Hallo in die Runde,
es ist nun 5 Monate her, dass unser dritter und letzter EZ-Spende-Versuch hinter uns liegt. Mental war ich zwar auf den negativen Ausgang einigermaßen vorbereitet, aber es breitet sich dann doch eine unheimliche Leere in einem aus, wenn der letzte Hoffnungsschimmer verpufft. Zum Glück konnte ich das recht schnell überwinden, da ich mir bereits seit längerem einen alternativen Lebensentwurf zurecht gelegt hatte. Solange man noch in Behandlung ist, kommt einem das zwar wie Verrat an der Idee vor. Wenn das Wunschbaby sich aber dann doch nicht einstellt, kann der alternative Lebensentwurf ein Rettungsanker sein. Ich schreibe das deshalb, weil ich hoffe, damit einigen von euch die Ängste nehmen zu können, die die Vorstellung vom ungewollt kinderlosen Leben oft erzeugt.
Die Enttäuschung und phasenweise Verbitterung wird mich noch eine Weile begleiten. Aber die meiste Zeit gelingt es mir ganz gut, positiv nach vorne zu schauen. Ich genieße eine große Unabhängigkeit und kann Dinge unternehmen, die für viele mit Kindern unmöglich sind. Wir reisen viel, ich kann meinen Interessen und Hobbies nachgehen, und ich plane im Moment, mich selbständig zu machen. Das alles macht mich, obwohl unsere Pläne in eine ganz andere Richtung gingen, auch dankbar.
Ich möchte mich bei den Betreibern dieses Forums bedanken, dass es diese Plattform zum Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung überhaupt gibt! Ich wünsche allen hier, dass sich der Wunsch nach einem gesunden Kind erfüllt. Und falls doch nicht, dann wünsche ich euch Mut und Zuversicht, euren ganz eigenen Weg zum persönlichen Glück zu finden. Das Glück liegt irgendwo dort draußen, ihr müsst nur selbst aufstehen und loslaufen es zu finden.
Alles Gute!
Dakota