Hallo, habe in den letzten Tagen sehr interessiert die Gespräche verfolgt.
Nach fünf erfolglosen IVF haben wir von der Möglichkeit der Eizellspende erfahren. Für uns ein ganz neuer Gedanke, da wir gar nicht davon wußten.
Meine Eizellen waren jedes Mal gut, es scheiterte an der Einnistung. Unsere Chancen bei einer weiteren Behandlung erfolgreich zu sein sind sind aber trotzdem schlecht.
Ich bin 40 Jahre alt und ich habe das Gefühl die Uhr läuft gegen uns.
Als wir von der Eizellspende hörten, war ich spontan begeistert, weil ich das Thema Kinderwunsch fast abgehakt hatte.
Man hat uns übrigens auch das Instituto Bernabeu in Alicante empfohlen, deshalb war es auch ganz toll von euren Erfahrungen zu lesen.
Aber es gibt natürlich auch viele Fragen....vielleicht kann uns jemand Antworten geben.
Uns beschäftigt im Moment sehr, nach welchen Kriterien die Spenderin ausgewählt wird.
Gibt es die Möglichkeit Einfluß zu nehmen?
Bekommt man ansonsten irgendwelche Informationen über die Spenderin?
Es wäre schön, wenn ihr mir helfen könntet. Vielleicht habt ihr euch auch zu Beginn mit diesen Fragen befaßt?
Viele Grüße, Tini 4
noch ein neues Mitglied
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Re: noch ein neues Mitglied
Hallo Tini,
soweit ich weiss, läuft die EZS meistens anonym ab. Zumindest habe ich bei Anfragen in verschiedenen Kliniken diese Auskunft erhalten. Die von dir erwähnte Klinik war nicht dabei, daher weiss ich natürlich nicht, wie es dort aussieht.
Man kann Preferenzen angeben. Zum Thema Größe, Augenfarbe, Gewicht und Interessen/Hobbies. Wobei ich nicht weiss, wie man das nachprüfen soll. Man bekommt ja keine weiteren Angaben über die Spenderin. Vom Alter her wurde meistens angegeben 22 - 35 Jahre alt und mindestens Abitur, da wohl meistens Studentinnen genommen werden. Dann werden natürlich noch Krankheiten wie z. B. HIV abgeklärt. Aber wie gesagt, ich bin auch noch am Anfang der Infosuche und weiss vieles auch noch nicht genau einzuordnen.
Vor allen Dingen muss man wohl sehr viel Vertrauen in die Klinik haben. Mein Gefühl sagt mir, dass man einfach nicht besonders viel mit bestimmen kann. Ich habe auch hier schon von Leuten gehört, wo es geklappt hat und die Babys dann aber eben nicht die angegebenen Augenfarben hatten, sondern eine andere. Aber auch da, ich weiß noch nicht, wie und wo ich das alles einordnen soll. Ist das nun wichtig, oder nicht?
Ich wünsche dir auf jeden Fall sehr viel Glück und Erfolg für die Suche nach der passenden Klinik. Such dich mal hier im Forum durch. Mache ich auch noch.

Lieben Gruss
Melanie -
Re: noch ein neues Mitglied
Liebe Tini4 :hallo:
Vorerst herzlich willkommen im Forum.
Die ESZ läuft in den meisten Ländern anonym ab, auch in Spanien. In Holland musst die die Spenderin selber mitbringen (bzw. suchen), und auch in England gibt es die Möglichkeit die Spenderin selber mitzubringen. Dadurch kannst Du Dir in England die lange Wartezeit verkürzen, das ist ja auch immer ein Thema.
Ich selber werde im Oktober meine 1. EZS in Brünn (Reprofit) haben. Wie von Melanie erwähnt, Haarfarbe und Co. sind die Angaben die man über die Spenderin erfährt. Die anonyme ESZ ist zweifelsohne eine Vertrauenssache, denn wirklich überprüfen kannst Du die Angaben ja nicht. So viel Vertrauen muss man einfach haben. Und wirklich einen grossen Einfluss kannst Du auf die Auswahl der Spenderin nicht nehmen. Klar kannst Du eine Spenderin ablehnen, aber eben, dann kommt der Zeitfaktor auch wieder zum Zuge...Grundsätzlich, wenn Dir die Angaben zur Spenderin so wichtig sind, gilt es für Dich vielleicht herauszufinden, ob Du die anonyme od. offene ESZ bevorzugst. Und es ist sicherlich hilfreich, Dich hier im Forum noch gründlich zu informieren, die Erfahrungsberichte der vielen Mädels waren und sind für mich eine echte Hilfe.
GlG, Glühwürmchen :magic:
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Re: noch ein neues Mitglied
Hallo Tini4 und herzlich willkommen im Forum . Ich bin selbst erst seit kurzem dabei, auch wir haben uns nach 3 erfolglosen IVF Versuchen ( bin jetzt 43 )für EZS entschieden. Wir machen in der VUB in Brüssel eine sogenannte "namend donation" d.h. wir bringen unsere Spenderin mit, kennen sie also. Das hat sicher den Vorteil über alle medizinischen Punkte informiert zu sein, d.h alle Tests, die mein Mann und ich schon gemacht haben, macht auch unsere Spenderin.
Das sind: anhand eines Bluttests werden alle 23 Chromosomenpaare auf Erbkrankheiten untersucht, blutgruppe und Rhesusfaktor, Hepathitis, HIV. Dann werden wir noch einem phsychologischem Gespräch in der Klinik unterzogen um sicherzugehen, das die Spenderin die EZS freiwillig macht und mental dazu in der Lage ist.
Erst dann beginnt die Klinik mit unserem Treatment und stimmt unsere Zyklen aufeinander ab. alles in allem beginnen wir Mitte September mit dem phsycholigischem Gepräch und werden wohl erst Anfang November mit dem pick up der EZ rechnen können.
Verglichen mit den Berichten anderer aus dem Forum kommt mir das bei uns alles ziemlich langwierig vor, auf der anderen Seite weiss ich, daß die Klinik in Brüssel da extrem sauber und transparent arbeitet.
Freue mich wen dir das weitergeholfen hat,
liebe Grüsse
Christina 7 -
Re: noch ein neues Mitglied
Hallo Tini4,
auch von mir ein herzliches Willkommen! Wie ich gelesen habe wurde Dir das Instituto Bernabeau in Alicante empfohlen!
Ich war am Freitag zum Erstgespräch in Alicante und kann bisher nur positives berichten! Die Klinik ist kleiner aber sehr persönlich, man bekommt eine gute persönlich Betreuung durch 2 deutschsprachige Mitarbeiterinnen und was ganz toll ist Dr. Aizpuruar ist ebenfalls deutschsprachig ist super nett!
Es gibt keine Wartezeit, d.h. nach dem Erstgespräch könnt ihr wenn alles o.k. ist direkt mit der Behandlung beginnen!
Entscheidend ist die Blutgruppe und natürlich auch die äußeren Merkmale werden berücksichtigt, also blaue Augen, etc.
Da ich schon 1 negative Eizellspende im IVI Valencia hinter mir habe, kann ich ein wenig vergleichen und da muss ich sagen - das Instituto Bernabeau ist absolut prima und sehr persönlich!
Alles Gute, Stern
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Re: noch ein neues Mitglied
Hallo,
ganz herzlichen Dank für Eure Antworten. Dieses Forum ist wirklich klasse.
Es hat schon eine besondere Qualität, wenn Betroffene Ihre Erfahrungen weiter geben.
Eine offene EZS wie bei Christina kommt für uns wohl nicht in Frage, wir selber hätten auch niemanden im richtigen Alter.
Wir machen uns halt viele Gedanken über die Spenderin, weil man ggf nichts über zB Vorerkrankungen auch bei den Eltern oder Geschwistern der Spenderin erfährt. Vielleicht wird genau das aber mal wichtig sein.
Wir haben glücklicherweise bald Urlaub und werden uns dann intensiv mit dem Thema befassen.
Ich bin mir auch noch nicht ganz sicher, ob wir nicht doch noch einen letzten IVF-Versuch starten, aber die Chancen sind in Anbetracht meines Alters nicht so toll.
Außerdem wird die Sache natürlich wieder recht teuer.
Auf jeden Fall ist es gut zu wissen, dass man im Instituto Bernabeu keine Wartezeiten hat und das wir hier eigentlich nur positives gehört haben.
Viele liebe Grüße an Euch von Tini