Hallo liebe Forumsteilnehmerinnen,
nachdem ich seit mehr als einem Jahr immer wieder als Gast im Forum war und dadurch eine Menge Informationen bekommen habe (vielen Dank an Ines & Chris!), weiß ich jetzt nicht mehr weiter und möchte deswegen kurz meine Geschichte posten und euch um Rat fragen:
Nach einer Fehlgeburt nach vorangegangener Hormonbehandlung und 2 erfolglosen IVF's haben sich mein Mann und ich zu einer EZS entschlossen und sind über das Forum auf Novum aufmerksam geworden. Nach den üblichen Vorgesprächen und Untersuchungen wurde vor ca. einem Jahr die erste EZS durchgeführt, damals mit 2 "akzeptablen" Embryonen von einer Spenderin. Ergebnis war leider negativ.
Im Herbst 2006 dann der 2. Versuch, dieses mal auf Rat von Dr. L. wieder nur mit 2 Embryonen, allerdings von zwei verschiedenen Spenderinnen. Das Ergebnis war leider wieder negativ. Auf Empfehlung von Dr. L. habe ich dann eine Gebärmutterspiegelung machen lassen, bei der ein "Uterus unicornis" festgestellt wurde, was bedeutet, daß meine Gebärmutter nur auf einer Seite an einen Eileiter angeschlossen ist. Ist wohl sehr selten, ist aber lt. Aussage meines KiWu-Arztes und Dr. L. kein Hindernis für eine erfolgreiche EZS. Und schließlich bin ich ja schon mal auf natürlichem Weg schwanger geworden, wenn auch leider mit schlechtem Ausgang.
Deswegen habe ich dann jetzt den 3. Versuch gestartet, dieses mal mit 2 gut entwickelten Embryonen einer Spenderin und einem Kryo-Embryo vom letzten Versuch, der sich sehr gut entwickelt hat. Aber leider ist auch dieser Versuch wieder fehlgeschlagen..
Ich weiß momentan wirklich nicht mehr weiter. Jeder Arzt, bei dem ich in Behandlung war und der mich untersucht hat, war immer optimistisch. Meine GMS hat sich immer unkompliziert und sehr gut aufbauen lassen. Ich habe alle Medikamente immer gut vertragen und nie irgendwelche Nebenwirkungen gespürt. Beim letzten Versuch habe ich auf Empfehlung von Dr. L. zusätzlich zu Clexane auch noch Aspirin eingenommen. Als Tip aus dem Forum habe ich Bryophyllum eingenommen und in der Vorbereitungsphase bis nach dem Transfer habe ich mehrmals eine Akupunktur machen lassen. Ich weiß nicht, was ich jetzt noch machen soll. Meine Schilddrüsenwerte und die Blutgerinnung sind normal. Ich habe hier im Forum viel über die Immun-Problematik gelesen, habe aber bisher immer gedacht, daß das in meinem Fall keine Rolle spielt. Ich habe nie die "typischen" Symptome gehabt wie Herzrasen, Ziehen und Krämpfe im Unterleib, die plötzlich einige Tage nach ET weg sind. Mir ging es immer gut, keine Krämpfe, keine Blutungen, allerdings auch nicht das geringste Gefühl schwanger zu sein...
Was soll ich jetzt noch tun? Ich habe mich bei Dr. L. immer wohlgefühlt, die Klinik macht einen äußerst professionellen Eindruck und auch mein KiWu-Arzt empfiehlt ihn auch. Obwohl die Kommunikation teilweise etwas chaotisch ist, glaube ich nicht daran, daß ein Wechsel der Klinik unbedingt sinnvoll ist. Woanders geht der ganze Stress wieder von vorne los und in Warschau kenne ich mich inzwischen schon ganz gut aus. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, daß eine andere Klinik so viel anders macht. Letztendlich ist der Ablauf doch immer der Gleiche und wenn ich gut entwickelte Embryonen bekomme, die sich dann nicht einnisten, muß es doch wohl an mir liegen...
Ich bin jedenfalls am Boden zerstört. Die ganze Hoffnung, der ganze Stress mit der Planung und nebenher noch die Arbeit, und dann ist wieder alles umsonst gewesen. Auch wenn ich noch nicht aufgeben will, weiß ich nicht, ob es Sinn macht, immer so weiter zu machen. Vielleicht kann mir ja jemand einen Tip geben, was ich noch versuchen kann.
LG, Lina