Wir haben große Freude mit unserem Sohn, den wir einer Embryonenspende aus Warschau/Novum verdanken. Wir haben uns Gedanken gemacht, Argumente abgewogen und sind zu dem Ergebnis gekommen, ihn bei Zeiten über seine Entstehung zu informieren. Nun zur Frage: wer kennt Literatur, Foren, Anschriften von spezialisierten Psychologen oder anderen Fachleuten, die uns hier weiterhelfen können?
Danke Hanni
Wir wollen unser Kind über die EZ informieren, brauchen Rat
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Re: Wir wollen unser Kind über die EZ informieren, brauchen Rat
vielleicht kennst du den klassiker von Irmela Wiemann "Wie viel Wahrheit braucht mein Kind?" schon? rororo-Taschenbuch, 10,80 euro. Es geht hier zwar überwiegend um "Lügen des Alltags" (zB Klapperstorch, Nikolaus, Osterhase), aber auch um Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien, Kinder, die durch Vergewaltigung entstanden sind und ein Kapitel lautet eben auch "ungewöhnliche Bedingungen bei der Zeugung des KIndes". Dort geht es um Samen- und Eizellspendekinder. In dem Buch geht es in erster Linie um die familieninterne Vermittlung (nicht warten, bis das Kind fragt, früh anfangen, keinen Spielraum für wilde Fantasien lassen, sondern immer sachlich das Thema behandeln, seine eigenen Gefühle frühzeitig klären und nicht wegschieben, glaubwürdig bleiben etc)
Im deutscher sprache kenne ich sonst nichts, fast alles sonst kommt aus den USA und ist noch nicht übersetzt. Auch pädagogische Kinderbücher gibt es bisher nur in englisch.
Vielleicht findet sich ja hier im Forum jemand, der ein Buch in deutscher Sprache über die Aufklärung schreiben will
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Re: Wir wollen unser Kind über die EZ informieren, brauchen Rat
Hallo, Hanni,
wenn Dir persönliche Erfahrungen (meine Valencia-twins sind 8 ) auch weiter helfen, schreib mich gern per PN an.
Grundsätzlich gilt: Nur Fragen beantworten, die gestellt werden. Die Frage "Wo kommen eigentlich die Babys her?" nicht gleich zum Anlass nehmen, um über Reproduktionsmedizin und eigene Behandlung zu monologisieren. Schon eher für einen behutsamen Einstieg geeignet ist die Frage "War das auch so bei Dir und Papa?" oder vergleichbare Formulierungen.
Zu einer solchen Frage hinsteuern kann beispielsweise die Erklärung, dass die Samenzellen des Mannes und die Eizellen der Frau sich verbinden müssen, damit ein Baby entstehen kann...lg,
frowleinEs gab auf einer amerikanischen site im Rahmen der to-tell-or-not-to-tell- Diskussion mal einen Chat mit einem damals 10jährigen EZS- Jungen, liebevoll und sehr behütend moderiert von den Eltern und den Forums-Leitern, und die Forumsmitglieder durften (zuvor geprüfte) Fragen an ihn stellen.
Ähnlich wie bei meinen Jungs war es diesem Kind einfach besonders wichtig und für ihn von entscheidender Bedeutung, dass es ihn ohne seine leibliche (!!) Mama nicht geben würde.Irgendwo habe ich hier auf eizellspende.de auch den link dazu gepostet, find ihn aber gerade nicht.... vielleicht ist ja jemand anderer erfolgreicher auf der Suche danach; dann bitte mal hier posten.
Vielleicht gibt es auch Fragen, von denen die/der eine oder andere von Euch glaubt, dass Eure Kinder sie Euch stellen könnten, wenn sie die Wahrheit wissen.... Fragen, die meine Kinder vielleicht schon gestellt haben.
Fragt mich, ich bin gern dazu bereit, Euch diese Situationen und den Umgang damit zu schildern.