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Zeit, aufzuhören

  • Eviva
  • 5. Februar 2010 um 08:48
  • Malo
    Morula
    Beiträge
    215
    • 4. März 2010 um 16:19
    • #21

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Eviva,
    ich habe soeben unser 2. Kind verloren: missed abortion in der 15. SSW, Ausschabung nun in der 16.
    Ich kann nicht mehr, mein Mann kann nicht mehr, es reicht!
    Das Gute: bei ihm hat sich wie ein Schalter im Kopf umgelegt: wir werden ein indisches Kind adoptieren.
    Wir leben in Belgien, da gibt es keine Altersgrenze so wie in Deutschland. Das Verfahren dauert etwa 1 Jahr (im April gehts los), aber danach müssten wir ganz bald ein Kind haben. Mein Mann ist Inder, und in seiner Heimat wird den indischen Familien grundsätzlich Priorität gegeben, und ich denke, das trifft dann auch auf uns zu.
    Also, Abschied von unserem 2.Kind , Abschied vom Traum von einem biologischen Kind... Öffnung für ein noch ganz unbekanntes Kind, das vielleicht schon irgendwo auf uns wartet...
    Ich wünsche Dir und uns dass auf diesen neuen Wegen alles gut klappt!
    Viele Grüsse, Maria.

    Zech-Institut Pilsen,EZS 10/2008 negativ,
    KET 02/2009 negativ.
    Unica, Brünn:EZS 09/09 negativ,KET 26.11.09 positiv, 15.SSW missed abortion, Ausschabung

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 5. März 2010 um 09:42
    • #22

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Maria, liebe Biggi,

    zunächst einmal wie immer: Vielen Dank für die Antworten! Es ist ja so interessant, wie unterschiedlich die Regelungen im riesengroßen vereinten Europa sind...

    ... Antwerpen ist eine tolle Stadt... However: Gute Entscheidung, wenn ich das dazu sagen darf!
    Ganz bestimmt auch für uns, in unserem speziellen Fall!

    Eviva

  • Tamita
    8-Zeller
    Beiträge
    84
    • 6. März 2010 um 15:20
    • #23

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Maria, es tut mir so leid, was euch passiert ist. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, denn es gibt wenige Worte, die trösten.

    Liebe Eviva, ich kann es sehr gut nachvollziehen, wie es dir geht. Wir hatten 5 EZS.
    Wir möchten uns auch als Pflegeeltern bewerben, am 18.3. kommt die SA vom JA zu uns zu Besuch und wie sprechen darüber. Hier gibt es keine Infoabende - wie schade.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn ich mehr über euren Weg und Bewerbungsverfahren erfahre.

    Liebe Grüße
    Tamita

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 6. März 2010 um 18:17
    • #24

    Re: Zeit, aufzuhören

    Hallo Forum,

    wie schon geschrieben: Wer müssen erst die Entscheidung treffen, ob wir uns als Pflegeeltern bewerben werden - wenn ja, dann kann ich gern berichten, wie unser Weg weitergeht.

    Bin momentan sehr ausgelaugt nach den Zyklen und mit viel Arbeit beschäftigt. Habt Ihr auch lange gebraucht, um neben den seelischen Belastungen auch die ganzen Medikament wieder "los zu werden"?

    Eviva

  • glueck07
    Morula
    Beiträge
    570
    • 7. März 2010 um 13:08
    • #25

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Eviva, die ganze Behandlung kostet viel Kraft. Ich habe nach meinen Versuchen mit eigenen EZ 1 Jahr gebraucht, um wieder in die Spur zu kommen. Aber das wird wieder, gutes Essen, Sport und an die Luft gehen, nette Freunde treffen und mal aus Europa raus, das hat mir sehr geholfen. Ich war auch bei prof. Hilfe, die hat mir nicht viel gebracht, das war aber Pech. Viel Glück von Bourgon

    Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.
    Demokrit, griech. Philosoph

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 7. März 2010 um 16:29
    • #26

    Re: Zeit, aufzuhören

    Hallo Forum,

    ein Jahr also... Ja,kann ich mir vorstellen.

    ... Eviva

  • Aria
    Blastozyste
    Beiträge
    1.153
    • 7. März 2010 um 17:20
    • #27

    Re: Zeit, aufzuhören

    Oh mein Gott, Maria! Ich hab eben erst gelesen. Weiß jetzt garnicht, ob du schon woanders gepostet hast.
    Es tut mir so schrecklich leid. Ich habe deine Geschichte schon sehr lange verfolgt und mich irre für dich gefreut.
    Ich kann sehr sehr gut verstehen, dass du nicht mehr kannst. Den Weg mit dem Adoptivkind finde ich super.
    Habt ihr die Bewerbung schon länger laufen?
    IN DL könnten wir schon nicht mehr adoptieren, sind beide über 40.
    Ich drücke dir und auch den anderen Mädels, bei denen sich der Wunsch nach einem leiblichen Kind nicht einstellen will, ganz fest die Daumen.
    Diesen Ordner finde ich Spitze.
    Aria

    2 IVF
    4 EZS (+2xKryo)
    2 FG
    1 bioch. schwanger
    Unsere Kinder sind geboren! Was für ein Segen!

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 12. März 2010 um 09:09
    • #28

    Re: Zeit, aufzuhören

    Hallo Forum,

    so, die Entscheidung ist gefallen: Wir werden uns um die Aufnahme eines Pflegekindes bemühen. :)Irgendwer hat mir in den vergangenen Wochen geschrieben: "Euer Kind findet den Weg zu Euch" - so sehen wir das und wir freuen uns auf das Abenteuer - wenn es denn klappt. Nach den "Heils-Versprechen" der Kiwu-Kliniken bin ich sehr vorsichtig geworden mit meinen Erwartungen...

    Nun aber zum Prozedere, denn danach bin ich gefragt worden (meine Aussagen beziehen sich aber nur auf die Stadt, in der wir leben, das kann unterschiedlich geregelt sein, je nachdem, welche "Methode/ Strategie" die jeweilige Kommune verfolgt): Wir haben mit großem Spaß das Pflegekinder-Informationswochenende besucht, was ein Pflichtteil ist. Danach haben wir den Bewerbungsbogen ausgefüllt, nun steht als nächstes an das Beibringen der polizeilichen Führungszeugnisse sowie eines Attests, dass wir gesundheitlich in der Lage sind, ein Pflegekind zu betreuen. Und ein zweiseitiger Lebenslauf - den wir heute Abend mit großem Vergnügen schreiben wollen - in dem wir, jeder für sich, beschreiben sollen, wie wir als Kinder waren, warum wir uns als Pflegeeltern für geeignet halten etc.

    Die nächsten Schritte beschreibe ich dann, wenn es soweit ist.

    Eviva

  • glueck07
    Morula
    Beiträge
    570
    • 12. März 2010 um 09:44
    • #29

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Eviva,, es freut mich so, dass Ihr Plan B angeht, das hört sich alles sehr gut an. Bitte berichte weiter, ich bin ganz gespannt. Herzliche Grüße von Bourgon

    Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.
    Demokrit, griech. Philosoph

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 17. März 2010 um 09:55
    • #30

    Re: Zeit, aufzuhören

    Hallo Forum,

    gelegentlich lese ich natürlich auch in den anderen Ordnern - und es fällt mir richtig schwer, wenn ich von der Freude über neun punktierte Eizellen lesen, so war es auch bei uns... Und wie glücklich wir da waren und wie happy in Valencia genau in dem Moment... Nur so ein Gedanke! Gleichzeitig habe ich gestern eine "Frühchen"-Station besucht - wie wäre das gewesen, wenn es so gekommen wäre?! Alles ganz schrecklich emotional!

    Schön allerdings die Botschaft vom Jugendamt der Stadt in der wir leben, dass sie sich freuen, dass wir uns dazu entschlossen haben, ein Pflegekind aufzunehmen - der richtige Schritt in die richtige Richtung!

    Eviva

  • Chaosforscherin
    Morula
    Beiträge
    634
    • 29. März 2010 um 19:05
    • #31

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Eviva, liebe Maria,
    ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass euer Pflege/Adoptivkind bald zu euch findet. Ich möchte noch etwas zum Freundinnenthema sagen. Ich war mit einer sehr guten Freundin in der selben Woche schwanger bis ich dann eines Tages unser Baby verloren habe. Als ihr Baby dann geboren war und ich beide besucht habe, hab ich in dem Augenblick völlig vergessen, dass es auch meins sein könnte... Meine Freundin aber nicht, sie hat mir ihr Baby hingehalten und gesagt, ich weiß nicht, ob es dir mehr weh oder gut tut, wenn du es jetzt auf den Arm nimmst, aber es dir nicht anzubieten es zu tun, ist irgendwie auch nicht richtig. Ich hab das Baby in den Arm genommen und dann haben wir beide geweint...
    Du hast recht, man weiß selbst nicht, was in der jeweiligen Situation das richtige ist. Schon garnicht die Freundinnen. Aber ihre große Anteilnahme tut sehr sehr gut auf der Seele. Es ist, als würde man für ein Stückchen des zu gehenden Weges gestützt.
    Für mich sind Pflegeeltern etwas ganz großes! Sie schenken Kindern wieder Urvertrauen und bewältigen nebenher eine Menge Bürokratiekram.
    Alles Glück der Welt für euch, damit ihr es an eure Kinder weitergeben könnt.

    Liebe Grüße.
    Chaos+

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 30. März 2010 um 20:44
    • #32

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Chaosforscherin und andere Forums-Mitglieder,

    vielen Dank, dass Du gepostet hast - ich lese gerade ab und an über die glücklichen Schwangeren (alles Gute Dir) - manchmal tut mir das noch sehr weh! Bei meinen Freundinnen ist "das alles" übrigens kein Thema mehr -zu viele ander Dinge beschäftigen uns über die Tage und Wochen, Erkrankungen von Eltern, Arbeitslosigkeit... Für sie ist nun klar: Sie/ er/ die gehen auf ein Pflegekind zu - und das tun wir voller Freude und wiederum einer gewissen Unsicherheit: Klappt das?! Und wenn nicht...
    Anfang Mai führen wir das erste Gespräch mit dem Jugendamt, drei sind es insgesamt, darunter ein "Hausbesuch" - ich finde das überhaupt nicht zu viel, denn die Kinder sollen es gut haben, wirklich in eine "gute Familie" und in ein "gutes Umfeld" kommen. Die Spannung steigt also wieder...

    An Ostern wollen wir unseren Eltern ein bisschen von unserer Geschichte bis hierhin erzählen, auch darauf sind wir sehr gespannt...

    Eviva

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 30. März 2010 um 20:45
    • #33

    Re: Zeit, aufzuhören

    Nachtrag: Der Gedanke zum "Urvertrauen bewegt mich - und macht mich froh!

  • Chaosforscherin
    Morula
    Beiträge
    634
    • 31. März 2010 um 18:35
    • #34

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Eviva,
    die Termine mit dem Jugendamt müssen sein, das siehst du genau richtig. Ich meinte ein anderes Problem - dass du wegen jeder Impfung, Beantragung Krippenplatz etc. immer erst noch das Einverständnis der leiblichen Eltern einholen musst. Oft sind diese damit überfordert (umsonst kommen die Kinder ja nicht in eine Pflegefamilie). Ich kenne das jetzt nur aus einer Familie in unserem Freundeskreis, die ein Pflegekind haben. Aber ich sag dir, die sind trotzdem sehr sehr glücklich und die Kleine genießt es so von Mama und Papa umsorgt zu werden, ich glaube, Kinder spüren wer ihre richtigen Eltern sind. Ihnen ist egal, was in der Geburtsurkunde steht und dass die andere Frau, die sie gelegentlich sehen auch ihre mama ist. Was zählt ist Liebe, Geborgenheit, Nähe, wenn sie gebraucht wird und Glücklichsein.
    Und für Ostern hoffe ich auf gute Gespräche mit den Großeltern. Sie können stolz auf euch sein, dass ihr nicht aufgebt, dass ihr unbedingt das weitergeben möchtet, was sie in euch gepflanzt haben. Und wenn irgendwann mal schwierige Momente auftreten, dann denk dran, ohne euch, hätte das Kind keine Chance gehabt.

    Ich drück euch ganz fest die Daumen und lass uns an eurem Weg teilhaben. Wir sind gespannt, es ist irgendwie auch wie hibbeln...

    chaos+
    P.S. manchmal hat man skrupel hier zu schreiben, wenn unten der Schwangerschaftsticker läuft. Aber ich fühle mich insofern berufen, da ich selbst schon einmal einem Tschernobyl-Katastrophen-Kind dieses Urvertrauen wieder schenken konnte. Ein Junge, mittlerweile 25 jahre, kam als 8jähriger zu uns und hat zwei Jahre nicht gesprochen, obwohl wir in seiner Muttersprache mit ihm kommuniziert haben. Am anfang haben wir immer gedacht -ooch, warum haben wir nicht einen von den kommunikativen freundlichen kleinen Jungs bekommen...Irgendwann haben wir es geschafft ihm neue Hoffnung zu geben und heute ist er der einzige, der von den damals 40 ausgeflogenen Kindern übrig geblieben ist, die anderen sind verhungert, an Drogen und Alkohol gestorben, sitzen in Gefängnissen, gehen der Prostitution nach oder vagabundieren durch Russland.

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 13. April 2010 um 15:14
    • #35

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Chaosforscherin und alle anderen Leserinnen (es müssen einige sein, laut der Statistik! :-)),

    die Großeltern und Onkel in spe sind außer sich vor Freude - und es ist kein Thema, wieso kein eigenes Kind... Die ersten Gedanken waren in etwa so: "Wo bekommen wir denn bloss günstig ein Laufrad her?" Ausgesprochen in der Weise sicherlich auch die Freude, dass wir uns zutrauen, ein - fremdes - Kind in ähnlicher Weise zu erziehen, wie sie uns einst erzogen haben...

    Und es stimmt: Für uns ist es wie "Hibbeln", denn die Fragen sind auch hier ähnlich: Wird es ein Junge oder ein Mädchen, wie heißt es? Wie alt ist es? Und mit vielen ähnlichen Gedanken wie die schwangeren Paare beschäftigen wir uns natürlich auch, dazu gehören auch diese: Wie müssen wir unsere Wohnung umräumen? Lohnt sich jetzt die Anschaffung eines Trockners? ...

    Und dennoch immer wieder ein Stich im Herzenbei Meldungen zu glücklichen Schwangerschaften in/ aus dem IVI Valencia...

    Das bleibt wohl so, wie lange???

    Viele Grüße
    Meike

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 23. April 2010 um 09:45
    • #36

    Re: Zeit, aufzuhören

    Hallo Forum,

    nachdem die ersten Monate vergangen sind, hat sich auch die "Schockstarre" gelegt und rückt mehr und mehr in den Mittelpunkt das Akzeptieren der Tatsache, dass wir kein leibliches Kind werden bekommen können! Das schmerzt trotz aller Überlegungen zur Aufnahme eines Pflegekindes, Reisepläne etc. ungemein - und diese anderen Aktivitäten können und sollen diese Trauer auch gar nicht übertünchen! Und: Unser gewünschtes Pflege/-kind steht dann im Fokus, wenn es beginnt konkret zu werden, das ist bestimmt ähnlich einer Schwangerschaft, die dann allerdings u. U. sehr verkürzt sein wird. Zuvor darf und muss Raum haben: Unsere Trauer! Und die vergeht nicht, indem wir denken, dass schaffen wir dann an...

    Auch die vielen Termine, das u. U. gute Verhältnis in die KiWu-Klinik und das Lösen dieser Verbindung braucht Zeit - plötzlich ist da wieder Raum für Anderes.

    Wir lassen gerade los, versuchen zu akzeptieren... und stellen fest: Der Wunsch nach einer bestehenden Schwangerschaft war so riesig, dass wir vielleicht ganz vergessen hatten, was das Leben mit einem Kind bedeutet, wie es sein wird... Den Eindruck gewinne ich übrigens sehr stark beim Lesen vieler vieler Einträge z. B. im Bereich "Allgemeine Fragen". Es geht doch nicht nur darum, schwanger zu sein - oder?!

    Wie auch immer: Dieses Forum ist nicht länger der Ort für uns und das, wie wir die Zukunft anpacken wollen.

    Ich verabschiede mich hiermit endgütlig aus dem Forum und wünsche allen, für den ganz persönlichen Weg den sie gehen wollen, mit noch zahlreichen Versuchen oder dem Beenden des Weges, alles Gute!

    Eviva

  • Cathrin66
    Blastozyste
    Beiträge
    2.001
    • 23. April 2010 um 15:42
    • #37

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Eviva,

    ich wünsche euch alles, alles Gute. Passt schön auf euch auf und genießt, was immer euch begegnet.
    Ich wünsche dir so viel Glück wie du nur aushalten kannst. :D [Blockierte Grafik: http://www.cosgan.de/images/midi/liebe/h025.gif]

    [Blockierte Grafik: http://www.cosgan.de/images/smilie/tiere/g035.gif]Liebe Grüße von der Löwenmama mit ihrem Löwenrudel [Blockierte Grafik: http://www.cosgan.de/images/smilie/tiere/g035.gif] [Blockierte Grafik: http://www.cosgan.de/images/smilie/tiere/g035.gif]

  • cindy
    Eizelle
    Beiträge
    13
    • 14. August 2010 um 23:10
    • #38

    Re: Zeit, aufzuhören

    Hallo Eviva,

    habe Dir ganz am Anfang mal geschrieben bzgl. Pflegekind.
    Leider habe ich dann lange nicht mehr reingeschaut. Mit dem Abschied von der EZS
    habe ich mich auch ein bisschen von diesem Forum verabschiedet.
    Ich ärgere mich, nachdem ich alles gelesen habe, mich nicht wieder gemeldet zu haben.
    Dennoch freue ich mich, dass Ihr den richtigen Weg eingeschlagen habt. Denn der, einem armen Würmchen zu helfen und Euch für eine Pflegschaft zu entscheiden.

    Wir haben uns vor ca einem Jahr für ein Pflegekind entschieden (haben mit vielen Pflegeeltern gesprochen).

    Vor 3 Wochen kam unser großes Glück, ein 14 Monate altes Mädchen. Ich sage Dir...wir lieben sie bereits jetzt als wäre sie unser leibliches Kind. Und wir sind sehr froh, dass wir uns über EZS keine Gedanken mehr machen müssen.
    Diese Kinder sind sehr dankbar, kosten viel Kraft aber geben alles zurück. Nur Mut, es gibt so viele Kinderherzen die auf so tolle Eltern wie Euch warten ( dies schreibe ich an alle, die Abschied vom Kiwu nehmen)

    Liebe Eviva, wenn Du noch liest. Ich beantworte Dir jede Frage.
    Aber auch an alle anderen die sich für ein Pflegekind entscheiden. Schreibt mich bitte gerne an, wenn ihr Fragen habt.

    LG Cindy

  • Steinchen
    Eizelle
    Beiträge
    6
    • 15. August 2010 um 22:05
    • #39

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Cindy,
    auch mein Mann und ich haben uns schweren Herzens von einem eigenen Kind verabschiedet. Da wir für eine Adoption zu alt sind (43+45 Jahre), haben wir uns für ein Pflegekind entschieden.Denn ein Leben ohne Kinder kann ich mir nur schwer vorstellen.

    Die vom Jugendamt angeforderten Unterlagen haben wir bereits eingereicht und warten jetzt nur noch auch das Pflegeelternseminar.

    Wie lange hat es nach dem Seminar gedauert, bis ihr Eure Tochter bekommen habt? Welche Altersgrenze habt Ihr gesetzt?-14 Monate ist ja super! Wie und wo habt Ihr Eure Tochter kennengelernt?
    Wann hast Du Deine Arbeitskollegen davon unterrichtet? Gab es Probleme?

    Wie verlaufen die Treffen mit der Ursprungsfamilie?

    Unsere allergrößte Angst ist, dass wir unser Pflegekind irgendwann wieder hergeben müssen. Wie kommt Ihr damit klar? Verliert man diese Angst.

    Oh Mann sind das viele Fragen. Wir freuen uns schon auf Deine Antwort.

    Liebe Grüsse
    Steinchen und Mann

  • cindy
    Eizelle
    Beiträge
    13
    • 25. August 2010 um 23:11
    • #40

    Re: Zeit, aufzuhören

    Hallo Steinchen,

    wir haben die Altersgrenze bis 5 Jahre gesetzt, ist ziemlich hoch. Ihr solltet nicht älter als 2 Jahre angeben. Dann hat man noch eine gute Chance das Würmchen wieder hin zu kriegen...

    Wir haben, nachdem wir komplett geschult waren, ca 4 Monate gewartet. Das war sehr lange.
    Habe mich letztens mit einer Pflegemutter unterhalten , die haben ihr bereits nach 4 Tagen ein Kind angeboten.

    Ist auch ne echt süße. Überhaupt, bei den Treffen sind so niedliche Kinder, viele Mädchen und sooo süß.

    Die Angst verlierst Du ziemlich schnell, denkst schon nach ein paar Tagen dass es Dein Kind ist und kannst Dir nicht vorstellen dass man es Dir nochmal jemand weg nimmt. Passiert in der Regel auch fasst nie. Jedenfalls nicht bei unserem Jugendamt.

    Das erste Treffen mit der Kimu steht uns noch bevor. Habe ein bisschen Bammel, aber das schaffen wir schon.

    Tja Arbeitskollegen... es wussten nur wenige, schon gar nicht mein Cherf.
    Wir bekamen Mittwochs einen Anruf dass sie ein kleines Mädchen für uns hätten. Donnerstag morgen mussten wir uns entscheiden. Bin dann zur Arbeit gefahren, habe von da aus das Juamt angerufen und zugesagt und bin dann zu meinem Chef. Habe ihm gesagt das ich am nächsten Tag nicht mehr komme weil ich in Elternzeit gehe. Ja, der hat vielleicht doof geguckt.
    Von meinen Kollegen kam durchweg positives. Einige haben sogar geweint als ich die Geschichte der Kleinen erzählt habe. Sie haben mir sofort die Arbeit abgenommen und ich bin dann nach Hause. Nachmittags war die Kleine dann schon bei uns. Das Juamt hat sie gebracht.
    Wir hatten nichts. Vom Auto habe ich eine Freundin angerufen die dann in Windeseile alles besorgt hat, Nahrung, Pampers etc. Nach 2 Tagen hatte ich die Hütte voll mit Kinderklamotten. Es haben uns so viele Leute unterstützt, echt wahnsinn.

    Wenn Du mehr wissen willst schreibe eine PN. Komme leider nicht mehr so häufig zum gucken und schreiben. Es gibt jetzt WICHTIGERES!!!

    Liebe Eviva, melde mich bei Dir auch noch diese Woche.

    LG Cindy

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