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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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  3. Abschied vom Kinderwunsch

Zeit, aufzuhören

  • Eviva
  • 5. Februar 2010 um 08:48
  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 5. Februar 2010 um 08:48
    • #1

    Liebe Forums-Mitglieder,

    überhaupt zum ersten Mal schreibe ich in einem Internet-Forum, ich hätte auch das nie gedacht, ebenso wenig, wie sehr mich das Thema "Kinderwunsch" einmal beschäftigen würde.Gestern haben mein Mann und ich erfahren, dass es auch mit einer Eizellspende nicht möglich war, unseren großen Wunsch zu erfüllen. Wir waren im IVI Valencia -dort mit allem sehr zufrieden, wir werden auch unsere beiden Aufenthalte in sehr guter Erinnerung behalten - einen zweiten Anlauf dort können wir uns nicht leisten - und wir wollen zudem jetzt auch ganz bewusst einen Schlussstrich ziehen - aber das ist so verdammt schwer! Wir sind 40 bzw. 44 Jahre alt und viele Alternativen, Pflegschaft oder Adoption, gibt es wahrscheinlich auch nicht - abgesehen von den emotionalen Auf- und Ab's - wenn auch das dann nicht geht...

    Die Beiträge der anderen sind für mich hilfreich - wir denken jetzt auch erstmal an eine Reise nach N.Y. - und die Patenkinder und Freundes-Kinder, die man vielleicht auch lieben kann/ darf?

    Ich bleibe wohl erstmal als Leserin "bei der Stange"

    Eviva

  • glueck07
    Morula
    Beiträge
    570
    • 5. Februar 2010 um 10:05
    • #2

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Eviva, Es tut mir leid, dass es in Valencia nicht geklappt hat. Seid nicht traurig, Ihr seid noch in einem guten Alter, um es in 1 oder 2 Jahren noch mal zu probieren. Machte erst mal Urlaub, Kopf auslüften, dann kommen ganz neue Ideen, NYC ist der beste Ort dazu. Wird werden. Herzliche Grüße von G07

    Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.
    Demokrit, griech. Philosoph

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 5. Februar 2010 um 10:25
    • #3

    Re: Zeit, aufzuhören

    Vielen Dank für die nette Antwort! Ich glaube kaum, dass ich meinen Mann noch einmal dazu bewegen könnte - und vor allen Dingen weiss ich auch nicht, ob ich es noch einmal schaffen würde...

    Eine sehr gute Freundin hat mir zu Beginn geraten - klar, dass man das zu dem Zeitpunkt nicht hören möchte - bedenke die ganzen Emotionen und die damit verbundenen Belastungen - wie recht sie hat, selbst kinderlos, einfach zu sagen: Okay, denn "Zirkus" tue ich mir nicht an, wenn es nicht sein soll, dann auch gut, ich kann ja nichts vermissen, was ich nicht habe???!!!

    Eviva

  • bijou_79
    8-Zeller
    Beiträge
    83
    • 5. Februar 2010 um 16:12
    • #4

    Re: Zeit, aufzuhören

    liebe eviva,

    es tut mir sehr leid, daß der wunsch nach einem kind für euch (noch) nicht in erfüllung ging.

    ich kann mir gut vorstellen, wie schwer es sein muß, einen schlußstrich zu ziehen und empfinde tiefen respekt, daß ihr diese entscheidung getroffen habt.

    vielleicht hilft euch etwas abstand zu dem "zirkus", um noch mal den mut zu finden, einen versuch zu wagen.

    auch mein urmelchen wollte erst zu mir kommen, als ich nur noch meine kryos abholen wollte, um dann erst mal mit dem thema abzuschließen.
    zu schwer lagen die negativen versuche auf meiner seele. und dann geschah doch noch ein kleines wunder.... :)

    lg,
    fortuna

    1. EZS 05/08 Negativ
    2. EZS 08/08 Negativ
    3. EZS (Kryo) 10/08 POSITIV :)

    Es gingen eine ganze Weile, vier große Füße ganz alleine.
    Nun gehen Schritt für Schritt, zwei winzig kleine Füße mit.

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 5. Februar 2010 um 18:25
    • #5

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Forums-Mitglieder,

    vielen Dank für die positiven Rückmeldungen. Doch das vielleicht noch zu meiner/ unserer Geschichte:
    1. ICSI-Zyklus, negativ (nach Transfer eigener EZ)
    2. ICSI-Zyklus, negativ (kein Transfer, da nur eine einzige EZ gewonnen werden konnte, das erste Mal Kenntnis vom "Anti-Müller-Hormon"
    3. EZ-Spende, negativ, keine Kryos...

    Eviva

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 6. Februar 2010 um 13:43
    • #6

    Re: Zeit, aufzuhören

    Nach einem schier endlosen langen ersten Tag nach der negativen Nachricht und einer zweiten schlaflosen und tränenreichen Nacht merke ich, dass ich scheins doch noch lebe: Ich freue mich darauf, meine in Valencia gekauften Schuhe zu tragen (sollte es jemals Frühling werden) und aus meinem neuen französischen Kochbuch zu kochen.

    Was ich mir aber noch nicht vorstellen kann ist anderen, z, B. gegenüber unseren Familien, zu sagen, wir sind ein kinderloses Paar, wir haben es uns auch anders gewünscht, sehr sogar, wir haben dafür sogar eine Eizellspende gewagt, viel Geld in die Hand genommen - also seid achtsam mit uns? Und die Bilder, die ich im Kopf habe, wie es wäre, wenn, ganz zu schweigen, von meinem alten Baby-Handtuch mit Käferchen und Kapuze, das ich natürlich für ein eigenes kleines Mädchen aufbewahrt habe...

    Wo wird die Schere zu vielleicht einigen unserer Freunden auseinander gehen?

    Eine kinderlose Frau, gerade mal 40, uralt
    Eviva

  • Hope66
    Morula
    Beiträge
    432
    • 6. Februar 2010 um 14:00
    • #7

    Re: Zeit, aufzuhören

    Hallo Eviva,

    es tut mir sehr leid, daß ihr keine Erfolg hattet. Ich finde es auch sehr schwer zu sagen wann Schluß ist. Auf der einen Seite steht natürlich der finanzielle Aspekt und auf der anderen Seite der emotionale. Ein negatives Ergebnis ist immer furchtbar, haben wir glaube ich alle hinter uns. Wir hatten uns auch gesagt einen Versuch mit einer EZP machen wir noch und dann ist Schluß. Mein Mann sagte, wir werden nicht unser ganzes Geld in den KiWu stecken, aber mit ins Grab nehmen kann man es auch nicht; ich habe mich immer gefragt wofür ich denn dann arbeite, wenn am Ende keiner da ist, der was davon hat. Naja vielleicht entscheidet ihr euch doch noch für einen weiteren Versuch.

    Gruß Hope

    KiWu seit 2003
    7 x IVF, 1 x Kryo eigene EZ in D
    2 x MA, 1 x biochem.SS
    1.EZS pos
    2 x Kroy neg.
    [url=http://www.wunschkinder.net][Blockierte Grafik: http://www.wunschkinder.net/forum/ticker/tick/31/07/2010/45/13//0/0/0/102.png]

  • cindy
    Eizelle
    Beiträge
    13
    • 6. Februar 2010 um 23:47
    • #8

    Re: Zeit, aufzuhören

    Hallo Eviva,

    bitte entscheidet Euch nicht so schnell gegen "Eltern sein". Es gibt viel zu wenig Paare die sich für Kinder entscheiden. Es gibt doch andere Möglichkeiten. Wir (42+44) haben uns nach 2 Versuchen neg. für eine Adoption bzw. Pflegschaft beim hiesigen Jugendamt beworben. Die Chancen sind gar nicht schlecht Pflegeeltern zu werden. Bitte nicht abschrecken, die Pflegekinder bleiben meist zu 95 % in den Pflegefamilien, die meisten können nach einem gewissen Zeitraum auch adoptieren. Seitdem wir uns mit diesem Thema beschäftigen, haben wir viele Paare kennen gelernt, wo das Pflegekind dauerhaft in der Familie bleibt. Wenn Du mehr zu dem Thema wissen möchtest, melde Dich einfach.

    Liebe Grüße Cindy

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 7. Februar 2010 um 10:11
    • #9

    Re: Zeit, aufzuhören

    Hallo Cindy,

    vielen Dank für Deine nette - und auch andere -Antwort! Bitte die anderen Teilnehmer nicht beleidigt sein, aber ich glaube, von den "Versuchen" sind wir einfach weg. Wir machen in zwei Wochen das Informationswochenende des hiesigen Jugendamtes zum Thema "Pflegschaft" mit (angeregt durch den Beitrag in der ZDF-Reihe 37 Grad zum Thema "Wann soll das Jugendamt einschreiten?" und zwei risengroßen süßen Babyaugen, zusätzlich noch bei der Gyn. das entsprechende Infoblatt der Stadt dazu gefunden). Nächstes Wochenende wollen wir uns über das Thema "Auslandsadoption" informieren. Es soll einfach nur nicht so sein, dass das eine Thema - das man durch"-leiden" muss, wie ich/ wir finden - sofort mit einer Alternative gedeckelt wird. Denn, nur dann kann einem Ende auch ein Anfang innewohnen.

    Schreib' mir doch eine Nachricht, wenn Du magst, wo Du vielleicht den "Stand des Verfahrens" schilderst.

    Eviva

  • Marana
    Morula
    Beiträge
    370
    • 8. Februar 2010 um 16:41
    • #10

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Eviva,

    uns steht auch der letzte Versuch bevor – und wenn der nicht klappt, dann beenden wir das Thema. Von daher kann ich dich gut verstehen. Wenn man fühlt, dass es anfängt belastend zu werden, dann ist es meines Erachtens „gesund“ an der Situation etwas zu ändern. Abschied ist auch die Chance für einen Neubeginn. Eine Adoption kann bestimmt ein eigenes Kind ersetzen und wir sind als „Eizellempfängerinnen“ ja eh schon von dem Trieb unsere eigenen Gene weiter zu geben abgerückt. Liebe weiter zu geben und zu empfangen– ich glaube das ist es, was uns am meisten fehlt. Und woher das Kind kommt – meine Güte, irgendwie ist das doch egal, oder?

    Wir geben unsere Liebe derzeit an unseren kleinen Neffen (21 Monate) weiter – er ist richtig drollig und wir genießen die Zeit mit ihm. Demnächst kommt noch ein Brüderchen und die Eltern (meine Schwägerin und Schwager) freuen sich über Entlastung. In Zeiten wo Großeltern Mangelware sind, rücken eben wir Geschwister enger zusammen. Irgendwie auch eine gute Lösung. Und sollten wir doch noch Eltern werden, passt es auch.

    Ich drücke dich und wünsche dir/ euch alles Liebe und Gute und natürlich viel Erfolg auf eurem Weg!

    Marana

    [Blockierte Grafik: http://lb1m.lilypie.com/Po9Kp2.png]
    4 x IVF in Deutschl. neg.
    4 x EZS AVA-Peter 2009 - 2010: 3x neg. u. 1x pos. (Kryos) - FG 4. Wo.
    1x EMS frisch Sep. 2014 ivf-spain neg.
    1x EMS Kryos Nov. 2014 ivf-spain positiv

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 9. Februar 2010 um 07:43
    • #11

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Marana,

    vielen Dank für Deinen Eintrag in das Forum. Wieder ein Mutmacher, in dem Sinne, dass es andere Wege gibt, mit Kindern, wenn auch ohne eigene Kinder, Zeit zu verbringen, zu (er-)leben. Ich/ wir drücken Euch dennoch ganz fest die Daumen!
    Was jetzt in diesen Tagen so schlimm ist und so schwer fällt, ist es, zu akzeptieren, einer unveränderlichen Tatsache ins Auge zu sehen - und das Absetzen der Medikamente tut ein übriges! Was tut man sich mit diesen eigentlich an?
    Ich kann z. B. gerade nur Einschlafen, wenn mein Mann mir ein Kapitel aus meinem aktuellen Buch vorliest, unter Tränen...
    Wir denken gerade über ein Abschieds-Ritual für ein gewolltes, nie geborenes Kind nach...
    Das beschäftigt in diesen Tagen.
    Eviva

  • glueck07
    Morula
    Beiträge
    570
    • 9. Februar 2010 um 09:29
    • #12

    Re: Zeit, aufzuhören

    Lieb Eviva, es schmerzt mich, wenn ich Deine Zeilen lesen, mir kommen die Tränen, kann ich ( vielleicht ) erahnen, welchen Schmerz Du ( IHr als Paar) gerade durchmacht. Gut, dass Ihr Euch beide habt und diesen schwierigen Weg alleine durchsteht. Als ich nach unzähligen hormonellen Behandlungen körperlich und psychisch so am Ende war, dass ich nicht mehr schlafen konnte, bin ich losgelaufen, unzählige Strassen abgelaufen, es war immer so von 2 bis 5 Uhr morgens, danach habe ich etwas Ruhe gefunden. Bitte nehmt Euch Zeit, keiner drängt Euch. Auch der Abschied vom jetzigen Baby muß nicht das Ende von Kindern sein. Macht Euch schlau, rennt zu Ado_treffen, telefoniert mit dem Jugendamt, es gibt so viele traurige Kinderherzen für die Ihr ein großes Glück seid. Der Begriff Pflegekind ist eigentlich falsch, denn wenn Ihr eine Familie seid, bleibt Ihr auch zusammen. Bitte nehmt Eurer Schicksal nicht so schwer, es gibt immer noch Plan B und C und wer weiß, was das Leben noch für wunderschöne Dinge für Euch bereit hält, Ihr seid noch jung, blickt nach vorn ! Eure Bourgon

    Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.
    Demokrit, griech. Philosoph

  • Wannabe
    Gast
    • 9. Februar 2010 um 09:55
    • #13

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Eviva,

    Ihr werdet Euren Weg schon finden, mit oder ohne Kind.
    Falls der Wunsch, Eltern zu sein, bei Euch beiden groß genug ist, würde ich auch zu einer Adoption raten. Ein Kind aufziehen, DAS IST ELTERNSCHAFT!
    Lass uns wissen, wie Euer Weg weitergeht.
    Ganz viel Kraft!

    Wanna

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 9. Februar 2010 um 20:41
    • #14

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Forums-Mitglieder,

    ich bin überrascht, wie rege Eure Anteilnahme ist, Danke!
    Ich funktioniere nur, dass ich lebe, habe ich heute beim Genuss eines Eisbechers (bei den Temperaturen vollkommen verrückt!!!) wahrgenommen. Ich merke, wie sehr ich aufpassen muss, dass meine Arbeit nicht unter der Situation leidet, wie froh ich darüber bin, dass es in meinen/ unserem Bekanntenkreis Menschen gibt, die nichts von unserem Kinderwunsch-Weg wissen, weil sie ungezwungen im Umgang sind - wie sehr mir meine Freundinnen aber auch fehlen, die ich mich aber gleichzeitg nicht traue anzurufen, weil ich Angst habe, wieder zu weinen...
    Ich habe das Gefühl, ich trauere um einen Menschen, von dem nur wenige Eingeweihte wissen, ich stelle mir ein kleines Mädchen vor, mein Mann auch, und jetzt, knapp eine Woche nach dem Wissen darum, dass es dieses Mädchen so nicht geben wird, nur in unseren Herzen, brauche ich/ brauchen wir Abschieds-Rituale - ich fürchte mich vor dem Wochenende, gleichzeitg sehne ich es herbei, weil ich mir eine Entlastung erhoffe. Trauer, Traurigkeit.
    Wenn ich weiss, wie es weitergeht, schreibe ich weiter. Ist das ganze Thema mit dem Kinderwunsch, bzw. den Möglichkeiten der Reproduktions-Medizin nicht auch ein Thema mit hohem Suchtfaktor - immer ein Versprechen, dass es so noch klappen könnte...?!!!

    ... heute hat mir eine Bekannte erzählt, dass sie sich ein Segelboot gekauft hat... Irgendwie auch anders, ...??!!!

    Eviva

  • grador
    Gast
    • 10. Februar 2010 um 18:26
    • #15

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Eviva,

    ich glaube im Forum versteht jede Frau Deine Gedanken und Gefühle. Denn wenn es wieder und wieder nicht klappt, dann muss man irgendwann damit abschließen ein Kind zu bekommen. Aber die Alternative mit einer Adoption finde ich auch nicht schlecht. Mein Mann macht aber bei diesem Thema total dicht. Na ja Männer können sich wohl nur auf eine Sache konzentrieren. Wir versuchen es nach 3 ICSI´s mit einer EZ-Spende. Wenn dieser Versuch + Kryo nicht funktioniert, dann ist bei uns auch erstmal Schluss. :(

    Die finanzielle Belastung ist groß und die seelische noch mehr. Mir fällt es immer schwerer mit Freunden darüber zu reden, da alle Kinder haben. Es meinen alle ja nur gut. :o

    Schön, dass jetzt bei Dir ein Urlaub ansteht. Sieh nach vorn!

    LG grador

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 10. Februar 2010 um 20:14
    • #16

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Grador und liebe weitere andere Forums-Mitglieder,
    die Ihr mir heute eine E-Mail geschickt habt, Danke dafür! Es tut mir gut, jede Zeile von Euch zu lesen und die vielen interessanten Vorschläge und Ideen zu durchdenken und vielleicht auch aufzugreifen. Besonders wichtig finde ich heute: "Die anderen meinen es nur gut!" Ich selbst wusste heute nur für wenige Minuten, was mit gut tut - wie sollen/ können es da andere wissen? Aber zu hart ins Gericht gehen will ich auch nicht, denn man selbst ist in vielen Situationen ja selbst oft auch so hilflos...
    Ich wünsch wirklich allen von Euch, die noch beim Thema, sind viel Glück und alles Gute!
    Ein ganz kleines bißchen besser fühle ich mich heute Abend, die Vorstellung eines kleinen Pflegekindes, der Gedanke daran, hatte heute wieder etwas Positives - zwischendurch wollten wir auch einmal nur darauf setzen, dass IVI Valencia schien unendlich weit weg - das ist für mich ein erster wichtiger Schritt - vielleicht kommt ja doch noch das zu uns, was für uns geplant war..?!
    Morgen haben wir das Abschlussgespräch im Kinderwunschzentrum - auch eine Zäsur, ich bin gespannt. Heute war ich wütend darauf, so wütend, auch ein Zeichen von Leben!
    Ich grüße Euch alle herlich
    Eviva

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 11. Februar 2010 um 20:06
    • #17

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Forums-Mitglieder,

    bester Tag seit einer Woche! Wir waren beim Abschlußgespräch im Kinderwunschzentrum und die Botschaft: Ihr habt alles richtig gemacht, Ihr habt alles getan, es gibt keinen Grund für Vorwürfe, das war wirklich gut, eine riesengroße Entlastung, ein wichtiger Schritt im Prozess des Akzeptierens und Loslassens. Unsere Empfehlung: Unbedingt machen!
    Es grüßt, ein wenig froher als an den vergangenen Abenden!

    Eviva

  • Malo
    Morula
    Beiträge
    215
    • 18. Februar 2010 um 18:36
    • #18

    Re: Zeit, aufzuhören

    Hallo Eviva,

    "Hut ab" für Euren Mut zum Aufhören !!!

    Ich wünsche Dir und Euch alles Gute auf Eurem weiteren Weg hin zum (Pflege-/Adoptiv-/Von-Freunden-geliehenes-) Kind !!!

    Viele Grüsse, Maria.

    Zech-Institut Pilsen,EZS 10/2008 negativ,
    KET 02/2009 negativ.
    Unica, Brünn:EZS 09/09 negativ,KET 26.11.09 positiv, 15.SSW missed abortion, Ausschabung

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 19. Februar 2010 um 12:51
    • #19

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Maria/Malo, liebe andere Forums-Mitglieder,

    "Mut aufzuhören" - ja genau!!! Ich weiss nicht, aber ich finde es mittlerweile wahnsinnig, dass das Ganze so einen, ja fast "Suchtcharakter" hat, wo ich mittlerweile auch das Gefühl habe, da man selbst emotional so extrem auf alles reagiert (und Grenzen überwindet, freiwillig z. B. eine Vollnarkose oder mehrere in Kauf nimmt), ganz schön leicht zu steuern ist (z. B. im Austausch zwischen/ mit den Zentren nur immer so "halb" die Wahrheit gesagt wird, mein Kenntinsstand jetzt, im Sinne, ach nicht nur die ollen Eizellen, jetzt auch das Sperma??!!), zum nächsten Schritt, zum nächsten... Embryonenspende???!!! Wann hört man auf? Ich habe diese Woche auch kurz gedacht, ja Mensch, die Embryonenspende - aber halt, nein!!! Mutig finde ich uns alle übrigens auch, dass wir die Medikation auf uns nehmen, viel mutiger vielleicht, als aufzuhören, wenn man an mögliche Folgen denkt...

    Unser KiWu-Artz hatte bestimmt Recht, als er zu uns sagte: Nehmen Sie Abschied, hinterfragen Sie nichts, Sie haben alles gemacht - ja, aber das letzte Körnchen Wahrheit hat er nicht erzählt, z. B., dass das Sperma auch ein Problem sein könnte, wenn wir es gewusst hätten, wir wären ganz bestimmt mit einer anderen Erwartungshaltung gefahren... Und es hätte uns vielleicht nicht so hart getroffen. Davon bin ich überzeugt!

    Die Woche war schon viel besser als die vergangene, gestern konnte ich für ein neugeborenes Mädchen aus unserer Nachbarschaft ganz cool ein kleines Geschenk kaufen, vor dem Besuch einer Freundin mit ihrem einjährigen Sohn heute am nachmittag habe ich Bammel.
    Das wird noch weiter so auf-und-ab-gehen. ... Trotzdem wünschte ich mich vier Wochen weiter... Der Schmerz vielleicht noch ein bisschen weniger...

    Bei der Arbeit konnte ich mich auch wieder viel besser konzentrieren...

    Ganz schön lang geworden, noch eine kurze gute Erfahrung: Wir haben am vergangenen Samstag mit einem Brief Abscheid von "unserer India" genommen, haben ihr alles gesagt und geschrieben und den Brief an einem sehr schönen Ort in der Stadt in der wir leben abgelegt - das war schön und schrecklich zugleich - für uns aber sehr hilfreich!

    Eure Eviva

  • Eviva
    2-Zeller
    Beiträge
    35
    • 4. März 2010 um 09:23
    • #20

    Re: Zeit, aufzuhören

    Liebe Maria/ Malo, liebe andere Forums-Mitglieder,

    alles was ich in den letzten Tagen so gelesen habe, tut mir sehr leid. Ich komme mehr und mehr zu dem Schluss, dass der "Suchtcharakter" der sich hinter unseren zahllosen Versuchen verbirgt, nicht gut ist. Aber es ist jedermanns eigene Entscheidung, aufzuhören.

    Wir haben am letzten Wochenende ein Pflegekinder-Informationswochenende besucht und sind seither begeistert und überaus positiv gestimmt. Einmal wollen wir uns noch kritisch prüfen, ob wir wirklich unser komfortables "Doppeltes-Einkommen-Leben" aufgeben wollen (aber so scheint es zu sein) und dann werden wir auf das Thema "Pflegekind" zugehen. Ein bißchen Egoismus ist dabei, nicht zuletzt, weil wir erst ab Juli aktiv sein wollen, im Juni steht N.Y. auf dem Plan...

    Das soll Euch Mut machen für Optionen!

    Eviva

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