Hallo Ihr Lieben,
ich habe diesmal ein etwas hakligeres Thema:
Ich schaue ab und zu mal ins gästebuch hinein und habe bei meinem letzten Besuch gestern einen Eintrag gefunden, der mich persönlich bestürzt hat.
Es wird eine Eizellspenderin gesucht, die blond und schlank ist. Das ist okay, alle Eizellspenderinnen sollen ja gematcht werden.
Aber mich machte die nächste Bitte nachdenklich: Bitte Abitur oder Studium.
Mich hat dieses Merkmal bestürzt, weil ich persönlich (nur meine Meinung) eben finde, das dieses gerade das ist, was die Eizellenspende nicht sollte: Auswahl sein.
Ich weiß natürlich,daß auch ich mir eine intelligente Eizellspenderin wünsche und auch Angst habe, daß sie das nicht wäre. Aber ich bin sehr froh, daß hier in Europa nur anonyme Spenden (Ausnahme Familienkreis) möglich sind und ich mich diesem moralischem Dilemma nicht so sehr stellen muß; eigentlich nur in der Frage: USA oder Europa. Und die USA haben mich mit ihren Katalogen mit teilweise inquisitorischen Angaben der Spenderinnen ziemlich abgeschreckt. Ich meine, wenn ich eine Blutspende oder Nierenspende oder was auch immer bekomme: Selbst die Hormone für IVF sind teilweise organisch hergestellt aus dem Urin von Frauen in den Wechseljahren, frage ich nicht nach dem Vorleben de(s)r Spender(s)/in.
Wie geht es Euch damit? Bin ich da hypersensibel? Ich habe nur etwas Angst, daß durch solche Anfragen eine Eizellspende hier in Dtld. durch die neue Ethikkommission vielleicht gleich abgelehnt würde.
Liebe Grüße (und zerreisst mich hoffentlich nicht in der Luft :smile:
Sarah