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Postpartale Depression ! Was nun ?

  • Barbamama
  • 25. Februar 2007 um 13:07
  • Barbamama
    Morula
    Beiträge
    367
    • 25. Februar 2007 um 13:07
    • #1

    Hallo, Mädels !

    ... " 1. kommt es anders, 2. als man denkt !"

    Das lang ersehnte Kind ist da und plötzlich kommt alles anders, als erwartet ...

    Genau darum geht es beim Thema: Postpartale Depression, also eine Depression, die einen knallhart "nach der Geburt", eben "postpartal" erwischen kann !
    Habe im Oktober 2006 einen Beitrag im ZDF, in meiner Lieblings- Sendung :

    37 Grad - Menschen Hautnah

    Link: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,1872,3985748,00.html

    zu diesem Thema gesehen.

    Zwar sind wir hier in diesem Forum ja eigentlich gerade erst mal dabei, SS zu werden,
    trotzdem kann diese üble Sache jeden von uns erwischen, manchmal erwischt's einen eben auch schon während der Schwangerschaft, z.B. wenn einen die Gedanken, wie's mit Kind sein wird, ob man den Anforderungen gewachsen sein wird etc., nicht mehr loslassen wollen ...

    In besagter Sendung wurde auch eine Selbsthilfe-Gruppe genannt, die sog.
    "Licht und Schatten e.V." !

    Auf deren web-site : http://www.schatten-und-licht.de

    findet man wertvolle Tipps und links !

    In der Hoffnung, dass wir alle davon verschont bleiben, aber falls eben doch mal ...

    LG,
    Barbara

  • Anna1968
    8-Zeller
    Beiträge
    121
    • 8. August 2007 um 16:19
    • #2

    Re: Postpartale Depression ! Was nun ?

    Ja, ja und nochmals ja! Es ist ein Thema! Aber ein Tabuthema - immer noch!

    Hallo zusammen,

    nach vielen Wochen melde ich mich nun 'mal wieder. Nach Wochen, in denen ich einfach nur irgendwie funktioniert habe. Stichwort Depression: Ich weiß nicht, wie ich es hingekriegt habe, aber meine kleine Tochter ist gewachsen und hat zugenommen und sie ist gesund. Also kann ich nicht so viel falsch gemacht haben. Ich selbst war weit weg vom Leben. Und doch habe ich „überlebt“ und Tag um Tag weitergemacht. Am Mittwoch, den 25. Juli hatte ich das erste Mal den Gedanken und das Gefühl: „Ich fange wieder an zu leben.“ Vor ein paar Wochen konnte ich mir noch nicht vorstellen, daß ich das jemals wieder sagen könnte bzw. fühlen würde.

    Ja, Depression ist ein Thema, leider noch ein Tabuthema. Ich werde hier darüber schreiben, weil vermutlich mehr Menschen daran erkranken als man vermutet. Und um anderen Mut zu machen und zu zeigen: Es kommt wieder Licht ins Dunkel. Ich bin noch nicht übern Berg, aber ich habe wieder eine Ahnung von dem, was Leben heißt. Es wäre schön gewesen, wenn ich Euch regelmäßig hätte besuchen können, um Euch zu unterstützen oder auch von meiner kleinen Tochter und von meinen Erfahrungen berichten zu können. Aber ich konnte nicht. Man ist wie einzementiert, aber man bekommt alles mit. Lebendig begraben. Und doch nimmt man die letzte Kraft für das Kind zusammen, um es zu versorgen. Aber das war es auch schon.

    Um mich herum sah ich nur glückliche Mütter! Und ich? Ich habe inzwischen viele Fotos von meiner Tochter gemacht. Aber die ersten Monate fast nur mit geschlossenen Augen, nämlich immer dann, wenn sie schlief. Wenn sie mir ein bißchen Zeit gegeben hat durchzuatmen, dann fand ich sie süß. Und nur dann. Ist das nicht entsetzlich?

    Es gab Zeiten, da wußte ich nicht, ob ich es schaffen werde. Ich wußte nicht, ob ich das überleben werde, weil ich so nicht mehr leben wollte. Ich wollte mich so gerne freuen und konnte es nicht. Ich habe mich auch nicht getraut, hier im Forum zu schreiben, weil man sich schäbig vorkommt, es geschafft zu haben und dennoch nicht glücklich zu sein. Und auch jetzt bin ich noch nicht sicher, ob ich diese Zeilen abschicken werde. Und trotzdem: Vielleicht kann ich irgendjemandem 'mal damit helfen, denn manchmal sehe ich Licht am Ende des Tunnels.

    Aber ich merke auch: ich bin noch lange nicht so weit. Wie oft habe ich diesen Stubenwagen stundenlang hin- und hergeschoben und sie hat einfach nicht aufgehört zu schreien. Sie ist gestillt worden, sie ist frisch gewickelt worden, sie ist herumgetragen worden und sie schrie immer noch. Sie schrie eigentlich ständig. 10 Jahre lang hatte ich gute Arbeit geleistet in einer Firma, Erfolg gehabt, Anerkennung - nicht so sehr wie man sich das gewünscht hätte, aber dennoch Anerkennung ... und jetzt nichts dergleichen. Keine Erfolgserlebnisse mehr, keine Ansprache, gar nichts. Ein Kind, dem man nicht gerecht werden kann. Und doch kann ich sagen: Ich habe sie immer gut versorgt. Und ich selbst habe mich in Behandlung begeben. Es ist viel komplexer als ich hier in kurzer Zeit erzählen kann. Aber ich habe gelernt: Ein Kind braucht eine fröhliche Mutter. Und Ihr könnt mir glauben, ich werde alles dafür tun, daß sie eine fröhliche Mutter bekommt. Nur manchmal braucht es eben etwas Zeit. Ich habe seit 1 1/4 Jahr keinen Tropfen Alkohol getrunken, habe keinerlei Tabletten genommen, weil ich noch stille. Ich wollte ihr das Beste mit auf den Weg geben. Erst als ich merkte, das ich eine Gefahr für mich selber bin, habe ich in Erwägung gezogen, mich medikamentös behandeln zu lassen, aber ich habe bis jetzt durchgehalten. Es ist eine Gratwanderung. Denn ich muß sie versorgen können. Irgendwann werde ich vielleicht 'mal darüber lachen können. Nein, nicht lachen, eher innehalten und hoffentlich mit Stolz sagen können: "Ich habe es geschafft."

    Es ist nicht einfach allein. Obwohl dies natürlich auch Frauen passieren kann mit Partner. Ich muß fairerweise dazusagen, daß mich der Vater des Kindes unterstützt wo er nur kann. Eine ganze Zeit lang wußte er aber nicht, wie er mit dieser Krankheit umgehen soll. Und ich habe mich sehr zurückgezogen, mich nicht aus dem Haus getraut, zum Glück aber habe ich auch ein paar wenige, aber gute Freunde. Doch die meiste Zeit bin ich eben mit dem Kind allein. Alles wiederholt sich. "Und täglich grüßt das Murmeltier". Ich hatte irgendwann 'mal festgestellt: Mein Leben ist vorbei. Ich lebe ihr Leben. Aber vielleicht kann ich das auch 'mal wieder anders sehen ...

    Nur: die ständige Sorge um das Kind - die wird mir wohl keiner nehmen. Bis an mein Lebensende ...

    Ich weiß: Für die meisten ist ein Kind die größte Erfüllung. Für mich ist es die größte Herausforderung meines Lebens. Und eine Lektion, die ich lernen soll. Ich will es schaffen.

    Letzten Montag war sie genau ein halbes Jahr alt. Sie ißt jetzt Früh-Karotte. Und sie lacht dabei ...

    Seid herzlich gegrüßt
    Anna

    Zur Erklärung: Daß ich mich kaum melde und leider nicht mehr alles mitverfolgen kann - was ich gerne würde -, liegt nicht nur an meiner Situation. Der InterNet-Anschluß ist bei meinen Eltern und ich habe kaum Gelegenheit, in Ruhe zu schreiben. Ich überlege, mir einen Anschluß in meine Wohnung legen zu lassen.

    Und: Danke Barbara!

  • peg
    Morula
    Beiträge
    289
    • 8. August 2007 um 19:15
    • #3

    Re: Postpartale Depression ! Was nun ?

    Hallo,

    ich glaube, heute Abend kommt dazu auch was im Fernsehen: spiegel TV (oder stern TV???) mit Günther Jauch. Da gehts um postpartale Depression.

    andrea: weiterhin gute Besserung.

  • peg
    Morula
    Beiträge
    289
    • 9. August 2007 um 15:28
    • #4

    Re: Postpartale Depression ! Was nun ?

    Hallo,

    ich wollte noch kurz erzählen, was gestern im Fernsehen zur Sprache kam: Da wurde von Ärzten berichtet, daß postpartale Depression zu praktisch 100% heilbar ist. Sogar in relativ kurzer Zeit (6-8 Wochen). Die betroffenen Frauen waren in einer Art Kur zusammen mit ihrem Baby. Dort wurden sie speziell psychologisch betreut. Es gab Einzel- und Gruppentherapie. Sie bekamen auch Antidepressiva.

    die Psychologin sagte, daß postpartale Depression auch von alleine wieder verschwindet. Aber das dauert ca 6-9 Monate. Eine lange Zeit, in der im schlimmsten Fall viel passieren kann. Daher hat sie geraten, daß man sich frühzeitig in geeignete Therapie begeben soll. dann hat man alles in wenigen wochen hinter sich.

  • Barbamama
    Morula
    Beiträge
    367
    • 9. August 2007 um 18:40
    • #5

    Re: Postpartale Depression ! Was nun ?

    Willkommen zurück bei uns, Anna !

    Mensch, Anna, was hast Du da mitgemacht + durchgemacht in den letzten Monaten !?!
    Oft habe ich, haben wir, an Dich gedacht ! Ich dachte, DIE meldet sich ja auch so gar nicht mehr ...kein Interesse mehr an uns anderen "single-Ladies der ersten Stunde"...habe mich aber dann wieder sofort korrigiert, indem ich mir sagte, dass Du ja bereits mal geschrieben hattest, dass es Dir nicht so gut gehe, dass Du Dich nach Geburt von Lea doch mehr umstellen musstest, als Du vorher angenommen hattest.
    Ich dachte, dass es Dir sicher besser gehen würde, Du einfach so eingebunden wärst in den Alltag mit Kind.
    So war es also nicht, nicht ganz .... Mir stockte der Atem, als ich las, was Du in den letzten Monaten durchgemacht hast, und mir stockte der Atem, weil ich derart beeindruckt war von Deiner Offenheit, uns von Deiner sehr persönlichen, privaten Situation, von Deinen Gefühlen, Gedanken zu erzählen !
    Chapeau, Anna ! ! ! Das ist sehr mutig und - wie ich denke - eine große Hilfe für andere Frauen, die Ähnliches fühlen, erleben, sich dessen aber schämen.
    Tja, das Thema "Depression" im allgemeinen ist in unserer Leistungs-Gesellschaft ja sowieso ein Tabu-Thema, in dieser speziellen Situation des Mutterwerdens aber noch viel mehr.
    Ich denke auch, dass es bei Frauen, die ihre Kinder durch künstliche Befruchtung, sei es IVF mit eigenen Eicherchen, oder sei es eben durch EZS, noch schwieriger ist, als bei "normalen" Schwangerschaften !
    All diese Entbehrungen, diese Jahre, die man nur oder zumindest fast ausschließlich dem Ki-Wu gewidmet hat, all die Anstrengungen, zeitlich + finanziell, wenn man es dann per EZS versucht, und dann "diese Gefühle" !!! Ich glaube, es ist für diese Gruppe Frauen besonders schwer nach außen zu gehen und sich Hilfe zu holen, weil sie wohl Angst haben, als "undankbar" zu gelten ...

    Nun, Anna, es ist deshalb umso schöner, dass Du Dich gemeldet hast, dass Du den Schritt wieder "nach draußen" gemacht hast, dass Du wieder Licht am Ende des Tunnels siehst ! Dass diese, wie Du es gesagt hast, "Einzementier-Phase", nun durchbrochen ist !!!
    Du hast geschrieben, Du hast erkannt, dass "nur eine glückliche Mutter eine guteMutter sein kann" !
    Ja, Anna, ich glaube, wenn Du nach dieser schmerzhaften und schwierigen Zeit erst mal soweit bist, dass Du erkennst, dass Du kein "schlechtes Gewissen" haben brauchst, wenn Du auch mal an DICH denkst, wenn Du Dich nach einer Pause sehnst, dann bist Du auf dem richtigen Weg !
    Gearde bei uns Frauen, die wir in nicht mehr ganz so jungen Jahren ss werden, die wir lange Jahre berufstätig waren, müssen uns wohl besonders umstellen, wenn die Zeit "nur mit dem Kind" kommt.
    Bei machen ist's wunderbar, machen fällt es schwerer als gedacht, derart "häuslich" zu sein !
    Kommt dann auch noch extreme Belastung hinzu, weil eben dieses "ganze Dorf", das man zum Großziehen eines Kindes braucht, NICHT da ist, tja, dann kann es einem, glaub' ich, ganz schön beschi.... gehen !

    Anna, Du schreibst, dass Du überlegt hast, medikamentöse Hilfe in Anspruch zu nehmen, bis jetzt aber "standhaft" warst, "durchgehalten" hast ! Bitte denke um, Anna ! Höre auf zu stillen, das wird Lea "verkrafeten" ! Es ist für sie viel, viel wichtiger, dass es ihrer Mutter gut geht, weil es nämlich NUR DANN auch Lea gut geht !!!! Hole Dir professionelle Hilfe, und was die AntiDepressiva angeht, da scheint es ja schon so gute Medikamente zu geben, die einen eben nicht vollkommen einlullen, apathisch machen.
    Gestern, bei "STERNtv", war u.a. auch eine Frau, die in der Nordbaden-Klinik war, ebenfalls medikamentös unterstützt wird, und zwar noch für ca. 2 Jahre. Sie geht mittlerweile wieder halbtags arbeiten und das Verhältnis zu ihrer Tochter ist sehr entspannt und harmonisch, will sagen, die Medis sind heutzutage wohl schon so gut, greifen derart gezielt in den Stoffwechsel ein, dass man ohne Probleme arbeiten gehen kann, also nicht wie "abwesend" ist.
    Wie gesagt, Anna, hole Dir Hilfe, leide nicht unnötig !

    Ach, ja, und: Bitte, hole Dir einen eigenen Internet-Anschluß !
    Es ist nunmal das "Tor zur Welt", Du kannst evtl. auch in Foren von ebenfalls Betroffenen schauen und:
    Du kannst uns wieder viel öfter besuchen !
    Wir können kontakt zu Dir aufnehmen, das wäre doch schön, oder ?

    So, liebe Anna, lange Rede, kurzer Sinn:
    Kontakt zu Fachleuten ist angesagt !
    Damit Du demnächst nicht mehr nur "ihr" Leben lebst, sondern "EUER" Leben !

    Besonders liebe Grüße an Dich, Anna, und LEA ! Stell' doch mal ein Foto ein ...
    Barbara

  • Wolke
    Morula
    Beiträge
    223
    • 10. August 2007 um 16:08
    • #6

    Re: Postpartale Depression ! Was nun ?

    Hallo Barbara, Hallo Anna,

    mit Interesse hab ich eure Beiträge zum Thema gelesen (gehöre eigentlich in den BCN-Ordner). ich finds gut, dass so ein Tabuthema mal hier diskutiert wird und weil nur Offenheit (danke Anna) uns weiterbringt, möchte ich noch ein paar eigene Erfahrungen beisteuern. Ich hatte zwar keine Postpartalen Depressionen, dafür andere.

    Durch meine KIWU-Zeit und etliche Eigenversuche hat mein Psychostreß, der einen während eines Versuch begleitet, sich selbstständig gemacht und ich bekam Schlafstörungen, Angstattacken und daraus folgend depressive Verstimmungen.

    Manchmal hing ich ganz schön durch, den Alltag mit meinen zwei Kindern hab ich zwar so geschafft, aber eigentlich funktionierte ich nur. Zuerst dachte ich an etwas körperliches, bis mir endlich klar wurde, dass es psychisch war.

    Ein Neurologe verschrieb mir Antidepressiva, die ich ein Jahr in der schublade hatte, aber wegen Vorurteilen nicht nahm. ich habs homöopathisch, mit Bachblüten, baldrian usw. versucht, aber es half nichts.

    nach einem Jahr hab ich die Tablette dann genommen. Die erste Sorte half nicht, ich bekam andere. Die halfen dann wirklich gut. Mittlerweile ärgere ich mich, dass ich das nicht schon früher gemacht habe. Die Lebensqualität ist sehr viel besser.

    Entgegen landläufigen Vorurteilen wird man von Antidepressiva nicht süchtig und auch nicht benommen oder gedämpft. Wenn einem sonst ein Stoff im Körper fehlt, setzt man ihn ja auch zu, so muß man es auch mit dem gestörten Gleichgewicht der Transmitterstoffe im gehirn sehen, denke ich.

    Wenn ihr noch Fragen habt, antworte ich gerne, bin allerdings ab morgen in Urlaub.

    Liebe Anna, keine Scheu zum Arzt zu gehen, du mußt nicht durchhalten.

    Liebe GRüße
    Susanne

  • thesa
    8-Zeller
    Beiträge
    155
    • 11. August 2007 um 09:21
    • #7

    Re: Postpartale Depression ! Was nun ?

    Hallo ich melde mich auch mal an die Single-front zurück!

    Anna: ich finde es beeindruckend und sehr mutig von dir hier offen zuschreiben ich denke auch das dies vielen hier helfen kann, der schon Probleme hat oder auf den es noch drauf zukommt!! Ich wünsch Dir alles gute und weiterhin gute Besserung !!

    Insgesamt finde ich es gut das das Thema hier mal aufgerollt wird! Denn es kann jeden treffen und viele wissen sich nicht zu helfen, ich hatte nach dem tv hinweis auch stern tv geschaut und wie ich finde hat der bericht schon mut gemacht und Wege aufgezeigt.

    Eine Bekannte von mir hatte/hat Postpartale Depression, sie hatte allerdings nicht die Kraft ihre Tochter zu versorgen (das 2. Kind beim ersten war alles o.k.)
    Die kleine wuchs dann 1 Jahr bei den Großeltern auf, heute ist die Kleine 10 Jahre alt ! Damals kannten sich die Ärzte denke ich auch noch nicht so aus, so das meine Bekannte damals, nie richtig in Behandlung war ich würde auch sagen mit der Zeit hat sich das dann in eine normale Depression gewandelt heute denkt niemand mehr, das sie mal Probleme mit ihrer Tochter hatte, nur manchmal hat sie noch Phasen wo es ihr nicht gut geht sie ist jetzt vielleicht seit 5 Jahren in Behandlung und hat vom Psychologen über Familientherapeuten bis zum Wunderheiler alles durch probiert was ihr letzten Endes hilft kann ich nicht so sagen, vielleicht die Mischung aus allen

    ich wünsch euch allen ein super Wochenende
    ganz liebe Grüße thesa

    * Es ist ein Glück, sein Glück zu erkennen.

    * Ich gehe meinen Weg!!! auch wenn es schwer wird

  • Anna1968
    8-Zeller
    Beiträge
    121
    • 1. September 2007 um 23:11
    • #8

    Re: Postpartale Depression ! Was nun ?

    Hallo zusammen,

    ich danke Euch für Euer Feedback! Ich muß Euch leider berichten, daß ich noch nicht den richtigen Arzt gefunden habe.

    Mittlerweile habe ich im InterNet einiges über die Postpartale Depression gelesen und gelernt. Dabei findet man am umfassendsten Informationen bei http://www.schatten-und-licht.de. Barbara hatte darauf hingewiesen.

    Ich bin zwar bei einer Ärztin (Psychiatrie und Psychotherapie), fühle mich aber nicht ernst genommen. Es ist schwierig. Ich kann nicht beliebig viele Ärzte ausprobieren bis ich den richtigen gefunden habe. Ich weiß, daß ich Medikamente nehmen muß; dazu muß ich abgestillt haben. Das Stillen ist aber das Einzige, was mich mit meiner Tochter wirklich "verbindet" - im wahrsten Sinne des Wortes. Dies geschieht nur noch morgens, wenn sie aufgewacht ist und evtl. in der Nacht, wenn sie nicht durchschläft. Außerdem kann ich sie nicht schreien hören. Vor allem nachts komme ich gar nicht damit klar. Da ist schnell 'mal die Brust gegeben. Endlich Ruhe ... Es ist ein Teufelskreis.

    Professionelle Hilfe zu bekommen ist gar nicht so einfach. Oft fehlt auch einfach die Kraft, sich darum zu kümmern. "Bessere" Tage müssen genutzt werden, um etwas zu "bewegen". Aber "bessere" Tage gibt es kaum. Ich habe nun mehrfach gelesen, daß 10-15% der Frauen an einer Postpartalen Depression erkranken. Also sollte es wirklich kein Tabuthema mehr sein. Aufklärung ist wichtig, um sich rechtzeitig die richtige Hilfe holen zu können. Ich habe es leider noch nicht geschafft ...

    Aber schön, daß Ihr da seid!

    Gute Nacht!
    Anna

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