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Embryonenspende-neuling - Fragen

  • Ginny
  • 30. Dezember 2008 um 12:47
  • Ginny
    Eizelle
    Beiträge
    6
    • 30. Dezember 2008 um 12:47
    • #1

    Hallo ihr,

    ich habe schon eine Weile still mitgelesen. Nach 5 Jahren KiWu und drei negativen ICSIS interessieren mein Mann (34) und ich (33) uns zunehmend für eine Embryonenspende in Spanien.
    Mit dem ganzen "normalen Kiwu-Kram" kennen wir uns jetzt schon ganz gut aus...aber jetzt scheint es wieder von vorne loszugehen und das im Ausland.
    Wie habt ihr die Sache denn angefangen? Wie habt ihr euch für die eine oder andere Klinik entschieden? Wie fangen wir denn am besten an...

    Lg
    Ginny

  • she-wolf
    Morula
    Beiträge
    283
    • 30. Dezember 2008 um 13:57
    • #2

    Re: Embryonenspende-neuling - Fragen

    Hallo Ginny,

    es ist immer schwer zu sagen, wann man mit was wie anfängt. Bei den meisten Paaren ist es jedoch so, dass sie nach den unzähligen und erfolglosen KIWU-Behandlungen zunächst über Eizellspende, bzw. Spermaspende nachdenken und hinterfragen, ob es eine Alternative für einen selbst ist. Erst danach, bzw. parallel zur EZS/Spermaspende, wenn es halt wieder nicht geklappt hat, setzen sich die meisten mit Embryonenspende auseinander. Zumindest war es bei mir so.

    Deswegen muss ich dich mal fragen, ob ihr denn tatsächlich direkt mit Embryonenspende beginnen wollt und ob ihr die Möglichkeit für euch bereits bezüglich Eizellspende/Spermaspende ausgeschlossen habt?

    Entscheidungsgründe sind eigentlich immer die Wartezeit, das Geld, die Erfolgsquote und letztendlich das Bauchgefühl. Auch die unterschiedlichen Vorgehensweisen der Behandlung spielt für viele eine Rolle. Die einen möchten eine Downregulierung, andere lehnen diese ab. Manche Kliniken machen immer DR, andere überhaupt nicht.

    Embryonenspende ist natürlich die günstigste Alternative, sie ist mit am unkopliziertesten und geht auch relativ schnell, was durchaus ein Vorteil sein kann. Viele Paare möchten aber wenigstens ein bisschen Partner mit dabei haben, sprich, zwar fremdes Ei einer fremden Frau, dafür aber Sperma vom eigenen Partner. Oder eben anders rum. Die jeweiligen Spenderinnen/Spender werden, es wird zumindest ganz dolle versucht, nach Erscheinungsbild, Blutgruppe etc. ausgesucht.

    Möchte man dann aber einen Embryonen haben, bei dem Spenderin und Spender große Ähnlichkeit mit euch haben sollen, dann könnte es auch wieder etwas schwieriger werden und auch länger dauern, entsprechende Embys für euch zu finden. Allerdings bin ich noch nicht so intensiv in das Thema Embyspende eingetaucht. War zwar auch schon kurz davor, habe es dann wieder verworfen. Mit viel Glück brauche ich auch nicht weiter über Embyspende nachdenken. Das greife ich erst dann wieder auf, wenn es mit der EZS nicht klappt.

    Wie kam es zu eurer Entscheidung, direkt mit Embyspende anzufangen?

    Ansonsten kann ich euch nur empfehlen, dass ihr euch zunächst durch sämtliche Ordner durchlest und jeweils Fragen stellt, so, wie es hier fast alle gemacht haben.


    Viel Glück und Gruß, she-wolf... :flower:

    Wer weiß?

  • Ginny
    Eizelle
    Beiträge
    6
    • 30. Dezember 2008 um 15:11
    • #3

    Re: Embryonenspende-neuling - Fragen

    Hallo she-wolf

    danke für deine antwort.
    warum gleich embryonenspende...wir haben viel hin und herüberlegt in letzter zeit. also: wir mussten ICSI machen wegen eines Enzymdefekts der Spermien. dann stellte sich unter Stimulation raus, dass ich low responder bin (was bedeutet, dass es immer sehr wenig eizellen waren), dann war die befruchtungsrate dieser wenigen eizellen auch noch schlecht (das kann den eizellen oder auch an den spermien liegen das wusste keiner)...es bleibt unklar aber vermutlich haben wir also ein doppeltes problem.
    wir haben uns auch wegen IUI mit Spendersperma erkundigt wahrscheinlich macht das wegen meiner unklaren eizellen wenig sinn und bei ezs würden wir befürchten, dass die schlechte befruchtungsrate vielleicht doch an den spermien lag und trotz guter eizellen der spenderin wieder sehr niedrig wäre.

    wir können uns auch vorstellen "normal" ein kind zu adoptieren und haben beide das sichere gefühl, dass uns nicht mehr so wichtig ist, dass die gene von einem von uns "in dem kind drin sind". aber ich wäre sehr gerne schwanger und würde unser kind selbst austragen...und im gegensatz zur "normalen" adoption wüsste ich eben sicher wie schwangerschaft und geburt verlaufen sind und das kind würde in unsere familie geboren.
    außerdem - vielleicht täusche ich mich da ja - scheint mir bisher von der hormonellen und medikamentenseite her gesehen kryo-embryonenspende wenig belastend? ich hatte schon fiese nebenwirkungen und möchte nach möglichkeit nicht mehr spritzen (downregulieren mag ich gar nicht...) die medikamentenseite spielt daher bei unserer entscheidung eine wichtige rolle. auch dass kryo-embryonenspende vermutlich gut planbar ist, weil es ja nur nach meinem zyklus gehen würde und kein gleichschalten etc nötig wäre.

    das aussehen...nachdem wir uns auch ganz normal adoptieren vorstellen können würden wir beide jetzt keinen gesteigerten wert darauf legen, dass die ...wie nennt man sie denn...erzeuger des embryos uns möglichst ähnlich sehen. also da wären wir ganz flexibel - was habt ihr euch denn dazu für gedanken gemacht?

    danke für den austausch, das tut wirklich gut! und ja, ich werde viel lesen.
    ginny

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 30. Dezember 2008 um 15:18
    • #4

    Re: Embryonenspende-neuling - Fragen

    Liebe Ginny, ich habe 3 Kinder aus Embyspende. Tipp: Überleg dir vorher, ob du es den Kindern sagen würdest oder nicht (schwierige Entscheidung!). Solltest du auch nur in Erwägung ziehen, es evtl. zu verschweige (z.B. weil du deinem Kind die Reaktionen des Umfelds ersparen willst) dann achte auf ausreichend Ähnlichkeit - egal, ob es dir nun selbst wichtig ist oder nicht. Die uns generell ähnlichsten Länder sind Polen und Tschechien.

    Ja, mit Kryos hat man wenig Medikamentenbelastung, es geht notfalls ja auch ganz ohne. Aber auch dafür gilt: Ohne DR ist es nur dann sinnvoll, wenn du notfalls jederzeit zur Klinik hinkannst (also kein Flug oder Visum dich einschränkt). Sollte sich wider Erwarten doch ein Follikel bilden (der Teufel ist ein Eichhörnchen), dann muss sich der Transferzeitpunkt notfalls nach deinem Uterus richten und nicht umgekehrt.

    Gruß Romy

  • voghey
    Blastozyste
    Beiträge
    828
    • 30. Dezember 2008 um 17:08
    • #5

    Re: Embryonenspende-neuling - Fragen

    Liebe Ginny,

    wie wäre es, wenn ihr bei einem Erstgespräch in der Klinik eurer Wahl das Sperma deines Mannes noch mal untersuchen lasst? Man weiß einfach nie und gerade da kann sich ja auch mal was verbessern. Aber grundsätzlich finde ich eure Einstellung gut und für uns wäre Adoption auch in Frage gekommen. Es hat halt nur einfach hier in D nicht geklappt. 7 Jahre Wartezeit sind sehr lange und dann weiß man immer noch nicht genau, ob man dann ein Kind bekommen wird, oder nicht. Auslandsadoption kam aufgrund des Kostenfaktors nicht in Frage.

    Ich würde mich einfach mal durch die Ordner lesen und auch einfach mal die einzelnen Kliniken anschreiben und nach Preisen und Vorgehensweise etc. fragen.

    Wünsche euch ganz viel Glück,
    voghey

  • Ginny
    Eizelle
    Beiträge
    6
    • 2. Januar 2009 um 12:59
    • #6

    Re: Embryonenspende-neuling - Fragen

    Hallo ihr

    danke für eure antworten!

    Romy - jetzt muss ich nochmal wegen der downregulationssache bei embyspende fragen. ich kenne DR nur bei meinen normalen ICSIS, kryo hatte ich ja nie.
    ich bin zwar low responder und die ärzte erwähnen immer wieder mal drohende vorzeitige wechseljahre aber ich habe (noch?)einen ganz normalen zyklus mit ca 28-30 tagen und immer einem follikel.
    was heißt das denn dann für die embryonenspende? mit DR könnte man es genauer planen und ohne DR muss ich um den ES herum eine woche in Spanien sitzen damit der sicher vorbei ist ?
    mein mann und ich würden es dem kind sagen, da sind wir uns sicher. wie habt ihr euch entschieden?
    wo warst du denn zur embyspende, romy? 3 kinder das ist ja großartig! und wie alt sind deine kinder denn heute?

    voghey - ja, das werden wir uns überlegen. allerdings ist das problem ein enzymdefekt der spermien (keiner weiß ob mein mann nicht schon damit geboren wurde) und in aussehen, bewegen und zahlen sind sie nicht toll aber noch ganz ok - deshalb haben wir auch einige jahre zyklusmonitoring hinter uns bevor weiteruntersucht und ICSI empfohlen wurde. und je nachdem was die spanier untersuchen kommt wieder raus: so schlecht schauts gar nicht aus. das ergebnis kennen wir aber schon, die befruchtungsrate war dann trotzdem schlecht. und als wir dann IMSI versucht haben (diese spermien-spezial-mikroskopiererei) hatte ich nur eine eizelle...da kann man dann zur rate nicht viel sagen. nein, ich glaube, wir mögen nimmer. unsere gene lassen uns im stich. wir wollen mit einem kind leben und all die dinge gemeinsam erleben, die man als familie so macht. und dazu muss es nicht unbedingt unsere gene haben.

    gruß
    Ginny

  • voghey
    Blastozyste
    Beiträge
    828
    • 2. Januar 2009 um 17:40
    • #7

    Re: Embryonenspende-neuling - Fragen

    Liebe Ginny,

    kann euch gut verstehen! Warum also nicht Embryospende. Wei man bei Romy sieht, kann das ja sehr gut funktionieren. :) Irgendwann ist man der ganzen Untersuchungen einfach leid. War bei mir dann auch so. Bei uns bin ich es halt, die keine brauchbaren Eizellen mehr hat. Bei Männe ist soweit alles ok, daher reichte EZS. Aber wir hätten auch Embryospende genommen. Hatten wir sogar wegen der Kohle schon überlegt, wenn der Kryoversuch jetzt nicht geklappt hätte.

    Wegen der Downregulierung kann ich nur sagen, dass es bei mir im Kryozyklus ohne gegangen ist. Beim Frischversuch hatte ich mit Downregulierung. Durch die Östrogenisierung mit Progynova/Estrifam soll es wohl nicht zu einem Eisprung kommen. Und beim Kryozyklus wird der Transfer ja zwischen Zyklustag 19 - 22 durchgeführt. Das müsste dann passen. Aber da kann dir bestimmt noch jemand anders professionellere Antwort zu geben.

    Ich drücke euch auf jeden Fall die Daumen.
    Lieben Gruß
    voghey

  • Ginny
    Eizelle
    Beiträge
    6
    • 3. Januar 2009 um 18:48
    • #8

    Re: Embryonenspende-neuling - Fragen

    Hallo

    romy und ihr anderen - jetzt ist mir noch eine frage eingefallen:
    haben sie euch gesagt was wäre, wenn die vorgesehenen embryonen das auftauen nicht überleben? denn das passiert ja durchaus mal soweit ich das von kryos bei freundinnen weiß (bei mir gab es nie was zum einfrieren). bekommt man in jedem fall welche oder kann es sein man schluckt die medikamente, fliegt nach spanien und dann gibt es keinen transfer?

    voghey - mir ist erst jetzt klar geworden, dass du ja schwanger bist! wie schön. ganz herzliche glückwünsche und das allerbeste für dich und das kleine! und jaja die statistik sagt klar, frisch klappt besser als kryo (interessanterweise bei dir nicht). wir sind auch manchmal am überlegen, ob wir ezs und dann frisch icsi mit samenspende in betracht ziehen sollen. denn natürlich werden wir emotional schon langsam mürbe, insofern wäre es zu überlegen ob man nicht die kohle zusammenkratzt und das verfahren mit der höchsten erfolgswahrscheinlichkeit wählt...

    schönen abend
    Ginny

  • Ginny
    Eizelle
    Beiträge
    6
    • 3. Januar 2009 um 19:34
    • #9

    Re: Embryonenspende-neuling - Fragen

    hallo, ich nochmal

    habe gerade nochmal so überlegt und merke, dass mich bei kryo-embyspende auch der aspekt anspricht, dass die kleinen schon da sind (als überzählige aus den versuchen anderer). wenn ich über frische embyspende nachdenke, habe ich so ein gefühl von "auf bestellung hergestellt"...und das fühlt sich komisch an. aber vielleicht ist das jetzt auch ein bisschen wirr...ich merke, an dem thema hängt eben emotional, ethisch und moralisch verwirrend viel dran und ich habe anscheinend gerade erst die spitze des eisbergs durchdacht.
    hm hm hm nachdenklich
    Ginny

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 3. Januar 2009 um 20:07
    • #10

    Re: Embryonenspende-neuling - Fragen

    Hallo Ginny,

    bevor bei uns wieder Raubtierfütterung ansteht, versuche ich schnell noch ein paar Zeilen hinzukriegen.

    Auftauen: ich nehme an, du bekämst überall "Ersatzspieler", da das Auftauen schnell geht und immer etwas in Reserve da ist. Das Risiko "kein Transfer" gibt es beim Frischversuch auch, z.B. wenn man unbedingt Blastos möchte und die EZ es eigentlich nicht hergeben.

    DR: scheint bei dir nicht so unbedingt notwendig zu sein, würde ich sagen...Östrogen hemmt die Follikelbildung, verhindert sie aber nicht zuverlässig. Und FALLS sich einer bildet und der springt, musst du genau entsprechend transferieren, also etwa die Blastos genau 5 Tage nach dem Eisprung (weil sie in eine gestagenmäßig synchrone Umgebung müssen). Also bei Tschechien würde ich das riskieren, notfalls kann man da mit dem Auto ein paar Tage früher hinfahren. Sobald ein Flug ins Spiel kommt, würde ich ins Grübeln kommen.

    Mir ist genau das passiert beim letzten Transfer, und zwar trotz DR - nur, weil ich meine Periode 1 Woche zu früh bekommen hatte und damit die Vorab-DR entfallen musste. Ich habe Blut und Wasser geschwitzt, ob der Follikel springt. Tägliche US-Kontrollen beim Gyn etc...

    Mein erstes Kind kommt von Novum in Warschau, die Zwillis stammen aus St. Petersburg.

    Wenn uns das Äußere der Kinder nicht dazu zwingt, möchten wir schweigen. Grund 1: Ich sehe wenig Sinn darin, einem Kind zu eröffnen, woher es NICHT stammt. Ich glaube auch, meine Tochter würde das nicht verkraften. 2. Grund: Die Reaktionen des Umfelds sind absolut unberechenbar. Aber wir müssen abwarten, wie die Zwillis sich entwickeln.

    Herstellung Embryonen. Es gibt beides, überzählige und extra für diesen Zweck hergestellte. Überzählige bedeuten natürlich, dass das Kind aufwachsen darf und nicht irgendwann im Ausguss landet; es bedeutet aber auch, dass dein Kind irgendwo leibliche Geschwister hat, die es nie kennenlernen wird. Finde ich im Hinblick auf eine spätere Eröffnung einen ziemlich schwierigen Aspekt.
    Extra hergestellte bedeutet natürlich, dass man mittendrin ist in der "Babyindustrie".

    Schön ist das alles nicht. Aber deswegen es nicht zu tun, obwohl ein starker Kinderwunsch es dich tun heißt, bedeutet dann auch wieder: Du nimmst deinem Kind die Chance, geboren zu werden und bei liebevollen Eltern aufzuwachsen. Mit weißer Weste kommt man da also nicht raus.

    Bei mir war es jedes Mal Kryo. Sind immer schöne dicke Babys geworden...

    Gruß Romy

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