Hallo zusammen,
ich bin hier neu im Forum, lese aber schon seit einiger Zeit mit. Ich finde es gut, dass es solche Foren gibt, da man sich mit Betroffenen austauschen kann.
Ich bin 38 Jahre (bald 39) und wir haben schon einen Jungen, der ist jetzt 3 Jahre.
Seit 2 Jahren basteln wir an einem Geschwister, aber außer 2 frühen Fehlgeburten hat es noch nicht klappt.
Wir waren jetzt in KiWu-Zentrum und mit einen AMH von <0,2 und einem FSH von 24 wurde uns von einer IVF abgeraten. Nennt man wohl vorzeitige Wechseljahre.
Da wir uns aber sehnlichst ein zweites Kind wünschen und wir nicht 5 Jahre auf eine Inlandsadoption warten wollen und uns das Geld für eine Auslandsadoption fehlt, würden wir auch eine EZSP/EMS in Betracht ziehen. Ich wüde eine EZSP bevorzugen, da das Kind dann wenigstens von meinem Mann genetisch abstammen würde. Meinem Mann ist das egal, auch weil wir schon ein eigenes Kind haben und er würde EMS bevorzugen, weil es viel weniger kostet. Was ich bis jetzt recherchiert habe, kostet eine Ezsp 4500 - 8500 € und eine EMS 1300 - 2500 € (bei Einsatz von 2 Kryo-Embryonen). Das ist natürlich schon ein Argument, da man ja auch nicht weiß, ob es beim ersten Mal klappt.
Ich weiß nur nicht, was später für das Kind besser ist. Wir würden es dem Kind auf jedem Fall irgendwann sagen wollen, das wir nicht die genetischen Eltern sind. Ist die Frage, ist es für das Kind einfacher, wenn es wenigstens auch seinen genetischen VAter kennt oder macht das keinen Unterschied? Leider kann das Kind auch später nicht seinen genetischen Eltern finden, wenn es das wollte. Ich mache mir Sorgen, ob das Kind später in eine Identitätskrise stürzt und uns dann Vorwürfe macht.
Ich weiß nicht, was denkt ihr über das Thema?
Viele Grüße Coco1111
EZSP oder Embryospende (EMS)
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Re: EZSP oder Embryospende (EMS)
hallo Coco,
ich kann Dir leider auch keinen wirklich Rat bzw. Tipp geben, denn ich bin gerade bei der gleichen Überlegung - EZSP oder EMS. Ich bin übrigens 40 J. und habe die gleichen (erschreckend schlechten) Hormonwerte bei AMH und FSH. Zwei versch. Ärzte rieten mir auch direkt zu einer Eizellspende, ich selbst bin allerdings am überlegen doch noch einen IVF Versuch zu wagen.
Ich weiß es allerdings nicht, ob dies nur vergeudete Zeit und Geldverschwendung wäre.Wie das Kind später einmal mit der Gewissheit umgeht, seine genetischen Eltern oder Mutter nicht zu kennen, weiß ich auch nicht. Darüber mache ich mir auch viele Gedanken. Verunsichert hat mich zudem ein Besuch bei einer Phychotherapeutin (Dr. Thorn), welche auf Kiwu spezialisiert ist. Fachleute wie sie tendieren zur offenen EZS und raten auch dazu. Das hatte mich nach einem Besuch bei ihr nun noch mehr verunsichert, da eine offene EZS wohl nicht in Frage kommt. Alleine aus dem Grund, dass diese nur in wenigen Ländern möglich ist, lange Wartezeiten und zudem noch teurer.
ich wünsche dir alles gute bei der entscheidungsfindung!
LG ninamona