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Eizellspende - Epigenetik

  • HoppyPoppy
  • 16. August 2016 um 23:18
  • HoppyPoppy
    Gast
    • 16. August 2016 um 23:18
    • #1

    Liebe Leute,

    die Dringlichkeit, sich auch mit Plan B detaillierter zu beschäftigen, intensiviert sich für mich. Obwohl ich diese Möglichkeit seit ca. 1,5 Jahren grundsätzlich in Betracht ziehe, kann ich innerlich noch nicht mit eigenen Eizellen abschließen.

    Schwierig gestaltet sich die Auseinandersetzung damit auch dadurch, dass ich selbst von Reproduktionsmedizin-Experten unterschiedliche Auffassungen erzählt bekommen habe:

    Der eine hat sich auf den noch relativ neuen Forschungszweig der Epigenetik bezogen und gemeint, dass dadurch ein Viertel bis ein Drittel der Gene der austragenden Mutter trotz Eizellspende auf das Kind übergehen - nicht nur von innerlichen, sondern auch von optischen Merkmalen. Das lässt sich natürlich schwer überprüfen, weil die Eizellspenderin ja ohnehin häufig auch nach optischen Übereinstimmungen mit der Empfängerin ausgewählt wird. Als wissenschaftliche Erklärung für diese 25 - 30% hat der Experte angeführt, dass sich durch diverse Methylierungsprozesse Phosphate und Proteine der Empfängerin an die lange Zeit als "Junk-DNA" bezeichneten "leeren" Stellen der DNA des Embryos anhängen.

    Über das "Imprinting" habe ich ja schon einiges gelesen. Aber bezieht sich das nicht ausschließlich darauf, dass dadurch jeweils die Gene des Samengebers (in unserem Fall wäre der Partner möglich und keine Samenspende erforderlich) und der Eizellspenderin "an- oder ausgeschaltet" bzw. in unterschiedlichen Ausdrucksstärken moduliert werden? Was ja an sich schon eine faszinierende Tatsache ist. Aber mir stellt sich die Frage, ob es da nicht völlig egal ist, von welcher austragenden Frau dann die Phosphate und Proteine kommen. Kommt es da nicht ausschließlich darauf an, welche Kombination des Erbmaterials der Samen- und der Eizelle von der Natur als sinnvollste Variante gewählt wird?

    Wenn sich wirklich 25 - 30% meiner Gene an die nächste Generation bzw. auch an übernächste Generationen vererben ließen, fände ich die 70 - 75% "Fremdmaterial" sogar als vielleicht gesunde Erweiterung; das würde mir den entscheidenden Impuls geben, mich von meinen eigenen Eizellen verabschieden zu können.

    Meine behandelnde KIWU-Ärztin wiederum ist der Ansicht, dass ein mithilfe einer Eizellspende entstandenes Kind so gut wie keine genetische Verwandschaft zur austragenden Mutter aufbaut und ausschließlich die Gene der EZ-Spenderin (und des Samengebers) in sich trägt.

    Zwar auch noch als Einstellung erarbeitbar, aber wesentlich schwieriger wäre für mich die trockene Überlegung, dass ein Kind durch fremde Eizelle immer noch befriedigender ist als gar kein Kind zu bekommen.

    Schon im Voraus danke ich für hilfreiche Gedanken und/oder fundierte Informationen!

    Liebe Grüße,
    HoppyPoppy

  • snowy75
    Eizelle
    Beiträge
    15
    • 18. August 2016 um 13:01
    • #2

    Antw:Eizellspende - Epigenetik

    Hallo,

    habe das hier gefunden:

    http://www.reprogenesis.de/neue-fantastische-entdeckung/

    liebe Grüße

    1. EZS 08/2016 - Pos, 6 ssw - MA
    2. EZS 12/2016 neue Spenderin - pos.

  • Gast
    Gast
    • 15. September 2016 um 11:58
    • #3

    Antw:Eizellspende - Epigenetik

    hallo hoppypoppy,darf ich nachfragen warum es für dich so wichtig ist, das kind aus einer eizellspende auch noch genetisch zu prägen?ist das nicht eigentlich auch nur ein verdrängen der eigentlichen problematik(das eigene ego)ich kenne das auch.ich habe etliche zeit benötigt um mich der eizellspende anzunähern.bis ich diesen ganzen kram der genetik einfach gedanklich über bord geworfen haben.es geht doch eigentlich nur um das kind und nicht um die genetik.auch wird die epigenetik völlig überbewertet von uns empfängerinnen der eizellspende.diese ganze hype um die genetik existiert doch nur in deutschland.im ausland ist die eizellspende eine ganz normale reproduktive maßnahme und wird ganz entspannt betrachtet.die mitochondrien-spenden ermöglicht es frauen mit mitochondrialer krankheit, in zukunft gesunde kinder zur welt zu bringen. das ist gut und sollte auch so bleiben.ich wünsche dir alles gute und viel glück auf deinem wege.lg ev

  • lillyyy89
    Eizelle
    Beiträge
    5
    • 22. September 2016 um 12:03
    • #4

    Antw:Eizellspende - Epigenetik

    Hallo, leute. Ich lege bald meine Prüfung ab und ich habe mich für das umstrittene thema eizellspende entschieden. Ich soll eine Umfrage erstellen und ich würde ihnen sehr dankbar sein wenn sie sich 2 minütchen zeit dafür nehmen. Danke im voraus
    https://goo.gl/forms/w47jlz4EEYSZMhlg2

  • spaetemutti7
    Blastozyste
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    662
    • 22. September 2016 um 20:40
    • #5

    Antw:Eizellspende - Epigenetik

    Sorry Lilly aber schon die erste Seite hat mir misfallen, der Satz: "Sie trägt das Kind aus, ist aber Leihmutter" genau diese Sätze tragen zur tabuisierung des Themas wesentlich bei. Rein genetisch mag das ja stimmen, aber......... Mein Rat: Informieren Sie sich bitte nochmal eingehend über das Thema vor allem über die Frauen die davon betroffen sind.

    [Blockierte Grafik: http://www.eltern.de/forenticker/show/28348][/url]
    17.11.14 1. EZS +SPS (Ivf Spain) positiv
    02.12.14 HCG 2991 (TF + 15)
    08.12.14 HCG 13196 (TF + 19)
    15.12.14 1 Herzchen
    [url=http://lilypie.com][Blockierte Grafik: http://lb1f.lilypie.com/paMMp2.png][/url

  • Waldvögel
    Gast
    • 31. Oktober 2016 um 22:28
    • #6

    Antw:Eizellspende - Epigenetik

    Mit medizinischen Fakten kann ich leider nicht dienen, aber vielleicht mit einigen Gedanken.
    Gefühlsmäßig würde ich schon sagen, dass trotz fremder EZ, einiges von dir in dem Kind steckt, immerhin trägst du es 9 Monate lang aus, deine Blut zirkuliert durch Plazenta und Baby, es spürt dich, deine Emotionen, etc. Ob sich das genetisch direkt auswirkt, kann ich nicht sagen, aber die Gene sind ja nur die halbe Miete, entscheidend für die Entwicklung und die Persönlichkeit eines Kindes ist auch das soziale Umfeld und da du das Kind austrägst, bist du ja wirklich von Anfang an dabei. Im Gegensatz zu adoptierten Kindern wird sich so auch nie die Frage stellen, warum die biologische Mama es nicht gewollt hat o.ä. Hinzu kommt ja auch, dass dein Mann der biologische Vater wäre.
    Vielleicht solltest du dir die Unterschiede zwischen EZ-Spende, Leihmutterschaft und Adoption bewusst machen. Nicht im medizinischen Sinne, das ist ja eindeutig, sondern im psychologischen. Und ich finde, dass es schon etwas völlig anderes ist, wenn man selbst mit seinem Kind schwanger ist, das ist einfach eine tolle Erfahrung und wenn du die Möglichkeit dazu hast mit deinem Plan B solltest du sie auf jeden Fall nutzen.
    Alles Gute!

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