Re: Aufklärung EZS
Liebe Anne,
ich find´s großartig, dass sich mit Dir hier mal eine Vertreterin jener Kinder zu Wort meldet, um deren Wohl wir uns sorgen.
[size=10pt][size=10pt]DANKE!! [/size][/size]
ZitatAlle "Kinder" werden ja schließlich irgendwann erwachsen und dann ist Nicht-Aufgeklärtsein ganz schlicht eine Bevormundung durch die Eltern, die sich das Recht herausnehmen, einfach zu entscheiden, was ihr "Kind" über sich selbst wissen darf und was nicht.
Damit deutest Du an, dass das von einigen hier vorgebrachte Argument, es ihren Kindern "nicht zumuten" zu wollen, um ihre "Entstehung" zu wissen, aber gleichzeitig den/die Spender/in nicht kennen lernen zu können, zu vernachlässigen ist?!?
Bist Du ein Kind aus "anonymer" Samenspende? (In Deinen letzten Zeilen liest es sich so...)
Wenn ja: Wie "fühlt" sich das für Dich an?
Würdest Du den Spender gern kennen lernen?
Welche "Position" nimmt der Spender aus Deiner Sicht für Deine Identifikation, Deine persönliche Geschichte ein?
Tauscht Du Dich mit anderen, auch mit Nichtbetroffenen wie Partner, Freunde etc., über Deine DI-Zeugung aus oder ist es "nur meins"?
Hast Du Dich mit Deinem Wissen jemals als "anders" und/oder ausgegrenzt empfunden?
Hier schrieb mal eine Forumsteilnehmerin, sie wolle es ihren Kindern (anonyme Embryoadoption) auf keinen Fall sagen, weil sie der Meinung ist, sie könne ihren Kindern ja wohl kaum zumuten, zu erfahren, dass sie "Abfallprodukte" seien. Wie denkst Du über diese Sichtweise?
Was empfindest Du, wenn Du das hier liest:
"Embryonenspende kann auch dadurch entstehen, dass gespendete Eizellen mit Spendersamen befruchtet werden."
Kann da eine Aufklärung nicht eher zu "Komplikationen" führen, weil es ja nicht etwa "Abfallprodukte" sind (was für ein schrecklicher Begriff, aber spiegelt vielleicht auch die persönliche Einschätzung der hiesigen Urheberin wider.... und das wiederum erklärt natürlich sehr deutlich und erschreckend ihre Entscheidung für´s "Nicht sagen"!!), sondern es sich extra aus anonymen Spenden "vorproduzierte" Embryonen handelt?
Also nicht etwa überzählige Embryonen aus vorangegangenen Behandlungszyklen anderer Paare, die nach erfolgreicher Behandlung ihrer Unfruchtbarkeit ihre "Eisbärchen" zur Adoption freigeben, sondern schon mal "auf Halde" erzeugte Embryonen "intelligenter, attraktiver, gesunder" Spender, die ungefähr dem durchschnittlichen mitteleuropäischem Phenotypus entsprechen - "standby zur Abholung", preisgünstiger als EZS.
Auch hier bin ich persönlich PRO Aufklärung. Diese Kinder gibt es ja. Hast Du einen Tipp für deren Eltern, wie sie das am Besten machen können?
Für viele KiWu-Paare sind tatsächlich manchmal die Kosten ausschlaggebend...
Hoppla, reichlich Fragen... Eigentlich wollte ich ja nur 2 stellen.... Sorry.
Aber die "Versuchung" ist einfach zu groß. ![]()
Ich bin sehr gespannt auf Deine Antwort(en).
frowlein