Hallo,
ich kann mir eigentlich gut vorstellen, dass es für mich kein psychologisches Problem wäre, mittels einer EZS schwanger zu werden.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, einem Kind das Wissen darüber vorzuenthalten. Ich selbst bin adoptiert, habe dies aber erst mit Anfang 30 durch einen Zufall erfahren. Irgendwie hatte ich es immer geahnt und so war es auch befreiend, endlich zu wissen, dass ich meiner Wahrnehmung trauen kann. Mit der Suche nach meinen leiblichen Eltern habe ich mir Zeit gelassen. Ich habe beide im letzten Jahr kennengelernt und stehe seitdem mit ihnen in losem Kontakt.
Einige Begabungen, Vorlieben (Hitze, scharfes Essen) und Charakterzüge kann ich mir seither bei mir besser erklären. Obgleich das Verhältnis zu meinen Adoptiveltern nicht immer unproblematisch war, sind sie meine richtigen Eltern, aber ich bin froh, dass ich Gelegenheit hatte, auch mehr über meine Wurzeln zu erfahren.
Für uns käme es nicht in Frage, jemand aus dem Bekanntenkreis als Spenderin anzusprechen. Aber ist es nicht möglich, dass für das Kind dokumentiert wird, wer die Spenderin war und dass es ein Recht darauf hat, sich diese Information später zu holen?
Über Eure Antworten freue ich mich,
Gruß, Tapabo