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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
  2. Psychische Aspekte
  3. Aufklärung der Kinder - OFFENER BEREICH

Aufklärung EZS

  • frowlein
  • 7. Oktober 2009 um 12:05
  • frowlein
    Blastozyste
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    714
    • 1. November 2009 um 11:17
    • #41

    Re: Aufklärung EZS

    Liebe Anne,

    ich find´s großartig, dass sich mit Dir hier mal eine Vertreterin jener Kinder zu Wort meldet, um deren Wohl wir uns sorgen.

    [size=10pt][size=10pt]DANKE!! [/size][/size]

    Zitat

    Alle "Kinder" werden ja schließlich irgendwann erwachsen und dann ist Nicht-Aufgeklärtsein ganz schlicht eine Bevormundung durch die Eltern, die sich das Recht herausnehmen, einfach zu entscheiden, was ihr "Kind" über sich selbst wissen darf und was nicht.

    Damit deutest Du an, dass das von einigen hier vorgebrachte Argument, es ihren Kindern "nicht zumuten" zu wollen, um ihre "Entstehung" zu wissen, aber gleichzeitig den/die Spender/in nicht kennen lernen zu können, zu vernachlässigen ist?!?

    Bist Du ein Kind aus "anonymer" Samenspende? (In Deinen letzten Zeilen liest es sich so...)
    Wenn ja: Wie "fühlt" sich das für Dich an?

    Würdest Du den Spender gern kennen lernen?
    Welche "Position" nimmt der Spender aus Deiner Sicht für Deine Identifikation, Deine persönliche Geschichte ein?

    Tauscht Du Dich mit anderen, auch mit Nichtbetroffenen wie Partner, Freunde etc., über Deine DI-Zeugung aus oder ist es "nur meins"?

    Hast Du Dich mit Deinem Wissen jemals als "anders" und/oder ausgegrenzt empfunden?

    Hier schrieb mal eine Forumsteilnehmerin, sie wolle es ihren Kindern (anonyme Embryoadoption) auf keinen Fall sagen, weil sie der Meinung ist, sie könne ihren Kindern ja wohl kaum zumuten, zu erfahren, dass sie "Abfallprodukte" seien. Wie denkst Du über diese Sichtweise?

    Was empfindest Du, wenn Du das hier liest:
    "Embryonenspende kann auch dadurch entstehen, dass gespendete Eizellen mit Spendersamen befruchtet werden."

    Kann da eine Aufklärung nicht eher zu "Komplikationen" führen, weil es ja nicht etwa "Abfallprodukte" sind (was für ein schrecklicher Begriff, aber spiegelt vielleicht auch die persönliche Einschätzung der hiesigen Urheberin wider.... und das wiederum erklärt natürlich sehr deutlich und erschreckend ihre Entscheidung für´s "Nicht sagen"!!), sondern es sich extra aus anonymen Spenden "vorproduzierte" Embryonen handelt?
    Also nicht etwa überzählige Embryonen aus vorangegangenen Behandlungszyklen anderer Paare, die nach erfolgreicher Behandlung ihrer Unfruchtbarkeit ihre "Eisbärchen" zur Adoption freigeben, sondern schon mal "auf Halde" erzeugte Embryonen "intelligenter, attraktiver, gesunder" Spender, die ungefähr dem durchschnittlichen mitteleuropäischem Phenotypus entsprechen - "standby zur Abholung", preisgünstiger als EZS.

    Auch hier bin ich persönlich PRO Aufklärung. Diese Kinder gibt es ja. Hast Du einen Tipp für deren Eltern, wie sie das am Besten machen können?
    Für viele KiWu-Paare sind tatsächlich manchmal die Kosten ausschlaggebend...


    Hoppla, reichlich Fragen... Eigentlich wollte ich ja nur 2 stellen.... Sorry.
    Aber die "Versuchung" ist einfach zu groß. :D

    Ich bin sehr gespannt auf Deine Antwort(en).


    frowlein

    Bj.62, POF dx 1999,
    EZS IVI
    Ostern 2000: neg.
    Okt. 2000 --> Zwillinge 06/01 (Ende 36.SSW, 1x spontan, 1x Notsectio)

  • Nightwish
    Blastozyste
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    • 2. November 2009 um 02:48
    • #42

    Re: Aufklärung EZS

    hey mädels...
    bin ich froh, dass es diese diskussion hier gibt. wir sind auch immer noch am diskutieren, um eine linie zu finden. zu uns: wir sind in zweiter ehe verheiratet...ich bin 48 und mein mann 44. eine typische patchworkfamilie meine 5 sind zwischen 15 und 25, seine beiden 12 und 17 jahre alt. wir möchten jetzt unsere kinder, am liebsten drei. wir haben uns sehr schnell für die embyspende entschieden, erstens wegen der geringen erfolgsaussichten bei meinen eizellen und der medikamentösen belastung, zweitens weil wir eigene kinder haben und nicht unbedingt weiter eigene um jeden preis haben wollen, drittens der humanitäre apekt und viertens wegen der ausgewogenheit in unserer partnerschaft. das sind so die wichtigsten argumente..die entscheidung sehr frisch bei uns (ca. 3 monate).

    schlecht finde ich, dass es den kindern mit 18 nicht möglich ist, ihre wurzeln kennenzulernen - wobei ich aber das amerikanische modell eher etwas übertrieben finde.

    klar für uns ist, dass wir es den kindern (den gewünschten) so früh wie möglich sagen um einen problemlosen umgang damit zu schaffen.

    uneinig sind wir bei den verwandten. mein mann möchte absolutes stillschweigen und die entscheidung beim kind belassen wer eingeweiht wird und wer nicht...mir wäre es lieber, man müsste nicht so ausweichend damit umgehen, vor allem bei meiner schwester -sie ist krankenschwester und kennt sich halt aus- und seinen eltern (die sind voll super und könnten gut damit umgehen).

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  • Nightwish
    Blastozyste
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    • 2. November 2009 um 03:01
    • #43

    Re: Aufklärung EZS

    ich nochmal :D nur begrenzter platz zum schreiben...das thema" unsere kinder" ist gerade bei den eigenen sehr heikel und schwankt -je nach kind- zwischen unmöglich über toleriert zu freudig erwartet...vll ist es wirklich erst besser dieses thema nachwuchs erstmal sacken zu lassen ?? dazu kommt noch eine exfrau, die nicht zwischen eltern- und erziehungsebene unterscheiden kann und sehr viel im negativen über die kinder agiert (da könnte sie sich voll austoben)...wir haben ehrlich angst, dass unsere kleinen wegen der embyspende nicht den platz in der familie bekommen, den wir für sie wollen, denn ehrlich, noch nicht mal auf der welt lieben wir sie über alles, weil sie halt auch nicht selbstverständlich sind...ein besonderer schatz...
    ihr seht, fragen über fragen die noch geklärt werden müssen... :eek:
    liebe grüße

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  • frowlein
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    • 2. November 2009 um 09:25
    • #44

    Re: Aufklärung EZS

    Hallo, Nightwish,

    ich habe über die Jahre immer wieder von anderen gelernt, dass Sagen und Sagen unterschiedlich gehandhabt wird. Allen Familien gemein aber war die Entscheidung, es den Kindern zu sagen.

    Niemand verlangt von Euch Eltern, es auch anderen zu erzählen. (Mit Ausnahme der betreuenden Ärzte. Die im Übrigen ja der Ärztlichen Schweigepflicht unterliegen.)

    Wenn Du feststellst, dass Deine Schwester und Deine Schwiegereltern Eures Vertrauens "würdig" sind, dann werden sie auch verstehen, wenn Ihr Euch ihnen gegenüber zögerlich mit dem Sagen verhaltet / verhalten habt.
    Sind die Kekse erstmal auf der Welt und haben sich schnell in alle Herzen gestohlen, dann ist das Sagen für viele Eltern nur noch eine kleine Ergänzung, der häufig auch gar keine besondere Aufmerksamkeit mehr geschenkt wird. "Ach so, aha." Vielleicht noch eine Frage, warum Ihr es nicht eher erzählt habt...

    Ich persönlich erlebe, dass meine eigene aufgeklärte Familie (allen voran meine Mutter) es oft gar nicht mehr "auf dem Schirm" hat, und muss immer lachen, wenn sie mich nach den familienüblichen Augen- oder Neurodermitiserkrankungen bei meinen Jungs befragt. Ob schon was wäre... Nee, kann doch nicht... stutz ... Ach ja, hab ich ganz vergessen.

    Als ich allerdings meine Jungs anfing aufzuklären, war es mir wichtig, dass Erzieher, Betreuer, Lehrer darüber Bescheid wussten, weil ich ja - wie hier oftmals angeführt - ebenfalls mutmaßte, dass die kids sich vielleicht im Kindergarten, in der Schule oder im Hort mit ihren Freuden darüber unterhalten. Für den Fall, dass es dann zu Fragen gekommen wäre, wollte ich alle erwachsenen Bezugspersonen gebrieft wissen. Bisher, wie ich schon geschrieben habe, kam es aber nicht zu solchen "Klärungsbedürfnissen".. und ab jetzt lass ich es laufen.

    Wichtig ist, dass meine Kinder es wissen. Die Selbstverständlichkeit, mit der ich sie sukzessive aufkläre, spiegelt sich in ihrem Umgang mit diesem Wissen wider.

    Das ist die wichtigste Erkenntnis, die ich dabei bisher erfahren habe:

    Je unverkrampfter und selbstverständlicher ich als Mutter mit EZS umgehe, desto einfacher für die kids, es genauso anzunehmen.

    Das gibt mir wiederum die Sicherheit, mögliche spätere "Konflikte" bezüglich bspw. der Anonymität der Spenderin entsprechend zu "meistern". Ich bin ja darauf vorbereitet.

    Was die Aufklärung Eurer anderen Kinder betrifft, ist vielleicht eine Beratung durch einen darauf spezialisierten Familientherapeuten ganz hilfreich. Wer, wann, was - je nach Alter.

    Wenn es so weit ist/war, wäre es prima, wenn Du uns an Euren Erfahrungen teilhaben lässt. Patchwork seid Ihr ja eh schon... :juggle: .. kommt jetzt eben noch mehr "Farbe ins Spiel".

    Bis dahin, liebe Nightwish: Daumen gedrückt, damit´s bald mit dem Durchzählen noch ein bisschen wuseliger wird... und die Großen dann auch mal zum Sitten einrücken!! 8)

    frowlein

    Bj.62, POF dx 1999,
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  • frowlein
    Blastozyste
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    • 2. November 2009 um 10:00
    • #45

    Re: Aufklärung EZS

    P.S.:
    Was "verpeilte" Ex-Partner anbelangt - auch die gehen mit der Zeit.... immer weiter und weiter und weiter [size=10pt][size=10pt]und weiter .....[/size][/size] weg.

    Lasst den Nachwuchs erstmal ankommen und das neue Gruppenbild sich dann zurecht ruckeln. Bis das Thema für den "Neuzugang" dann auf der Tagesordnung steht, vergehen ja dann auch noch so 4 bis 5 Jährchen. Das reicht dicke, um für Euch als Eltern das richtige Gespür für das Wann, Wo und Wie zu entwickeln - schließlich seid Ihr ja auch schon längst keine Eltern-Frischlinge mehr... :D

    Gut für Euch ist aber diese Klarheit über´s Sagen im Kopf - das macht ´ne Menge aus!!

    Allein Eure Haltung, nicht verschweigen, vorenthalten zu wollen, wird sich auf Euren Umgang mit allen Kindern auswirken. Unausgesprochen, aber deutlich wahrzunehmen.
    Darauf kommt es an!


    f.

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  • Nightwish
    Blastozyste
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    • 3. November 2009 um 11:24
    • #46

    Re: Aufklärung EZS

    hallo frowlein...
    danke für deine antworten..mir ist es jetzt schon leichter ums herz und i hab das gefühl bin einen schritt weiter gekommen..was ich auf jeden fall auch mach, sollte der test positiv sein, dass ich mir von der anna nochmal schreiben lass, was sie über spenderin und spender weiß um es später an die süßen weitergeben zu können. vll ist auch ein aktenvermerk möglich, falls sich die gesetzliche situation ändert, dass wir einer offenen adoption zustimmen..ich fände es schön, wenn meine kids ihre wurzeln kennen lernen...auf jeden fall haben wir beschlossen, dass es in ca 4-5 jahren die kids erfahren und danach die engere verwandtschaft..somit haben wir auch ausreichend zeit zusammenzuwachsen wie du sagst und uns weiter in das thema einzuarbeiten..liebe grüße
    angie :tanz: :tanz:

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  • Magdalene
    Eizelle
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    9
    • 6. November 2009 um 08:10
    • #47

    An Helga 67

    Ich grüße dich. Wie kann ich dir eine private Nachricht schicken? Du kannst mir auch gerne eine schicken!!!!!!!!!!!!!!!
    Bis vielleicht bald. Magdalene

  • frowlein
    Blastozyste
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    • 6. November 2009 um 10:51
    • #48

    Aufklärung EZS

    Hallo, Magdalene,

    alles über Private Nachrichten etc. findest Du im Ordner Allgemeine Fragen.

    f.

    Bj.62, POF dx 1999,
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  • Anjaanita
    Eizelle
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    • 10. November 2009 um 23:51
    • #49

    Re: Aufklärung EZS

    Hallo,
    wir sind seit 2 Jahren Eltern von EZS-Zwillingen. Vor der Spende war uns klar es den Kindern nie sagen zu wollen. Nun sind sie aber da und die Karten sind neu gemischt. Im Moment sind wir noch auf der Suche nach dem richtigen Weg, aber es wird für mich immer klarer, dass die zwei es wissen sollen. Aber auch der Gedanke, "was habe ich den beiden nur angetan" kommt immer wieder in mir hoch. Schaffen wir es, dass wir eine "normale" Familie bleiben? Werden mich die Kinder immer wieder hinterfragen. Was mache ich wenn irgendwann der Auspruch kommt ich wünschte meine richtige Mutter hätte mich bekommen.. usw.?
    Ich kann manchmal einfach nicht meine Gefühle verstecken und denke ob es wirklich alles richtig war und weine wenn meine zwei über alles geliebten Kinder schlafen. Außer uns, den Eltern und einem befreundeten Ehepaar die EmbA machten weiss niemand von der EZS und ich kann mir auch überhaupt nicht vorstellen bei meinen Verwandten damit auf Verständnis zu stoßen.
    Als meine Kinder noch nicht einmal 2 Monate alt waren, meinte meine Mutter einmal. Ach ich weiss auch nicht, die Kinder sehen dir überhaupt nicht ähnlich, vielleicht wurden die Eizellen ja bei der ICSI (unsere offizielle Version) vertauscht... Das hat mir unglaublich wehgetan, auch wenn ich mir immer bewußt war, dass die Beiden mir eigentlich nicht ähnlich sein konnten. Komischerweise finde ich mich doch immer wieder in ihren Gesichtern oder ihrem Verhalten. Allerdings kann das natürlich auch nur ein Wunschdenken meinerseits sein, weil es sind doch meine Kinder.

    An Frowlein,

    ich finde bewundernswert wie offen du damit umgehen kann. Ich wünschte ich wäre ein kleinbisschen so wie du. Deine Beiträge haben mich sehr in Richtung Aufklärung bewegt. Vielen Dank dafür.

    LG
    Anjaanita

  • frowlein
    Blastozyste
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    3
    Beiträge
    714
    • 11. November 2009 um 09:39
    • #50

    Re: Aufklärung EZS

    Liebe Anjaanita,

    die Aussage Deiner Mutter ist sicher sehr verletzend.... ABER: Sie weiß ja nichts von Eurer Behandlung, folglich konnte sie auch nicht wissen, wie sehr ihre Worte Dich treffen würden. Das darfst Du bei all Deiner nachvollziehbaren Bedrücktheit nicht vergessen. Sie hat, ohne es zu wissen!, einen "wunden Punkt" getroffen.
    Du kennst sie natürlich besser als ich, aber: Hätte sie Dir auch so offen "einen rein gesemmelt", wenn sie davon gewusst hätte? Bzw.: Eigentlich wäre der Spruch ja dann völlig überflüssig... - warum benennen, was eh´klar ist.

    Je älter Eure kids werden, je mehr Ihr Tag für Tag Familie lebt, desto geringer werden Deine Befürchtungen, dass die Kinder sich eine andere Mutter wünschten. Sie haben nämlich nur die eine -DICH!! Und natürlich sind sie Dir ähnlich.. da täuscht Du Dich nicht! Auch ich - und viele andere Eltern hier, auch EmbA- Eltern - machen genau diese Beobachtung. Und bei mir lautet einer der gängigsten Texte, den eine meiner Freundinnen immer rausdrückt, während sie erst zu einem der Jungs, dann zu mir, dann wieder zu einem der Jungs schaut: "Bist Du Dir wirklich sicher?" (Damit meint sie, ob nicht vielleicht doch eine meiner eigenen Eizellen mitgemischt hat -- ist schon ´n running gag zwischen uns geworden.) Ja, ich bin mir sicher; denn mittlerweile hab ich es schwarz auf weiß. ;)

    Es gibt keine von Dir gewünschteren Kinder als Deine - und das lässt Du sie jede Sekunde seit ihrer Geburt spüren. (Auch, wenn Du sie mal für ´ne kleine Ewigkeit an die Wand tackern möchtest.. 8) )

    Und wenn sie in der Pupertät den pöbeligen Aufstand proben, dann haben die armen Kleinen einfach einen Hormonkoller, der ihr Gehirn ver-rückt... damit kennen wir EZS-/EmbA-Mütter uns doch bestens aus, oder? :)

    Liebe Anjaanita, sei nicht so wie ich, sei Du - denn so lieben und brauchen Dich Deine Kinder; das macht Dich zu ihrer Mutter - und NUR Dich!! Wenn Du zweifelst, hör ihnen zu: Du bist "Mama"! Und wenn sie noch besser sprechen können: "die beste von die Welt"... :bussi:

    Das ist der größte und eindeutigste Liebes- und Vertrauensbeweis, den sie Dir geben können... und damit machen sie es einem auch so leicht, sich dessen würdig zu erweisen, und ihnen ganz selbstverständlich von der Hilfe einer anderen Frau zu erzählen..

    ... und vielleicht kommt dann sogar irgendwann der Moment, in dem Deine Mutter sehr bestürzt bekennt, dass sie "nie so etwas gesagt hätte, wenn ich gewusst hätte..."

    Alles Liebe für Euren Weg,

    frowlein

    Bj.62, POF dx 1999,
    EZS IVI
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    Okt. 2000 --> Zwillinge 06/01 (Ende 36.SSW, 1x spontan, 1x Notsectio)

  • Malo
    Morula
    Beiträge
    215
    • 11. November 2009 um 21:04
    • #51

    Re: Aufklärung EZS

    Hallo allerseits,

    Ich habe Euren Austausch erst heute entdeckt. (Ich hatte Chris gebeten, alte postings zu diesem Thema (mit genauer Angabe, wo sie waren) hierher zu verschieben, das hat aber wohl nichts gegeben. Schade. Naja, nicht so schlimm...

    Liebe(s) frowlein,

    ich finde es gaaanz toll, dass du hier Deine Erfahrungen mitteilst, und dass Du so lange und gründlich immer wieder die verschieden PRO-Argumente darlegst !!!
    VIELSTEN DANK !!!
    Ich unterschreibe alles, was Du sagst!

    Ich habe schon im Psychoordner so einiges zu diesem Thema gesagt, was in diese Richtung geht, bin aber bisher noch nicht schwanger, habe also noch keine Erfahrungen mit Kindern zu berichten.

    Meine richtig guten Freunde/innen, verschiedene Ärzte/innen und eine meiner Schwestern wissen Bescheid.
    Kann ich sagen, dass sie es gut finden? Sie nehmen es einfach als das, was es ist: meine/unsere Entscheidung!

    Der Rest der Familie weiss z.Zt. nur von "künstlicher" Befruchtung im Ausland.
    Da unser erstes Kind (ganz spontan gezeugt als ich 44 war) in der 38. SSW ganz unerwartet verstorben ist, ist das Thema Schwangerschaft sowieso schwierig und für die ganze Familie eher angstbesetzt.
    Somit habe ich beschlossen, die Mitteilung erst zu machen, wenn ich ein (oder zwei) lebendes Kind im Arm habe. Und ich bin sicher, dann werden sich alle einfach nur freuen! Fremde Gene hin oder her.

    Ich werde das Thema vom ersten Tag an als Teil unserer Familiengeschichte dem Kind erzählen, so wie ich schon immer mit Babys geredet habe.
    In unserer Familie gibt es einen grossen Bruder, der leider nur ganz kurz gelebt hat und eine liebe Frau, die wir nicht kennen, die Papa und Mama geholfen hat, Kinder zu bekommen. (So einfach kann es klingen, meine ich.)

    Nach der Diskussion hier im anderen Ordner habe ich mir Playmobilfiguren als Vertreter aller Familienmitglieder besorgt.
    Für unser stillgeborenes Söhnchen und die Eizellenspenderin habe ich weisse auf einem Playmobilforum gefunden. Das erscheint mir angemessen, da wir beide nicht kennen.
    Und so werde ich sozusagen am Tage nach der Geburt eines Kindes diese im Wohnzimmer auf einem Regal aufstellen (habe eine schöne Gärtnerin für mich gefunden und sogar Katzen, die haben wir nämlich auch).
    Damit wird unsere Familie mit all ihren Mitgliedern präsent sein, die Eizellenspenderin gehört dazu!

    Und noch zweierlei zu der vielleicht spirituelleren Seite der Sache:
    Hier wird immer mal gefragt, was wir unseren Kindern "antun".
    Ich glaube nicht an Re-Inkarnation sondern schlicht an Inkarnation. Bevor wir sie nicht zeugen/austragen/gebären, gibt es unsere Kinder nicht, also ist die Frage meiner Meinung nach nicht logisch.
    Mein Kind wird nur sein, WEIL ich eine EZS bekommen haben werde.
    Ohne EZS kein Kind mehr, also ist EZS nichts, was ich meinem Kind antue, denn vorher/ohne EZS gab/gäbe es das Kind nicht. --- Versteht Ihr, was ich da meine?

    Und noch etwas:
    Ich bin ein "Fan" von Familienaufstellungen nach Bert Hellinger und seiner Philosophie, die dahintersteht (bin mal gespannt, ob ich nun Reaktionen lostrete).
    Und so werde ich irgendwann/irgendwie eine Möglichkeit finden/schaffen, um der Spenderin, ohne die ich nicht mehr Mutter werden kann/ hätte werden können zu DANKEN, ganz tief und aus ganzem Herzen!
    Mehr kann ich nicht tun, weniger wäre schade.

    So, hierbei belasse ich es für den Moment.

    Viele Grüsse an alle, Maria :hallo:

    Zech-Institut Pilsen,EZS 10/2008 negativ,
    KET 02/2009 negativ.
    Unica, Brünn:EZS 09/09 negativ,KET 26.11.09 positiv, 15.SSW missed abortion, Ausschabung

  • Claudia33
    Morula
    Beiträge
    225
    • 11. November 2009 um 22:28
    • #52

    Re: Aufklärung EZS

    Hallo Maria,

    ich will ja meine beiden Kinder auch zu gegebener Zeit (sie sind noch Kleinkinder und fragen noch nicht bisher) aufklären, aber ich kann mir nicht vorstellen, die Spenderinnen (meine Kinder sind von zwei verschiedenen Spenderinnen) als Playmobil Figuren täglich sichtbar im Wohnzimmer zu haben.
    Ich bin zwar den unbekannten Frauen dankbar, aber ich möchte die Rolle der Spenderinnen auf keine Fall überbewerten und die Kinder täglich daran erinnern, das bei uns was anders ist. Und ich möchte auch nicht jedem Besucher erklären müssen, was die auffälligen weißen Playmobilfiguren zu bedeuten haben. Das geht nicht jeden was an. Irgendwo habe ich sogar mal gelesen, das manche die Spenderin als 2. Mutter bezeichnen. Würde ich auch nie machen, weil eine Mutter ist für mich die Person, die für das Kind das ist.... Aber das ist alles nur meine ganz persönliche Meinung zu dem Thema.

    Hallo Anjaanita,

    bei einigen Deiner Sätze konnte ich nur zustimmend nicken- auch ich frage mich immer mal wieder, ob es richtig war, diesen Weg zu gehen. Ich liebe meine Kinder, das ist es nicht. Aber ich habe meinen Kindern ein eventuell schweres Paket mit auf den Weg gegeben. Was ist, wenn meine Kinder mal psychisch krank werden, wegen der Tatsache, das sie keine Infos zu Ihrer Herkunft bekommen werden. Eine Identitätskrise z.B. Muß ja alles nicht eintreffen, bei Frowlein sieht man ja das positive Beispiel, wie unwichtig das Thema momentanfür Ihre Zwillinge ist. Aber nicht jeder ist psychisch so stabil. Und mein Sohn ist ohnehin sehr sensibel und zeigt immer wieder heftigste Emotionen.
    LG Claudia

  • Anjaanita
    Eizelle
    Beiträge
    3
    • 12. November 2009 um 22:38
    • #53

    Re: Aufklärung EZS

    Liebe Frowlein,
    hast schon recht, meine Mutter würde so eine Aussage zumindest nicht absichtlich machen, ist aber ein Mensch der mit 100%iger Sicherheit die Fettnäpfchen trifft.... (bestes Beispiel: hatte gerade vor 2 Stunden ein negativ aus einen meiner ICSIs kassiert, sie wusste bescheid und ruft dann freudig als sie mich sieht: "schau mal was ich gefunden habe.. den Mutterpass als ich mit dir Schwanger war", ich bin heulend aus dem Zimmer gelaufen :cry:...Bin mir deswegen nicht so sicher, ob das nicht auch mit dem "Wissen" gekommen wäre :roll:

    Nach letzter Nacht sind wir uns sicher, dass wir es den Kindern sagen werden. Und ehrlich gesagt geht es mir damit richtig gut. Ich habe bemerkt, dass mein Umgang mit den Kindern nun viel gelöster ist. Hätte ich nie gedacht das es so ist. Gut ich weiss, dass ich kein Mensch bin, der gut mit Geheimnissen leben kann aber das es so eine Auswirkung hat hätte ich nie geglaubt. Irgendwie ist mein Herz noch größer weiter geworden (kann's nicht anders beschreiben). ..


    Hallo Claudia,

    wie meine Zwillinge mit dem Thema umgehen wenn sie älter sind. Keine Ahnung ich kann nur hoffen, dass sie damit gut leben können.
    Ob sie später einen Shrink brauchen kann ich auch nicht sagen, aber ich weiss auch nicht ob sie vielleicht einen Shrink brauchen weil sie zuviel Mutterliebe erhalten haben. Ich weiss einfach nicht was das Leben bringt. Aber eins kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sie von mir/uns sehr enttäuscht wären, wenn wir ihnen so etwas wesentliches verheimlicht hätten.
    Wie alt ist dein Sohn? Ich denke letztendlich muss wirklich jeder für sein Kind entscheiden.

    LG
    Anjaanita

  • Anjaanita
    Eizelle
    Beiträge
    3
    • 12. November 2009 um 22:49
    • #54

    Re: Aufklärung EZS

    ..und wir werden es nur den Kindern erzählen, denn nur die beiden geht das etwas an - meine Meinung. Wenn sie es jemandem sagen, dann kann man sich ja immer noch outen.
    LG
    Anjaanita

  • frowlein
    Blastozyste
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    Beiträge
    714
    • 13. November 2009 um 10:19
    • #55

    Re: Aufklärung EZS

    Würde ich ein Buch über Aufklärung von EZS-Kindern schreiben, es begänne mit den Worten: "Kauft keine Bücher über Aufklärung für Eure Kinder! Kauft Sie für Euch ;) Lest Sie Euch gut durch, schaut sie Euch genau an. Macht Euch die kindgerechte Darstellung zu eigen.. und dann zugeklappt und irgendwo verstauben lassen."

    Wenn´s dann so weit ist, findet Ihr Eure eigenen Worte, die genau passend für Eure Kinder sind.

    Ja, Claudia, ich finde Maria´s Idee mit der Dauerpräsenz durch die Playmofiguren auch "überhöht", aber wenn ich mir so durchlese, was ich vor Jahren für Ideen hatte, dann kann ich mir das Grinsen über mich selbst auch nicht verkneifen
    Gut vorstellbar, dass Dein(e) Kind(er), Maria, eine solche "Installation" bewusst verschwinden lassen oder sogar zerstören, weil sie das gar nicht so genau und ständig präsent wissen wollen. Die fremde Frau ist ihnen suspekt, die kuschelige, knudelige Mama dagegen so greifbar nah. Sie wollen auch nur die eine. Eine nicht-gegenwärtige und doch gegenwärtig durch das weiße, gesichtlose Plastikmännchen würde sie vermutlich nur verunsichern.

    Doch ich glaube, es ist für Dich ganz wichtig, diese Figuren zu haben, sie aufstellen zu können. Da ist etwas in Dir, das diesen Halt braucht. Diese eine besondere Figur, die für Hoffnung steht, für ein oder zwei Geschwister zu Deinem Sternenkind, und für die Liebe, die aus Dir rausströmen will.

    Bau es ruhig auf, Maria, präg Dir das Bild gut ein und schließ es in Dein Herz. Dann lass alles vor Deinem inneren Auge lebendig werden, und wenn Du dann die dolle Kugel vor Dir herschiebst und dann Dein Kind im Arm hältst, ist alles so gekommen, wie von Dir gewünscht. Die Figuren haben ihren Zweck erfüllt, dann übernimmt das Mutter-Leben die Regie.... Irgendwann werden die Playmos dann zum Spielen benutzt, bemalt, drauf rum gekaut, durch die Gegend gepfeffert und noch später durch LEGO ersetzt. :)
    Ganz so, wie ich es Dir wünsche.

    frowlein

    Bj.62, POF dx 1999,
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  • frowlein
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    • 13. November 2009 um 10:29
    • #56

    Re: Aufklärung EZS

    Liebe anjaanita,

    Deine Erleichterung ist spürbar. :)
    Wie schön!

    ..und Deine Mutter, die Fettnäpfchen-Königin, hat auf ziemlich unbeholfene, ja, dusselige Weise auch ausgedrückt, dass sie Dein Verlust bewegt. Warum hätte sie sonst ihren Mutterpass gesucht (und das hat sie!).
    Ja, das Ding hätte sie vermutlich auch mit "Wissen" gebracht, aber dafür ist sie ja auch das Mensch gewordene Fettnäpfchen-Suchgerät, als das Du sie schon lange kennst...

    Meine ist dafür manchmal nur für die Dauer einer Werbepause wirklich "erreichbar". :-? Tja, und wer weiß, welche Mutter-Macken uns von unseren Kindern mal nachgesagt werden....


    frowlein

    Bj.62, POF dx 1999,
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    Okt. 2000 --> Zwillinge 06/01 (Ende 36.SSW, 1x spontan, 1x Notsectio)

  • Malo
    Morula
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    • 13. November 2009 um 20:50
    • #57

    Re: Aufklärung EZS

    Hallo allerseits,

    ... aaalso ...
    ich brauche etwas Visuelles, und ...
    ... die Playmobilfigürchen sind (meiner Meinung nach) recht klein, unser Regal dagegen recht gross, es steht in einer Ecke des Wohnzimmers, und ich denke nicht, dass jeder, der reinkommt, da so direkt draufgucken und nachfragen würde.
    ... und die weissen Figuren haben ein freundliches Gesicht und Haare, nur keine bunten Kleider.
    ... und ja, ich habe mir auch schon gedacht, dass dann irgendwann damit gespielt wird.
    ... und ich habe ja geschrieben, ich werde es am Tage nach der Geburt aufstellen, also klar, schon erstmal für mich.

    Ansonsten:
    Zum einen: ich bin mit ner Menge Familiengeheimnisse aufgewachsen (Mutters Familie), was ich natürlich erst als Erwachsene erfahren habe, und leider hinterlässt so etwas schlimme Spuren.
    Zum anderen bin ich damit aufgewachsen, dass bei uns im Wohnzimmer ein Bild von einer "Tante A..." hing, wie meine Mutter immer sagte, und das war die Mutter meiner älteren (Halb-)Geschwister, die zu meiner Mutter auch Mutti sagten. Und das war immer ganz normal für mich.

    Eine Frage an frowlein: wie gesagt, bin ich sehr einverstanden mit dem, was Du so schreibst. Einiges klingt für mich nach den Worten eines Profis/einer Fachfrau, nicht "nur" einer Erfahrungsfachfrau. Stimmt das oder irre ich mich? (bin neugierig, gell?)

    So, ich wünsche ein schönes Wochenende rundum!
    Liebe Grüsse, Maria :hallo:

    Zech-Institut Pilsen,EZS 10/2008 negativ,
    KET 02/2009 negativ.
    Unica, Brünn:EZS 09/09 negativ,KET 26.11.09 positiv, 15.SSW missed abortion, Ausschabung

  • frowlein
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    • 14. November 2009 um 08:59
    • #58

    Re: Aufklärung EZS

    Ich weiß, was Du meinst, Maria, und Du bist auch nicht die erste, die das mutmaßt.. 8)

    Doch: Nein, ich bin "nur" Erfahrungsfachfrau. Allerdings verfüge ich wohl über eine gute Intuition... ;)


    Lebe also recht bald Deinen Traum. Es ist Deine Familien-Geschichte!

    lg,
    frowlein

    Bj.62, POF dx 1999,
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  • frowlein
    Blastozyste
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    • 15. November 2009 um 15:52
    • #59

    Aufklärung EZS /Erbgutcodes

    Zukunft der Medizin:
    Erbgut-Codes für Jedermann
    Die Genophobie vieler Akademiker wird verschwinden

    Die Entzifferung des Erbguts kostet bald so wenig, dass viele Menschen dann über ihren eigenen DNA-Code verfügen, glaubt der Psychologe Steven Pinker. Das verändert die Medizin drastisch - jeder könnte sein eigener Arzt sein.

    (Der Experimentalpsychologe Steven Pinker ist Johnstone Family Professor am Department of Psychology der Harvard University.)

    s.: http://www.spiegel.de/wissenschaft/m…,660844,00.html


    Lesenswert!

    frowlein

    Bj.62, POF dx 1999,
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    Okt. 2000 --> Zwillinge 06/01 (Ende 36.SSW, 1x spontan, 1x Notsectio)

  • Unico
    2-Zeller
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    • 16. November 2009 um 22:34
    • #60

    Re: Aufklärung EZS

    Hallo zusammen,

    auch wir möchten unsere Kinder zur gegebenen Zeit aufklären, ich habe mich total gefreut zu lesen, das sich doch immer mehr zur Auflärung entschließen, vor allem habe ich mich über deine Beiträge Frowlein gefreut, da du ja bereits schon mit der Aufklärung begonnen hast. Deine positiven Erfahrungen bestärken auch mich.

    Wobei ich die Wahrheit gegenüber meinen Kindern auch nicht als schlimm empfinde, Angst habe ich, wie auch einige andere hier, vom Umfeld.
    Keiner in unserem Verwanden-/Bekanntenkreis weiß von der Spende, auch keine behandelnden Ärzte, wir wollten das als allererster es unsere 3-jährige Tochter erfährt. Ich denke vielleicht könnte auch schon bald die ein oder andere Frage in diese Richtung kommen, da ich aktuell wieder ss bin und ich habe bedenken das unsere Tochter, vielleicht etwas unverblümt im KIGa erzählt, wie werden die Erzieher, Eltern darauf reagieren, wie sollen wir reagieren :o . Wir leben hier in einer Kleinstadt man kennt sich und wenn nicht persönlich, kennt man bestimmt jemanden der denjenigen kennt.
    Ich habe ANgst davor, das unsere Geschichte irgendwie die Runde macht, wobei das noch nicht das schlimmste wäre, mir geht es mehr darum , das meine Tochter, unsere Kinder stigmatisiert werden und einfach unter dem Outing irgendwann leiden mpüssen. Aber , vielleicht ist es ja alles einfacher wie man denkt....

    Liebe Anjaanita, liebe Claudia,
    mir geht es auch manchmal wie euch, ich liebe meine Tochter und trotzallem plagen mich manchmal Schuldgefühle, das ich ihr so einen schweren Weg auferlegt habe, ob mein Egoismus damals einfach zu groß war. Es tut gut zu lesen, nicht allein mit diesen Gefühlenzu sein, so erscheint es mir doch vielleicht als normale Empfindung und es gehört einfach dazu wenn man sich mit dem ganzen auseinandersetzt.

    Schade das es deutschsprachig so rein gar nichts gibt über das Thema, oder?
    Hat jemand von euch die englischsprchigen Aufklärungsbücher oder kann jemand einen davon empfehlen?

    Viele Grüße
    Unico

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