Re: Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?
Hallo zusammen,
auch ich bin seit längerer Zeit stille Mitleserin und habe durch Eure Beiträge oft sehr viel Mut bekommen.
Bei uns ist es so, dass ich (24) schon in den vorzeitigen Wechseljahren bin und mein Eierstock (ich habe nur noch einen) nicht mehr arbeitet.
Wir haben uns dann auch für eine Eizellspende entschieden.
Im Juni hatten wir unser Erstgespräch in Alicante. Der Dr. war sehr nett, sagte, ich sei seine jüngste Patientin und es tue ihm alles sehr leid, was ich schon alles mit machen musste. (wurde seit meinem 16 Lebensjahr 6 x am Unterleib operiert, die letzte war sehr kompliziert, da die Eileiter total verklebt waren, der eine war stark mit Eiter gefüllt und kurz vorm platzen, usw.) Er riet uns dazu, die Eizellspende schnell zu machen, da er der Meinung ist, dass mein Körper eventuell bald auf die Gebärmutter übergeht, da er am Unterleib sonst kaum noch etwas hätte, wo er „eine Krankheit verursachen könne“.
Nachdem wir dann zurück waren, fingen wir direkt mit der Behandlung an. Wir sind dann am 02.08.07 nach Alicante geflogen, am 03.08.07 sollte ich noch mal zum Ultraschall kommen und am 08.08.07 sollte der Transfer statt finden. Aber wie sollte es auch anders sein, fand der Transfer natürlich nicht an dem Tag statt. Bei dem Ultraschall fragte der Dr. mich immer wieder, wie dick die Gebärmutterschleimhaut in Deutschland war und wann der letzte Ultraschall war. Sie war in Deutschland 8,4 mm. Bei dem Ultraschall in Alicante war sie nur noch 6,1mm. Sie hatte sich also zurück gebildet. Ich fragte den Arzt, ob wir das wieder hin bekommen und er sagte: „Keine Ahnung“. Ich war fix und fertig. Er sagte uns dann, man könne den Transfer trotzdem machen, aber die Chancen, dass es klappt wären sehr gering. Er schlug uns vor zunächst wieder nach Deutschland zu fliegen und noch mal von vorne anzufangen, oder die geringe Chance in Kauf zu nehmen. Ich war nur noch am weinen, er ließ uns dann ½ Std. in seinem Büro alleine. Frau Juffa war sehr nett, brachte uns Kaffee und Wasser und Taschentücher :). Als er wieder kam, sagte er, er habe eine andere Möglichkeit gefunden, wüsste aber nicht ob diese klappt. Ich sollte alle 48 Std. ein Hormonpflaster nehmen, alle 12 Stunden eine Viagra vaginal (dabei sagte er, ich solle immer schön die Tabletten zählen, nicht das mein Mann sich daran vergreift :D), alle 12 Stunden eine Progynova vaginal + 1 x tgl 3 Tbl. Progynova oral nehmen, dann würde er am Dienstag noch mal ein Ultraschall machen und es wenn die Schleimhaut dann besser wäre, könne man den Transfer machen, mit einer neuen Spenderin.
Um mich jetzt mal etwas kürzer zu fassen (sorry, alles sehr lang):
Es hat geklappt, die Schleimhaut war beim nächsten Ultraschall 9,1 mm. Am Mittwoch musste mein Mann dann hin, am Donnerstag rief der Dr. an, dass alles sehr gut aussieht und schon am Freitag fand der Transfer statt. Der Arzt meinte, es sah alles so gut aus, dass man den Transfer schon an Tag 2 machen konnte. Etwas komisch oder? :-?
Ich soll jetzt weiterhin die Medikamente nehmen wie vor dem Transfer, außer das ich das Viagra abgesetzt habe und statt dessen jetzt zusätzlich morgens und abends je 4 Tbl. Utrogest nehmen muß + 1 Tbl. ASS. Das soll ich dann, wenn es klappt bis zum 3. Schwangerschaftsmonat machen.
Ja und seit gestern sind wir jetzt wieder zurück und jetzt heißt es warten. Aber nach diesem ganzen Hin und Her weiß ich gar nicht mehr. Ich habe kein gutes Gefühl, ich hoffe ich täusche mich. Irgendwie habe ich auch seit gestern abend dauernd leichte Unterleibschmerzen, aber wahrscheinlich ist das alles nur Einbildung. (?)
Viele liebe Grüße und Euch allen ganz viel Glück