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Nebenwirkungen von Medikamenten

  • my_child
  • 29. Juli 2010 um 01:07
  • my_child
    2-Zeller
    Beiträge
    17
    • 29. Juli 2010 um 01:07
    • #1

    Hallo,
    Soeben sind wir (mein Mann und ich) aus der Erstvisite von Valencia (IVI-Klinik) zurückgekehrt.
    Ab September werde ich mit der Medikamenten-Einnahme (Eizellspende) beginnen. Leider mache ich mir schon jetzt grosse Sorgen wegen der Nebenwirkungen der Medikamente.
    Wie sind Eure Erfahrungen mit

    - Cetrotide 0.25mg (Spritzen)
    - Progynova 1mg (Tabletten)
    - utrogestan 200 (vaginal)

    Kann man so überhaupt arbeiten? Ich selber bin kerngesund, musste noch nie längere Zeit Medis einnehmen. Ausser 2004, als ich für ein halbes Jahr lang eine schwere Allergie hatte (Urtikaria). Mein Körper ist somit überhaupt nicht an Medis gewohnt...

    Vielen Dank für Eure Antworten...
    Brigitte

  • Betsi
    Morula
    Beiträge
    677
    • 29. Juli 2010 um 07:21
    • #2

    Re: Nebenwirkungen von Medikamenten

    Hallo Brigitte,

    es ist nie angenehm, wenn man Medis spritzen oder schlucken muss! Leider ist es manchmal nich zu vermeiden!

    Cetrotide hatte ich noch nie gespritzt, das Medikament soll den natürlichen Eisprung verzögern. Ich hatte über 30 Tage Decapeptyl gespritzt, hat auch diese Wirkung. Das Medikament ist sehr wichtig, weil im Falle eines vorzeitigen ES ist der Versuch verloren bevor er anfing.

    Progynova ist Östrogen und baut die Gebärmutter-Schleimhaut auf, also kann es sein, dass man ohne Progy nicht optimale Bedingungen für die Einnistung schaffen kann.

    Utrogest ist Progesteron, dass für die 2. Zyklushälfte ganz wichtig ist, die GM-Schleimhaut verdichtet und zur Bildung der Plazenta das wictigste Hormon ist.

    Ich habe alle Medis mit deutschem Beipackzettel bekommen, jedoch den Zettel nie gelesen. Ich weiß, wenn ich ihn gelesen hätte, hätte ich auch alle Nebenwirkungen bekommen. Teilweise sind die Medis auch ursprünglich nicht direkt für die Behandlung von KiWu zugelassen worden, also nochmals einen Grund den Zettel nicht zu lesen. Die Beipackzettel findest Du bestimmt, wenn Du googlest.

    Während der Behandlung hatte ich am Anfang öfters Kopfschmerzen, ab Einnahme von Utrogest kamen Blähungen, teilw. sogar wie Krämpfe im Bauch. Kann heute nicht sagen, ob es Nebenwirkungen waren oder Erkältung, oder das falsche Essen.
    Wir müssen leider Kompromisse machen, auch wenn es heißt uns mit Hormone voll zu pumpen.

    LG
    Betsi

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  • Rabenmutti
    Morula
    Beiträge
    436
    • 29. Juli 2010 um 07:56
    • #3

    Re: Nebenwirkungen von Medikamenten

    Hallo Brigitte

    Bis vor meiner Kinderwunschbehandlung habe ich auch nie Medikamente genommen. Das änderte sich dann aber recht schnell und nun bin ich seit einem Jahr Hormonjunkie :rolleyes:
    Cetrotide habe ich nicht genommen, aber Utrogest und Progynova. Natürlich kann man damit arbeiten, brauchst Dir keine Sorgen machen. Was ich Dir vorab empfehlen kann ist wegen dem Utrogest auf jeden Fall ne Slipeinlage zu nehmen, weil das olle Zeugs auch wieder bißchen rausläuft. Das wird ne schmiereige Angelegenheit. :nixweiss:
    Was genau möchtest Du denn sonst noch über die Medikamente wissen?

    Liebe Grüße
    Rabenmutti

    Mai 09 1. ICSI
    Juli 09 2. ICSI
    August 09 HI - negativ
    November 09 HICSI - negativ
    April 10 1.EZS IBI neg.
    Juni 10 KET 2 Blastos- FA
    22.07. EG PP+
    01.09. Transfer - negativ
    30.11. EMS RF - FA

  • my_child
    2-Zeller
    Beiträge
    17
    • 29. Juli 2010 um 12:46
    • #4

    Re: Nebenwirkungen von Medikamenten

    Hallo Rabenmutti,

    Nun, ich möchte mich vorab schon absichern, was für Mittel ich meinem Körper so zuführe... Vor allem möchte ich in keinem Fall meiner Gesundheit schaden und schaute schon immer sehr gut, dass sich mein Körper wohlfühlen kann (Sport, Ernährung, Erholung etc.). Meine Frage ist einfach, ob diese Medis meiner Gesundheit schaden können und - ich habe Angst, dass ich damit nicht klarkommen werde. Diese Angst meinerseits ist nicht ganz unbegründet, da ich 2004 für ein halbes Jahr lang eine schwere Allergie, eine Urtikaria am ganzen Körper hatte. So etwas möchte ich nie mehr durchmachen! Sonst bin ich gesund, ausser dass ich nach sehr langer Anstrengung schon ziemlich müde werde. Wegen der Medis: In meiner Familie nahm jemand sehr lange Zeit Medikamente, die ziemlich stark waren (keine Medis betreffs Kinderwunsch, etwas total anderes) und - starb 1997 daran. Daher wahrscheinlich auch meine Überempfindlichkeit.
    Bin sehr froh über jeden Hinweis, bitte nicht nur von denen, bei denen alles glatt ging. Natürlich bin ich froh über jede Ermutigung, aber auch sehr dankbar für Vorsicht.

    liebe Grüsse,
    Brigitte

  • Gatacca
    8-Zeller
    Beiträge
    131
    • 29. Juli 2010 um 16:46
    • #5

    Re: Nebenwirkungen von Medikamenten

    Hallo Ihr Lieben!

    Ich habe alle Medikamente (Progesterondepotspritze, Utrogest, Progynova) eingenommen und keine Nebenwirkungen feststellen können obwohl ich tendenziell zu Hautreaktionen neige. Das Einzige, was ich festgestellt habe, ist das die orale Einnahme von Utrogest schläfrig macht, weshalb die Ärzte ja auch die vaginale Einnahme empfehlen. Ich würde das Thema mit meinem Arzt besprechen, falls ich Bedenken hätte.

    Ich wollte nur kurz anmerken: die Frauen, die richtige Nebenwirkungen von der Hormontherapie verspüren bzw. befürchten müssen, sind die Spenderinnen, ohne die wir nicht schwanger werden könnten. Das sollte man, finde ich, nie aus den Augen verlieren!

    Lieber Gruss

    Gatacca

    Gatacca

  • Annette K.
    8-Zeller
    Beiträge
    146
    • 29. Juli 2010 um 18:05
    • #6

    Re: Nebenwirkungen von Medikamenten

    Brigitte, man darf sich da nichts vormachen - es sind Hormone, die wir natürlich ohnehin haben, aber in den hohen Dosen, wie sie für die EZS nötig sind, haben sie natürlich auch Nebenwirkungen. Manche Frauen spüren das mehr, manche weniger. Und ganz ehrlich - ginge es uns allen nicht so sehr um ein Kind, hätten die meisten von uns das wohl nicht alles eingeworfen. Östrogen kann Krebs auslösen, das ist bekannt, wieviel man aber dafür nehmen muss, wann wie warum das passiert, weiß niemand genau. Tatsächlich riskieren wir hier schon etwas, aber es ist dem Ziel untergeordnet. Während der Schwangerschaft sind die Östrogenwerte auch sehr hoch, so hoch kann man sich mit Medis gar nicht pushen.

    Wenn Du googelst, findest Du allerdings auch Hinweise, dass hohe Östrogendosen in seltenen Fällen Allergien auslösen können. Da würde ich in Deinem persönlichen Fall doch noch mal recherchieren.

    Ich persönlich fand die Nebenwirkungen der Medikamente vernachlässigenswert bzw. aushaltbar. In der Frühschwangerschaft hatte ich lange starke Kopfschmerzen, den meisten Frauen ist speiübel, etc. etc. Das sind dann halt die "Nebenwirkungen der Schwangerschaft" ;) Und danach tun vielen monatelang alle Knochen (bzw. Bänder, Sehnen, Gelenke) weh = Nebenwirkungen des Nichtmehrschwangerseins ;)

    Aber im Endeffekt muss jede Frau selbst entscheiden, was sie für diesen Weg auf sich nehmen mag und kann.

  • Annette K.
    8-Zeller
    Beiträge
    146
    • 29. Juli 2010 um 18:33
    • #7

    Re: Nebenwirkungen von Medikamenten

    PS: Übrigens reicht die Dir genannte Standard-Medikation bei einigen (z.B. mir) gar nicht aus. Sie nehmen noch zusätzlich Cortison, Aspirin, spritzen Heparin (NMH),... Lass uns da nicht mehr über potentielle Nebenwirkungen reden, das könnte die Seite sprengen ;)

  • my_child
    2-Zeller
    Beiträge
    17
    • 30. Juli 2010 um 00:34
    • #8

    Re: Nebenwirkungen von Medikamenten

    Hallo,

    Danke für die Antworten! Ja, ich denke, jede Frau erlebt dies anders, da ja auch jeder Körper anders ist, anders funktioniert. Aber wenn man noch nie Medikamente einnehmen musste (ausser mal eine Kopfwehtablette oder so), dann macht man sich halt schon Gedanken... Wie ist das eigentlich mit dem Arbeiten? Wie habt Ihr dies erlebt? Liegt das überhaupt noch drin, wenn man schon 45 Jahre alt ist....?

    Gruss Brigitte

  • Annette K.
    8-Zeller
    Beiträge
    146
    • 30. Juli 2010 um 09:07
    • #9

    Re: Nebenwirkungen von Medikamenten

    Auch Frauen über 45 sind in erster Linie schwanger und nicht zwangsläufig krank, wie dieser doofe Spruch heißt :lol: Ich hatte eine Traumschwangerschaft mit nur kleineren, absolut normalen Beschwerden. Das kann aber auch ganz anders sein, und auch junge Frauen können unter so erheblichem Schwangerschaftserbrechen leiden, dass sie arbeitsunfähig sind. Und es gibt noch einige andere Dinge, die schwierig werden können - sowohl mit 20 wie auch mit 45.

    Kann es sein, dass Du ein bisschen Muffensausen hast vor dem, was auf Dich zukommen könnte? :knuddel: Von meiner Seite aus kann ich Dich beruhigen: Ich hatte eine ganz leichte Schwangerschaft, es war meine erste, mit 46 Jahren. Meine Tochter ist bis 40+1 drin geblieben, ich hatte eine natürliche 5-Stunden-Geburt (die allerdings schwer war), sie wog 3500 g und war 53 cm groß. Soweit perfekt. Allerdings hat sie, und das wussten wir seit der 21. SSW, einen sehr schweren Herzfehler, so dass sie mit 6 Tagen in ihre erste große OP musste und mit 5 Monaten in ihre zweite. Aber sie hat alles gut überstanden, und sie ist das süßeste Mädchen der Welt und unser allerallergrößtes Glück! Wie Du siehst, es gibt immer unvorhergesehen Dinge (die Fehlbildung ist sehr selten und eine reine Laune der Natur, sie kann auch bei ganz jungen Eltern vorkommen), man kann nicht alles voraus ahnen und planen. Es braucht viel Vertrauen - zu sich selbst, zu den Ärzten, zu dem Seelchen, das zu einem kommen möchte... einfach zu allem.

    Das schwierigste sind die Wartezeiten, die Fehlversuche, die Schwangerschaften, die möglicherweise nicht bleiben... Es ist kein leichter Weg.

  • my_child
    2-Zeller
    Beiträge
    17
    • 30. Juli 2010 um 14:57
    • #10

    Re: Nebenwirkungen von Medikamenten

    Hallo Annette K.,

    So schön, wie bei Dir alles glatt gelaufen ist und Du jetzt überglückliche Mutti sein darfst! Gottseidank konnte das Herz noch operiert werden... Ja, ich hab wirklich "Muffensausen" (so ein lustiges Wort...), sprich Angst vor dem, was hier auf mich zukommen wird!
    Wegen Deiner Schwangerschaft: Du hast keinen Kaiserschnitt gehabt, sondern eine ganz normale Geburt??? Ich dachte, dass die Ärzte bei Frauen über 40 immer Kaiserschnitt machen?
    Bei mir sind die einen Ängste begründet, die anderen nicht... Das kommt sehr wahrscheinlich von daher, dass es 1997 in meiner Familie einen Todesfall gab - Ursache: Medikamente... (hat aber gar nichts mit Hormonen oder dergleichen zu tun, ist was ganz anderes). Auch hier hiess es "Medikamente völlig problemlos", aber leider wars dann nicht so. Seither habe ich eine Abneigung gegenüber Medikamenten entwickelt und war immer sehr erleichtert, dass ich nie welche einnehmen musste (ausser 2004, als ich für ein halbes Jahr lang eine sehr schwere Allergie hatte und für ein paar Wochen Cortison nehmen musste).
    Aber stimmt, es braucht wirklich viel Vertrauen und - Entspannung! Und darin übe ich mich jetzt!
    liebe Grüsse,
    Brigitte

  • Annette K.
    8-Zeller
    Beiträge
    146
    • 31. Juli 2010 um 09:01
    • #11

    Re: Nebenwirkungen von Medikamenten

    [quote author=my_child link=topic=6680.msg92446#msg92446 date=1280494651]
    Du hast keinen Kaiserschnitt gehabt, sondern eine ganz normale Geburt??? Ich dachte, dass die Ärzte bei Frauen über 40 immer Kaiserschnitt machen? [/quote] Wenn alles soweit gut aussieht, warum keine natürliche Entbindung... Sie hat so viele Vorteile. Auch der Herzfehler war kein Hinderungsgrund, es wird in dem Fall erst ein paar Tage nach der Geburt kritisch. Und da alles vorbereitet war...

    Viel Glück auf Deinem Weg, ich drücke die Daumen, dass er kurz sein wird (bei uns war erst der 6. Versuch erfolgreich, nach 3 Frisch- und 2 Kryoversuchen; aber dass man so lang warten muss, ist auch eher die Ausnahme).

    PS@Biggi: Viel Glück! :kleeblatt:

  • my_child
    2-Zeller
    Beiträge
    17
    • 14. September 2010 um 11:26
    • #12

    Medikamente...wieviel?

    Hallo,

    Ich habe mich schon lange nicht mehr gemeldet. Grund: Wir sind umgezogen und hatten alle Hände voll zu tun. Nun, ich bin sehr viel ruhiger geworden in Anbetracht, dass ich bald mit der Hormontherapie beginnen werde und die Ängste davor haben sich merklich verkleinert. Gottseidank! Da mein Mann zur Zeit im Militär ist, wollen wir noch diese Zeit abwarten und dann beginne ich mit dem Cetrotide-Spritzen. Das wäre dann im Oktober. Nun bewegt mich aber noch diese Frage an Euch: Wieviel mg von den Medis und wie oft musstet Ihr einnehmen?
    Ich muss einnehmen:
    7 Tage lang Cetrotide (0.25mg) täglich spritzen
    ab dem ersten Blutungstag 6mg Progynova täglich (2mg morgens und 4mg abends)
    ab einem noch mir unbestimmten Tag muss ich noch Utrogest 400mg alle 12 Stunden einnehmen und weiterhin Progynova einnehmen

    Wie war das bei Euch?
    Viiiiiiieeeeelen Dank für Eure Antworten!
    Brigitte

  • cholita
    Morula
    Beiträge
    345
    • 14. September 2010 um 13:53
    • #13

    Re: Nebenwirkungen von Medikamenten

    Brigitte,

    ich habe Dir schon im IVI Ordner geantwortet und bin jetzt noch auf diesen Thread gekommen.

    Also, man kann locker mit diesen Medikamenten arbeiten gehen. Die Nebenwirkungen, die eine Frühschwangerschaft so mit sich bringen kann, sind um einiges härter. Wenn Du also dann Dein Ziel der Schwangerschaft erreicht hast, dann kann es noch viel lustiger werden.

    Bezüglich Deiner Ängste, dem Todesfall etc. Hmmmmmmm, ich kann das leider nicht so ganz nachvollziehen. Keine hier war scharf drauf diesen Weg zu gehen, jede macht sich Gedanken, ob man in 20 Jahren als Rechnung irgendeinen Krebs serviert bekommt. Letztendlich stellt man sich dann wohl doch die Frage: Will man ein Kind oder will man keines? Nimmt man das unbekannte Risiko für diese Chance auf sich oder läßt man es?
    Da Du ja jetzt kurz vor dem Beginn der Behandlung stehst, gehe ich davon aus, dass Du Dich für den Wunsch nach einem Kind entschieden hast.
    Hast Du vorher keine eigenen ICSIs gemacht?

    Stell Dich darauf ein, dass wenn es klappt Du die Medis bis zum Ende der 12. SSW nehmen mußt.

    Viel Glück
    Choli

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