dass die Abstände von alleine wieder größer wurden.

    Das nächtliche Stillen sollte unserer Meinung nach ebensowenig einfach abgeschafft werden. Junge Säuglinge sind noch nicht in der Lage, große Nahrungsmengen aufzunehmen, die eine ganze Nacht vorhalten sollen, und es ist für ihr Gedeihen wichtig, dass sie Nahrung stets dann erhalten, wenn sie sie auch wirklich brauchen. Warum also ein Kind durch Verweigerung einer in diesem Alter sinnvollen Mahlzeit schon so früh einer unnötigen Frustration aussetzen?

    Eine weitere Hypothese, die kritisch hinterfragt werden sollte, ist die Behauptung, dass alle Babies ab sechs Monaten elf Stunden am Stück ohne Mahlzeit auskommen können. Das Buch begründet dies mit dem Hinweis auf das Schlafmuster, das in diesem Alter dem eines Erwachsenen recht ähnlich ist. Die Zusammensetzung der Muttermilch scheint dieser Theorie jedoch zu widersprechen. Sie ist bereits nach etwa einer Stunde vollständig verdaut, so dass die Natur offensichtlich nicht vorgesehen hat, dass Babies über einen derart langen Zeitraum nichts benötigen sollen, zumal ein Kind im ersten Lebensjahr enorm wächst.

    Leider gehen Kast-Zahn und Morgenroth nicht darauf ein, dass das Familienbett auch eine Hilfe bei der nächtlichen Betreuung bedeuten kann. Sie sprechen es zwar an und akzeptieren es, jedoch äußern sie gleichzeitig Bedenken, dass dies in unserem Kulturkreis den Schlaf von Kindern angeblich verschlechtert. Einige Experten sehen darin jedoch eine mögliche Prävention gegen SIDS und warnen, dass ein völlig allein schlafendes Baby in einen nicht unbedenklichen Tiefschlaf fallen kann, in dem es möglicherweise das Atmen einstellt. Daher sollte ein häufigeres Erwachen bei kleinen Babies nicht allzu oberflächlich einem schlechten Schlaf zugeordnet werden, sondern auch bedacht werden, dass dieser auf den ersten Blick vielleicht negative Aspekt gut und sinnvoll sein kann.

    Einen weiteren schwierigen, zwiespältigen Punkt stellt unserer Meinung auch der Grundsatz dar, dass ein Kind auf jeden Fall allein einschlafen sollte. Die Beschreibung der Einschlafbedingungen, die ein Kind beim nächtlichen Erwachen vorfinden will, liest sich in der Tat logisch und einleuchtend. Allerdings erscheint es uns zu undifferenziert, das generelle Bedürfnis eines kleinen Kindes nach nächtlicher Zuwendung lediglich als Angewohnheit zu bezeichnen.

    Die Autoren vergleichen dieses Bedürfnis mit der Forderung eines trotzenden Kleinkindes nach Süßigkeiten im Supermarkt. Doch will ein Baby, das beim Einschlafen nicht alleine sein möchte, lediglich seinen Willen durchsetzen? Wir stimmen Kast-Zahn zu, wenn sie meint, dass ausgefallene, kräftezehrende Einschlafhilfen nicht unabdingbar sind. Nähe kann man dem Kind auch anders vermitteln. Und selbstverständlich ist es auch einleuchtend, dass übermäßige Erschöpfung bei den Eltern zu Lasten des Familienlebens geht und sich so auch wiederum zum Nachteil des Kindes entwickelt.

    Daher ist es natürlich verständlich, wenn in problematischen Schlafsituationen ein Ausweg gefunden werden muss. Auch bei einem konkreten Beispiel des Buches, in dem ein fünfzehn Monate altes Kind nachts einen Liter dicken Milchbrei trinken wollte, ist uns klar, dass dies weder sinnvoll noch gesund ist. Die Autoren haben recht, wenn sie davor warnen, dass derartige Fütterungen die Verdauung übermäßig belasten, so dass das Kind nicht mehr schlafen kann. Leider geben manche Eltern bereits sehr jungen Babies abends Flocken ins Fläschchen, ohne zu berücksichtigen, dass der Verdauungstrakt im zarten Alter noch nicht ausgereift ist.

    Aber ist auch der allgemeine Wunsch nach Nähe mit Trotz gleichzusetzen? Ist es nicht eher ein natürliches Bedürfnis, dass ein hilfloses Baby, das sich der Tatsache bewusst ist, allein nicht überleben zu können, seine Eltern auch nachts benötigt?

    Natürlich gibt es Kinder, die gut im eigenen Bett alleine einschlafen. Das wollen wir auch auf keinen Fall kritisieren. Leider liest man aber auch von Fällen, in denen Eltern bei ihren wenige Wochen alten Babies nach dem Buch vorgingen, sie allein ins Bett legten und lediglich zwischendurch zu ihnen gingen, obwohl sie schrien. Auch die Empfehlung, das Baby eine Weile quengeln zu lassen, ist unserer Meinung nach mit Vorsicht auszuführen, wobei es auch einleuchtend erscheint, das Kind, wenn es nicht vollständig erwacht ist oder vielleicht nur im Traum quengelt, nicht sofort hochzunehmen und dadurch endgültig aufzuwecken. Wenn es ohne die Hilfe der Eltern schnell wieder einschlafen kann, ist dies natürlich auch in Ordnung.

    Stillexperten und einige Kinderärzte sind sich jedoch einig, dass hilflose kleine Babies vor allem ein festes Fundament von Geborgenheit brauchen, die es ihnen ermöglicht, Vertrauen zu ihrer Umwelt zu fassen. Dazu gehören das schnelle Reagieren auf seine Bedürfnisse, da das Baby, wenn es alleingelassen wird, Angst und Stress empfindet. Dies führt zu einer vermehrten Ausschüttung von Neurotransmittern wie Adrenalin und Noradrenalin, die wiederum die Entwicklung der Synapsen im Gehirn beeinflussen. So werden negative Gefühle, auch wenn das Baby noch nicht über ein richtiges Gedächtnis verfügt, dennoch gespeichert und können möglicherweise eine Beeinträchtigung des Vertrauens in die Umwelt und der Entwicklung nach sich ziehen, die sich auch Jahre später noch auswirken kann.

    Aus diesem Grund sollte auch die Ferber-Methode nicht als Mittel der Wahl angesehen werden. Kast-Zahn und Morgenroth vertreten die Theorie, dass selbst ein Baby von sechs Monaten schon gezielt beabsichtigen kann, eine bevorzugte Einschlafhilfe durch Schreien durchzusetzen. Dieser Hypothese wird jedoch ebenfalls von Kinderärzten heutzutage widersprochen. Die für das Gedächtnis zuständigen Zentren im Gehirn sind noch nicht ausreichend ausgebildet. Weiterhin sind die Bereiche, die planmäßiges Handeln steuern, noch nicht mit denen des assoziativen Systems verknüpft, so dass das Baby noch keinen Zusammenhang zwischen seinen Handlungen und den Folgen herstellen kann. In dieser Zeit dient als Ersatz, damit das Kind dennoch eine Bindung zu seinen Bezugspersonen aufbauen kann, der Bereich des Gehirns, der durch die Ausschüttung von Neurotransmittern bei Gefühlsregungen geformt wird, als emotionales Gedächtnis.

    Auch das Zeitgefühl ist in diesem Alter noch nicht ausgeprägt, so dass auch wenige Minuten Schreien für das Baby Stress bedeuten.

    Der "Behandlungsplan" wird in dem Buch leider geradezu überschwänglich gelobt. Auch viele Eltern berichten von einer erfolgreichen Durchführung. Vielleicht haben ihre Kinder auch keinen Schaden genommen, da ein Baby Schreien in vereinzelten Ausnahmen wahrscheinlich noch verkraften kann. Jedoch sind auch sehr negative Erfahrungen vorgekommen. Einige Kinder reagierten panisch, wurden auch tagsüber ängstlich und anhänglich und fürchteten sich fortan vor ihrem Bett. In schlimmen Fällen kam es sogar zu Erbrechen, Ohnmachten und Nahrungsverweigerung. Besonders betroffen macht uns dabei die Empfehlung mancher Befürworter, trotzdem konsequent zu bleiben, damit das Kind ja nicht seinen Willen durchsetzt.

    Bemerkenswert erscheint uns außerdem, dass es manchen Müttern sehr schwer fällt, das Schreien ihres Kindes zu ignorieren, so dass sie sich, wie in dem Buch erzählt wird, Kopfhörer aufsetzen oder vorher von ihrem Mann im Zimmer einschließen lassen. Hat es nicht seinen guten Grund, dass eine Mutter, die ihr Kind schreien hört, instinktiv das Bedürfnis verspürt, ihm zu helfen?

    Ferber selbst wies in einem Radio-Interview in Minnesota darauf hin, dass er seine Methode nur als absolute Notlösung vorgesehen hatte und sie frühestens ab einem Alter von einem Jahr angewendet werden sollte.

    Anscheinend kann doch nicht jedes Kind schlafen lernen, wie es in dem Buch verheißen wird. Alle Eltern werden bestätigen, dass ein Kind eine große Umstellung bedeutet. Natürlich benötigen Eltern, die aufgrund einer schwierigen Situation am Rande der Erschöpfung sind, Hilfe und Veränderung. Auch Gegner der Ferber-Methode geben zu, dass beispielsweise bei zehnmaligem Stillen pro Nacht dem Kind eine Veränderung zugemutet werden kann. Aber muss die Lösung gleich eine radikale Methode sein? Und ist es wirklich nötig, dass ein kleines Kind sich so perfekt in unsere Gesellschaft einfügt, dass es elementare Bedürfnisse verdrängen muss?


    Text Ende


    Also genervt ja ;) , unzulänglich eingeschränkt ;) und allein, ohne Kind, mit einer anderen Beschäftigung ? Das käme jetzt darauf an, was du mir vorschlagen würdest, ein Date mit Robbie Williams würde ich jetzt auf keinen Fall ablehnen ;-)........

    aber ansonsten - nein, ganz ehrlich, momentan kann ich mir eine regelmäßige längere Trennung von unserer Motte nicht vorstellen - aber vielleicht sollte ich ja mal das Kind fragen, obs mal was anderes tun will ;)


    Nein, Maria, der Heiligenschein ist nur aus Pappmache, und die Aura der Harmonie hat sicher auch mal einen Stich ins Grünviolette ;) - wir sind alle mal mehr oder weniger vollkommen, und was uns ALLE verbindet, ist die Liebe zu unseren Kindern.

    Würde mich freuen, öfters hier bei den Glücklichen Eltern von dir und deinem Mäuschen zu hören :)


    Herzliche Grüße

    von Josi

  • Unsere Zwillinge sind da

    • Josi
    • 23. Juni 2006 um 15:03

    Re: Unsere Zwillinge sind da

    Liebe mägi,


    auch von mir noch etwas verspätet, herzliche Glückwünsche zur Geburt deiner beiden Prinzen :)


    Ich wünsch dir daß du die eher unschöne Geburtserfahrung bald hinter dir lassen kannst und durch viel Glück und Freude mit deinen beiden suersüßen Stammhaltern entschädigt wirst ;)


    Alles Gute für euch

    von Josi

  • Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    • Josi
    • 20. Juni 2006 um 16:08

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    Romy,

    was die Höflichkeit angeht, die du einforderst, muß ich sagen, daß ich dieselbe bei früheren Threads gegenüber mir und auch sasuna ebenfalls vermißt habe .

    Wenn du dich angegriffen fühlst, tut es mir leid, aber so ist das nun mal bei Diskussionen. Und bei so einem sensiblen Thema sind auch die Antworten etwas emotionsgeladener.

    Ich finde solche Kommentare zum Schreienlassen von Babys eben schrecklich. Und in einem öffentlichen Forum erlaube ich mir, dagegen zu protestieren. Auch schon aus dem Grund, um so etwas nicht unkommentiert stehenzulassen. Nenn es von mir aus Missionierungsdrang.

    Belassen wir es dabei, daß wir anderer Meinung sind. Du läßt schreien ( würdest schreien lassen) und ich nicht.


    Josi

  • Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    • Josi
    • 20. Juni 2006 um 15:34

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    Eigentlich schade, daß dein Kind nicht oft weint, wie soll es denn jetzt seine Frustrationstoleranz herausfinden?


    Hoffentlich entwickelt es auch die Fähigkeit zum Triebaufschub , bei einem Baby eine wirklich wichtige Angelegenheit.


    Hättest du mal lieber nachgelesen, daß sich erst ab dem Alter von 9 Monaten überhaupt erst die Objektpermanenz entwickelt , das heißt, jemand, der aus dem Blickfeld des Kindes verschwunden ist, ist noch für das Kind vorhanden. Vorher ist er einfach weg. Und das Kind ist allein.


    Soviel noch zu dem Thema: JKkSl wäre kein Horrorbuch. Es ist ein schreckliches Machwerk, ein Konditionierungsprogramm, ein Willensbrecher. Und meilenweit von den Grundsätzen des attachment parenting nach Sears und Gonzales entfernt.

    Und hier kannst du lesen warum:


    Vorab sei zu sagen, daß sich der "Erfinder" der Methode, Dr. Richard Ferber, in den USA bereits vor einiger Zeit von dieser Methode deutlich distanziert hat und sie nur mehr für deutlich ältere Kinder ab einem Jahr mit schweren psychischen Problemen empfiehlt.

    Kast-Zahn/Morgenroth empfehlen diese Methode für Babys mit 6 Monaten, auch jünger.


    Beim Ferbern handelt es sich um eine KONDITIONIERUNGSMETHODE, das heißt, dem Kind wird ein von den Eltern als unerwünscht empfundenes VERHALTEN (nicht etwa das Bedürfnis, welches dahintersteckt) abtrainiert, indem man sein Signal

    ("Bitte nimm mich in den Arm, ich kann alleine nicht (ein)schlafen") konsequent ignoriert.

    Und zwar so lange, bis das Kind begriffen hat, dass ihm nicht geholfen wird, ganz egal, wie deutlich es sich bemerkbar macht.

    Durch den entstandenen Leidensdruck (Einsamkeit, Hilflosigkeit, Verzweifelung und Erschöpfung durchs Schreien) wird es irgendwann resignieren und schließlich einschlafen.

    Dabei spielt es im übrigen ÜBERHAUPT keine Rolle, in welchen Abständen man zu ihm geht.

    Entwicklungspsychologen gehen sogar davon aus, dass es für ein kleines Kind weit schlimmer ist, viele Male verlassen zu werden, anstatt nur ein einziges Mal. Denn immer, wenn es das Gesicht der Mutter sieht, bekommt es die Hoffnung, dass die Tortur ein Ende hat und es nun endlich in den Arm genommen wird. Geht sie dann wieder, fällt es zurück in das dunkle Loch aus dem es gerade mühsam hervorgekrabbelt war.

    Macht man das ein paar Mal, ist das Baby emotional völlig am Ende.

    Ein Schlafprogramm setzt also GANZ BEWUSST diese emotionale Überforderung (des Kindes) als Druckmittel ein und da Säuglinge dem in der Regel nicht allzu viel entgegenzusetzen haben, funktioniert es in vielen Fällen erschreckend gut.

    Tatsächlich ist es aber Psychoterror für das Kind und daher seelische Gewalt.

    Der Mutter wird empfohlen, wenn sie das verzweifelte Weinen und Schreien ihres Kindes nicht mehr aushält und durch "Aufnehmen" den Dressurerfolg zunicht machen würde, doch in einem anderen Zimmer Kopfhörer aufzusetzen. Also: Nur nicht den mütterlichen Instinkt hochkommen lassen, der Ratgeber weiß besser, was für die Familie gut ist.

    Des weiteren liest man, ein Kind, das bis zum Erbrechen geschrien hat, nur nicht aus seinem Bettchen herauszunehmen ( es würde dies als "Erfolg" werten ), sondern den verdreckten Schlafanzug im Bett auszuziehen und es wieder abzulegen.


    Ich halte von diesem Buch und ähnlichen nur eins: ABSTAND !


    Meiner Meinung nach geht es auch ohne diese tollen "Ratgeber", Geduld und das Zurückstecken der eigenen Bedürfnisse in den ersten Lebensmonaten führen auch zum Ziel, ohne dabei mögliche seelische Schäden der Babies billigend in Kauf zu nehmen.


    Soweit zu diesem Machwerk.


    Daß man seinem Kind gegenüber feinfühlig und sensibel reagiert, hat doch überhaupt nichts damit zu tun, wie lange man darauf warten mußte. Das hört sich für mich so, an als wären wir Kinderwünschler von vornherein die überbesorgten Gluckenmütter.


    Und liebe romy, das wirst du uns ja wohl zutrauen, daß wir unglückliches Weinen von etwas Meckern unterscheiden können, oder?


    Diese Hebamme gehört doch verboten. Das man auf die Bedürfnisse eines Babys sofort und adäquat reagieren soll, grade um kein "Schreikind" zu bekommen, das gelernt hat, nur mit äußerstem Schreien wird ihm Aufmerksamkeit geschenkt, hat sich doch schon bis in jede Aopthekerzeitschrift rumgesprochen. Toll, das die Frau ihre Superratschläge noch an viele andere junge Mütter verteilen darf.....ein Neugeborenes ruhig 5 Minuten schreien zu lassen - da sträuben sich mir die Haare.

    Ein Fels in der Brandung bin ich für mein Kind dann wenn ich es tröste und auf es reagiere, und nicht, wenn ich mit der Stoppuhr in der Hand alle drei Minuten kurz in sein Zimmer stürme, "Du mußt jetzt schlafen" - sage und wieder abrausche.


    Mann, Romy, wie bist denn du drauf?? Du bist ja die reinste Ferbermutter ! Mal eben drei Minuten schreien lassen? Ist ja nix dabei, kräftigt sogar noch die Lungen, oder? Und ein Neugeborenes gleich 5 Minuten? Ja klar, damit es gleich lernt, mit Frust umzugehen.?
    Mit den Ansichten wärst du besser im Pampers-Forum aufgehoben, da sind die ferbernden Mütter unter sich. Im Übrigen ist für mich ein 6-monatiges Kind ein Baby. Und ab diesem Lebensalter propagiert die Kast-Zahn ihr Werk.


    Ja, was Kinder alles aushalten.........

  • Kryotransfer?

    • Josi
    • 20. Juni 2006 um 14:33

    Re: Kryotransfer?

    Ach liebe Ute,

    ichn kann dich ja so gut verstehen ,und beneide dich auch ein wenig, muß ich zugeben. "Unsere" Spenderin ist ausgeschieden, und Kryos haben wir nicht, so daß wir völlig von vorne beginnen müssen, und auch das Mäuschen ein Halbgeschwisterchen kriegen wird - hoffentlich !!

    Von daher finde ich es supergut, daß euch diese Möglichkeit noch offensteht.

    Ich persönlich denke, daß bei einer Kryo im Spontanzyklus das timing absolut perfekt sein muß, da man ja medikamentös nichts "schieben" kann. Hätte ich jetzt bei meiner Kiwu-Praxis um die Ecke keine Bedenken, mit Ausland muß man es denke ich wirklich gut absprechen. Ansonsten, wenn die Schleimhaut gut aufgebaut ist und der Eisprung gepasst hat - warum nicht.

    Andernfalls - könnte man nicht mit Östrogen-Einnahme die SH aufbauen und noch eine Auslösespritze dazugeben? Dann könntest du wirklich ganz unbesorgt sein, was einen oder zwei Tage Verspätung angehen....kannst du es nochmal mit dem IVI abklären und deine Bedenken äußern? Schreib doch eine mail mit der Bitte um Weiterleitung an einen der Ärzte, so habe ich es auch mal gemacht, als Fragen aufgetreten sind.


    Alles Liebe

    von Josi

  • Kryotransfer?

    • Josi
    • 20. Juni 2006 um 00:39

    Re: Kryotransfer?

    Liebe Ute,

    auf dem Gebiet bin ich auch keine große Expertin, hatten nur einmal im ICSI-Zyklus Kryos übrig-
    Aber vor einiger Zeit hat Dr. Wiswedel dazu schon mal geantwortet, sieh doch mal hier :

    http://www.eizellspende.de/forum/index.php?topic=2865.0


    und hier war das Thema auch mal so ähnlich:


    http://www.eizellspende.de/forum/index.php?topic=2901.0


    Liebe Grüße

    von Josi

  • Unser Tim ist da!

    • Josi
    • 19. Juni 2006 um 23:10

    Re: Unser Tim ist da!

    Auch von mir die allerherzlichsten Glückwünsche zur Geburt des kleinen Kronprinzen :)

    Ja, die Nächte im Krankenhaus habe ich auch nicht in angenehmster Erinnerung, aber jetzt könnt ihr es euch ja zuhause so richtig bequem machen.....


    Liebe Grüße


    von Josi

  • Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    • Josi
    • 19. Juni 2006 um 22:51

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    Hallo liebe sasuna,

    also Respekt, was ihr Zwillingsmamis leisten müßt :gut: :gut: sehr schwierig manchmal, klar kann sich die Mama nicht zweiteilen :gruebel:.

    Und grade wenn man sein Kind mit seinen Bedürfnissen und Äußerungen respektiert und auf das Weinen reagieren möchte, aber halt nur zwei Hände hat - ich fand deine Schilderung sehr lebhaft und sehr liebevoll. Mir wird grade wieder klar, wie leicht es doch vergleichsweise mit einem Schratzerl ist.

    Ich habe es von Geburt an genauso gemacht, ich habe sie NIE alleine weinen oder schreien lassen. Ich bin immer bei ihr gewesen und habe ( am Anfang unseres Zusammenlebens versuchsweise, dann immer selbstverständlicher ) ihr Verlangen und ihre Empfindungen ( Hunger, Durst, Alleinefühlen, Getragenwerden, Langeweile, Sehnsucht, Kuschelnwollen, Schmerzen, ) so schnell es ging befriedigt. Denn Babys können nur durch die Art wie sie von uns behandelt werden, die Erfahrung machen, daß sie gut und richtig sind.


    Heute habe ich ein liebevolles fröhliches selbstbewußtes Persönchen, das um seinen Wert weiß .


    Die Beziehung zwischen Kind und Eltern soll durch viel Nähe, wenige Trennungen, Stillen, Tragen, gemeinsames Schlafen, kürzeste Beruhigungslatenz , emotionale Ansprechbarkeit und eine zugewandte liebevolle Erziehung geprägt sein. Negative Erfahrungen in diesen Bereichen werden vom Kind verinnerlicht und können seine ganze weitere Entwicklung bis hinein ins Erwachsenenleben stören.


    Wenn man sich dagegen vor Augen führt, daß in diesem Horrorbuch-Bestseller JKksl von Kast-Zahn empfohlen wird, Babys mit 6 Monaten schreien und weinen zu lassen, bis sie endlich alleine und verzweifelt einschlafen [Blockierte Grafik: http://forum.rabeneltern.org/images/smiles/kotzen.gif]   
    ( und sich diese Eltern zu ihrem artigen, angepaßten Kind gratulieren können
    [Blockierte Grafik: http://forum.rabeneltern.org/images/smiles/stirn.gif] )kann man schon ermessen, wieviel Elend sich tagtäglich in den Kinderzimmern unseres westlichen Kulturkreises abspielt.


    In unserer großen Krabbelgruppe erzählte neulich auch so eine Dressurmum, daß sie sich des öfteren mit Kopfhörern ins Wohnzimmer setzen würde, weil sie sonst das "Geplärr" aus dem Gitterbett nicht mehr aushalten könnte. ( Der Kleine war grade mal 7 Monate alt ). Bei so einer Ansage kann ich natürlich nicht meinen Mund halten, und wir sind ziemlich aneinandergeraten. Am Schluß fragte ich sie, warum sie sich statt eines Kindes nicht einen Kanarienvogel angeschafft hätte, da würde das funktionieren mit Decke drauf und Ruhe ists.

    Eine andere sagte neulich: Ja, aber abends um 8 , da will ich aber dann Feierabend haben, ich bin auch nur ein Mensch, ich brauche dann meine Ruhe, wenn sich nicht die Nachbarn immer beschweren würden wegen des Geschreis, würde ich sagen, Türe zu und gut.


    Warum manche Leute Kinder haben, ist für mich nicht nachvollziehbar [Blockierte Grafik: http://forum.rabeneltern.org/images/smiles/icon_question.gif] . Anscheinend muß es sein, weil es dazugehört, aber dann soll das Kind nur ja nicht das gewohnte Leben stören, es soll sich möglichst schnell an die Erwachsenenwelt anpassen , sonst gibt es Krieg und der Willen des Kindes muß gebrochen werden, damit es schnell kapiert, wer das Sagen hat.

    So eine Einstellung ist für mich Lichtjahre von einer lebendigen liebevollen Familienbeziehung entfernt.

    Ein Baby muss sich sicher und geliebt fühlen, das muß als Grundgefühl in seinem Sein von Anfang an verankert sein. Wenn man es Schreien läßt, vermittelt man ihm deutlich seine Wertlosigkeit und zerstört sein Urvertrauen.

    Ein wunderschönes Buch zu dem Thema ist u.a von Jean Liedloff : "Auf der Suche nach dem verlorenen GlücK" :hearts: , das hat mich sehr berührt .


    Liebe Grüße

    von Josi

    [Blockierte Grafik: http://forum.rabeneltern.org/images/smiles/slinggirl.gif]

    [Blockierte Grafik: http://forum.rabeneltern.org/images/smiles/familybed1.gif]

  • Wie lange Stillen

    • Josi
    • 12. Juni 2006 um 14:19

    Re: Wie lange Stillen

    Liebe Ivy,

    erst mal ganz herzlichen Glückwunsch zu deiner bisherigen Stilldauer.

    Die Vorteile und der Schutz, dem du deinen Kind grade durch das Stillen bis ins zweite Lebensjahr hinein dadurch bietest, sind nicht mit Gold aufzuwiegen. Allein der Anteil an Immunglobulinen erreicht nach dem 12. Monat einen Spiegel wie ihn sonst nur das Kolostrum bieten kann, also grade wenn das Kind mobil wird = erhöhter Schutz vor Infektionen.

    Ich selber bin grade dabei das Stillen etwas zu reduzieren und auf das abendliche Einschlafstillen und Aufwachstillen zu beschränken. Meine Maus ist aber jetzt auch schon 20 Monate alt und kommt nicht mehr so oft wie früher zu ihrer "mimi" gelaufen ;)

    Daran wäre aber bei uns mit 14 Monaten noch gar nicht zu denken gewesen.

    Deine Kleine braucht wahrscheinlich deine Nähe und Geborgenheit noch so sehr, daß sie die Brust noch nicht loslassen will, ich denke, man sollte überwiegend dem Kind den Abstillzeitpunkt überlassen. Solange sie die Brust noch brauchen, weichen sie sonst nur auf andere Ersatzbefriedigungen aus, wenn ihnen diese plötzlich entzogen wird.

    Nur gestillte Bedürfnisse werden später keine anderen Fixierungen auslösen.

    [quote author=IVF-Baby link=topic=2990.msg21305#msg21305 date=1150108667]

    Wir geben nun Abends und morgens 2-er Milch. Damit schläft unser kleiner viel besser. Bis vor gut 6Wo waren unsere Nächte eine Katastrophe. 4x mußte ich stillen. Ich habe gerne gestillt,aber nun geht es zu Ende. Er(7,5M) mag auch nicht mehr so gern an die Brust.
    So fällt es uns nun auch nicht so schwer abzustillen. Es hat aber auch einige Zeit gedauert,die Flasche zu akzeptieren.
    Bei mir im Babyschwimmkurs ist eine Mama die hat echt Probleme ihr Kind(11M)an Beikost zu gewöhnen,es will nur an die Brust.

    Ich denke auch meine Milch reicht nicht mehr,denn wenn er gestillt wird trinkt er danach auch noch knapp 200ml Folgemilch aus der Flasche. Also kann ich nicht mehr so viel haben.
    [/quote]


    Durchschlafen hat mE auch gar nichts mit der Verabreichung von bestimmter Industrienahrung zu tun. Es sind Phasen, in denen die Kleinen mal besser, mal schlechter schlafen, wie so viele im ersten Lebensjahr. Ein Baby das die Flasche nicht akzeptieren will - ( welches Stillkind will das schon ? ) ist eben noch nicht soweit sich von der Brust zu lösen. Allerdings spüren viele mit ihren feinen Babyantennen die Unlust und Gereiztheit der Mütter und ziehen sich von selber ein Stück zurück. Das ist aber für mich kein erstrebenswerter Weg, die Stillbeziehung zu lösen.

    Man hat immer genug Milch für die Bedürfnisse des Babys. Wenn man natürlich nur noch alle 4-6 Stunden anlegt, darf man sich nicht wundern, wenn der Milchfluß weniger wird. Ließe man das Baby aber wieder zur Ankurbelung oft an die Brust, ist im Handumdrehen wieder genug Milch da.

    Es gibt viele Kinder, die am liebsten bis zum 1. Lebensjahr vollgestillt werden möchten, das ist auch ganz in Ordnung so.


    Hier ist noch ein sehr schöner Text von der Homepage :


    http://www.uebersstillen.org/dettwd.htm

    Von Katherine Dettwyler PhD
    Sektion Anthropologie der A und M Universität, Texas, USA

    Originaltitel des Textes: "A Time to Wean"


    Ich begann meine Forschungsarbeit mit den tierischen Primaten. Sie sind unsere engsten Verwandten im Tierreich, was insbesondere auf Schimpansen und Gorillas zutrifft, die 98% ihrer Gene mit dem Menschen teilen. Ich betrachtete zunächst die verschiedenen Variablen der "Lebens-Geschichte" (wie z.B. Tragzeit, Geburtsgewicht, Wachstumsrate, Alter für die Geschlechtsreife, Alter beim Zahnen und Lebenserwartung) und untersuchte dann, wie sich das Verhältnis dieser Variablen zum Alter des Abstillens bei diesen Tieren darstellt.

    So gelangte ich zu Vermutungen, bei welchem Alter Menschen "natürlicherweise" abstillen würden, wenn es keine kulturbedingten Regelungen dafür gäbe. Mein Interesse an dieser Frage wurde geweckt, als ich zum Thema des Abstillens Beiträge aus verschiedenen Kulturkreisen las.

    Die Beiträge zeigten, daß es in den verschiedenen Kulturen ganz unterschiedliche Ansichten darüber gibt, bei welchem Alter mit dem Abstillen begonnen werden sollte. Sie reichen von einem sehr frühen Zeitpunkt in den USA bis zu einem sehr späten Zeitpunkt in anderen Gegenden.
    Oft ist zu hören, daß das Durchschnittsalter zum Abstillen weltweit bei 4,2 Jahren liegt, aber diese Zahl ist weder genau noch aussagekräftig. Eine Untersuchung von 64 "traditionellen" Studien, die vor 1940 durchgeführt wurden, ergab eine durchschnittliche Stilldauer von 2,8 Jahren, wobei in einigen Kulturkreisen deutlich kürzer, in anderen deutlich länger gestillt wurde.

    Statistisch gesehen läßt sich aus einem weltweiten Durchschnitt für das Alter des Abstillens überhaupt keine Aussage ableiten, da sehr viele Kinder überhaupt nicht gestillt werden bzw. weil die Mütter bereits nach wenigen Tagen oder nach 6 Wochen, wenn sie wieder in ihren Beruf zurückkehren, das Stillen aufgeben. In vielen Ländern der Welt werden Kinder noch heute regelmäßig bis zum Alter von vier oder fünf Jahren oder länger gestillt. Selbst in den USA werden manche Kinder derart lange oder sogar noch länger gestillt. In Kulturkreisen, in denen Kinder solange gestillt werden, "wie sie es selbst wünschen", setzt das Abstillen in der Regel im Alter von 3 bis 4 Jahren von allein ein - ohne Anzeichen von Unzufriedenheit und ohne emotionale Traumata. Mein Interesse an diesen Untersuchungen resultiert auch aus der Feststellung, daß andere Tiere ebenfalls ein "natürliches" Alter zum Abstillen haben, bei Hunden etwa nach 8 Wochen, bei Pferden nach 8 bis 12 Monaten usw. Diese Tiere haben vermutlich keine kulturbedingten Ansichten darüber, zu welchem Zeitpunkt das Abstillen angemessen ist.

    U.a. fand ich Folgendes heraus:

    Bei der von Holly Smith durchgeführten Untersuchung von 21 Arten tierischer Primaten (Affen und Halbaffen) wurde festgestellt, daß die Nachkommen zur der Zeit abgestillt wurden, als sie die ersten bleibenden Backenzähne bekamen. Dies entspräche beim Menschen einem Alter von 5,5 bis 6,0 Jahren.

    Kinderärzte verweisen häufig darauf, daß bei vielen Tierarten die Stilldauer in etwa der Tragzeit entspricht und leiten daraus für den Menschen die Empfehlung ab, daß Mütter nach 9 Monaten abstillen sollten. Es zeigt sich aber, daß dieser Zusammenhang von der Größe der erwachsenen Tiere beeinflußt wird - je größer die erwachsenen Tiere sind, desto länger ist die Stilldauer im Verhältnis zur Tragzeit.
    Für Schimpansen und Gorillas, also diejenigen Primaten, die der Größe des Menschen am nächsten kommen und ihm auch genetisch am engsten verwandt sind, beträgt das Verhältnis 6:1. Diese Verhältniszahl bedeutet, daß die Nachkommen über eine Dauer gestillt werden, die dem SECHSfachen der Tragzeit entspricht (genauer gesagt, beträgt das Verhältnis für Schimpansen 6,1 und für Gorillas 6,4; der Mensch ordnet sich größenmäßig genau in der Mitte zwischen beiden ein). Für den Menschen würde dies eine Stillzeit von 4,5 Jahren bedeuten (9 Monate Schwangerschaft x 6).

    Viele Kinderärzte verweisen darauf, daß die meisten Säugetieren das Stillen einstellen, wenn die Nachkommen ihr Geburtsgewicht verdreifacht haben und leiten daraus für den Menschen die Empfehlung ab, daß Mütter nach 1 Jahr abstillen sollten. Aber auch hier zeigt es sich, daß dieser Zusammenhang vom Körpergewicht abhängig ist; große Tiere stillen solange, bis ihre Jungen das Geburtsgewicht vervierfacht haben. Beim Menschen wird das Vierfache des Geburtsgewichts üblicherweise im Alter zwischen 2,5 und 3,5 Jahren erreicht.

    Bei einer der Studien zu Primaten war es so, daß die Jungen entwöhnt wurden, als sie 1/3 des Gewichts der Eltern erreicht hatten. Dies ist beim Menschen im Alter von etwa 5-7 Jahren der Fall.
    Ein Vergleich von Entwöhnung und Geschlechtsreife legt für den Menschen nahe, daß die Stillperiode im Alter von 6-7 Jahren endet (etwa die Hälfte der Zeit bis zur vollen Geschlechtsreife).
    Untersuchungen haben gezeigt, daß das Immunsystem eines Kindes erst im Alter von etwa 6 Jahren voll ausgereift ist. Es ist allgemein bekannt, daß Muttermilch die Entwicklung des Immunsystems fördert und das Kind, solange die Muttermilch produziert wird, Antikörper der Mutter erhält (bis zu zwei Jahren nach der Geburt; über die Zusammensetzung der Muttermilch zu einem darüber hinausgehenden Zeitpunkt gibt es bisher noch keine Untersuchungen).

    Das natürliche Alter zum Abstillen scheint bei einem Mindestalter von 2,5 Jahren und bei einem Höchstalter von 7,0 Jahren zu liegen.


    Was die Vorteile einer möglichst langen Stilldauer betrifft, so gibt es vielfältige Untersuchungen, bei denen gestillte Babies mit solchen verglichen werden, die mit der Flasche gefüttert wurden. Dabei untersuchte man die Häufigkeit des Auftretens bestimmter Krankheiten und den erreichten IQ. In jeder der Untersuchungen war bei gestillten Babies das Krankheitsrisiko geringer und der IQ höher als bei Babies, die mit der Flasche ernährt wurden.

    Bei Untersuchungen, in denen man die gestillten Babies noch danach unterteilte, wie lange sie gestillt wurden, ergaben sich für länger gestillte Babies sowohl in Bezug auf ein niedriges Krankheitsrisiko als auch den IQ bessere Werte als für kürzer gestillte Babies. Mit anderen Worten: Wurden die gestillten Babies entsprechend der Stilldauer in die Kategorien 0-6 Monate, 6-12 Monate, 12-18 Monate und 18-24 Monate und länger aufgeteilt, waren die Ergebnisse der Kategorie 18-24 Monate und länger am besten, gefolgt von den Werten für die Kategorie 12-18 Monate, wiederum gefolgt von der Kategorie 6-12 Monate.

    Die Kategorie 0-6 Monate schnitt unter den gestillten Babies am schlechtesten ab, erreichte aber immer noch wesentlich bessere Ergebnisse als die Gruppe der mit der Flasche gefütterten Babies. Diese Untersuchungsergebnisse ergaben sich u.a. in Bezug auf Erkrankungen der Verdauungswege und der oberen Luftwege, Multiple Sklerose, Diabetes, und Herzerkrankungen. Ebenso erreichten die am längsten gestillten Babies in IQ-Tests die höchsten Werte.

    Bemerkenswert ist, daß bei keiner der Untersuchungen Babies betrachtet wurden, die länger als 2 Jahre gestillt worden sind. Diejenigen, die 18-24 Monate und länger gestillt worden waren, bildeten eine große gemeinsame Kategorie. Man kann deshalb nur vermuten, daß die positiven Auswirkungen des Stillens weiter anhalten, denn Ihr Körper "weiß" schließlich nicht, daß Ihr Baby Geburtstag hatte und wird deshalb nicht plötzlich beginnen, nährstofflose und immunologisch wertlose Milch zu produzieren.

    Beweise für oder gegen das Fortbestehen der positiven Auswirkungen des Stillens nach dem zweiten Lebensjahr gibt es allerdings nicht, da bisher keine entsprechenden Untersuchungen durchgeführt wurden. Der Entwicklungstrend der ersten 2 Jahre legt aber nahe, daß die Auswirkungen um so positiver ausfallen, je länger man stillt. Natürlich sind die Auswirkungen weniger drastisch - für die Ernährung und die immunologische Entwicklung eines Babies ist das Stillen in den ersten sechs Monaten weitaus wichtiger als im Alter von 3,5 bis 4,0 Jahren. Das heißt aber nicht, daß Sie Ihrem Kind, obwohl es mag und es Sie nicht stört, die Milch nun verweigern sollten. Das wäre, als würde man sagen: "Nun, Mabel, diese Ölquelle wirft nicht mehr viel ab. Früher haben wir 56 Dollar im Monat bekommen, jetzt können wir uns schon glücklich schätzen, wenn wir 25 Dollar im Jahr erhalten. Wir sollten der Ölgesellschaft sagen, sie soll das bißchen Geld auch noch behalten." Mabel würde darauf antworten: "Sei doch nicht albern, Clyde. Mit diesem Scheck können wir immerhin noch für 25 Dollar Lebensmittel kaufen. Wo hast du nur deinen Verstand gelassen?"

    Natürlich sind die Babies in den USA nicht den vielen Krankheiten, Parasiten und Wasserverunreinigungen ausgesetzt, wie die Babies der Dritten Welt. Wir haben eine größere Auswahl an Ergänzungsnahrung und können im Allgemeinen auch darauf vertrauen, daß sie unbedenklich ist. Wir können unsere Kinder immunisieren lassen und ihnen wenn nötig bei Infektionen Antibiotika holen.
    Die Tatsache, daß wir dies alles "können" bedeutet aber nicht, daß das Stillen nicht mehr wichtig wäre. Gestillte Babies sind mit der Flasche gefütterten Babies immer "einen Tick" voraus, auch in einer blitzblank sauberen Umgebung mit einer wundervollen medizinischen Betreuung. Sie erkranken weniger häufig, sind intelligenter und glücklicher.

    Ein anderer wichtiger Aspekt für das Kleinkind besteht darin, daß es auf diese Art seinen emotionalen Bezug zu einer Person erhalten kann und nicht gezwungen ist, sich einem leblosen Objekt wie etwa einem Teddybären oder einer Decke zuzuwenden. Ich glaube, daß hier die Grundlagen dafür gelegt werden, daß im späteren Leben der Bezug zu einem Menschen wichtiger ist als materielle Dinge. Und das halte ich für eine gute Sache. Auch kann ich es mir gar nicht vorstellen, die Babyjahre zu erleben, ohne diese enge liebevolle Bindung zu dem Kind zu haben, das enorme Veränderungen durchmacht, von denen einige für das Kind sehr frustrierend sind.


    Ende des Textes.


    Mein Fazit: die Kinder werden so schnell groß. Die ersten Jahre sind so entscheidend, so wichtig, für das spätere Familienleben und die Entwicklung. Kleine Kinder und Babys schlafen nun mal nicht durch, das ist ganz normal und keine Katastrophe. Nächtliches Stillen ist ganz normal. Damit das nicht anstrengend wird, gibt es das Familienbett - seit den Anfängen der Menschheit vor 2 Mio. Jahren haben Babys nachts immer dicht bei ihren Eltern geschlafen. Kinderzimmer in der heutigen Form gibt es seit knapp hundert Jahren und auch nur in westlich industrialisierten Gesellschaften. Kultur kann sich verändern und die Gesellschaft mag weitergekommen sein, aber die Biologie wird mit einer viel langsameren Geschwindigkeit geändert. Babys sind mit ihrer Biologie trotz unseres modernen Zeitalters in einem viel, viel früheren Zeitalter, dem Pleistozän verhaftet, und keine technologische Vorrichtung und kein Einschlafritual ändert etwas daran.


    Wenn du aber erst einmal das nächtliche Wiedereinschlafstillen ein wenig reduzieren möchtest, gibt es da eine sehr sanfte Methode für Kinder über einem Jahr vom Kinderarzt Gordon, hier wäre der Link dazu:


    http://www.rabeneltern.org/schlafen/wisse…pp-gordon.shtml


    Herzliche Grüße

    von Josi mit Stillkind

    [Blockierte Grafik: http://forum.rabeneltern.org/images/smiles/icon-drink.gif]

    und Familienbettschläferchen


    [Blockierte Grafik: http://forum.rabeneltern.org/images/smiles/familybed1.gif]

  • HOFFNUNG - Positiver Test nach 2. Versuch bei Novum

    • Josi
    • 5. Juni 2006 um 21:43

    Re: HOFFNUNG - Positiver Test nach 2. Versuch bei Novum

    Mensch Purzel, ich bin beim Lesen fast über die Buchstaben gestolpert, so eilig hatte ich es, zum Ende zu kommen :)


    Aber suuuper es ist ein gutes Ende, alles wohlauf, du hast die kritische Zeit überstanden, und es sind sogar ZWEI !!!!! WOW!!!

    Schicke dir ganz viele gute Gedanken und Wünsche, da ist die kleine Familie ja komplett :)


    Romy, Schatz, was fällt dir ein, das hört sich ja ziemlich schauderbar an ;) , da ist dein Murkelinchen aber sehr gut weggekommen ;)

    Also ich würde vorschlagen bei einem Pärchen : Ines und Chris, oooder Joanna und ( wie heißt denn Dr. L. Mit Vornamen? Ladislaus oder so ;) ? ) ooooder am besten, wir hier im Forum stimmen über eine Namenshitliste ab, da kann sich dann jeder mal was Nettes ausdenken :)


    und diejenigen, die unser Purzelchen dann nimmt, werden zur Taufe eingeladen, das wär doch was ;)


    Alles alles Gute für euch

    von Josi

  • gelöscht

    • Josi
    • 5. Juni 2006 um 21:33

    Re: Herzlichen Glückwunsch


    Kaum ist man mal gezwungen eine kleine Forumspause einzulegen


    wird hier groß gefeiert :) :bia:


    HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH LIEBER CHRIS NOCH NACHTRÄGLICH :birthday: :musik: :musik: :musik: :tanz:


    Viel Glück, Gesundheit und Geld


    wünscht Josi

  • Hauptsache ICH bin schwanger

    • Josi
    • 5. Juni 2006 um 21:28

    Re: Hauptsache ICH bin schwanger

    Sasuna,

    ich kann deine Gedankengänge, deine Überlegungen und dein Resümee sehr gut nachvollziehen.

    Für die vielen Zugriffe, die jeden Tag hier auf die Threads stattfinden, wird erstaunlich wenig geschrieben.

    Ein Forum wie das unsere hier kann nur in zwei Stufen existieren :

    Die Alten Hasen, die durch persönliche Erfahrung und Wissensanhäufung viele wertvolle Informationen weitergeben können und

    die Neueinsteiger, die von dem oben genannten Wissenschatz profitieren, und dann ihrerseits in der Lage sind, den Neuen nach Ihnen zu helfen.


    Ein bißchen wie ein Kettenbrief, reißt der Faden einmal vollständig ab, ist es schwierig, die Lücken wieder zu schließen.

    Grade bei einem Anliegen wie dem unseren, wo Aktualisierungen an der Tagesordnung sind.

    Ich hoffe du konntest mit deinem engagierten Posting so etwas wie einen "Weckruf" durch die in mancher Hinsicht etwas nachlässig gewordene Gemeinde schicken ;)


    Liebe Grüße

    von Josi

  • Embryonenspende

    • Josi
    • 31. Mai 2006 um 16:18

    Re: Embryonenspende

    Hallo,


    das ist wohl eher nicht möglich. Gab vor einiger Zeit schon mal eine Anfrage in der Richtung, hier ist der link:

    http://www.eizellspende.de/forum/index.php?topic=2782.0


    Alles Gute

    von Josi

  • .

    • Josi
    • 30. Mai 2006 um 17:23

    Re: leider muß ich hier schreiben

    Ach liebes Ralfinchen,


    wie schade, es tut mir sehr sehr leid für dich ;(


    Alles Liebe und einen dicken Drücker

    von Josi

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