Hallo Ihr,
ich lese hier ganz viel in diesem Forum, schreibe aber eher selten. Wir haben gerade nach unser 1. EZS in Prag bei Gennet ein negativ wegstecken müssen.
Nun wollen wir wohl noch mal einen Versuch wagen. Aber ich möchte mich diesmal optimal vorbereiten.
1999 ist bei mir Endometriose bei einer Bauchspiegelung festgestellt worden, diese wurde bei der OP entfernt und dann mußte ich ein 1/2 Jahr Hormone nehmen, die einen in künstliche Wechseljahre versetzen. Danach ist es nie wieder kontrolliert worden.
Nach unserem 5. Negativ hier in Deutschland (nach dem 1. Versuch war ich schwanger- aber Windei) habe ich mich immunologisch untersuchen lassen und dabei kam heraus, daß wir eine Partnerimmunisierung machen lassen sollten. Das haben wir auch getan und im 6. ICSI-Versuch wurde ich schwanger, ich mußte das Kind allerdings in der 14. SSW wieder hergeben, weil es eine Behinderung hatte und nicht lebensfähig gewesen wäre. Das alles ist jetzt 2,5 Jahre her.
Meint ihr, daß vor unserem nächsten Versuch eine weitere Immunisierung sinnvoll wäre? Ich höre hier auch immer wieder was von Killerzellen, ich glaube, daß ist bei mir gar nicht untersucht worden, wäre doch wichtig bei Endometriose, oder nicht?
Es steht da was von T-Zellen im Befund, ist das das Gleiche? Was Immunglobuline? Was ich richtig beschis.... finde, daß manche Ärzte so ignorant sind und man eigentlich auf sich alleine gestellt ist und selbst entscheiden muß, welche Untersuchung ist sinnvoll, welche nicht...
man bin langsam echt sauer darüber!!! :x Und dann muß man auch noch alles privat bezahlen!
Immunologisches Problem?
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Re: Immunologisches Problem?
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!
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Re: Immunologisches Problem?
Anni, ein bisschen Zeit musst du uns schon lassen, ohne gliech sarkastisch zu werden... :-? Es gibt hier ja keinen Anspruch auf Antworten - und wenn ich keine bekäme, würde ich doch als erstes mal meine eigene Fragestellung hinterfragen. Soviel vorab.
Du musst wissen, dass diese ganze Immunologie-Problematik wissenschaftlich widerlegt ist. In meinen Augen ist das zwar hanebüchen - ich bin sozusagen ein lebendes Gegenbeispiel - aber es ist de facto Stand der Medizin.
Das heißt, du bist da tatsächlich weitgehend auf dich alleine gestellt. Nur die Klinik ISIDA in Kiew verfügt über einen eigenen Immunologen. Wenn du noch nicht festgelegt bist, zieh diese Klinik in Betracht. Novum in Warschau akzeptiert zumindest das Vorhandensein immunologischer Risiken und bezieht das in die Therapie - sie haben aber keinen eigenen Immunologen.
Die aktive Immunisierung wirkt meines Wissens ein halbes Jahr. Ich würde dir empfehlen, vor einem weiteren Versuch zu Dr. Reichel-Fentz oder zu Dr. Heilmann zu gehen.
Viele Grüße
Romy -
Re: Immunologisches Problem?
Ich bin auch bei Dr Reichel Fentz und ich muss sagen, dass ich glaube daran. Nach 2 IVF mit eigene Eier und 4 Eizellspender (5 Transfers -- ein war gefroren) habe ich Kontakt mit Dr Reichel Fentz genommen und bin positiv für MTHFR und ANAS. Ich habe einen einfach Behandlung gemacht (5 mg Folic Acid zusammen mit B6 und B12) Heparin ab Transfer und Prednisolin 5 mg mehrere Wochen gemacht. Wir haben beide auch Antibiotiker genommen 3 Wochen lang falls wir einen ungemerkt Infekt hatten.
Ich bin schwanger geworden, habe aber nur bis zum 9. Woche geschaft. Es war aber meine erste Schwangerschaft nach 8 Jahre versuchen. Ich versuche noch Mal mit Spender 5 im Herbst.
(Sorry my German isn't great and my husband/translator is asleep.)
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Re: Immunologisches Problem?
Hallo Sameboat,
dein Deutsch ist doch klasse, habe alles verstanden was du geschrieben hast :D, drück dir für deinen nächsten Versuch die Daumen.
Hallo anni flint
so schnell bekommt man keine Antwort, gerade bei dem Thema, da habe sich noch nicht viele auseinandersetzen müssen. Ich kann dir darauf leider auch keine Antwort geben, sorry. Es tut mir leid, was euch passiert ist und hoffe sehr das es nicht nochmal vorkommt.
Ich wünsche dir weiterhin alles GuteGruß Svenny
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Re: Immunologisches Problem?
Danke Svenny,
ich habe mich eigentlich noch nicht vertraut, allein hier zu schreiben. (Mein Liebster muss mich helfen, wenn ich Fragen haben.) Ich sehe, dass du schwanger bist. Ich gratuliere. -
Re: Immunologisches Problem?
Danke für Eure Antworten. Ich habe mich jetzt nochmals mit der Uni Klinik in Kiel in Verbindung gesetzt und ein Gespräch mit einer sehr netten Ärztin gehabt. Sie meinte, daß eine (erneute) Immunisierung bei einer Eizellspende keinen Sinn macht. Ich habe aber auch Blut zu Dr. Reichel-Frentz geschickt, weil ich gerne wissen möchte, wie hoch meine Killerzellen sind, wobei die Ärztin in Kiel auch meinte, daß erhöhte Killerzellen eine Einnistung des Embryos nicht negativ beeinflussen, es sei denn es befinden sich solche Zellen direkt in der Gebärmutter, was man nur duch eine Biopsie feststellen kann.
Ich werde mich wohl daran halten, was die Klinik empfhiehlt, in der wir die EZS planen.
Liebe Grüße Anni Flint -
Re: Immunologisches Problem?
Hi Anni,
viel Glück mit alles. Ich wollte nur sagen, dass in meine Erfahrungen, KW Ärzte sind sehr skeptisch über reproductive immunology. Falls Sie mehr wissen wollen über reproductive immunology, kann ich nur emphälen dass Buch 'Is your body baby friendly?' Es ist mit Dr Allen Beer geschrieben, der Pioneer von reproductive immunology, der leider gestorben ist, kurz befor dass Buch fertig war. Es ist kein so spannende Buch aber sehr viel Information ist drin.Best of luck.
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Re: Immunologisches Problem?
Ja, in Kiel steht man der passiven Immunsierung eher skeptisch gegenüber. Dr. Reichel sagt hingegen, dass die Blut-NK's doch signifikant sind. Die Ki-Wu-Kliniken lehnen ja Immuntherapie fast durch die Bank ab.
Ich bring da noch mal meine Daten, auf die Gefahr, euch zu langweilen: 24% NKs; serienweise natürliche Schwangerschaften verloren 4/5. Woche; 6 ICSIS negativ, 1 EZS negativ. Dann Immuntherapie mit IVIG/Kortison: 3 Kryo-Versuche, 3 positiv. Beim 2. Versuch Medikament etwas niedriger dosiert: Schwangerschaft wiederum verloren 6. Woche. (Dann höher dosiert: Zwillinge im Dezember...)
Behandlung durch Dr. Reichel.
Gruß Romy