Antw:Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?
Hallo Ihr Lieben,
Vielen Dank für Euer Daumendrücken. Kann ich gebrauchen. Es ist der dritte und letzte Transfer von der Spenderin. Ich habe mich schon darauf eingestellt, dass die Spenderin vielleicht einfach nicht paßt. Obwohl, kann ja nicht sein, weil es immer zu einer Einnistung kam..... Na ja. We will see.
Liebe Juli,
ich hatte mich jetzt ein bißchen beschäftigt mit dem Zusammenspiel von Östrogen und Progesteron. Weil der Unterschied von meinem erfolgreichen Versuch zu den Fehlversuchen ist, dass bei den Fehlversuchen die Prolutex-Spritze dazu kam, bei gleicher Östrogengabe. Dabei habe ich Stellen gefunden, die beschrieben, dass eine hohe Progesterongabe erstmal nicht zu einem Anstieg von Progesteron führt sondern dass das Progesteron umgewandelt wird und einen hohen Östrogenspiegel reduziert. Vielleicht ist das die Erklärung dafür, dass es bei Medi-Herstellern heißt, dass eine zu hohe Progesteronzufuhr eine Schwangerschaft möglicherweise verhindert. Ein Zitat in verständlichem Deutsch kopiere ich unten rein.
Deshalb die Frage: wie hoch war Dein freies Östrogen im Blut? Denn wenn durch das Progesteron das Östrogen erst mal reduziert wird ist ja klar, dass die Schleimhaut weniger wird.
Würde auch einen niedrigen Progesteronwert erklären. Der hohe Wert kam vielleicht zu Stande, weil kurz nach Progesterongabe gemessen wurde bzw. die Progesteronumwandlung nicht mehr nötig war.
Weiterdenk....theoretisch: Die Verkürzung des Zyklus könnte demnach dazu führen, dass Dein Östrogenpegel nicht so hoch steigt und somit nicht erst vom Progesteron runtergeregelt werden muss sondern direkt in die Verwendung geht und der Östrogenspiegel bleibt und die Schleimhaut nicht weniger wird.
Meine Erkenntnis aus den Beiträgen und Studien ist leider, dass man durch die Medis nicht erwarten kann, dass die Werte im Blut exakt vorhersehbar sind. Hier wird im Körper umgewandelt, da wird etwas eingelagert und beeinflußt im nächsten Zyklus wieder alles andere. Heißt, dass nicht jeder Zyklus mit den gleichen Medis identisch reagiert. Dazu kommen noch spezielle Progesteronrezeptoren in der Gebärmutter die bei manchen Frauen nicht aktiviert werden. Cholesterin und Insulin spielen bei Progesteron auch eine Rolle. Ächz.
Fazit für mich selber ist, dass das Östrogen nicht zu hoch im Blut sein darf und ich mehrmals freies Östradiol und Progesteron im Zyklus messen lassen werde. Werde ich in Prag am Freitag versuchen erstmals messen zu lassen. Ansonsten direkt im Labor at home und danach in zeitlichen Abständen.
Viel Glück weiterhin für alle :051bye:
Hier das Zitat:
Um den nachfolgenden Beitrag zu verstehen, sollte man, wie so oft,
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/comm…genesis.svg.png
bereithalten.
Pharmakologisch ist das interessant:
Das Progesteron (P4) fällt bei ovariellen Frauen etwa ab dem Alter von 35 schneller, als das Estradiol (E2).
Schließlich geht es hier ja auch um die Produktion von Nanogramm und nicht nur von Picogramm
So entsteht das EDS, das Estrogen Dominance Syndrome.
Das heißt, obwohl E2 fehlt, ist es dennoch dominant gegenüber dem P4, von dem eben noch viel mehr fehlt.
Führt man nun P4 zu, führt das nicht sofort zu einem Anstieg des P4-Spiegels, sondern oft zu einem Ausgleich des E2-Defizites, was augenblicklich das EDS VERSCHÄRFT.
Die Symptome werden unerträglich.
Hier setzen viele Frauen das Progesteron ab, was der größte Fehler ihres Lebens sein könnte.
Das meiste P4 geht also ERST EINMAL in die Konvertierung in Sexual-Hormone und Corticoide, weil ja so lange ein Defizit bestand, dass das Gehirn über die enzymatische Steuerung die Weichen entsprechend stellte.
Eine hohe Konvertierungsrate verhindert also erst einmal den Anstieg des P4-Spiegels.
Ist nun eines Tages lange genug P4 im Transcortin (CBG), im Albumin und in den Fettzellen gespeichert und ist alles konvertiert, was zu konvertieren ist, DANN steigt ENDLICH auch der P4-Spiegel selbst und die Dysbalance kann beseitigt werden.
Das E2 ist dann dank P4 schnell auf normalem Niveau und das P4 irgendwann auch.
Daher ist es auch so dumm, bei E2 UND P4 Mangel beide Steroide zuzuführen:
Die soeben beschriebenen Effekte müssen UNBEDINGT überstanden werden, bis man sich trauen darf, auch E2 zuzuführen, sollte es nach Monaten immer noch fehlen.
Manche Frauen kommen daher auch ganz ohne E2 aus.
Erst nach einer gewissen Zeit steigt der P4-Spiegel und die Konvertierungsraten in Richtung Corticoide und Sexualhormone werden durch den Hypothalamus daher endlich wieder zurückgefahren, weil die enzymatische Situation an das endlich auch „sichtbare“ (vom Hypothalamus messbare) P4 angepasst wird, es sei denn, ein Gen-Defekt liegt vor.
Daher ist das E2 niedrig zu halten, während man P4 zuführt und das P4 ist LANGSAM zu steigern.