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Eure Erfahrungen bei der Eizellspende / Allgemeine Vorgehensweise

  • Xenia9210
  • 29. Oktober 2013 um 18:21
  • Xenia9210
    4-Zeller
    Beiträge
    37
    • 29. Oktober 2013 um 18:21
    • #1

    Hallo miteinander,

    ich melde mich auch mal wieder zu Wort. War ja für eine gewissen Zeit abgetaucht, da ich von meinem ersten Besuch im PFC nicht so besonders angetan war. Vielleicht ist das nur so eine Einbildung und vielleicht erwarte ich auch einfach zu viel, aber irgendwie habe ich mir das alles ganz anders vorgestellt. Deswegen möchte ich mich an diejenigen von euch wenden, die bereits eine erfolgreiche Eizellspende hinter sich haben:

    Mir wurde im PFC geraten, nur eine einzige Eizelle zu transferieren, da eine Zwillingsschwangerschaft bei einer Frau (bei mir) mit einer Körpergröße von 165 cm und einem Gewicht von 48-50kg zu anstrengend/gefährlich etc. wäre. Habt ihr davon auch schon mal gehört??? Ich bin jetzt nicht magersüchtig oder so und ich bin von der Größe her, eben wirklich ein Zwerg und als Zwerg kann man ja nicht Tonnen essen, oder??? Also ich finde mein Gewicht und meine Größe passen sehr gut zusammen, nicht zu dick und eben auch nicht zu dünn. Die Ärztin im PFC sagte mir jedoch, dass eine Zwillingsschwangerschaft für mich zu anstengend wäre, da ich eben so schlank wäre. Aber ich kenne auch schlanke zierliche Frauen, die Zwillinge bekommen hat. Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen und außerdem steht es ja nirgendwo geschrieben, dass es dann wirklich mit Zwillingen klappt.

    Ich finde es halt irgendwie total krass, dass sie so sicher davon ausgeht, dass es mit Zwillingen klappt. Die Frage ist doch erstmal, ob es überhaupt klappt, egal ob mit Zwillingen oder nur mit einem Baby, oder???

    Desweiteren wurde mir gesagt, dass bei zwei befruchteten Eizellen, diese auch nur drei Tage im Reagenzglas bleiben, wenn man bloß eine befruchtete Eizelle transferiert, bleibt diese 4-5 Tage im Reagenzglas. Das wundert mich auch ein wenig, da ich gehört habe, dass selbst 2 oder 3 befruchtete Eizellen 4-5 Tage im Reagenzglas bleiben, da die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass im Körper noch eines abgestoßen wird.

    Welche Erfahrungen habt ihr bezüglich oben genannter Thesen, also a) nur eine Eizelle transferieren, weil Frau klein und dünn ist und b) bei einer Eizelle 4-5 Tage Reagenzglas, bei 2 -3 Eizellen 3 Tage Reagenzglausaufenthalt???

    Mir kommt das alles ein bischen merkwürdig vor, kann aber gut sein, dass ich mich täusche und das es wirklich so gemacht wird. Deshalb wäre es toll, wenn ihr mir eure Meinungen dazu sagen würdet.

  • Jonajona
    Eizelle
    Beiträge
    10
    • 2. November 2013 um 15:57
    • #2

    Antw:Eure Erfahrungen bei der Eizellspende / Allgemeine Vorgehensweise

    Hallo Xenia,

    also von den beiden Thesen, die Du da geschrieben hast, habe ich noch NIE was gehört.

    Ich bin 1,62 m (als kleiner als Du) und wiege 48 Kilo. Mir wurden 3 EZ eingesetzt und ich habe Zwillinge bekommen. Die Größe und das Gewicht waren nie ein Problem und wurden auch nie angesprochen. Klar ist eine Zwillingsschwangerschaft für den Körper anstrengender als eine Einlingsschwangerschaft, das auf jeden Fall, aber mit der Größe und dem Gewicht hat das nix zu tun.

    Die zweite These habe ich ebenfalls noch nie gehört. Die Eizellen waren bei uns mehrere Tage im Reagenzglas und es wurde immer die Qualität angeschaut. Ich weiss nicht mehr, nach wie vielen Tagen sie eingesetzt wurden, aber es hatte definitv nichts damit zu tun, wie viele EZ man einsetzen lassen wollte.

    Finde ich ehrlich gesagt beides bisschen seltsam...

  • Ronja
    Blastozyste
    Beiträge
    724
    • 2. November 2013 um 18:05
    • #3

    Antw:Eure Erfahrungen bei der Eizellspende / Allgemeine Vorgehensweise

    Hallo Xenia,

    im Gegensatz zu den meisten anderen Kliniken gibt das PFC eine Garantie auf einen Frisch- und einen Kryo TF pro Spende. Ich vermute mal, dass sie deswegen beim Frisch-TF nicht bis zum 5.Tag warten wollen, sonst ist das Risiko zu groß, dass keine Embryos mehr für den Kryo-Versuch vorhanden sind. Andere Kliniken bieten auch bei zwei Embryos einen Blasto-TF an. Je nach Klinik gibt es dann aber nur eine Garantie für den 1. TF bzw. gar keine Garantie. Es gab hier auch schon Fälle, wo bis zum TF gar keine Embryos übrig waren und die Klinik das als persönliches Risiko der Patientin ansah und auf der Bezahlung bestand. Ist also nicht unbedingt nur medizinisch begründet, was die Klinik dir geraten hat. Du solltest für dich klären, was dir wichtig ist (Single-TF, Blastos, Garantie etc.) und dann die entsprechende Klinik auswählen.

    LG
    Ronja

    4 EMS (1*neg./3*FG)

  • wiesa23
    4-Zeller
    Beiträge
    51
    • 2. November 2013 um 21:07
    • #4

    Antw:Eure Erfahrungen bei der Eizellspende / Allgemeine Vorgehensweise

    Hallo Xenia,
    ich bin zwar nicht klein (1,77m), aber auch sehr dünn (55kg) und mir wurden deswegen auch problemlos 3 Embryonen eingesetzt und ich habe einen Sohn bekommen ;-). Bei 3 weiteren Geschwisterchenversuchen wurde ich leider nicht mehr schwanger ;-(.
    Mir wurden die Eizellen immer am 5.Tag eingesetzt. Habe von deinen Thesen auch nie was gehört!
    Alles Gute!

  • MoniMaus
    Blastozyste
    Beiträge
    788
    • 3. November 2013 um 17:11
    • #5

    Antw:Eure Erfahrungen bei der Eizellspende / Allgemeine Vorgehensweise

    Hallo Xenia,

    also, ich war im Oktober letzten Jahres auch im PFC und mir wurden zwei Embryonen nach drei Tagen Kultivierung eingesetzt, beide im Morula-Stadium mit sehr guter Qualität. Ich bin ebenfalls sehr dünn, wiege 47 kg bei einer Größe von 1,63 m. Vier Embryos wurden eingefroren.
    Die Frage nach einem TF im frühen oder Blastozystenstadium ist eine Frage nach der Einstellung des Arztes. Der eine sagt, so früh wie möglich dorthin transferieren, wohin so eine EZ gehört, nämlich in die GM, der andere sagt, so lange wie möglich warten, damit nur die stärksten überleben und damit die Wahrscheinlichkeit steigt, dass diese sich auch einnisten und zu einer SS führen... Kannst Du halten, wie der auf dem Dach...
    Ich hatte beides, in KB wurden nur 5-Tages-TFs gemacht, einmal wurde ich im Frischversuch biochemisch ss, der 3-Tage-Frisch-TF beim PFC hat dann zum Erfolg geführt. Vor allem, wenn noch Embryonen eingefroren werden, braucht es einen Zeitpuffer, daher ziehen die Kliniken das Einfrieren am 3. Tag vor. Wenn sie dann wieder Auftauen, haben sie noch zwei Tage bis der TF erfolgen muss.

    Hier noch ein Link zum deutschen IVV-Register, in welchem alle TF in D aufgelistet und statistisch ausgewertet wurden. Vielleicht findest Du da ein paar Daten, die Dich bestärken, Dir nur eine EZ einsetzen zu lassen. Die Wahrscheinlichkeit mit zwei EZ ss zu werden, ist zwar etwas höher, aber auch altersabhängig...

    http://www.deutsches-ivf-register.de/pdf-downloads/…rbuch2011-d.pdf

    Wie schon gesagt, die Anzahl der transferierten Embryonen ist altersabhängig zu sehen. Wenn Du noch jung bist, hast Du mehr Zeit und damit mehr mögliche Versuche. Außerdem ist es das Ziel jeglicher KiWu-Behandlung die Zahl der Mehrlingsschwangerschaften zu minimieren.

    Mir wurden damals zwei EZ transferiert, da ich schon 37 war.. Ich bereue es nicht, muss Dir aber ehrlich sagen, dass ich es heute wohl nicht mehr machen würde, sondern nur einen SET. Meine Schwangerschaft war sehr schwierig, es ging im Prinzip schon in der 13. Woche mit einer Verkürzung des GBMH los, führte dann ab der 16. Woche zu vorzeitigen Wehen, ab der 22. Woche lag ich im KH, der MuMu wurde durch eine Cerclage verschlossen und ich bekam massiv Wehenhemmer. Leider hat es trotzdem nicht so lange gehalten, wie es sollte, die Zwillinge kamen in der 31. Woche als Frühgeburten zur Welt... Ob es genauso gewesen wäre, wenn ich nur ein Kind in mir getragen hätte, ist eine müßige Frage, auf die ich nie eine Antwort bekommen werde. Aber es muss Dir klar sein, dass Du damit ein höheres Risiko eingehst...

    Aus all diesen Gründen würde ich Alena vertrauen, denn sie weiß gut, was sie empfiehlt und macht. Sie ist eine unerschütterliche Optimistin, sie sagte auch mir, dass es positiv enden würde, sie wüsste das. Und das nach drei erfolglosen Versuchen... Ich war so deprimiert, da mein SH-Aufbau wieder sehr schlecht war und ich ernsthaft darüber nachgedacht habe den TF abzusagen. Ich habe selbst eigentlich nicht an den Erfolg geglaubt, aber letztendlich hatte sie recht...

    Dies sollen nur ein paar Denkanstöße sein, ich hoffe, Du findest den für Dich richtigen und akzeptablen Weg!
    LG,

    MoniMaus

    08/10: Diagnose POF
    04/11: EZS, Frisch, Pronatal, biochem. SS
    01/12: EZS, KET, Pronatal, neg.
    04/12: EZS, KET, Pronatal, neg.
    10/12: EZS, frisch, PFC, pos.
    26.04.13: Geburt unserer beiden Jungs an 30+5
    19.06.13: Entlassung aus dem KH

  • Xenia9210
    4-Zeller
    Beiträge
    37
    • 4. November 2013 um 19:10
    • #6

    Antw:Eure Erfahrungen bei der Eizellspende / Allgemeine Vorgehensweise

    Super, vielen Dank für eure Mitteilungen. Bevor ich ins PFC gefahren bin, habe ich nicht im geringsten daran gedacht, dass man auch nur eine einzige EZ transferieren könnte, weil die Chancen damit ja sehr viel schlechter stehen. Deswegen war ich damals wie vor den Kopf gestoßen, als mir dieser Vorschlag gemacht wurde.

    Im Grunde kann man selbst wenig machen, man muss - ob man will oder nicht - den Ärzten Vertrauen schenken und hoffen, dass es klappt ...

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