Mein Eintrag beginnt gleich mit einer Entschuldigung: Ich bin Journalist - und ich suche für einen Fernsehbeitrag Sie: glückliche Eltern ...
Eizellspende ist für viele deutsche Paare die allerletzte Chance, sich nach unter Umständen unzähligen Behandlungen doch noch den Kinderwunsch zu erfüllen. In Deutschland ist dem aber ein Riegel vorgeschoben. Frauen sind genötigt, für eine Eizellspende ins Ausland zu fahren. Deutsche Ärzte, die sie unterstützen, werden dabei kriminalisiert. Das Anliegen des Films soll es sein, die unterschwellige Kriminalisierung auch der betroffenen Frauen anzuprangern. Außerdem wollen wir die Frage aufwerfen, inwiefern es notwendig ist, das deutsche Embryonenschutzgesetz an dieser Stelle zu lockern.
Für den Fernsehbeitrag suche ich nach einer Frau aus Deutschland, die nach einer Eizellspende im Ausland schwanger wurde und ihr Kind bereits zur Welt gebracht hat. Gerne würde ich in einem Interview besprechen, was die Erfüllung des lang gehegten Kinderwunsches nun für ein Paar bedeutet und wie sich das Leben mit Kind verändert hat.
Ich weiß, dass es ungeheuren Mut erfordert, mit dem Thema "Eizellspende" an die Öffentlichkeit zu gehen. Es ist aber natürlich auch möglich, das Interview verdeckt zu drehen, so dass etwa nie das Gesicht zu sehen ist; auch die Stimme kann verändert werden. So wäre ein "Erkanntwerden" vollkommen ausgeschlossen und die Privatspähre gewahrt.
Ich würde mich freuen, Ihre Gedanken zu dem Thema zu lesen, hier im Forum oder als persönliche Nachricht an mich; auch wenn Sie sich nicht vorstellen können, sich selbst für ein Interview zu Verfügung zu stellen. Damit ich weiß, auf was es den Betroffenen ankommt.
Nun das größte Problem: Der Beitrag soll bereits am 16.04.2007 im Ersten zu sehen sein, zum Auftakt eines einwöchigen Programmschwerpunkts in der ARD unter dem Motto "Kinder sind Zukunft". Ich weiß, der Zeitplan ist sehr ehrgeizig. Aber ich will nichts unversucht lassen.
Ich freue mich auf Ihre Antworten,
Thomas Dauser