Hallo hope 1108,
ich hätte Dir gerne per PM geantwortet, aber leider kann der Name nicht (mehr) gefunden werden.
Es steht eh´ nix Geheimes drin, drum kopiere ich meine Antwort hierher:
Hallo hope,
entschuldige bitte erst mal, daß ich so spät antworte! Ist sonst net ganz meine Art, aber am 10.03. kam unser drittes ES-Kind mit 4150g und 58cm zur Welt. Obwohl es meine dritte Geburt war, hatten wir heftig zu kämpfen, weil der kleine Mann sich während der Geburt von Hinter- in Vorderhauptslage drehte. Glücklicherweise brauchten wir keinen Not-KS, aber es mußte viel genäht werden, und ich eine Woche in der Klinik bleiben. Inzwischen haben wir uns ganz gut erholt und sind wieder zu Hause.
Jetzt zu Deiner Frage: Wir haben momentan vor, den Kindern gar nix groß von der Spende zu erzählen. Mein Mann und ich stehen gemeinsam auf dem Standpunkt, daß die Behandlungsmethode geeignet war, unser medizinisches Problem zu lösen. Wir stehen voll hinter der Entscheidung und wollen den Kids keine Probleme machen, wo keine für sie sind.
Wenn die Beiden fragen, woher sie kommen, erzähle ich ihnen, daß wir uns seeeeehr lange Kinder gewünscht und keine bekommen haben. So haben wir also zum "lieben Gott" gebetet und immer wieder gebetet, bis er uns unser erstes Kind schenkte und uns so zu glücklichen Menschen machte. Und weil der kleine Mann nicht gerne alleine bleiben wollte, begannen wir wieder zu beten... wir mußten eine ganze Weile Geduld haben, bis uns ein Schwesterchen für den Großen geschenkt wurde. Als auch sie gesund zur Welt kam, feierten wir aus Dankbarkeit ein großes Fest und bedankten uns wieder beim "lieben Gott".
Tja, und was soll ich sagen!? Natürlich wollten die Beiden unbedingt ausprobieren, ob es wirklich funktioniert. Wochen- und monatelang beteten sie jeden Abend im Bett und baten um ein kleines Brüderchen. Sie bettelten so lange, bis mein Mann sich erweichen ließ und weiteren Versuchen zustimmte. Und wir können es alle kaum glauben, daß der "liebe Gott" unsere Bitte wieder erfüllt und wunschgemäß ein Brüderchen geschickt hat. Selbstverständlich bedanken wir uns jetzt auch wieder dafür, daß wir drei Mal so reich beschenkt wurden, und jedes einzelne Kind weiß, daß es erwünscht, sehnsüchtig erwartet und grenzenlos geliebt ist. Das halten wir erst einmal für ausreichend, altersgemäß und der Entwicklung des Verstandes von 3- bis 5-jährigen angemessen.
Würde ich ihnen in diesem Alter etwas von Eizellen, Spermien und sonstigen Feinheiten der Repro-Medizin berichten, halte ich es für zweifelhaft, ob sie diese Infos momentan verstandesmäßig erfassen und konstruktiv verarbeiten können.
So, das ist unsere "Geschichte" und Einstellung zum jetzigen Zeitpunkt. Möglicherweise kann sich daran noch etwas ändern.
Liebe Grüße, Uli