Re: schwangerenforum ?
Liebe Hope,
ich bin altersmäßig sehr in Deiner Nähe. Ich war in der Pränatladiagnostik der hiesigen Uniklinik. Die Ärzte dort machen das immer im 4-Augen-Prinzip. Eine Ärztin macht den Schall, dann kommt Oberärztin oder Prof. (DEGUM 3) und alle relevanten Werte werden überprüft. Letzlich wurden meine Ergebnisse in ein Software-Programm eingegeben und es erfolgt der Auswurf der verschiedenen Trisomie-Risiken.
So wie sich Dein US-Ergebnis ließt, wurde auch m.E. (so wie kleiner Löwe sagt) bei den Blutwerten mit Deinem Alter gerechnet.
Kommen wir zu einer zweiten Wahrheit der Pränataldiagnostik. Mittlerweile wurden Ärzte verklagt, weil diese eine Behinderung des Kindes trotz Feinultraschall nicht erkannt haben. Die Eltern haben so nicht von ihrem Recht einer Abtreibung/Fetozid gebrauch machen können.
Was passiert wenn Du weißt, dass Dein Kind eine Trisomie haben wird. Du kannst Dich auf die Krankheit vorbereiten, aber Dir werden auch viel Ärzte begenen, die Dir zum Fetozid raten. Es ist mehr als pervers, dass in Deutschland eine befruchtete Eizelle nicht auf Anomalien untersucht werden darf -keine PID!, aber im Mutterleib zum Leben erweckt, darf noch nach der 20. SSW (in Teile wohl sogar bis zur 38. SSW) abgetrieben werden.
Und jetzt das Gute! In den seltensten Fällen, bestätigen sich die Trisomie-Verdachtsfälle. Es sind Wahrscheinlichkeitsrechnungen auf zurückliegende US-Ergebnisse, die in der überwiegende Zahl nur von älteren Schwangerer durchgeführt werden. Ich weiß gar nicht, ob das nicht sogar nur bei älteren und Risikoschwangeren von der Krankenkasse übernommen wird. Ein Risiko von 1:600 sind 0,16 %, selbst der optisch hohe Wert von 1:49 entspricht nur 2 %. Das Fehlgeburtsrisiko mit 1:200 entspricht demnach 0,5 %. Was nicht bekannt ist, wieviel Kinder durch die invasive Untersuchung verletzt werden. Medizinische Möglichkeiten können auch ein Fluch sein, der dazu führt, dass Frauen die Schwangerschaft nicht mehr genießen.