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Beiträge von Ines + Chris

  • Brief an Frau Bender

    • Ines + Chris
    • 7. Februar 2003 um 00:00

    Brief an Frau Bender

    Hallo Dagmar,

    toller Brief, mal schauen, wie sich Frau Bender da jetzt wieder rausredet. Wahrscheinlich werden dass wieder nur irgendwelche allgemein gehaltenen Aussagen sein, die so nur von Politikern kommen können, von Leuten, die halt nie in unserer Situation waren und sich da nicht reinversetzen können und vor allem auch nicht wollen.

    Liebe Grüße

    Ines & Chris

  • Anschreiben, Antworten & Adressen Nationaler Ethikrat

    • Ines + Chris
    • 4. Februar 2003 um 11:14

    Anschreiben, Antworten & Adressen Nationaler Ethikrat

    Sehr geehrte Frau Schmid, sehr geehrter Herr Schmid,

    vielen Dank für Ihr ausführliches und eindringliches Schreiben vom 10. Januar diesen Jahres. Es wird kaum jemanden geben, der Ihre persönliche Konfliktlage nicht mit größtem Respekt zur kenntnis nimmt. Jedoch gibt es für das in Deutschland geltende Verbot der Eizellspende starke Gründe, die gegenüber der von Ihnen geschilderten Problemsituation angemessen berücksichtigt werden müssen. Diese Gründe werden zudem von einem breiten gesellschaftlichen Konsenz getragen.
    Wie Sie vielleicht wissen, haben die Mitglieder des Nationalen Ethikrates bei der Präsentation ihrer Stellungnahme zur genetischen Diagnostik vor und während der Schwangerschaft einmütig für die Regelung aller mit der Reproduktionsmedizin zusammenhängenden Fragen in einem besonderen und umfassenden Fortpflanzungsmedizingesetz plädiert. Im Rahmen der Beratung eines solchen Gesetzes könnten auch Sie Ihre Anliegen einbringen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Prof. Dr. Dr. h.c. Spiros Simitis

  • Anschreiben, Antworten & Adressen Nationaler Ethikrat

    • Ines + Chris
    • 4. Februar 2003 um 11:13

    Anschreiben, Antworten & Adressen Nationaler Ethikrat

    Sehr geehrte Frau und Herr Schmid,

    besten Dank für Ihr Schreiben vom 10.01.2003. Ihr Bericht ist mir wichtig. Ich werde die daraus gesammelten Eindrücke gern aufnehmen und in der Debatte im Nationalen Ethikrat berücksichtigen.

    Volker Gerhardt

  • Anschreiben, Antworten & Adressen Nationaler Ethikrat

    • Ines + Chris
    • 4. Februar 2003 um 11:12

    Anschreiben, Antworten & Adressen Nationaler Ethikrat

    Wir haben Euch mal die Mitglieder des Nationalen Ehtikrates herausgeschrieben.
    Es wäre bestimmt sehr hilfreich, wenn mehr von Euch an diesen Rat schreiben würden.

    Herr
    Prof. Dr. Wolfgang van den Daele
    Wissenschaftszentrum Berlin
    Reichpietschufer 50
    10785 Berlin

    Telefon: 030 / 25491 260
    Fax: 030 / 25491 219
    E-Mail: daele@medea.wz-berlin.de

    Internet: http://www.wz-berlin.de/nu/


    Herr
    Prof. Dr. Horst Dreier
    Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
    Lehrstuhl für Rechtsphilosophie, Staats- und Verwaltungsrecht
    Domerschulstraße 16
    97070 Würzburg

    Telefon: 0931 / 312321
    Fax: 0931 / 312911
    E-Mail: dreier@mail.uni-wuerzburg.de

    Internet: http://www.uni-wuerzburg.de/


    Frau
    Prof. Dr. Eve-Marie Engels
    Eberhard-Karls-Universität Tübingen
    Fakultät für Biologie
    Lehrstuhl für Ethik in den Biowissenschaften
    Sigwartstraße 20
    72076 Tübingen

    Telefon: 07071 / 29 77191
    Fax: 07071 / 922873
    E-Mail: eve-marie.engels@uni-tuebingen.de

    Internet: http://www.uni-tuebingen.de/bioethik/index.htm


    Herr
    Bischof Dr. Gebhard Fürst
    Postfach 9
    72101 Rottenburg


    Herr
    Prof. Dr. Detlev Ganten
    Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin
    (MDC) Berlin-Buch
    Robert-Rössle-Straße 10
    13125 Berlin

    Telefon: 030 / 94 06 32 78
    Fax: 030 / 9 49 70 08
    E-Mail: ganten@mdc-berlin.de

    Internet: http://www.mdc-berlin.de/


    Herr
    Prof. Dr. Volker Gerhardt
    Humboldt-Universität zu Berlin
    Institut für Philosophie
    Unter den Linden 6
    10099 Berlin

    Telefon: 030 / 2093-2831
    Fax: 030 / 2093-2263
    Email: GerhardtV@Philosophie.HU-Berlin.de


    Herr
    Bischof Prof. Dr. Wolfgang Huber
    Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg
    Georgenkirchstraße 69
    10249 Berlin

    Telefon: 030/243 44-0,
    Fax: 030/243 44-500
    (Unter dieser Nummer sind die Kirchenleitung, der Bischof, das Konsistorium und das Büro der Landessynode zu erreichen)

    Presse- und Informationsstelle
    Telefon: 030/243 44-287,
    Fax: 030/243 44-289
    E-Mail: kirche@ekibb.de

    Internet: http://www.ekibb.com/


    Frau
    Prof. Dr. Regine Kollek
    Universität Hamburg
    FSP Biotechnik, Gesellschaft und Umwelt
    FG Medizin/Neurobiologie
    Falkenried 94
    20251 Hamburg

    Telefon: 040 / 42803 6309
    E-Mail: kollek@rrz.uni-hamburg.de

    Sekretariat:
    Telefon: 040 / 42803 6312
    Fax: 040 / 42803 6315

    Internet: http://www.rrz.uni-hamburg.de/BIOGUM/index.htm


    Frau
    Dipl.-Ing. Christiane Lohkamp
    Deutsche Huntington-Hilfe e.V.
    Börsenstraße 10
    47051 Duisburg

    Telefon: 0203 / 22915
    Fax:0203 / 22925

    Internet: http://www.dhh-ev.de/


    Herr
    Prof. Dr. Dr. Eckhard Nagel
    Leiter des Transplantationszentrums
    Klinikum Augsburg
    Stenglinstraße 2
    86156 Augsburg

    Telefon: 0921 / 55 –7361
    Fax: keines
    E-Mail: eckhard.nagel@uni-bayreuth.de


    Frau
    Therese Neuer-Miebach
    Fachhochschule Frankfurt am Main
    Fachbereich Sozialarbeit (FB 4)
    Nibelungenplatz 1
    60318 Frankfurt/Main

    Telefon: 069 / 1533 2969
    E-Mail: amigoneu@fb4.fh-frankfurt.de


    Frau
    Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard
    Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie
    Spemannstraße 35
    72076 Tübingen

    Telefon: 07071 / 601-489 oder 487
    Fax: 07071 / 601-384
    E-Mail: christiane.nuesslein-volhard@tuebingen.mpg.de

    Internet: http://www.eb.tuebingen.mpg.de/deutsch/home.html


    Herr
    Prof. Dr. Peter Propping
    Direktor des Instituts für Humangenetik der
    Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
    Universitätsklinikum Bonn
    Wilhelmstraße 31
    53111 Bonn

    Telefon: 0228 / 287-23 46
    Fax: 0228 / 287-23 80
    E-Mail: propping@uni-bonn.de

    Internet: http://www.meb.uni-bonn.de/humgen/


    Herr
    Heinz Putzhammer
    Mitglied des Bundesvorstandes des
    Deutschen Gewerkschaftsbundes
    Henriette-Herz-Platz 2
    10178 Berlin

    Telefon: 030/24060-0
    Fax.: 030/24060-324

    Internet: http://www.dgb.de/


    Herr
    Prof. Dr. Jens Reich
    Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin
    (MDC) Berlin-Buch
    Robert-Rössle-Straße 10
    13125 Berlin

    Telefon: 030 / 94 06 38 92
    Fax: 030 / 94 06 28 34
    E-Mail: reich@mdc-berlin.de

    Internet: http://www.mdc-berlin.de/


    Herr
    Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff
    Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
    Institut für Systematische Theologie
    AB Moraltheologie
    Werthmannplatz 3
    79098 Freiburg

    Telefon: 0761 / 203-2087, 2089-90
    Fax: 0761 / 203-2096
    E-mail: schocken@ruf.uni-freiburg.de

    Internet: http://www.uni-freiburg.de/theologie/


    Frau
    PD Dr. Bettina Schöne-Seifert
    Universität Hannover
    Zentrale Einrichtung für Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsethik
    Oeltzenstraße 9
    30169 Hannover

    Telefon: 0511 / 762-5107
    Fax: keines
    E-Mail: seifert@ww.uni-hannover.de

    Internet: http://www.unics.uni-hannover.de/zeww/


    Herr
    Prof. Dr. Dr. h.c. Richard Schröder
    Humboldt-Universität zu Berlin
    Theologische Fakultät
    Waisenstraße 28
    10179 Berlin

    Telefon: 030 / 24753-632
    Fax: 030 / 24753-649
    E-Mail: Richard=Schroeder@rz.hu-berlin.de

    Internet: http://www2.hu-berlin.de/theologie/


    Herr
    Prof. Dr. jur. Dr. h. c. Spiros Simitis
    Johann Wolfgang Goethe-Universität
    Institut für Arbeits-, Wirtschafts- und Zivilrecht
    Senckenberganlage 31
    60054 Frankfurt/Main

    Telefon: 069 / 798 - 22186
    Fax: 069 / 798 - 28165
    E-Mail: simitis@jur.uni-frankfurt.de


    Herr
    Prof. Dr. h. c. Lothar Späth
    Vorsitzender des Vorstandes
    Jenoptik AG
    Carl-Zeiss-Straße 1
    07743 Jena

    Internet: http://www.jenoptik.de/


    Herr
    Prof. Dr. Jochen Taupitz
    Universität Mannheim
    Schloss
    68131 Mannheim

    Sekretariat des Lehrstuhls:
    Telefon: 0621 / 181-1328
    Fax: 0621 / 181-1380
    E-Mail: taupitz@jura.uni-mannheim.de

    Internet: http://www.uni-mannheim.de/fakul/jura/ls/…iter/index.html


    Herr
    Dr. Hans-Jochen Vogel
    Bundesminister a.D.
    Nationaler Ethikrat
    Jägerstr. 22/23
    10117 Berlin


    Frau
    Kristiane Weber-Hassemer
    Vorsitzende Richterin am
    OLG Frankfurt/Main
    Friedrich-Ebert-Anlage 35
    60327 Frankfurt/Main

    E-Mail: Weber-Hassemer@djb.de


    Herr
    Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker
    Deutsche Forschungsgemeinschaft
    Kennedyallee 40
    53175 Bonn

    Telefon: 0228/885-1
    Fax: 0228/885-2777

    Internet: http://www.dfg.de/


    Frau
    Dr. Christiane Woopen
    Universität zu Köln
    Institut für Geschichte und Ethik der Medizin
    Josef-Stelzmann-Straße 9, Geb. 29
    50931 Köln

    Telefon: 0221 / 478-5266
    Fax: 0221 / 478-6794

    Internet: http://www.uni-koeln.de/med-fak/igem/

  • Schreiben an Fraktionen sowie Ausschüsse

    • Ines + Chris
    • 4. Februar 2003 um 11:08

    Schreiben an Fraktionen sowie Ausschüsse

    Antwort Biggi Bender (B90/Die Grünen)

    Sehr geehrte Frau, sehr geehrter Herr Schmid,

    vielen Dank für ihr Schreiben in dem Sie Ihre Situation und die damit verbundenen Versuche schildern ihren Kinderwunsch zu erfüllen. So sehr ich nachvollziehen kann, dass Sie unter Ihrer Kinderlosigkeit leiden, ändert dies jedoch nicht meine Position in der Frage Eizellenspende. Ich lehne die Legalisierung von Embryonen- und Eizellenspende aus ethischen Gründen ab. Ich sehe die Gefahr, dass die Fruchtbarkeit von Frauen und zukünftiges menschliches Leben zur Ware werden.
    An ganz anderer Stelle setzt die Adoption an, die ich als für kinderlose Paare als auch für die zu adoptierenden Kinder als sehr positiven Weg sehe.

    Mit freundlichen Grüßen

    Biggi Bender

  • Schreiben an Fraktionen sowie Ausschüsse

    • Ines + Chris
    • 4. Februar 2003 um 11:07

    Schreiben an Fraktionen sowie Ausschüsse

    Antwort Frau Professor Böhmer (CDU/CSU)

    Sehr geehrte Frau Schmid, sehr geehrter Herr Schmid,
    vielen Dank für Ihre Nachricht an Frau Professor Böhmer. Sie hat Ihren Brief aufmerksam gelesen, und ich kann Ihnen mitteilen, daß wir die Themen Eizellspende und Embryonenspende - nicht nur, weil Herr Kurz auch mit uns Kontakt aufgenommen hat - sehr sensibel verfolgen. Wir werden uns in dieser Wahlperiode damit befassen müssen, ein Fortpflanzungsmedizingesetz zu entwerfen, das auch die Eizell- und Embryonenspenden regeln muß. Was wir dazu bei einem Besuch in den Vereinigten Staaten erfahren haben, macht uns allerdings sehr nachdenklich. Gruß aus Berlin Ingo Behnel

  • Anschreiben & Antworten Bundesgesundheitsministerium

    • Ines + Chris
    • 4. Februar 2003 um 11:00

    Anschreiben & Antworten Bundesgesundheitsministerium

    Hallo,

    heute hat uns die Antwort der Bundesministerin Ulla Schmidt erreicht. In der Schule hätte man dazu früher gesagt, Thema verfehlt, 6.
    Aber lest selbst:

    Sehr geehrte Frau Schmid,
    Sehr geehrter Herr Schmid,

    vielen Dank für Ihr Telefax an Frau Bundesministerin Ulla Schmidt vom 10. Januar 2003. Sie hat mich gebeten, Ihnen zu antworten, da ihr dies aufgrund der Vielzahl der Zuschriften, die sie täglich erreichen, zu ihrem Bedauern nicht selbst möglich ist.

    Die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung haben im Krankheitsfall einen Anspruch auf Krankenbehandlung, wenn dies notwendig ist, um eine Krankheit zu erkenne, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern. In der Anwendung der zur Behandlung der Krankheit geeigneten Therapie ist der behandelnde Arzt grundsätzlich frei. Er hat sich dabei jedoch an den durch das Fünfte Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) festgelegten Leistungsumfang zu halten.

    Gemäß § 27a Abs. 4 des SGB V umfassen die Leistungen der Krankenbehandlung auch Massnahmen zur Herbeiführung einer Schwangerschaft, wenn diese Massnahmen nach ärztlicher Feststellung erforderlich sind und hinreichende Aussicht besteht, dass durch die Massnahmen eine Schwangerschaft herbeigeführt wird.

    Voraussetzungen, Art und Umfang der medizinischen Massnahmen zur Herbeiführung einer Schwangerschaft werden durch den Bundesausschuß der Ärzte und Krankenkassen, eine durch das Gesetz geschaffene Einrichtung der Selbstverwaltung der Ärzte und Krankenkassen auf Bundesebene, in Richtlinien nach § 92 SGB V bestimmt.

    Zum 1. Juli 1990 hat der Gesetzgeber mit der Einführung der Vorschrift des § 27a in das Fünfte Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) die Massnahmen zur künstlichen Befruchtung als Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen abschließend definiert.

    Anspruch auf Leistungen zur Herstellung der Zeugungsfähigkeit besteht, wenn diese Fähigkeit überhaupt nicht vorhanden ist oder durch Krankheit oder wegen einer durch Krankheit erforderlichen Sterilisation verloren gegangen ist. Wer sich ohne medizinischen Indikation bewusst und gewollt fortpflanzungsunfähig hat machen lassen, hat keinen Anspruch auf Wiederherstellung der Zeugungsfähigkeit. Diese Zeugungsunfähigkeit ist keine Krankheit im Sinne der gesetzlichen Krankenversicherung und zwar auch dann nicht, wenn das Fehlen der Fortpflanzungsfähigkeit zu einer seelischen Belastung führt.

    Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten einer künstlichen Befruchtung unter folgenden Voraussetzungen:
    - die Massnahmen müssen nach ärztlicher Sicht erforderlich sein,
    - Nach ärztlicher Feststellung muss hinreichende Aussicht bestehen, dass durch die Massnahmen eine Schwangerschaft herbeigeführt wird,
    - Nur für Ehepaare (nicht für nicht-eheliche-Lebensgemeinschaften),
    - Nur mit Ei- und Samenzellen der Eheleute (homologes System),
    - Ehegatten müssen sich vor der Behandlung eingehend über die medizinischen und psychosozialen Konsequenzen und Risiken der Behandlung durch einen Arzt unterrichten lassen, der die Behandlung selbst nicht durchführt,
    - Künstliche Befruchtung nur durch Ärzte oder Einrichtungen, die entsprechend qualifiziert sind und denen die nach Landesrecht zuständige Stelle eine entsprechende Genehmigung erteilt hat,
    - Grundsätzlich nur bis zu vier Wiederholungen einer künstlichen Befruchtung.

    Über weitere Einzelheiten informiert die zuständige Krankenkasse, die auch in eigener Verantwortung über den Leistungsanspruch im Einzelfall zu entscheiden hat.

    Mit freundlichen Grüßen
    Im Auftrag

    Vlasta Blessgen

  • Geburt im Oktober, Erfolg in Brünn bei Dr. Bourek

    • Ines + Chris
    • 3. Februar 2003 um 14:17

    Geburt im Oktober, Erfolg in Brünn bei Dr. Bourek

    Hallo Do,

    herzlichen Glückwunsch auch von uns. Wir haben zwischendurch öfters mal an Dich gedacht. Es ist schön mal wieder einen Erfolg hier zu hören, das gibt doch gleich Hoffnung für den nächsten Transfer.

    Wir drücken Euch ganz doll die Daumen, dass Ihr Eure Zwei Kleinen bald zuhause in den Armen halten könnt.

    Ines & Chris

  • Schreiben an den Bundestagspräsident

    • Ines + Chris
    • 1. Februar 2003 um 23:27

    Hallo,

    wir haben nochmals ein Schreiben verfasst, diesmal an den Bundespräsidenten.

    Sehr geehrter Herr Bundespräsident Rau,


    diese Mail erhalten Sie stellvertretend für viele andere Kinderwunschpaare.


    Viele Paare, haben leider einen unerfüllten Kinderwunsch. Zum Glück gibt es hier in Deutschland einige Reproduktionstechniken, durch die der Kinderwunsch erfüllt werden kann. Allerdings reichen diese Methoden bei vielen Paaren nicht aus. Diese Paare müssen ins Ausland reisen und dadurch zum Teil sehr große Strapazen auf sich nehmen, um sich den Kinderwunsch zu erfüllen. Sie versuchen dort durch eine Eizell- oder Embryonenspende sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen.

    Da dies in Deutschland nicht legal ist, hat man hier schon die größten Probleme in der Vorbereitung auf diese Spende. Die Behandlung kann nicht durch die Krankenkasse abgerechnet werden. Manche Ärzte, die aus Idealismus diese Paare unterstützen, haben unter Represalien der Krankenkassen zu leiden. Irgendwie ist das eine verkehrte Welt hier. Auf der einen Seite spricht die Politik immer davon, dass Deutschland zu wenig Kinder hat auf der anderen Seite gibt es Möglichkeiten, wie man diese Kinderlosigkeit verhindern könnte, die aber verboten sind.

    Mit Sicherheit finden wir dass, was momentan im Bereich „Klonen“ passiert auch nicht in Ordnung und niemand der Kinderwunschpaare möchte ein geklontes Kind haben.


    Wir wollen nur auf eine „natürliche“ Art und Weise uns den Wunsch nach einem Kind erfüllen. Das was viele andere Paare haben, möchten wir auch haben. Wir möchten einfach nur glücklich sein. Ist das zuviel verlangt?


    Frauen, die Ihre Kinder abtreiben oder im schlimmsten Falle sogar töten, erhalten psychologische Hilfe. Was bekommen wir, nichts!

    Sind wir schlimmere Menschen, als diese Frauen?

    Man kann sicher sein, dass wir Kinderwunschpaare nie ein Kind töten würden. Ganz im Gegenteil, wir unternehmen ja alles, was irgendwie möglich ist, damit wir Kinder bekommen, wir lieben Kinder!


    Daher richten wir auch an Sie die Bitte, ob ein Umdenken in der Gesetzgebung nicht vielleicht doch möglich ist und endlich die Eizell- und Embryonenspende in Deutschland legalisiert wird.


    Wenn Sie sich mal etwas Zeit nehmen könnten und mal in Forum unserer Website lesen, dann sehen Sie, welche Strapazen diese Paare auf sich nehmen. Man sieht aber auch, wie sich die Paare gegenseitig aufrichten, auch wenn es einem selbst schlecht geht. Der Zusammenhalt dieser Paare ist einfach toll.


    Mit freundlichen Grüßen


    Ines & Chris

  • Blutuntersuchungen von Ines

    • Ines + Chris
    • 29. Januar 2003 um 00:06

    Blutuntersuchungen von Ines

    Hallo Andrea,

    da Ines ja einen Hypertonus hat, konnten wir einige der Untersuchungen über die KK abrechnen, so z.B. die Insulinresistenz, weil dabei wohl die Gefahr für eine Blutverdickung besteht, was sich wiederum wieder negativ auf den Blutdruck auswirkt. Die Untersuchungen sollten wir zum Teil beim Spezialisten machen lassen, aber das hat uns zulange gedauert, Termin frühestens Ende Februar, also haben wir unseren Hausarzt gefragt und der hat das dann selbst gemacht. Als einziges mussten wir bis jetzt zwei Schilddrüsenwerte sowie das Prolaktin zahlen.
    Ein erhöhter Insulinspiegel, kann eine erhöhte Insulinresistenz bewirken, dadurch wird dann mehr Insulin produziert, als normalerweise notwendig, d.h. der Körper braucht für die gleiche Arbeit mehr Insulin. Diese erhöhte Insulinreistenz kann mit einem PCOS einhergehen und unter Umständen den Eisprung verhindern. Es gibt da wohl einige amerikanische Studien, dass wenn die Insulinreistenz beseitigt ist, Frauen wieder auf normalem Wege schwanger geworden sind.
    Desweiteren ist ein erhöhter Insulinspiegel auch für eine geringere Gewichtsabnahme als bei normalen Menschen verantwortlich. Angeblich verliert man mit einem korrekt eingestellten Insulinspiegel viel leichter und schneller Gewicht, als mit einem erhöhten Spiegel.
    Wenn wir darüber mal was brauchbares finden, dann stellen wir es hier rein.
    Wir sind jetzt halt nur ein bischen auf die Ärzte sauer, die uns die ganze Zeit behandelt haben, auch die in Deutschland. Warum sind die nicht schon früher auf diese Untersuchungen gekommen, dann hätten wir uns unter Umständen viel Geld sparen können. In Deutschland, so haben wir festgestellt, sind viele der Untersuchungen, die wir für Südafrika machen sollen, scheinbar nicht normal, viele Ärzte meinten, dass wär totaler Quatsch, wem soll man jetzt glauben.

    Wir sind auf der einen Seite eigentlich ganz froh, dass was bei den Untersuchungen herausgekommen ist, da gibt es jetzt wenigstens einen Ansatzpunkt für die weitere Behandlung und eine evtl. Begründung für das scheitern der vorherigen Behandlungen.

    Ines & Chris

  • Bratislava

    • Ines + Chris
    • 26. Januar 2003 um 22:03

    Bratislava

    Hallo,

    die Ärzte in Bratislava, sowie die Klinik sind okay, das Gebäude ist zwar von aussen etwas runtergekommen, aber dafür ist innen alles okay. Die Schwestern sind supernett und freundlich.
    Bis jetzt kennen wir eine Frau, die in Bratislava schwanger geworden ist und das mit 47.
    In Bratislava selbst haben wir uns eigentlich nicht aufgehalten, da die Stadt nicht sonderlich schön ist. Wir sind jedesmal zurück nach Brünn gefahren zum übernachten.
    Geld müsst Ihr tauschen, macht das am besten bei einer Bank in Bratislava (besserer Kurs). Die Klinik wollte es eigentlich möglich machen, dass man die behandlung in Euro zahlen kann, fragt am besten nochmals nach.

    Wenn Du noch mehr Frage hast, dann melde Dich.

    Ines & Chris

  • Umfrage Eizell- und Embryonenspende

    • Ines + Chris
    • 25. Januar 2003 um 21:27

    Umfrage Eizell- und Embryonenspende

    Hallo,

    nochmals kurz zur Info für Alle.
    Wenn Ihr bei der Forumsanmeldung keine E-Mail-Adresse angegeben habt, dann ist es unbedingt notwendig, dass Ihr uns Eure E-Mail-Adresse mitteilt, damit wir Euch den Fragebogen zusenden können.

    Ines & Chris

  • Blutuntersuchungen von Ines

    • Ines + Chris
    • 24. Januar 2003 um 23:47

    Hallo,

    wir wollen ja jetzt mal wieder eine andere Klinik ausprobieren, es geht nach Südafrika. Dem Doc kam es etwas komisch vor, dass wir schon so viele Versuche hatten, aber noch keinen Erfolg, daher sollte Ines noch ein paar Blutuntersuchungen machen lassen. Es gab zwei negative Befunde. Ines hat einen zu hohen Insulinspiegel im Blut. Dies soll sie jetzt mit Tabletten therapieren. Eine Folge davon ist eine Gewichtszunahme und ein größeres Problem beim abnehmen.
    Dann hat sie zuviele Antinukleare Antikörper (?). Die Therapie dagegen werden wir erst in Südafrika beginnen können. Vielleicht helfen diese Untersuchungen ja auch bei einigen von Euch, evtl. Probleme mit der Einnistung herauszufinden.

    Ines & Chris

  • Umfrage Eizell- und Embryonenspende

    • Ines + Chris
    • 24. Januar 2003 um 15:48

    Hallo,

    es gibt da eine Umfrage von Prof. Feichtinger, Wien über die Akzeptanz von Eizell- und Embryonenspende bei Kinderwunschpaaren.
    Wir haben so eine ähnliche Umfrage gestern an einige deutsche Kinderwunschpraxen und Kliniken gesandt. Heute bekamen wir schon die ersten Rückmeldungen, dass die Praxen und Kliniken gerne bereit sind uns dabei zu unterstützen.
    Wenn wir dann das Ergebnis haben und es positiv ausfällt, haben wir bestimmt eine gute Diskussionsgrundlage für Politiker und evtl. den Ethikrat.
    Wenn Ihr noch Kontakt zu Eurer Kinderwunschpraxis oder Klinik habt, wäre es schön, wenn Ihr den Arzt mal auf diese Umfrage hinweist. Den Fragebogen könnt Ihr als Vorlage bei uns bekommen.

    Ines & Chris

  • Wie sich der Embryo einnistet

    • Ines + Chris
    • 23. Januar 2003 um 13:43

    Forscher der University of California, San Francisco haben entdeckt, wie sich ein Embryo in der Gebärmutter einnistet.Den Text haben wir frei aus dem englischen übersetzt, entschuldigt daher bitte manche nicht wortgetreue Übersetzung. Den Originaltext könnt Ihr unter dem Punkt "Tips" nachlesen.


    Forscher haben Moleküle identifiziert, welche dem Embryo helfen, an der Gebärmutter zu haften, diese Entdeckung könnte neue Wege in der Infertilitätsbehandlung bringen.
    Die Studie zeigt, dass das richtige Timing entscheidend ist.
    Forscher der University of California, San Francisco, haben zum ersten Mal erforscht, wie die Embryos an der Wand haften, dazu haben sie Kohlenhydratmoleküle auf der Oberfläche der Gebärmutterschleimhaut in verschiedenen Stadien des weiblichen Zyklus untersucht und ein Protein (L-selectin) auf der Oberfläche des Embryo identifiziert.
    Susan Fisher, eine Mitverfasserin der Studie erklärte, dass sich die oberen Schichten des Uterus und der Oberfläche des Embyros wie Puzzleteile verhalten, die sich berühren und schnell schließen.
    „Ein Teil des Puzzle ist ein Protein auf dem Embryo und das andere ist eine sehr spezielle Kohelhydratzucker-Struktur“, sagte Fisher.
    Das Zuckermolekül auf der Oberfläche des Uterus wird nur während einer kurzen Zeit des Zyklus einer Frau abgesondert, innerhalb dieser Zeit muss der Embryo mit seinem L-selectin in der Gebärmutter ankommen. „Dieser Vorgang muss in genauer Synchronität erfolgen, oder es folgt keine Schwangerschaft“ sagte Fisher und merkte an, dass Störungen bei der Implantation in der Gebärmutter einer der meisten Ursachen für eine nicht eingetretene Schwangerschaft ist.
    Mit den neuen Erkenntnissen über die Einnistung, können Forscher neue Wege finden, wie sie Frauen helfen könne, schwanger zu werden, sowohl natürlich, wie auch in Kiwu-Kliniken.
    Fisher sagte, dass es evtl. möglich sei, in den Kiwu-Kliniken, den Embryo mit den Zuckermolekülen zu überziehen um bei der Einnistung nachzuhelfen.
    „Wenn wir den Einnistungsprozess bereits in der Petrischale starten könnten, wären wir evtl. in der Lage weniger Embryos transferieren zu müssen, hätten aber eine größere Sicherheit“ einer erfolgreichen Schwangerschaft, sagte sie. Momentan haben Kiwu-Kliniken eine Erfolgsrate von 25 – 40 Prozent. Durch ein besseres Timing der Einpflanzung, welche darauf basiert, empfangsbereit für die Aufnahme des Embryos zu sein, könnte man die Erfolgsrate erhöhen.


    Ines & Chris

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Ines & Chris am 2003-01-23 14:29 ]</font>

  • Interessante Studie über Eizell- und Embryonenspende

    • Ines + Chris
    • 23. Januar 2003 um 12:40

    Wir haben folgende Studie gefunden, sehr interessant.

    Was sagen die Betroffenen zum Schicksal überzähliger Embryonen? Einstellung von IVF-Patientinnen zu Eizellspende und Embryonenadoption

    Mit den Möglichkeiten und der zunehmenden Anwendung der Reproduktionsmedizin können mehr Eizellen erfolgreich befruchtet werden, als für einen Transfer notwendig sind. Daraus ergibt sich die Frage nach dem Schicksal überzähliger Embryonen. Nach den gültigen rechtlichen Bestimmungen im deutschsprachigen Raum müssen imprägnierte Eizellen nach einer länderspezifisch geregelten Frist vernichtet werden. Innerhalb der erlaubten Zeitspanne der Kryokonservierung dürfen sie nur der genetischen Mutter eingesetzt werden. Derzeit ist die Diskussion im Gange, ob die nicht verwendeten Eizellen und Embryonen adoptiert werden könnten.
    In der vorliegenden Arbeit haben wir die Einstellung infertiler Paare mit Kinderwunsch zum Thema Spende und Entgegennahme von Eizellen und Embryonen erhoben. Dies stellt in vielen Ländern eine legale Möglichkeit dar. Auf dieser Tatsache basierend, wollten wir beleuchten, ob ein solches Vorgehen auch dieserorts eine denkbare Alternative darstellt.
    Eine vergleichbare im Gesetz verankerte Option ist unter anderem die Adoption von Säuglingen. Nach statistischen Daten des Jugendamtes in Wien bietet diese jedoch nur für 21,6 % der jährlich vorgemerkten Paare einen erfolgreichen Ausweg. Darüber hinaus belegt eine jüngst veröffentlichte Studie die Tendenz infertiler Paare, die Eizellspende der Adoption eines Säuglings vorzuziehen. Somit wird verständlich, dass die Diskussion über Eizell- und Embryonenspende und deren Entgegennahme für Paare mit Kinderwunsch von Relevanz ist.
    Hieraus ergeben sich aber auch ungeahnte ethische und rechtliche Fragestellungen, die Thema ähnlicher Untersuchungen, vor allem im angloamerikanischen Raum, sind.
    Die vorliegende Studie wurde an einem privaten Institut für Sterilitätsbetreuung im Zeitraum von August bis Dezember 2001 mittels Fragebogen durchgeführt. Dazu wurden 160 IVF-Patientinnen am Tag des Embryonentransfers zu Eizell- und Embryonenspende bzw. -adoption befragt. Diese hatten sich daher bereits einer Kinderwunschbehandlung unterzogen, wussten zum Zeitpunkt der Beantwortung des Fragebogens jedoch noch nicht, ob bei ihnen eine Schwangerschaft eingetreten war.
    Der Fragebogen beinhaltete eine einleitende Erklärung zum Thema der Eizell- und Embryonenspende, sowie eine Darstellung der derzeit gültigen rechtlichen Bestimmungen. Im Anschluss daran konnten die folgenden Punkte mit „ja“, „nein“ oder „weiß nicht“ beantwortet werden:
    - Könnten Sie sich vorstellen, einen „überzähligen“ Embryo zu spenden, bevor dieser vernichtet wird?
    - Wenn alle derzeitigen medizinischen Methoden der künstlichen Befruchtung bei Ihnen versagen sollten, würden Sie dann einen gespendeten Embryo adoptieren wollen?
    - Können Sie sich vorstellen, eine Eizelle zu spenden, nachdem bei Ihnen bereits eine Schwangerschaft eingetreten ist?
    - Wenn Ihre eigenen Eizellen nicht befruchtungsfähig sind, würden Sie dann eine Eizellspende entgegennehmen wollen?
    Um eine maximale Responserate zu erzielen, war der Fragebogen bewusst prägnant und leicht verständlich verfasst. Die Patientinnen hatten die Möglichkeit, diesen gemeinsam mit ihrem Partner auszufüllen und wurden beim Verlassen des Institutes ersucht, den beantworteten Bogen in einen dafür vorgesehenen Briefkasten am Ausgang einzuwerfen.
    Ergebnisse
    Zwei Drittel der Patientinnen wären zu einer Eizell- (67,5 %) bzw. Embryonenspende (66 %) bereit, hingegen würde sich nur knapp die Hälfte der Befragten für die Entgegennahme einer Eizelle (47,2 %) oder die Adoption eines Embryos (39,9 %) entscheiden.
    Während die befragten Frauen bei der Bereitschaft zur Spende kaum einen Unterschied zwischen Eizelle und Embryo machten, würden sie hingegen eher eine Eizelle entgegennehmen als einen Embryo adoptieren.
    Alle vier Fragen mit „ja“ beantworteten 33,1 % der Patientinnen, im Vergleich dazu lehnten nur 15 % der Befragten sowohl Spende als auch Adoption ab.
    Bezüglich der Spende waren sich lediglich 5,6 % der Frauen unsicher (Antwort: „weiß nicht“), wohingegen 15,6 % nicht wussten, ob sie eine Eizelle bzw. einen Embryo entgegennehmen würden. Von diesen 15,6 % wären dennoch annähernd zwei Drittel bereit, eine Eizelle (56 %) oder einen Embryo (60 %) zu spenden.
    Die vorliegenden Ergebnisse resultieren aus der Auswertung der 160 retournierten Fragebogen, von denen 158 vollständig und zwei teilweise ausgefüllt waren.
    Diskussion
    Seit den Anfängen der assistierten Reproduktion wird die Diskussion über Spende und Entgegennahme von Eizellen und Embryonen in der medizinischen Fachwelt, der Politik sowie unter juristischen Experten mit zunehmender Vehemenz geführt. Ausgehend vom Standpunkt, dass die Wünsche und Bedürfnisse der Beteiligten im Vordergrund stehen sollten, haben wir die Einstellungen von IVF-Patientinnen zu diesem Thema analysiert.
    Die Ergebnisse unserer Studie belegen eindeutig, dass infertile Patientinnen die Möglichkeit der Spende und Adoption von Eizellen und Embryonen befürworten. 67,5 % der Patientinnen wären zu einer Eizellspende, 66 % zu einer Embryonenspende bereit. Ein Drittel der befragten Frauen stand dem Thema uneingeschränkt positiv gegenüber und könnte sich somit Spende und Entgegennahme von Eizellen und Embryonen vorstellen.
    Grundsätzlich sehen IVF-Patientinnen die Eizellspende als einen Akt der Solidarität mit anderen kinderlosen Paaren. Im Vergleich zur Adoption eines Säuglings bietet die Entgegennahme einer Eizelle für das infertile Paar außerdem die Chance, ihrem zukünftigen Kind das genetische Erbe zumindest eines Partners mitzugeben. Dies mag auch die größere Bereitschaft unserer Patientinnen zur Eizellentgegennahme als zur Embryonenadoption erklären. Aus Verlaufsstudien geht weiters hervor, dass Frauen, die 12 bis 18 Monate nach ihrer Eizellspende befragt wurden, ihre Entscheidung nicht bereuten und einer nochmaligen Eizellspende zustimmen würden.
    Mit 15 % gab es aber auch einen kleinen Anteil an IVF-Patientinnen, für den weder Adoption noch Spende infrage kam. Faktoren wie chromosomal bedingte Fehlbildungen, übertragbare Erkrankungen und die Angst vor einer geringen Übereinstimmung mit den Eltern könnten bei der Ablehnung eine Rolle gespielt haben.
    Insgesamt gesehen war die geringe Unsicherheit der Patientinnen gegenüber dieser Thematik bemerkenswert; nur 4,4 % der Befragten beantworteten alle Fragen mit „Weiß nicht“. Dies weist darauf hin, dass sich infertile Patientinnen mit Kinderwunsch sehr wohl eine Meinung zum Schicksal ihrer nicht implantierten Embryonen gebildet haben. Da die Gesetzgebung im deutschsprachigen Raum die Eizell- und Embryonenspende verbietet, bleibt die Haltung der Beteiligten lediglich ein Wunsch, stellt jedoch keine erlaubte Alternative für ungewollt kinderlose Paare dar.
    Die Legalisierung der Eizell- und Embryonenspende würde allerdings auch neue Fragen aufwerfen. In Ländern wie Schweden und Finnland, in denen diese Methode bereits seit Jahren praktiziert wird, beschäftigen sich zahlreiche Studien mit den Aspekten, die sich aus der Anwendung von Eizell- und Embryonenspende ergeben. Darunter fallen Fragen über Anonymität und Bezahlung der Spenderinnen, diagnostisches Screening der genetischen Eltern oder das Anrecht der Kinder, ihren biologischen Ursprung zu kennen.
    Diese Themen waren aber bewusst nicht Gegenstand unserer Studie, da es uns angesichts der herrschenden Rechtslage im deutschsprachigen Raum vorrangig erschien, die Einstellung von betroffenen Patientinnen zu dieser Frage zu analysieren. Deshalb wurde in der Studienplanung auch auf eine Kontrollgruppe fertiler Paare verzichtet.
    Aus organisatorischen Gründen war es uns weiters nicht möglich, Frauen und Männer getrennt voneinander zu befragen. Dies hätte, ebenso wie die Erhebung demographischer und anamnestischer Daten, auf die zugunsten einer erhöhten Responserate verzichtet wurde, möglicherweise noch zusätzliche Informationen geliefert.

    Diese Studie wurde durchgeführt von:
    Univ.-Professor Dr. Wilfried Feichtinger
    Institut für Sterilitätsbetreuung
    Lainzer Straße 6
    1130 Wien
    Österreich


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Ines & Chris am 2003-01-23 14:24 ]</font>

  • AJ´s Geschichte

    • Ines + Chris
    • 18. Januar 2003 um 00:43

    Wir haben AJ´s Geschichte umkopiert auf Ihren eigenen Wunsch.

    Hallo,
    schon wieder bin ich &quot;schuld&quot; an einer Aktion. Ines und Chris, Euch möchte ich aber trotzdem für Eure Mühe danken.

    Auslöser sind bei mir die Wechseljahre, welche im August 1998 festgestellt wurden.
    Mein FSH-Wert betrug 90.
    In der Uni Düsseldorf hat man mir empfohlen, mich mit dem Gedanken an eine Adoption anzufreunden.
    So haben wir uns erst mal um die ganzen Sachen eines Adoptionsantrages gekümmert:
    Gesundheitszeugnis, Gehaltsbescheinigungen, Wohnfeldanalyse,... .
    Es hat alles ganz gut und schnell geklappt.
    Seitdem rufen wir alle 3 Monate beim Jugendamt an, um uns zu erkundigen, ob es etwas neues gibt. Wir hören aber immer nur, dass es in der Zwischenzeit noch mehr Bewerberpaare geworden sind und wir uns für die Kinder freuen sollen, welche bei ihren leiblichen Eltern bleiben können. (Ist ja auch verständlich, nützt uns aber nichts.)
    Inzwischen habe ich den Frauenarzt gewechselt. Der &quot;neue&quot; Arzt hat mich ganz vorsichtig auf die Eizellspende angesprochen.
    Wir mußten uns damit erst mal auseinandersetzen. Später habe ich ihn dann noch mal angesprochen. Er gab mir die Telefonnummer von Pronatal in Prag. Heimlich haben wir von einer Telefonzelle aus in Prag angerufen, alles bloß möglichst anonym und ohne Spuren zu hinterlassen. Wir vereinbarten einen Termin für ein Erstgespräch im Februar 2001. Marcela Brezinova, die deutschsprachige Betreuerin, begrüßte uns sehr freundlich. Das ein-stündige Gespräch mit Doz. Mardesic verlief sehr gut, in gutem deutsch. Wir wurden über alles informiert und was wir so machen müssen. Mein Mann gab dann noch sein Bestes,
    welches eingefroren wurde.
    Meine Stimulation war wiefolgt:
    1. - 5. Tag: 1 x 1 Progynova
    6. - 9. Tag: 2 x 1 Progynova
    10. -....Tag: 3 x 1 Progynova
    ab 3 Tage vor dem Transfer: 3 x 2 Utrogest
    Im Juni 2001 sind wir dann nach Prag geflogen. Wir wurden am Flughafen abgeholt und in die Pension Klenor gebracht. Nachdem wir dort eine Nacht geschlafen hatten, wurden wir am Mittag in die Klinik gebracht.
    Vor dem Transfer mußten wir 5.900 DM bezahlen und dann gab es für mich eine Injektion= eine &quot;Beruhigungsspritze&quot; für die Gebärmutter. Im Ruheraum mußte ich ca. 30 Minuten warten, dann wurde ich in den OP gebeten. Nach dem Transfer, welcher keine 10 Minuten dauerte, wurde meine Liege neben mich gerollt. Mit Hilfe des Arztes und der Schwester wurde ich seitwärts auf meine Liege gerollt und mit einer Decke zugedeckt, bevor ich in den Ruheraum zurückgeschoben wurde. Dort lag ich wiederum 30 Minuten auf dem Bauch auf meiner Liege. Anschließend durfte ich mich wieder anziehen und wir wurden zu einem Abschlußgespräch gebeten. Dort erhielten wir auch ein Schriftstück, aus welchem hervorging, dass 2 gefrorene Embryos erfolgreich transferiert worden sind und ich den SST in 18 Tagen machen könnte. Bis dahin sollte ich mich 3 Tage schonen, nichts schweres heben, keinen Geschlechtsverkehr haben, nicht heiß duschen und keine ruckelnden Sportarten wie Joggen oder Reiten ausüben.
    Am Abend sind zurückgeflogen. Ab dem 3. Tag, es ging leider nicht anders, habe ich wieder gearbeitet.
    Nach langen 18 Tagen bekam ich das eindeutige Ergebnis: NEGATIV
    Einen neuen Versuch startete ich dann im September. Ich wollte alles ganz locker und cool angehen und bin morgens alleine nach Prag geflogen. Es war ähnlich wie beim ersten Mal, bloß das diesesmal ein anderer Arzt da war und den Transfer mit drei kryokonservierten Embryos (=Eskimos)durchführte (ich bin bei der Terminvereinbarung gefragt worden, ob ich mit dem anderen Arzt einverstanden bin).
    Nach dem Transfer lag ich 2 Stunden auf dem Rücken (um die 2 Stunden hatte ich gebeten).
    Am Abend war ich wieder daheim.
    18 Tage später: NEGATIV
    Versuch 3: Die Stimulation lief ähnlich
    wie beim ersten Mal, allerdings reagierte ich mit Hautauschlägen und wechselte von Progynova auf Estrifam.
    Der Transfer: Morgens hin, Transfer von 2 Eskimos, abends zurück, 3 Tage Entspannung
    18 Tage später: NEGATIV
    Versuch 2 und 3 kosteten übrigens je 500 DM.
    Dann hatten wir unseren absoluten Tiefpunkt; Weihnachten nahte, keine Eskimos mehr in Prag und nicht das Wissen, dass es noch andere Kliniken gibt( Internet hatten wir noch nicht).
    Im März 2002 sollte es weiter gehen, doch es waren keine Eizellen für uns da. Im Mai wurden wir dann auf Ende 2002 &quot;vertröstet&quot;.
    Machten wir etwa die Quote kaputt? Bisher hatten wir uns in Prag bestens aufgehoben gefühlt, aber nun nicht mehr.
    Wir informierten Freunde, welche Interneterfahren sind. Gemeinsam suchten und fanden wir einiges, u.A. dieses Forum. Wir schickten Mails an viele Kliniken. Es ging uns um die Sommerferien, wo wir unbedingt weitermachen wollten.
    Die Klinik Fertimed in Olomouc bot sich an.
    Vor dem Urlaub fing ich entsprechend mit der
    Stimulation an.So kam es, dass wir hinfuhren und mein Mann seinen Samen abgab, welcher direkt mit Eizellen zusammengebracht wurde. 2 Tage vor dem Transfer war meine GMS auf 8 mm, allerdings am Transfertag auch noch, weshalb der Doktor mir sagte, dass ich von nun an 4 x täglich Estrifam nehmen sollte.
    Ich bekam 3 frische Eizellen eingesetzt.
    Nach dem Transfer im Krankenbett sollte ich 24 Stunden liegen, wobei ich für den Gang zur Toilette aufstehen durfte. Ich bestand allerdings nach 2 Stunden auf den Wechsel in unser Zimmer, wo ich liegenblieb.
    Der Transfer kostete 2000 Euro.
    Am nächsten Morgen war dann unser Auto (mitsamt Koffer für die Weiterreise) weg.
    Sch... . ((Es liegt nicht an der Klinik, das unser Auto weg ist, mittlerweile gibt es sogar einen Platz in einer Garage.))
    Ich regte mich kolosal auf. Am nächsten Tag wurden wir mit dem Auto nach Wien gebracht, von wo aus wir den Nachtzug nach Hause fuhren.
    Ergebnis NEGATIV
    Dafür hatten wir eine Mail aus Prag, dass sie 6 Eskimos für uns haben. Der Urlaub war jedoch gerade zu Ende.
    Kurz vor dem insgesamt 5. Versuch, ich hatte rechtzeitig mit der Stimulation begonnen,
    hatte ich nur eine GMS von 6,5 mm. Frust. Also habe ich in Absprache mit dem Doktor direkt auf 4 x 1 Estrifam erhöht. Zwei spannende Tage später hatte ich 8 mm erreicht und wir flogen nach Prag. Diesesmal wollten wir es optimal machen und sind 2 Nächte geblieben. Es war auch alles ganz ruhig und entspannt. Der Transfer fand mit voller Blase statt, was die Lage der Gebärmutter verändert. Ich konnte den Transfer per Ultraschall verfolgen, es kamen 2 helle Flecken in die GMS. Anschließend sollte ich 2 Stunden auf dem Rücken liegen, durfte allerdings nach 15 Minuten kurz zur Toilette gehen. Im Abschlußgespräch wurde uns gesagt, dass ich nur 2 Eskimos eingesetzt bekommen hatte, weil die anderen 4 sich nicht auftauen liessen oder weiter entwickelt haben. Wir waren enttäuscht, weil nun wieder keine Reserve da sein würde.
    Es schien uns schon seltsam, weil sich im 1. Jahr von 7 Eskimos auch 7 auftauen ließen. Wie gesagt, wir ließen es ruhig angehen, blieben noch 1 Nacht in Prag und ich blieb noch 1 Woche zu Hause und ruhte mich aus.
    Trotz reglmäßiger Einnahme der Medis und absoluter Schonung war das Ergebnis wieder
    NEGATIV

    Insgesamt haben wir bisher für Medikamente, die Reise- und Transferkosten schon mehrere Tausend Euro ausgegeben und sind im Erfinden von Ausreden schon super geworden. Wir dürfen nur die Ausreden nicht verwechseln!!!

    Tja.

    Es hat doch bei anderen geklappt, irgendwann muss es doch auch bei uns klappen. WIR MACHEN WEITER.

    So, jetzt kennt Ihr meine/ unsere Geschichte.

    Ich würde mich freuen, wenn auch Ihr bald schreibt, was Ihr bisher so erlebt habt. Es muss ja nicht so aufwändig sein und vielleicht könnt Ihr ja auch schon etwas positives schreiben. Ich bin halt der Meinung, dass dieses Poster die Übersicht für alle &quot;alten&quot; und neuen Mitglieder erleichtern kann.

    So, nun viel Glück für Euch alle.
    AJ


    [ Diese Nachricht wurde geändert von: AJ am 2003-01-16 22:18 ]

  • An Maria 30

    • Ines + Chris
    • 16. Januar 2003 um 09:01

    Hallo Maria,

    so langsam machen wir uns echt Sorgen um Dich. Du hast ja nur noch negative Gedanken, das ist nicht gut. Alles was von Dir kommt, ist nur noch negativ und zielt zum Teil unter die Gürtellinie, das haben die betreffenden Personen einfach nicht verdient.

    Wo wären wir, wenn kein Medium je über Eizellspende berichtet hätte. In der Bevölkerung wüßte niemand, was das ist, welche Probleme die Paare haben. Die Politiker würden uns weiterhin als eine Minderheit, eine Randgruppe in der Ecke stehen lassen. Niemand würde auch nur versuchen, Notiz von uns zu nehmen.
    Wir brauchen die Presse, damit wir gehört werden, vielleicht ist die Wortwahl nicht immer so glücklich, aber wir denken, dass man das den Reportern auch mal verzeihen kann, scchließlich sind sie ja keine Repro-Mediziner.

    Wir haben jetzt seit ca. einer Woche sehr viele Politiker und Verbände angeschrieben, um auf unsere Situation aufmerksam zu machen, die Situation aller Kinderwunschpaare. Das werden wir auch so weitermachen, bis wir Gehör finden und falls es notwendig sein sollte, dann werden wir uns auch an die Presse wenden. Nur wenn wir selbst aus dieser Ecke rausgehen, können wir was erreichen.

    Zu Dr. Zech, er hat damals soweit wir wissen, freiwillig an dem Beitrag teilgenommen, niemand wird zu etwas gezwungen. Wenn der Bericht für ihn so negativ gewesen wäre, dann hätte er bestimmt rechtliche Schritte gegen das ZDF eingeleitet, davon hat man aber nichts gehört und das er doch weiter Eizellspende machen darf, hat ja mehrfach Bussibär bestätigt. Wenn das die Repro-Mediziner in Österreich nicht wissen, dann kocht wahrscheinlich jeder seine eigene Suppe und es gibt kein Miteinander.

    Wir haben in der Vorbereitung einige
    Male mit Herrn Kurz telefoniert. Er hat sich uns gegenüber als ein sehr kompetenter, freundlicher Mensch dargestellt, der auch versucht uns zu helfen.
    Du hattest die Chance gehabt, an dem Beitrag mitzuarbeiten, sie aber leider nicht genutzt und da ist unserer Meinung nach zuviel negative Kritik nicht angebracht.

    Sorry, aber das musste mal gesagt werden.

    Ines & Chris

  • Fernsehbeitrag

    • Ines + Chris
    • 15. Januar 2003 um 18:44

    Fernsehbeitrag

    Hallo,

    nur kurz zur Info, wir sind nicht die Initiatorn dieses Beitrages gewesen, wir haben Herrn Kurz nur mit ein paar Infos geholfen. Wir waren auch nicht in dem Beitrag zu sehen.

    Ines & Chris

  • Fernsehbeitrag

    • Ines + Chris
    • 15. Januar 2003 um 15:33

    Fernsehbeitrag

    Hallo Maria,

    wir können Deine negative Haltung gegenüber des Berichtes nicht nachvollziehen. In der anschließenden Diskussion wurde der Bericht sehr gelobt, auch in anderen Foren hörte man nur positives von dem Bericht.

    Ines & Chris

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