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Schreiben an Fraktionen sowie Ausschüsse

  • Ines + Chris
  • 14. Januar 2003 um 23:48
  • Ines + Chris
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    • 14. Januar 2003 um 23:48
    • #1

    Hallo,

    wir haben heute abend nochmal ein paar e-mails versandt. Diese haben wir an alle Fraktionen sowie an die Mitglieder des Ausschusses für Familie, usw., sowie an den Ausschuß für Gesundheit und soziale Sicherung gesandt.

    Ines & Chris


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Ines & Chris am 2003-02-04 11:05 ]</font>

  • Ines + Chris
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    • 4. Februar 2003 um 11:07
    • #2

    Schreiben an Fraktionen sowie Ausschüsse

    Antwort Frau Professor Böhmer (CDU/CSU)

    Sehr geehrte Frau Schmid, sehr geehrter Herr Schmid,
    vielen Dank für Ihre Nachricht an Frau Professor Böhmer. Sie hat Ihren Brief aufmerksam gelesen, und ich kann Ihnen mitteilen, daß wir die Themen Eizellspende und Embryonenspende - nicht nur, weil Herr Kurz auch mit uns Kontakt aufgenommen hat - sehr sensibel verfolgen. Wir werden uns in dieser Wahlperiode damit befassen müssen, ein Fortpflanzungsmedizingesetz zu entwerfen, das auch die Eizell- und Embryonenspenden regeln muß. Was wir dazu bei einem Besuch in den Vereinigten Staaten erfahren haben, macht uns allerdings sehr nachdenklich. Gruß aus Berlin Ingo Behnel

  • Ines + Chris
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    • 4. Februar 2003 um 11:08
    • #3

    Schreiben an Fraktionen sowie Ausschüsse

    Antwort Biggi Bender (B90/Die Grünen)

    Sehr geehrte Frau, sehr geehrter Herr Schmid,

    vielen Dank für ihr Schreiben in dem Sie Ihre Situation und die damit verbundenen Versuche schildern ihren Kinderwunsch zu erfüllen. So sehr ich nachvollziehen kann, dass Sie unter Ihrer Kinderlosigkeit leiden, ändert dies jedoch nicht meine Position in der Frage Eizellenspende. Ich lehne die Legalisierung von Embryonen- und Eizellenspende aus ethischen Gründen ab. Ich sehe die Gefahr, dass die Fruchtbarkeit von Frauen und zukünftiges menschliches Leben zur Ware werden.
    An ganz anderer Stelle setzt die Adoption an, die ich als für kinderlose Paare als auch für die zu adoptierenden Kinder als sehr positiven Weg sehe.

    Mit freundlichen Grüßen

    Biggi Bender

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    • 28. Februar 2003 um 13:46
    • #4

    Schreiben an Fraktionen sowie Ausschüsse

    MARIA EICHHORN MdB
    Vorsitzende der Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und Jugend


    Sehr geehrte Frau Schmidt,

    für Ihre E-Mail vom 14. Januar 2003, in dem Sie Ihre Prob-leme der Kinderwunschbehandlung ausführlich darstellen, danke ich Ihnen sehr.

    Ihr Wunsch nach einem eigenen gemeinsamen Kind ist nur zu verständlich. Ungewollte Kinderlosigkeit ist für die betrof-fenen Paare eine sehr schwierige Situation, und kann für ei-ne Partnerschaft zu einer enormen Belastungsprobe werden. Deshalb darf die Not und die Sorge ungewollt kinderloser Paare nicht gering geschätzt werden.

    Die Verwendung fremder Eizellen ist nach dem Embryonen-schutzgesetz in Deutschland verboten; in den meisten euro-päischen (und außereuropäischen) Ländern ist das Verfah-ren nicht geregelt, wird aber angewandt.

    Verschiedene Gespräche im In- und Ausland haben mich davon überzeugt, dass das Embryonenschutzgesetz in Deutschland die beste Grundlage bietet, um den Schutz der menschlichen Würde von Anfang an zu gewährleisten.

    Auf der Basis dieser gesetzlichen Grundlage stehe ich so-wohl der Eizellspende als auch einer begrenzten Zulassung der PID in Deutschland sehr kritisch gegenüber. In beiden Fällen besteht die Gefahr, dass eine nicht wünschenswerte Ausweitung der IVF erfolgt, die weit in soziokulturelle Werte eingreift und Frauen auf eine Rolle als Spenderinnen von Ei-zellen festlegt. Anders als die Spermaspende, die keinerlei Risiko für den Spender bedeutet, ist die Gewinnung von Ei-zellen ein komplizierter Prozess mit hoher Eingriffstiefe: der Körper der Spenderin wird medikamentös dazu gebracht mehrere Eizellen heranreifen zu lassen.

    Die gesundheitlichen Risken bei der Punktion der Eizellen sind nicht zu unterschätzen. So stehen die zur Stimulation verabreichten Hormonpräparate im Verdacht, hormonabhän-gige Karzinome wie Eierstockkrebs auszulösen. Die gesund-heitliche Belastung der Frauen bestätigen selbst einige Re-produktionsmedizinerinnen und –mediziner. Sie schlagen vor, dass nur Frauen, die sich einer IVF-Behandlung unter-ziehen, als Eizellspenderinnen in Frage kommen, da es nicht vertretbar sei, dass sich gesunde Frauen diesem Risiko zum Nutzen Dritter aussetzen.

    Im Hinblick auf die physiologischen, psychologischen und sozialen Auswirkungen auf Frauen und ihre Gesundheit, leh-ne ich die Zulassung der Eizellspende in Deutschland ab.

    Bei der weiteren Diskussion darf die Eizellspende nicht iso-liert betrachtet werden, sondern es müssen vielmehr die ihr zugrunde liegenden Praktiken der IVF kritisch beleuchtet und die medizinischen Risiken sowie die ethischen und soziokul-turellen Folgen wissenschaftlich aufgearbeitet und diskutiert werden. Hier kommt neben den betroffenen Paaren auch dem/r Mediziner/in in der Beratung und Entscheidungsvorbe-reitung eine große Verantwortung zu.

    Bei Ihrem berechtigten Wunsch nach einem Leben mit Kin-dern hoffe ich, dass Sie einen für Sie Sinn erfüllenden Weg finden.

    Mit freundlichen Grüßen
    gez. Maria Eichhorn

  • Ines + Chris
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    • 2. April 2003 um 10:55
    • #5

    Schreiben an Fraktionen sowie Ausschüsse

    Petra Pau, MdB, PDS

    Sehr geehrte Frau Schmid, sehr geehrter Herr Schmid,

    vielen Dank für Ihre Mail.

    So sehr ich Ihren Kinderwunsch verstehe, so zeigt sich doch gerade auch an Ihrem Fall, wie kompliziert und unsicher der Einsatz moderner Praktiken ist, wenn es um die Realisierung Ihres Wunsches geht.

    Auch innerhalb der PDS gibt es zu den von Ihnen aufgerufenen Fragestellungen unterschiedliche Positionen, die aus sehr unterschiedlichen Problemsichten resultieren. Hier gilt es ja nicht nur, wissenschaftliche nicht umstrittene Erkenntnisse zu bewerten. Gesellschaftliche, medizinische, psychosoziale und geschlechterdifferenzierende Aspekte sind mit ethische Werten und Ansprüchen abzugleichen. Das betrifft auch die von Ihnen geforderte Legalisierung der Eizellspende.

    Ich schicke Ihnen in der Anlage Stellungnamhen, Beiträge und Anfragen der PDS bzw. einzelner Arbeitsgruppen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Petra Rau


    (Die erwähnten Anlagen werden wir nach und nach einscannen und dann hier veröffentlichen.)

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