Hallo,
ich bin eine Brustkrebspatientin (Diagnose Anfang 2004, seit 3 Jahren gesund), und möchte nun eine Eizellspende in Anspruch nehmen. Gibt es jemanden, der auch Brustkrebs hatte und bereits eine Eizellspende hatte oder diese plant? Was sagen die Ärzte zur geplanten hormonellen Stimulation bzw. zu einer Schwangerschaft generell? Danke für Eure Antworten!
LG Astrid
Eizellspende und Brustkrebs
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Re: Eizellspende und Brustkrebs
Ich kann Dir keine persönlichen Erfahrungen mitteilen. Aber soweit ich weß, gibt es zumindest einige Brustkrebsarten, die auf Östrogene hin wachsen können.
Östrogene sind aber für die Vorbereitung auf die EZS nötig.Hast Du schon mal Deinen Onkologen gefragt, was er dazu sagt? Der kennt dich und Deine Diagnose am besten und kann am besten beurteilen, ob die Vorbereitung auf EZS mittels Östrogene für Dich ein Risiko darstellen.
Theoretisch ginge es aber auch, daß Du eine EZS oder EMS im natürlichen Zyklus machst. Das ist nur sehr viel schwieriger mit dem Timing (bei EMS nicht so sher, aber be EZS, da man sich nach dem zyklus der Spendern richten muß.
Aber das wäre evtl noch eine Möglichkeit, falls Östrogene bei dir nicht gehen sollten.Ob eine SS ein Risko für Dich wäre, kann ich gar nicht beurteilen. aber auch da wird der Onkologe einen Meinung dazu haben.
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Re: Eizellspende und Brustkrebs
Hallo Astrid,
ich hatte auch Brustkebs. Meine Diagnose bekam ich im Mai 2001. Die Diagnose erwischte uns in der Babyplanung. Es sind nun schon über 6 Jahre her. Mein Krebs war östrogenabhänig - leider. Ich habe meinen Gedanken an ein gemeinsames Kind nie aufgegeben, so wie du auch. Der Gedanke und der Wunsch haben mich durch das ganze Behandlungsdiagramm getragen und mir Kraft gegeben. Natürlich kam die KRaft nicht nur vom KIWU. Meine Onkologin und auch meine Frauenärztin wussten das von Beginn der Bahndlung, dass da noch ein straker Kinderwunsch ist. Wir haben nach 2 Jahren die Enantone Behandlung und nach 3 Jahren die Tamoxifen Behandlung beendet und ich habe mich noch einmal im KIWU-Zentrum Heidelberg beraten lassen. Alle 3 Ärzte haben sich damit auseinander gesetzt und niemand hat mir abgeraten. Natürlich muss man auch selbst wissen, ob man diesen Weg geht, denn ein größeres Risiko gibt es nun doch. Was mir wichtig war, zu wissen, ob es für mich eine genetische Vorbelastung gibt, denn wenn dem so wäre, hat man ein deutlich größeres Risiko auf ein erneutes Erkranken. Letztendlich hat man während der Schwangerschaft eh mit einem höheren Östrogenspiegel zu tun. Freilich ist bei einer EZSP eine Ösrogengabe in der Vorbereitungszeit nötig, wenn man nicht gerade eine eine EZSP im Spontanzyklus macht. Aber ich bin der Meinung, dass die 14 täge Zusatzgabe an Östrogenen nicht der Rede wert ist. Will man konsequent Östrogen meiden, dann dürfte man auch nicht spontan schwanger werden. Den für 38 Wochen baut der Körper eben sowie so erhöht Östrogen auf.
Ich wünsche dir alles Gute, du kannst gern noch fragen, wenn du möchtest.
LG von Kathrin
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Re: Eizellspende und Brustkrebs
Erst einmal Danke für Eure Antworten.
Ich hab noch eine Frage an Dich Kathrin: Hat die Klinik bei Dir eine "schriftliche Risikoeinschätzung bzgl. einer Schwangerschaft" verlangt? Es ist ja nun mal so, dass kein Arzt bzw. Onkologe der Welt eine Schwangerschaft bei östrogenabhängigem Brustkrebs befürworten wird. Letztendlich wird ein Restrisiko immer bleiben und dass muß ich dann ganz persönlich tragen. Danke für die Antwort und Dir weiterhin alles Gute!
LG Astrid
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Re: Eizellspende und Brustkrebs
Hallo Astrid,
ein Restrisiko trägt auch jede andere Frau die nicht von dieser Erkrankung betroffen ist und auch jede Frau die noch nicht weiß, dass sie eine genetische Veranlagung für BK hat. Natürlich habe ich ein höheres Risiko - ohne Frage. In der KIWU Sprechstunde in Heidelberg habe ich mich beraten lassen, wie viel Risiko es wäre, insoweit es zu bewerten ist und ob mich diese Klinik behandeln würde. Der Arzt dort hat mir geantwortet, die meisten Patienten beginnen nach viel früher nach der behandlung - als ich - mit der KIWU Behandlung und für ihn ist das keine Einschränkung. Es gibt keine Studie, die ein häufigeres Rückerkranken beweist. Muss mal schauen, ob ich die Mail noch habe. Auch meine Onkologin hat sich hier bei verschiedenen Symposien mit Gyn´s ausgetauscht. Es scheint wirklich diesbezüglich keine besseren Angaben zu geben. Es ist ja auch nicht so häufig, dass bei Frauen mit BK noch KIWU besteht, allein daher, weil die meisten Frauen älter als 45 sind. Da beginnt das Risiko ab BK zu erkranken. Wir, mit unseren jungen Jahren, sind da eher die Seltenheit und können für Studien natürlich zu wenig Material liefern.
Ich muss dazu sagen, ich habe mich echt gescheut, viele normale künstliche Befruchtungen zu machen. Wir haben es bei leicht stimulierten Zyklen belassen und haben eine IVF in Brünn in der Laurea Klinik versucht. Mehr wollte ich in diese Richtung nicht mehr unternehmen a aus Altersründen und b weil ich mir die emense Dosis mit Hormonspritzen nicht "gönnen " wollte. Du merkst, ich überlege auch, wie weit ich mit einem guten Bauchgefühl kommen möchte. Ich habe schon auch ordentlichen Respekt.
EZSP ist für mich ein hormoneller Spagat - nicht so extrem Hormone und bessere Eizellen, als ich sie wohl noch habe und natürlich höhere Erfolgsausichten. So hoffe ich
Bei Reprofit habe ich meine Vorerkrankung angegeben und habe nie ein Veto bekommen, bzw. musste auch keine Einschätzung meiner behandelnden Ärzte beibringen. Letzteres geht auch eigentlich nur im Deckmantel von IVF/ICSI, da EZSP in D ja verboten ist.
Ich habe natürlich einen zeitlich Bonus, da ich nun seit über 6 Jahren gesund bin.ich wünsch dir alles Gute und würde mich freuen, mit dir in Kontakt zu bleiben.
Liebe Grüße von Kathrin
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Re: Eizellspende und Brustkrebs
Hallo Kathrin,
ich wollte noch mal kurz berichten wie es in Alicante beim Erstgespräch gelaufen ist. Problem ist, dass meine Krebserkrankung erst ca. 3 1/2 Jahre zurückliegt. Empfohlen wird sowohl von Dr. Aizpurua als auch von meinem Onkologen, dass ich noch 1 1/2 Jahre warte. Das mit den Hormonen ist wirklich eine kritische Sache. Nach dem Gespräch war ich schon entäutsch, denn ich hatte gedacht, alles würde etwas schneller gehen.
Aber ich will natürlich auch gesund bleiben und kein Risiko eingehen. Deswegen haben wir uns entschlossen noch zu warten.Ich wünsche Dir alles Gute und drücke die Daumen. Hab gelesen, dass Du kürzlich zum Transfer warst. Hast Du eigentlich 2 befruchtete Eizellen transferiert bekommen? Die Empflehlung von Dr. Aizpurua lautet möglichst eine Zwillingsschwangerschaft zu vermeiden, da dadurch noch mehr Östrogene produziert werden, als wenn man nur ein Kind bekommt.
Liebe Grüße von Astrid
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Re: Eizellspende und Brustkrebs
Hallo Astrid,
ja, wir haben 2 Embys zurück genommen. Einen 7 und einen 8 Zeller. Ich wollte die Chance erhöhen, damit es hoffentlich einer oder auch beide schaffen. Hoffentlich !!!
Sind gerade erst zurück gekommen und ich bin ganz drüselig im Kopf von den düsteren Wolken und dem vielen Regen...
:snoopy:Ein direktes Zeitfenster für den Startschuss habe ich nie direkt vorgegeben bekommen.
Ich hatte mich per Mail an das Tumorzentrum+ KIWU Zentrum in Heidelberg gewandt. Meine Onkologin hatte für mich ganz speziell bei Kongressen und Metings immer wieder dieses Thema in den Raum gestellt, da es eben eine Thematik ist, die selten vorkommt. Meine Gyn-Doc hat ebenfalls keine schlechten Erfahrungen gemacht, aber die wenigen Erfahrungen gelten halt nicht als Studie. Wie war noch mal dein zartes Alter...?? Darf ich nach der Entscheidung für Alicante fragen??
Gern auch per PN
Liebe Grüße von Kathrin
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Re: Eizellspende und Brustkrebs
Hallo Kathrin,
wie gehts Dir? Du wartest sicherlich schon sehr gespannt auf Dein Ergebnis! Wann kannst Du den Test machen?
Also die Entscheidung für Alicante kam so, dass unser Kinderwunschzentrum die Klinik empfohlen hat, da sie auch mit dieser zusammenarbeiten. Dann hab ich natürlich im Forum gestöbert und nur Gutes gelesen. Ich hab auch nach wie vor einen guten Eindruck und ich sehe ja auch, dass der Doc unseren Fall ernst nimmt. Bin halt ungeduldig.
Wie kommst Du auf das Tumorzentrum in Heidelberg? Warst Du dort schon vorher in Behandlung oder hast Du Dich einfach so dorthin gewandt?
Alles Gute wünscht Astrid
P.S. Ich bin 33 Jahre alt, mein Mann 35
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Re: Eizellspende und Brustkrebs
Hallo Astrid,
habe dir eine PN geschickt
Kathrin